Im Frühjahr und im Sommer öffnen sich die Blüten und verströmen ihren Duft. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, sie zu ernten und ihre wohltuenden Eigenschaften zu nutzen. Anschließend haben Sie zwei Möglichkeiten: Sie können die Blüten frisch verwenden oder für eine spätere Verwendung trocknen.

Eine sehr einfache und schnelle Möglichkeit, die Wirkstoffe der Pflanzen zu gewinnen, besteht darin, eine Blütenlotion herzustellen. Je nach verwendeter Blume kann sie tonisierend, beruhigend oder klärend wirken.

Wenn Sie Pflanzen aus Ihrem eigenen Garten verwenden, können Sie außerdem sicher sein, dass sie frisch und unbehandelt sind.

Sehen wir uns nun an, wie Sie die Lotion herstellen.

Eine Blütenlotion herstellen

Einige Blumen und Pflanzen aus dem Garten eignen sich für selbst gemachte Blütenlotionen

Wie stellen Sie eine Blütenlotion her?

Wie bereits erwähnt, handelt es sich um eine sehr einfache Zubereitung, die für jeden geeignet ist und keine besondere Ausstattung erfordert.

  • Die Zutaten

- Wasser. Etwa 250 ml. Wenn Ihr Leitungswasser sehr hart ist, können Sie Mineralwasser oder entmineralisiertes Wasser verwenden.

- Frische oder getrocknete Blüten. Für die oben angegebene Wassermenge benötigen Sie etwa eine Handvoll.

  • Das benötigte Material

- Ein kleiner Topf

- Ein Sieb

- Ein zuvor sterilisiertes kleines Gefäß, in dem Sie die Lotion optimal aufbewahren können. Eine kleine Sprühflasche ist ideal, da sie die Anwendung der Lotion erheblich erleichtert.

Eine Lotion aus Blüten herstellen

Für die Herstellung Ihrer Blütenlotion benötigen Sie Blüten, kleine saubere Fläschchen oder Sprühflaschen und ein kleines Sieb

  • Die einzelnen Schritte

Sehen wir uns nun Schritt für Schritt an, wie Sie vorgehen.

Schritt 1

Bringen Sie zunächst das Wasser zum Kochen. 250 ml Wasser reichen aus, da sich die Lotion nur wenige Tage hält. Bereiten Sie daher keine großen Mengen vor. Sie können auch eine kleinere Menge passend zu Ihrem Gefäß herstellen.

Schritt 2

Während das Wasser zu kochen beginnt, waschen Sie die frischen Blüten vorsichtig unter einem dünnen Wasserstrahl ab. So entfernen Sie Insekten, Staub und mögliche andere Verunreinigungen. Bei getrockneten Blüten ist dieser Schritt nicht erforderlich.

Schritt 3

Sobald das Wasser kocht, nehmen Sie den Topf vom Herd und geben Sie die Blüten in das kochende Wasser. Rühren Sie die Blüten anschließend mit einem Löffel um, damit sie sich vollständig mit Wasser vollsaugen. Decken Sie den Topf danach mit einem Deckel ab, damit die Wirkstoffe nicht verdampfen.

Eine Lotion aus Blüten herstellen

Durch das Aufgießen der Blüten mit kochendem Wasser lassen sich ihre Wirkstoffe gewinnen

Lassen Sie die Blüten mindestens 15 Minuten ziehen. Sie können auch länger warten, wenn Sie eine höhere Konzentration der Wirkstoffe in Ihrer Lotion wünschen.

Schritt 4

Sobald Ihre Zubereitung ausreichend gezogen hat, seihen Sie sie ab und lassen Sie sie abkühlen, bevor Sie sie ohne Verbrennungsgefahr anwenden können.

Nun ist die Lotion fertig!

Ich empfehle Ihnen, die Lotion in eine kleine Sprühflasche umzufüllen. Das erleichtert die Anwendung erheblich und verhindert zugleich Verschwendung.

Beachten Sie außerdem, dass die Farbe und der Duft Ihrer Lotion nicht immer denen der verwendeten Blume entsprechen.

Diese Zubereitung ist zudem relativ empfindlich. Im Kühlschrank hält sich die Lotion nur wenige Tage, höchstens eine Woche.

Welche Blüten eignen sich für eine tonisierende, beruhigende oder klärende Lotion?

Obwohl viele Kosmetikprodukte aus Pflanzen hergestellt werden, die aus weit entfernten Regionen stammen, gibt es auch in unseren Gärten zahlreiche Blumen, aus denen sich Lotionen mit unterschiedlichen Eigenschaften herstellen lassen. Hier einige Beispiele:

  • Die Damaszener-Rose, Rosa damascena, und die Moschus-Rose, Rosa moschata, sollen die Hautalterung und die Entstehung von Falten verlangsamen.
  • Die Ringelblume, auch Calendula officinalis genannt, soll wundheilende und beruhigende Eigenschaften bei Hautreizungen besitzen.
  • Die hübschen kleinen Blüten der Römischen Hundskamille, Chamaemelum nobile, sollen die Haut beruhigen, ebenso wie der Tee das Nervensystem beruhigen kann.
  • Die Blütenstände der Linde, Tilia cordata und Tilia platyphyllos, sollen beruhigend wirken.
  • Der Schwarze Holunder, Sambucus nigra, soll entzündungshemmend wirken und Hautreizungen lindern.
  • Das Gänseblümchen, Bellis perennis, soll der Haut ihre Spannkraft zurückgeben.
  • Lavendel, Lavandula officinalis, soll klärend und regenerierend wirken.
  • Die Kornblume, Centaurea cyanus, ist für ihre beruhigende Wirkung auf die Augen bekannt. In diesem Ausnahmefall kochen Sie die Blüten 1 bis 2 Minuten lang, um die Zubereitung gründlich zu sterilisieren, da sie auf die Augen aufgetragen wird. Lassen Sie die Lotion anschließend vollständig abkühlen, bevor Sie sie anwenden, damit keine Verbrennungsgefahr besteht.
  • Die Echte Kapuzinerkresse, Tropaeolum majus, wird als Haarwasser verwendet. Sie soll den Haarausfall verlangsamen und das Nachwachsen der Haare anregen.

Eine Lotion aus Blüten herstellen

Rosa moschata, Calendula officinalis, Chamaemelum nobile, Lavandula officinalis und Centaurea cyanus