Zitrusfrüchte von Schildläusen befreien?
Tipps und natürliche Behandlungen
Inhaltsverzeichnis
Schildläuse an Zitrusfrüchten: Erkennen und mit Schmierseife natürlich bekämpfen – für gesunde Pflanzen.
Schädlinge an Zitrusfrüchten erkennen?
Bevor Sie eine Behandlung gegen Schildläuse in Betracht ziehen, müssen Sie sie zunächst sicher bestimmen. Schildläuse an Zitrusfrüchten bleiben anfangs oft unbemerkt, da sie sich meist auf der Blattunterseite, an den Stängeln oder in den Blattadern verstecken.
Schildläuse
Schildläuse, auch Deckelschildläuse genannt, umfassen mehrere Arten, darunter Rote Kalifornische Schildlaus, Kommaschildlaus (Lepidosaphes beckii) und Schwarze Zitrusschildlaus (Parlatoria ziziphi). Sie bilden kleine, harte, braune bis dunkle Plättchen und sehen wie winzige unbewegliche Schalen oder Pusteln aus. Sie sitzen tief auf Blättern, Zweigen oder Früchten und lassen sich nur schwer entfernen.

Kommaschildläuse und Deckelschildläuse
Wollläuse
Zitrus-Wollläuse (Planococcus citri) sind leichter zu erkennen. Sie bilden eine weiße, watteartige Substanz, die in den Blattachseln, an jungen Trieben oder entlang der Blattadern sichtbar ist, manchmal auch auf den Früchten. Sie treten besonders häufig an Zitrusfrüchten im Haus oder unter geschützten Bedingungen auf.

Weiche Zitrusschildlaus
Die weiche Zitrusschildlaus (Coccus hesperidum) hat einen gewölbten, glatten, hellbraunen bis gelblichen Körper, manchmal mit Flecken. Sie zeichnet sich durch eine starke Honigtauausscheidung aus, die häufig klebrige Blätter verursacht.

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Schildläuse an Zitruspflanzen verursachen typische Anzeichen. Die Blätter werden klebrig durch den Honigtau der Schildläuse. Dadurch bildet sich Rußtau, ein schwarzer Belag, der die Photosynthese beeinträchtigt.
Ein von Schildläusen befallener Zitronenbaum hat oft gelb werdendes Laub und manchmal einen vorzeitigen Blatt- oder Fruchtfall. Junge Triebe verformen sich, weil ihnen ständig Pflanzensaft entzogen wird und ihr Wachstum dadurch gestört ist.
Mit der Zeit verlangsamt sich das Wachstum deutlich, und die Blüte kann schwächer ausfallen oder bei starkem Befall sogar ausbleiben. Die Zitruspflanze wird zunehmend geschwächt und dadurch anfälliger für weitere Stressfaktoren und Krankheiten.
Diese Anzeichen sollten Sie schnell alarmieren: Je größer die Kolonie dieser Parasiten wird, desto länger und aufwendiger ist die Behandlung der Schildläuse.

