Möchten Sie Ihre Pflanzen unterstützen und dabei die Umwelt schonen? Die Lösung liegt manchmal direkt vor unserer Nase – in unseren Küchenabfällen, zum Beispiel in Bananenschalen! Einfach herzustellen, ist Bananenschalenjauche eine ökologische und kostengünstige Möglichkeit, die Pflanzen in Ihrem Garten mit Nährstoffen zu versorgen. In dieser Anleitung erfahren Sie, wie Sie Bananenschalenjauche herstellen, welche Vorteile sie bietet und wie Sie sie richtig anwenden.
Warum Bananenschalenjauche verwenden?
Bananenschalenjauche ist ein kaliumreicher Naturdünger, den Sie vielleicht unter der Bezeichnung „K“ aus dem bekannten NPK-Dreiklang kennen. Dieser Nährstoff ist für Pflanzen unverzichtbar. Er fördert das Wachstum, die Wasseraufnahme, die Photosynthese, kräftige Wurzeln und eine intensive Färbung von Blüten und Früchten. Außerdem verbessert Kalium die Wirkung von Stickstoff und Phosphor. Kurz gesagt: Damit verwöhnen Sie Ihre Pflanzen.
Diese Jauche eignet sich besonders gut, um einem Kaliummangel vorzubeugen. Er zeigt sich durch eine Gelb- oder Braunfärbung der Blattränder, die häufig von einem Einrollen der Blätter begleitet wird.
Hinweis: Bananenschalen sind zwar reich an Kalium, ich empfehle Ihnen dennoch, verschiedene Jauchen abzuwechseln, damit Ihre Pflanzen mit unterschiedlichen Nährstoffen versorgt werden. Zum Beispiel mit Brennnesseljauche, die reich an Stickstoff ist.
Bananenschalenjauche herstellen
Das benötigen Sie
Für 1 Liter Jauche benötigen Sie:
- 100 g Bananenschalen (etwa von ein bis zwei Bananen), vorzugsweise aus biologischem Anbau;
- ein großes Gefäß mit Deckel, zum Beispiel eine Glasflasche, einen Eimer oder einen Kanister;
- 1 Liter Regenwasser;
- ein Messer oder eine Schere;
- ein sehr feinmaschiges Sieb oder ein sauberes Tuch zum Filtern.
Die einzelnen Schritte zur Herstellung der Bananenschalenjauche
1- Schneiden Sie die Bananenschale mit einer Schere oder einem Messer in kleine Stücke, damit sie sich schneller zersetzt.

2- Geben Sie die Bananenschalenstücke in Ihr Gefäß und übergießen Sie sie mit einem Liter Regenwasser.

3- Verschließen Sie das Gefäß und lassen Sie die Mischung etwa 48 Stunden ziehen. Rühren Sie sie gelegentlich um, damit die Fermentation gleichmäßig abläuft.
4- Sobald das Wasser braun geworden und sämiger ist, filtern Sie die Flüssigkeit mit einem sauberen Tuch oder einem sehr feinmaschigen Sieb (Passiersieb). Entfernen Sie dabei die Bananenschalenstücke. Die Schalenreste können Sie auf den Kompost geben.

5- Füllen Sie die gefilterte Flüssigkeit in ein sauberes Gefäß mit Deckel oder in eine Flasche. Vergessen Sie nicht, sie zu beschriften.
Bananenschalenjauche anwenden
Verdünnung
Verdünnen Sie die Bananenschalenjauche zur Anwendung mit 10 cl Jauche auf 1 Liter Gießwasser. Je nach Empfindlichkeit der Pflanzen können Sie die Verdünnung anpassen.
Bei einem Kaliummangel (gelbe oder braune, eingerollte Blattränder) verdünnen Sie 30 cl Bananenschalenjauche mit 1 Liter Wasser.
Häufigkeit und Anwendungszeitraum
Bananenschalenjauche ist während des aktiven Wachstums besonders nützlich, in der Regel im Frühjahr und Sommer. Wenden Sie die Mischung alle zwei bis drei Wochen einmal an, um die Blüte und die Fruchtbildung zu unterstützen.
Vorsichtsmaßnahmen bei der Anwendung
Bringen Sie die Jauche am frühen Morgen oder am Abend direkt am Fuß der Pflanzen aus. Vermeiden Sie es, die Jauche unmittelbar auf die Blätter zu sprühen, besonders bei voller Sonne, damit keine Verbrennungen entstehen.
Für welche Pflanzen eignet sich die Jauche?
Diese Jauche eignet sich ideal für Pflanzen mit einem hohen Kaliumbedarf, zum Beispiel für Gemüsepflanzen, insbesondere Tomaten, Paprika, Gurken und Obstpflanzen. Auch blühende Zierpflanzen wie Rosen profitieren davon. Sie schätzen einen nährstoffreichen Boden für eine üppige Blüte.
Haltbarkeit der Bananenschalenjauche
Die gefilterte Bananenschalenjauche ist bis zu sechs Monate haltbar, wenn Sie sie gründlich filtern, anschließend in einem luftdicht verschlossenen Gefäß aufbewahren und an einem kühlen, dunklen Ort lagern. Kontrollieren Sie die Jauche regelmäßig, um sicherzustellen, dass sich kein Schimmel bildet und keine ungewöhnlichen Gerüche entstehen.
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