Als ursprüngliche Variante unserer Gesichtswasser und anderer Hautlotionen haben Blütenwässer etwas angenehm Altmodisches, das uns in einer Zeit inspiriert, in der Wellness zugänglicher und frei von Konservierungsstoffen sein soll. Das Blütenwasser ist ein 100 % natürliches Schönheitselixier und entsteht durch die Destillation von Pflanzen mit Wasserdampf. Es unterscheidet sich vom Hydrolat durch seine Zusammensetzung aus Blüten und nicht aus aromatischen Blättern. Es wirkt erfrischend, beruhigend, aber auch reinigend und teilweise antiseptisch. Je nach verwendeter Blume besitzt es unterschiedliche Eigenschaften.
Möchten Sie Blütenwasser selbst herstellen, Ihre Haut auf natürliche Weise pflegen oder es in der Küche verwenden? Dafür brauchen Sie kein kleines Chemielabor zu Hause. Die Herstellung ist tatsächlich sehr einfach. Befolgen Sie unsere Tipps, damit Ihr Blütenwasser gelingt !

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Welche Blüten eignen sich für Blütenwasser?

Die am häufigsten für die Herstellung von Blütenwasser verwendeten Blüten sind Rose, Kamille, Kornblume und Zaubernuss. Es gibt jedoch noch weitere interessante Arten, die oft im eigenen Garten zu finden sind. Jede dieser Blüten besitzt ihre eigenen Vorzüge. Sie können die Haut reinigen oder abschminken, tonisieren und sogar mit Feuchtigkeit versorgen:

  • die Rose mit ihren beruhigenden und regenerierenden Eigenschaften, ideal zum gründlichen Abschminken
  • die Kornblume (Centaurea cyanus) wirkt abschwellend und beruhigend. Sie wird häufig verwendet, um müde Augen und Augenlider zu lindern
  • die Zaubernuss mit ihren adstringierenden und tonisierenden Eigenschaften
  • die Römische Hundskamille (Anthemis nobilis) wird wegen ihrer reinigenden, beruhigenden und entzündungshemmenden Eigenschaften geschätzt
  • die Italienische Strohblume (Helichrysum italicum) mit ihren reparierenden und revitalisierenden Eigenschaften
  • das Geißblatt ist für seine antiseptischen Eigenschaften bekannt
  • der Lavendel (Lavandula officinalis) wirkt reinigend und entspannend
  • der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) wegen seiner abschwellenden, beruhigenden und entzündungshemmenden Eigenschaften
  • wenn Sie diese Pflanzen im Garten anbauen, können Sie außerdem kleinere Mengen an Blütenwasser aus Jasmin (mild pflegend) oder Orangenblüten ausprobieren …

Die Rose ist besonders praktisch, da sie häufig in unseren Gärten wächst und sich leicht in größeren Mengen ernten lässt. In der Kosmetik und Aromatherapie verwendet man traditionell die Damaszener-Rose oder Rosa gallica. Für Ihr selbst gemachtes Schönheitsritual eignen sich jedoch alle duftenden Rosen aus dem Garten hervorragend!

Pfefferminze und Thymian (reinigend und adstringierend), Melisse oder Salbei (ausgleichend) sowie die Rosen-Pelargonie (adstringierend und entzündungshemmend) werden dagegen wegen ihrer Blätter verwendet. Daraus entsteht ein Hydrolat, das ebenfalls einen schönen Platz im Badezimmer verdient.

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Kornblume, Rose, Zaubernuss, Kamille, Strohblume und Lavendel sind besonders beliebte Blütenwässer

Wie ernten Sie die Blüten und in welcher Menge?

Wählen Sie für Ihr Blütenwasser möglichst Pflanzen aus dem eigenen Garten, die nicht mit Pestiziden behandelt wurden, um Rückstände zu vermeiden, die dessen Wirkung beeinträchtigen könnten. Achten Sie außerdem darauf, dass die Blüten frisch und unbeschädigt sind, damit möglichst viele Wirkstoffe erhalten bleiben. Ernten Sie die Blüten früh am Morgen, wenn ihr Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten ist.

