Gründüngung sind Pflanzen, die Sie nicht für die Ernte anbauen, sondern um die Bodenstruktur und die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern. Es gibt zahlreiche Arten für die Gründüngung, zum Beispiel Klee, Brauner Senf, Luzerne oder Büschelschön. Sie mähen diese Pflanzen ab und arbeiten sie anschließend in den Boden ein, damit sie dort Nährstoffe freisetzen. Diese im Ökologischen Landbau verbreitete Methode ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, den Boden zu versorgen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, warum, wann und wie Sie Gründüngung einarbeiten!
Warum sollten Sie Gründüngung einarbeiten?
Sie müssen Gründüngung nicht unbedingt einarbeiten: Sie können die Pflanzen auch als Mulch auf der Bodenoberfläche liegen lassen, um die nachfolgenden Kulturen zu schützen. Die Düngewirkung setzt dann etwas später ein. Dafür hemmt diese Methode das Wachstum von Unkraut besonders wirksam und schützt den Boden vor Erosion. Sie können das Pflanzenmaterial auch in den Kompost oder in ein Lasagnebeet geben.
Das Einarbeiten von Gründüngung bietet dem Boden und den Kulturen zahlreiche Vorteile. Sobald Sie die Pflanzen eingearbeitet haben, zersetzen sie sich schneller, weil sie direkt mit dem Boden und den Mikroorganismen in Kontakt stehen. Mineralstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium stehen den Pflanzen schneller zur Verfügung. Außerdem werden sie nicht so leicht ausgewaschen. So versorgen Sie die nachfolgenden Kulturen auf natürliche und nachhaltige Weise.

Wann sollten Sie Gründüngung mähen und einarbeiten?
Das hängt von der Art ab, die Sie anbauen, und vom Zeitpunkt der Aussaat. Viele Arten für die Gründüngung, insbesondere wenn Sie sie im Spätsommer oder Herbst aussäen, sollten Sie am Ende des Winters mähen und einarbeiten. Das gilt zum Beispiel für Roggen, Raps und Rotköpfigen Klee. So bleibt der Boden im Winter bedeckt, was die Erosion begrenzt. Im Frühjahr können Sie die Fläche wieder für den Anbau nutzen.
Planen Sie den Anbau der Gründüngung sorgfältig und berücksichtigen Sie den nötigen zeitlichen Vorlauf. Zwischen dem Mähen und dem Beginn einer neuen Kultur auf der Fläche sollte mindestens ein Monat liegen.
Mähen Sie die Gründüngung unbedingt, bevor sie Samen bildet. Ideal ist der Schnitt kurz vor der Blüte oder zu Beginn der Blütezeit. Zu diesem Zeitpunkt haben die Pflanzen die meisten Nährstoffe eingelagert. Auch ihr Trockensubstanzgehalt ist für die Zersetzung optimal. Einige Arten für die Gründüngung, etwa Brauner Senf oder Rotköpfiger Klee, können Sie jedoch früher einarbeiten, damit sie keine Samen bilden.
Wenn Sie die Gründüngung im Herbst ausgesät haben, kann der Frost die Pflanzen im Winter auf natürliche Weise zerstören, etwa Brauner Senf, Rainfarn-Büschelschön oder Wicke. Dann müssen Sie sie nicht mehr mähen. Junge, noch wenig entwickelte Gründüngung können Sie einfach ausreißen und auf der Bodenoberfläche liegen lassen. Alternativ arbeiten Sie sie direkt ein, ohne sie vorher zu mähen.
Lassen Sie die Gründüngung nach dem Mähen 2 bis 3 Wochen auf dem Boden liegen, bevor Sie sie einarbeiten. So beginnt sie bereits an der Oberfläche, sich zu zersetzen. Nach dem Einarbeiten warten Sie noch einmal 2 bis 3 Wochen, bevor Sie die nächste Kultur anlegen.

Das benötigte Material
Zum Mähen der Gründüngung können Sie eines der folgenden Werkzeuge verwenden:
- Einen Rasenmäher, wenn die Gründüngung niedrig ist (unter 30 cm Höhe)
- Eine Sense oder Sichel
- Einen Freischneider
Zum Einarbeiten der Gründüngung:
- Einen Spaten oder eine Grabegabel. Für größere Flächen können Sie auch eine Motorhacke verwenden.
- Einen Rechen oder eine Gartenkralle, um den Boden nach dem Einarbeiten zu ebnen.
Wie gehen Sie vor?
So arbeiten Sie die Gründüngung Schritt für Schritt ein:
- Mähen Sie die Gründüngung mit einem Rasenmäher auf hoher Einstellung oder mit einer Sense direkt über dem Boden ab. Wenn die Pflanzen klein und zart sind, können Sie direkt mit dem nächsten Schritt fortfahren.
- Lassen Sie die Gründüngung mindestens zwei Wochen auf dem Boden trocknen. Das erleichtert die Zersetzung und verringert die Gefahr von Fäulnis.
- Wenden Sie den Boden mit einem Spaten oder einer Grabegabel und arbeiten Sie die Gründüngung etwa 10 bis 15 cm tief ein. Achten Sie darauf, dass sie nicht zu tief eingearbeitet wird. Vermischen Sie das Pflanzenmaterial möglichst gleichmäßig mit dem Boden.
- Ebnen Sie den Boden mit einem Rechen oder einer Gartenkralle und zerkleinern Sie die größten Erdballen.
- Jetzt heißt es warten: Lassen Sie die Gründüngung mindestens zwei bis drei Wochen verrotten, bevor Sie eine neue Kultur anlegen. Je nach Art der Gründüngung und den Witterungsbedingungen kann diese Wartezeit länger ausfallen.
- Anschließend können Sie stickstoffbedürftiges Gemüse wie Salat, Kohl, Spinat oder Lauch anbauen.
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