Arnika: Anbau, Aussaat, Wirkung
Inhaltsverzeichnis
Arnika kurz erklärt
- Arnika ist eine Heilpflanze, die für ihre entzündungshemmende Wirkung bei Prellungen bekannt ist – die Pflanze gegen Blutergüsse
- Sie blüht üppig und zeigt im Sommer eine Fülle kleiner gelber Gänseblümchen, die für ihre wohltuende Wirkung geschätzt werden
- In der Homöopathie ist sie als Salbe, Öl oder Gel unverzichtbar
- Die Kultur ist recht anspruchsvoll, dennoch ist sie sehr winterhart
- Mit ihrem ländlichen Charme ist sie auch eine Zierpflanze für sonnige Beete und Steingärten
Das Wort unserer Expertin
Arnika ist eine bekannte, schöne Korbblütlerin mit entzündungshemmenden Eigenschaften. Äußerlich lindert sie blaue Flecken und Beulen; aus ihr werden Gel, Salbe, Öl und Tinktur gewonnen.
Arnica montana ist eine hohe, medizinische Staude, die besonders in der Homöopathie häufig verwendet wird. Zudem ist sie eine hübsche, sehr dekorative Pflanze.
Mit ihren gelben Margeritenblüten erhellt sie sonnig Landhausgärten, bunte Mixed Borders, sonnige Steingärten sowie Kräuter- und Heilbeete.
Die Kultivierung ist mehr oder weniger einfach. Die sehr winterharte Pflanze gedeiht in leichtem, eher saurem, kalkfreiem und gut durchlässigem Boden.
Wie gelingt der anspruchsvolle Anbau, wann und wie erntet man Arnikablüten? Wir verraten Ihnen alle Geheimnisse für die Kultivierung dieser hübschen montanen Pflanze!
Beschreibung und Botanik
Steckbrief
- Gebräuchlicher Name Arnika, Berg-Wohlverleih, Vogesen-Tabak, Arnika
- Blüte Mai bis August
- Höhe 0,10 bis 0,60 cm
- Exposition Sonne, Halbschatten
- Art des Bodens sauer bis neutral, gut durchlässig
- Winterhärte -30 °C
Arnika ist eine Staude aus der Familie der Korbblütler. Die Gattung Arnica umfasst etwa 30 Staudenarten aus Wiesen, hoch gelegenen Weiden und Gebirgsbächen der gemäßigten Regionen Nordamerikas sowie aus Asien und Europa.
Neben der bekanntesten Art Arnica montana oder Berg-Wohlverleih, auch Alpen-Wegerich, Alpen-Sonnenwend oder „Berg-Wohlverleih“ genannt, findet man auch Arnica chamissonis, die Amerikanische Arnika. Sie ist leichter zu kultivieren und ertragreicher als ihre europäische Verwandte.
Aus einer ausläuferbildenden Wurzel entwickelt die Pflanze einen aufrechten, buschigen Horst mit hoch verzweigten Trieben. Sie wird etwa 50 cm hoch und 30 cm breit.
Das Laub ist sommergrün und unterscheidet sich je nach Art. Es besteht aus lanzettlichen oder bei A. cordifolia herzförmigen Blättern. Diese sind hell- bis kräftig grün und von langen, erhabenen Blattadern durchzogen. Sie werden bis zu 14 cm lang und sind behaart, teils sogar wollig. Bei Arnica montana stehen sie in einer grundständigen Rosette. Zwei kleine, entgegengesetzte Blätter sitzen in der Mitte jedes Stängels.
Das Arnika-Laub ist aromatisch: Früher rauchten die Bergbewohner es. Daher wurde die Pflanze auch „Berg-Wohlverleih“ oder „Savoyer Tabak“ genannt.
Von Mai bis August bildet Arnika je nach Region eine Fülle margeritenähnlicher Blüten, die typisch für Korbblütler sind. Die beblätterten, steifen Stängel tragen endständige Blütenstände mit einzelnen Blütenkörbchen von 3 bis 8 cm Durchmesser. Sie sind goldgelb und manchmal orange getönt. Die Zungenblüten öffnen sich um eine Mitte aus Röhrenblüten, die ein mehr oder weniger flaches Büschel bilden.