Die Menge an Blütenblättern oder Blüten ist weiterhin wichtig, auch wenn sie deutlich geringer ausfällt als bei der Herstellung eines ätherischen Öls. Bei Blütenwässern wird häufig mit einem Verhältnis gearbeitet. 1/1 bedeutet beispielsweise die gleiche Menge an Blüten und Wasser, also 1 kg Blüten auf 1 l Wasser. Für 1 l Blütenwasser benötigen Sie durchschnittlich 400 g bis 1 kg Blütenblätter, damit das Ergebnis angenehm duftet und eine gute Wirkstoffkonzentration aufweist. Zu Hause stellen Sie jedoch meist kleinere Mengen her. Beginnen Sie mit 50 bis 100 ml, also etwa 100 bis 150 g Blüten. Die Blütenstände kleiner Holunder- oder Strohblumen pflücken Sie so vorsichtig wie möglich.

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Wie destillieren Sie zu Hause Blütenwasser?

Für die Herstellung Ihres Blütenwassers benötigen Sie keine professionelle Ausstattung. Ein großer Kochtopf, eine hitzebeständige Schüssel, ein großer Topf mit Deckel, Wasser, Eiswürfel und natürlich Ihre früh am Morgen frisch gepflückten Pflanzen – mehr brauchen Sie nicht.

  • Stellen Sie die hitzebeständige Schüssel in die Mitte des großen Kochtopfs.
  • Verteilen Sie die Blüten oder Kräuter auf dem Topfboden rund um die Schüssel. Achten Sie darauf, dass sie nicht in die Schüssel gelangen.
  • Gießen Sie 500 ml Wasser in den Topf, sodass die Pflanzen bedeckt sind. Das Wasser darf nicht in die Schüssel gelangen.
  • Legen Sie den Deckel umgedreht auf den Topf und verteilen Sie darauf Eiswürfel. So kondensiert der bei der Destillation entstehende Dampf.
  • Erhitzen Sie alles bei niedriger Temperatur. Der von den Pflanzen aufsteigende Dampf kondensiert am kühlen Deckel und tropft in die Schüssel.
  • Nach etwa zwei Stunden Destillation können Sie die Hitze ausschalten. Lassen Sie alles abkühlen, bevor Sie das Wasser aus der Schüssel auffangen: Das ist Ihr Blütenwasser!
  • Füllen Sie das Blütenwasser mithilfe eines sehr sauberen Parfümtrichters in eine kleine Glasflasche und beschriften Sie sie.
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Unsere Tipps zur Aufbewahrung und Verwendung von Blütenwasser

Jedes Blütenwasser hat eine eigene Haltbarkeit, die in der Regel zwischen 2 und höchstens 6 Monaten liegt. Für eine optimale Aufbewahrung füllen Sie Ihr Blütenwasser in kleine, luftdicht verschließbare Flaschen aus dunklem Glas. So schützen Sie es vor Licht. Bewahren Sie die Flaschen an einem kühlen und trockenen Ort auf. Notieren Sie außerdem das Herstellungsdatum auf jeder Flasche.
Für noch mehr Frische und eine stärkere Wirkung bei Ihrer Hautpflege stellen Sie das Blütenwasser in den Kühlschrank. Die Kälte verlängert seine Haltbarkeit leicht, da sie das Wachstum von Bakterien hemmt.

Ein unangenehmer Geruch weist darauf hin, dass Ihr Blütenwasser nicht mehr richtig haltbar ist.

Je nach den Eigenschaften der verwendeten Blüten können Sie Ihr Blütenwasser auf unterschiedliche Weise nutzen. In der Kosmetik eignet es sich als Gesichtswasser, als Aftershave-Lotion oder zum dezenten Beduften selbst gemachter Pflegeprodukte. Blütenwasser ist milder als ätherische Öle und weist keine Gegenanzeigen auf.
In der Küche können Sie manche Blütenwässer, etwa Rosen- oder Orangenblütenwasser, verwenden, um orientalisches Gebäck, Cremes, Obstsalate oder Getränke zu aromatisieren. Für die Wäsche können Sie Blütenwasser in den Wassertank des Bügeleisens geben und die Wäsche sanft beduften. Auch als Kompresse kann es Hautreizungen lindern.

Das benötigte Material

  • Ein großer Kochtopf
  • Eine hitzebeständige Schüssel oder ein hitzebeständiges Gefäß
  • Ein großer Topf mit Deckel
  • Destilliertes, gefiltertes oder Mineralwasser
  • Eiswürfel
  • Frische Blüten Ihrer Wahl
  • Eine desinfizierte kleine Flasche aus farbigem oder getöntem Glas mit luftdichtem Verschluss
  • Ein schönes Etikett
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