Die Rose wird bereits seit dem Alten Ägypten zur Hautpflege verwendet. Die Königin der Blumen besitzt neben ihrem betörenden Duft auch anerkannte hautpflegende Eigenschaften. Bis heute gehört sie zu den am häufigsten verwendeten Pflanzen in Schönheitsritualen.
Im Handel finden Sie problemlos Rosenlotion oder Rosenwasser. Wenn Sie ausreichend Rosensträucher in Ihrem Garten kultivieren, können Sie diese Produkte jedoch relativ einfach selbst herstellen. Wie das geht? Wir verraten es Ihnen!

Rosenlotion: Für welchen Hauttyp eignet sie sich?
Als sanfte Begleiterin für empfindliche Haut wird die Rose häufig in der Pflege trockener Haut eingesetzt. Sie findet jedoch in vielen Badezimmern ihren Platz. Neben ihrer lindernden Wirkung auf trockene Haut wirkt sie dank ihrer leicht adstringierenden Eigenschaften klärend bei fettiger Haut. Bei reifer Haut unterstützt sie die Regeneration und hilft, den ersten Fältchen entgegenzuwirken. Mit der Rose als Schönheitsgeheimnis profitieren alle Hauttypen von ihren feuchtigkeitsspendenden und beruhigenden Eigenschaften. Das gilt auch für eine Lotion, die weniger reichhaltig ist als eine Creme oder ein Öl.
Wie ernten Sie Rosen und in welcher Menge?
Die Qualität einer selbst gemachten Lotion hängt von der Ernte der Blütenblätter ab. Sie sollten frisch geerntet und früh am Morgen sorgfältig ausgewählt werden. Ernten Sie nur die benötigte Menge, um höchstens 200 ml Lotion herzustellen. Diese selbst gemachte Lotion ist nur begrenzt haltbar.

Das Rezept für selbst gemachte Rosenlotion
Die Rosenlotion ist noch einfacher herzustellen als ein Rosenblütenwasser, für das eine Destillation erforderlich ist. Sie besteht lediglich aus einem Aufguss aus Blütenblättern. Achten Sie wie bei jeder Herstellung von Kosmetik sorgfältig auf die Hygiene aller Zutaten und Utensilien.
Die Zutaten
- 100 g Blütenblätter unbehandelter Rosen (idealerweise von Rosa centifolia, aber auch alle anderen Gartenrosen eignen sich)
- 250 ml Mineralwasser oder destilliertes Wasser
Das benötigte Material
- Ein großer Topf
- Kleine Glasfläschchen, idealerweise undurchsichtig oder getönt, zuvor sterilisiert und mit einem luftdichten Verschluss
- Ein Mulltuch und ein feines Sieb oder ein Passiertuch

Das Rezept
- Vergewissern Sie sich, dass die Blütenblätter frisch und frei von kleinen Insekten und Verunreinigungen sind
- Erhitzen Sie das Mineralwasser oder destillierte Wasser.
- Sobald das Wasser erste Bläschen bildet, stellen Sie die Hitze ab und tauchen Sie die Blütenblätter vollständig in das Wasser
- Lassen Sie den Aufguss 24 bis 48 Stunden ziehen
- Filtern Sie den Aufguss gegebenenfalls durch ein Tuch, um möglichst viele Verunreinigungen zu entfernen, und füllen Sie ihn in Flaschen ab
- Verschließen Sie jedes Fläschchen
- Beschriften Sie die Fläschchen mit dem aktuellen Datum
- Bewahren Sie die Lotion im Kühlschrank auf
Meine Tipps zur richtigen Anwendung und Aufbewahrung der Rosenlotion
Ihre 100 % natürliche Rosenlotion wird bald zu einem festen Bestandteil Ihrer Schönheitsroutine. Sie werden nicht mehr darauf verzichten wollen. Tragen Sie sie auf ein Wattepad auf, um die Make-up-Entfernung zu vervollständigen und Ihre Haut zu erfrischen. Diese selbst gemachte Kosmetik eignet sich hervorragend als Gesichtswasser. Wenden Sie sie nach der Gesichtsreinigung am Morgen und am Abend an. Nach der Reinigung mit Rosenöl verstärkt sie zudem den blumigen Duft.
Der einzige kleine Nachteil der selbst gemachten Rosenlotion besteht darin, dass sie weniger lange haltbar ist als destilliertes Rosenwasser. Diese Lotion enthält keine Zusatzstoffe und hält sich im Kühlschrank höchstens zwei Wochen. Bereiten Sie deshalb jeweils nur eine kleine Menge zu, damit Sie Ihre Ernte an Rosenblütenblättern nicht verschwenden.
Verwenden Sie kleine Fläschchen mit 100, 150 oder 200 ml wieder, um Ihre eigenen Behälter zu recyceln.
Wenn Sie ein Glasfläschchen mit einem Korken verschließen, verwenden Sie ausschließlich neue oder saubere Korken. Überbrühen Sie sie zuvor mit kochendem Wasser und lassen Sie sie an der Luft trocknen.
Eine Allergie gegen Rosen ist selten. Dennoch sollten Sie selbst gemachte Produkte immer zunächst in kleiner Menge auf der Haut testen. Wenn Sie nach 48 Stunden keine Beschwerden oder ungewöhnlichen Reaktionen feststellen, können Sie die Lotion bedenkenlos verwenden.
Diese Rosenlotion ist auch zum Verzehr geeignet. Sie können damit orientalische Desserts, Eis und Cocktails aromatisieren und ihnen eine köstliche, ausgesprochen blumige Note verleihen.
Mehr erfahren
Selbst gemachte Schönheitsprodukte liegen seit einigen Jahren im Trend. Diese kostengünstige und kreative Beschäftigung ermöglicht es Ihnen vor allem, die verwendeten Zutaten zu kennen und ihre Zusammensetzung selbst zu bestimmen. In den Gesundheitsabteilungen von Buchhandlungen finden Sie viele Anregungen für selbst gemachte Kosmetik – von kleinen Ratgebern bis hin zu ausführlichen Büchern.
Ich empfehle Ihnen ein Buch, das mich seit vielen Jahren begleitet. Es wurde im Taschenbuchverlag neu aufgelegt und ist beim Verlag Éditions du Chêne erhältlich. Die Autorinnen und Autoren Laura Fronty und Yves Duronsoy präsentieren darin Les secrets de grand-mère, eine Sammlung wertvoller Tipps für Haushalt, Schönheit und Garten.
Kommentare