Die Rotbuche oder Fagus sylvatica ist ein majestätischer Baum, der im Garten nur selten als reine Art und Solitär gepflanzt wird. Sie ist zwar groß und schön, aber auch etwas platzraubend. Glücklicherweise ermöglichen kleinere Kultivare wie die Blutbuche mit hängender Wuchsform, einige säulenförmige Buchen oder sogar Zwergsorten, diesen Baum auch auf kleineren Gartenflächen zu pflanzen. Außerdem verträgt die Rotbuche wiederholte Rückschnitte ausgesprochen gut und eignet sich daher perfekt für eine geschnittene Hecke. So können Sie diesen typischen Waldbaum auf eine andere Weise in Ihren Garten holen. Erfahren Sie in diesem Ratgeber, wann und wie Sie eine einzelne Buche oder eine Buchenhecke schneiden.

Wann sollten Sie die Buche schneiden?
Schneiden Sie die Buche von November bis Dezember oder von Februar bis Ende März, jedoch immer außerhalb von Frostperioden.
Für den Pflegeschnitt einer Hecke sollten Sie Ende Juni und anschließend etwa im September zur Schere greifen.
Mein Tipp: Denken Sie daran, Ihre Schnittwerkzeuge zu desinfizieren und gut zu schärfen! Buchen können sich sehr schnell eine Krankheit einfangen.
Wie schneiden Sie eine Buche?
Erziehungsschnitt
Entfernen Sie in der Jugendphase nach und nach ungünstig platzierte Äste sowie die unteren Äste. So heben Sie die Krone an und legen den Stamm allmählich frei.
Später
Wenn die Buche als Solitärbaum gepflanzt wurde, sollten Sie möglichst wenig eingreifen. Entfernen Sie nur Totholz, sich kreuzende Äste und Triebe, die am Stamm entlangwachsen.
Ein Auslichtungsschnitt eignet sich hervorragend, um das Erscheinungsbild des Baumes zu verbessern und ihn zugleich zu schonen. Weitere Informationen finden Sie im Artikel Bäume durch Auslichtung schneiden.
Beauftragen Sie bei älteren und daher besonders großen Bäumen einen professionellen Baumpfleger!
Einige Kultivare von Fagus sylvatica, der Rotbuche, benötigen überhaupt keinen Rückschnitt. Dazu gehört die Zwergbuche oder Fagus sylvatica 'Mercedes', die nicht höher als 2 m wird. Auch einige säulenförmige Buchen wie Fagus sylvatica 'Dawyck Gold' kommen ohne Schnitt aus.
Hinweis: Sie können eine Buche auch nach der alten Technik des Kopfschnitts erziehen.

Der besondere Fall der Buchenhecke
Wie die Hainbuche verträgt auch die Rotbuche den Rückschnitt ausgesprochen gut und besitzt ein marzeszentes Laub. Die abgestorbenen Blätter bleiben im Winter an den Zweigen hängen. Diese beiden Eigenschaften machen sie besonders wertvoll für geschnittene Hecken.
Theoretisch können Sie die Hecke das ganze Jahr über schneiden, um klare Linien zu erhalten. In der Regel empfiehlt es sich, Ende Juni mit dem ersten Schnitt zu beginnen und zwischen August und September einen zweiten Schnitt durchzuführen. Verwenden Sie dafür eine Heckenschere oder eine Heckenschere mit Motorantrieb.
Denken Sie daran, dass die Hecke unten etwas breiter sein sollte als oben. So erhalten auch die unteren Blätter weiterhin genügend Sonnenlicht.
Hinweis: Bei der Pflanzung können Sie junge Buchen bei Bedarf auf etwa 20 cm über dem Boden zurückschneiden. Dieser Rückschnitt regt die Pflanzen dazu an, sich bereits an der Basis zu verzweigen, sodass eine dichtere Hecke entsteht. Allerdings wird das Wachstum dadurch deutlich verlangsamt. Auf dieselbe Weise können Sie eine etwas verkahlte Buchenhecke verjüngen. Führen Sie diesen Rückschnitt am Ende des Winters im Februar oder März durch. So bleibt das marzeszente Laub den ganzen Winter über erhalten, und Sie schneiden noch vor der Bildung der neuen Blätter.

Benötigtes Material
- Gartenschere
- Astschere oder Entaster
- Schnittschutzhandschuhe und Schutzbrille
- Für den Heckenschnitt: eine manuelle Heckenschere oder eine motorbetriebene Heckenschere mit Elektro- oder Benzinmotor
- Bei Bedarf eine Leiter oder ein kleines Gartengerüst.
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