Schildläuse an Zitrusfrüchten bekämpfen
Schmierseife: einfaches und wirksames Hausmittel gegen Schildläuse
Um Schildläuse an Zitrusfrüchten wirksam zu bekämpfen, bleibt Schmierseife eine einfache, natürliche und äußerst wirksame Lösung. Sie wird seit Langem als bewährtes Hausmittel gegen Schildläuse eingesetzt und wirkt bei direktem Kontakt, indem sie den wachsartigen Schutz der Insekten auflöst und sie erstickt.
Benötigte Zutaten
- 1 Liter Wasser (vorzugsweise lauwarm, damit sich alles besser mischt).
- 3 Esslöffel flüssige Schmierseife: Sie entfernt den Honigtau und weicht den Schutz der Insekten auf.
- 1 Esslöffel 70-prozentiger Alkohol : Er hilft, den Panzer der Napfschildläuse aufzulösen und verstärkt die Wirkung.
- 1 Teelöffel Pflanzenöl : Es erstickt die Schildläuse, indem es ihre Atemöffnungen verstopft.
Anwendung
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- Vermischen Sie die Zutaten gründlich, bis eine gleichmäßige Lösung entsteht.
- Sprühen Sie die gesamte Zitruspflanze ein und behandeln Sie befallene Stellen, Blattunterseiten und junge Triebe besonders gründlich.
- Wenden Sie die Lösung vorzugsweise abends oder bei bedecktem Himmel an, niemals in der prallen Sonne. In Verbindung mit Öl kann die Sonne die Blätter Ihrer Zitruspflanze verbrennen.
- Spülen Sie den Baum etwa 2 bis 3 Stunden nach der Behandlung (oder am nächsten Morgen) mit einem Wasserstrahl ab, um Seifenreste und tote Insekten zu entfernen.
Behandlungshäufigkeit
- Wiederholen Sie die Behandlung gegen Schildläuse alle 7 bis 10 Tage.
- Führen Sie sie mindestens 2- bis 3-mal durch, da die Eier beim ersten Durchgang nicht abgetötet werden.
Tipps
- Testen Sie die Lösung immer zuerst an einer kleinen Stelle des Laubs.
- Kontrollieren Sie die Entwicklung regelmäßig, da Schildläuse am Zitronenbaum mehrere Anwendungen erfordern können.
- Bei lokalem Befall können Sie die Schildläuse mit einem in Alkohol getränkten Wattestäbchen entfernen.

Natürliche Helfer im Garten fördern
Wenn Ihre Zitruspflanze im Freien, im Garten oder im Topf auf einer Terrasse steht, kann sie auch von Nützlingen profitieren, die die Entwicklung der Schädlinge auf natürliche Weise begrenzen.
Marienkäfer und vor allem ihre Larven fressen große Mengen an Schildläusen. Florfliegen, die oft weniger bekannt sind, spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, insbesondere bei jungen Schildlauskolonien.
Um diese Nützlinge anzulocken, genügt es, eine günstige Umgebung zu schaffen: abwechslungsreiche Bepflanzung, einige bienenfreundliche Blüten und vor allem ein möglichst sparsamer Einsatz aggressiver Pflanzenschutzmittel. In einem ausgewogenen Garten kommt es nicht selten vor, dass sich ein Schildlausbefall am Zitronenbaum im Laufe der Jahreszeiten von selbst reguliert.
Ist der Befall bereits stark ausgeprägt, können Sie der Natur durch den Kauf und das Aussetzen von Marienkäfer- oder Florfliegenlarven nachhelfen. So lässt sich ein Schildlausbefall am Zitronenbaum schnell eindämmen, ohne auf eine schonende und gartenfreundliche Methode zu verzichten.
Larven zur Bekämpfung von Schildläusen
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Nach einem Befall mit Schildläusen braucht ein Zitrusbaum gezielte Pflege, um wieder zu Kräften zu kommen. Ein geschwächter Zitrusbaum ist anfälliger für neue Angriffe.
- Die Blätter mit klarem Wasser zu reinigen, entfernt Honigtau- und Rußtauablagerungen. Das verbessert die Photosynthese und lässt das Laub wieder glänzen.
- Wir empfehlen, einen speziellen Dünger für Zitrusfrüchte mit hohem Anteil an Stickstoff, Kalium und Spurenelementen auszubringen. Diese Düngung fördert das Wachstum und stärkt die natürlichen Abwehrkräfte der Pflanze.
- Besondere Aufmerksamkeit gilt der Bewässerung. Wasserstress durch zu viel oder zu wenig Wasser begünstigt das Auftreten von Schildläusen.
- Schließlich kann ein leichter Rückschnitt erwogen werden, um stark befallene Pflanzenteile zu entfernen. So lässt sich die Ausbreitung begrenzen und die Energie des Baumes auf gesunde Bereiche konzentrieren.
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