Die nektarreichen, duftenden Blüten erneuern sich ununterbrochen und locken bestäubende Insekten an. Anschließend bilden sich Samen, die in der Pflanzenheilkunde verwendet werden.

Blüten von Arnica chamissonis
Arnika ist zugleich eine Heilpflanze und sehr dekorativ. Auch wenn Arnica montana in Frankreich noch wild in den Vogesen, den Pyrenäen und dem Zentralmassiv vorkommt, ist das Sammeln in einigen Regionen gesetzlich geregelt.
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15 Heilpflanzen: Wirkung und Anbau zu HauseWichtige Arten und Sorten
Arnika - Arnica montana
- Blütezeit Juli, August
- Höhe bei Reife 50 cm
Amerikanische Bergarnika - Arnica chamissonis
- Blütezeit Juli, August
- Höhe bei Reife 50 cm
Arnika - Ferme de Sainte Marthe - Arnica montana
- Blütezeit Juli für Oktober
- Höhe bei Reife 50 cm
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Pflanzung und Aussaat
Wo Arnika pflanzen und säen?
Obwohl sie bis -30 °C, Arnica chamissonis sogar bis -45 °C winterhart sind, ist ihre Kultur dennoch recht anspruchsvoll. Die Berg-Wohlverleih, Arnica montana, ist eine montane Staude, die in höheren Lagen sehr gut wächst. Sie gedeiht in leichten, leicht sauren, kalkfreien und gut durchlässigen Böden. Arnica chamissonis bevorzugt einen frischen, zeitweise sogar feuchten Boden.
Sie benötigen unbedingt einen eher sauren Boden, etwa Moorbeeterde. Für eine üppige Blüte brauchen sie volle Sonne sowie einen vor starken Winden geschützten Standort, da sonst die Stängel brechen können. In unseren wärmeren Regionen vertragen sie Halbschatten.
Sie brauchen etwa zwei Jahre, um sich zu üppigen Horsten zu entwickeln.
Ihre strahlende Blüte und ihr buschiger Wuchs machen sie in allen naturnahen Gärten, im Landhausgarten oder Wildgarten zu einem Blickfang, wo sie schnell idyllische Szenen schaffen. Diese hübschen Wildpflanzen bringen Lebendigkeit und Leichtigkeit in sonnige Bauernbeete, Mixed-Borders oder Steingärten.
Wann Arnika pflanzen?
Die Pflanzung erfolgt im Frühjahr, etwa im Mai und Juni, wenn die Temperaturen milder sind.
Wie pflanzen?
Halten Sie zwischen zwei Jungpflanzen einen Abstand von 30 bis 35 cm ein. Arnika bevorzugt leichte Böden: Verbessern Sie die Drainage schwerer Böden mit etwas grobem Sand und Blumenerde.
- Heben Sie ein Loch aus, das dreimal so groß wie der Wurzelballen ist
- Setzen Sie den Wurzelballen ein
- Geben Sie Blumenerde und Moorbeeterde hinzu
- Füllen Sie das Loch und drücken Sie die Erde an
- Gießen Sie zunächst häufig, damit die Pflanze anwächst, danach mäßig
Wann und wie säen?
Säen Sie Arnika von Februar bis April für eine Ernte von Mai bis Juli des folgenden Jahres, da sie erst im zweiten Kulturjahr blüht. Eine Herbstaussaat ist möglich: Bewahren Sie die Aussaat den Winter über geschützt auf und pflanzen Sie die jungen Arnika-Jungpflanzen im Frühjahr nach den letzten Frösten aus.
- Säen Sie die Arnikasamen in mit guter, mit Moorbeeterde vermischter Blumenerde gefüllte Saatschalen
- Halten Sie die Temperatur bei etwa 13 °C
- Gießen Sie, damit das Substrat bis zum Auflaufen feucht, aber nicht nass bleibt
- Pikieren Sie die jungen Keimlinge in einzelne Anzuchttöpfe
- Halten Sie die Erde feucht
- Pflanzen Sie sie im folgenden Frühjahr ins Beet
Lesen Sie auch
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In einem Boden, der den Ansprüchen der Arnika entspricht, braucht sie wenig Pflege.
Im ersten Frühjahr und Sommer regelmäßig, aber ohne Staunässe gießen: Die Pflanze muss frisch bleiben. Danach mäßig gießen, außer bei anhaltender sommerlicher Trockenheit.
Nach der Blüte die Stängel leicht zurückschneiden, sobald das Laub verwelkt ist.
Arnika-Blüten ernten: Wann und wie?
Ernte: Arnikablüten morgens zu Blühbeginn von Hand pflücken. Trocken, warm und schattig ausbreiten. Aufbewahrung: Luftdicht lagern.
Arnika: Wirkung und Anwendung
Arnika wird seit dem Mittelalter medizinisch genutzt. Ihre Blüten und Wurzeln lindern äußerlich Muskel- und Gelenkschmerzen, Prellungen und Insektenstiche.
Mögliche Krankheiten und Schädlinge
Im Spätsommer kann Arnika anfällig für Mehltau sein, der sich durch einen weißen Belag auf dem Laub bemerkbar macht. Vorbeugend: Gießen Sie nur im Wurzelbereich, ohne die Blätter zu benetzen, und sprühen Sie Schachtelhalmbrühe oder Brennnesseljauche. Lesen Sie auch unsere Tipps im Merkblatt über Mehltau.
Feuchtigkeit kann außerdem Rost verursachen: Vermeiden Sie grundsätzlich, die Blätter zu benetzen, und sprühen Sie vorbeugend Bordeauxbrühe.
Blattfressende Raupen treten gelegentlich auf: Entfernen Sie Raupen und Gespinste von der Pflanze, schneiden Sie befallene Triebe zurück und sprühen Sie eine Mischung auf Pyrethrumbasis.
Schützen Sie das Laub vorsichtshalber vor dem Fraß von Nacktschnecken und Schnecken: Verwenden Sie Farnjauche gegen den Befall und lassen Sie sich von unseren 7 wirksamen und natürlichen Methoden gegen Schnecken sowie der Anleitung für eine Schneckenfalle inspirieren.
Bei zu viel Kalk im Boden können Chlorosen auftreten: Vermeiden Sie das Gießen mit kalkhaltigem Wasser.
Vermehrung
Arnika: Im April oder Herbst gesunde, 4–5 Jahre alte Pflanzen durch Teilung des Wurzelstocks vermehren und Teilstücke einpflanzen.
Kombinieren
Mit ihrer strahlenden Blüte wird die Arnika auch wegen ihres Zierwerts kultiviert. Sie eignet sich für sonnige Sommerarrangements.
In naturnahen Gärten und Bauerngärten bringt sie Leichtigkeit und Farbe.
Im Beet oder in einer sonnigen Mixed-Border fügen sich die Arnikablüten fröhlich mit anderen sommerblühenden Stauden wie Sonnenhut, Garbe, Astern und Mädchenauge zusammen.
Die Arnika findet ihren Platz inmitten eines blühenden Gemüsegartens, wo sie sich bestens mit essbaren Blüten wie Großer Kapuzinerkresse und Studentenblume oder mit anderen Heilpflanzen wie Kamille und Garten-Ringelblume, Salbei sowie Kräutern wie Lavendel, Minze Rotundifolia Variegata, Fenchel und Zitronen-Thymian ‚Golden King‘ kombinieren lässt.

Eine Kombinationsidee für einen essbaren, Kräuter- oder Heilpflanzengarten: Arnica montana, Echter Lavendel, Echter Salbei ‚Icterina‘ (=’Aurea‘), Borretsch und Kamille (Matricaria recutita)
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