Knautie: Pflanzung, Anbau und Pflege

Knautie: Pflanzung, Anbau und Pflege

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 5. August 2025  durch Alexandra 12 min.

Die Knautie in wenigen Worten

  • Die Knautie bietet eine lange Blüte, die oft von Juni bis zu den ersten Frösten anhält!
  • Sie bringt Leichtigkeit und Transparenz in den Garten und ist die perfekte Staude für naturnahe Gärten!
  • Die Knautie ist eine robuste, sehr pflegeleichte Pflanze, die Trockenheit verträgt, wenig Pflege benötigt und selten krankheitsanfällig ist
  • Ihre gewölbten Blütenkörbchen sind oft malvenviolett, violett oder purpurrot
  • Ihre Blüte ist bienenfreundlich und zieht Bienen an!
Schwierigkeit

Das Wort unserer Expertin

Die Knautien sind meist mehrjährige Stauden, die uns mit ihrer langen, luftigen und zarten Blüte begeistern. Diese dauert vom Frühjahr beziehungsweise Frühsommer bis September oder Oktober! Die Blüten ähneln Pompons, die an den Enden sehr biegsamer Stängel sitzen. Bei Knautia arvensis, der Wiesen-Witwenblume, die auch Acker-Witwenblume genannt wird, zeigen sie sich in einem schönen mauve-violetten Farbton. Bei Knautia macedonica, der Mazedonischen Witwenblume, sind sie dagegen dunkel purpurrot. Die Knautie besitzt außerdem ein elegantes, oft hübsch eingeschnittenes Laub.

Die Knautie ist eine Pflanze, die sonnige Standorte und drainierende Substrate schätzt. Mit ihrem sehr natürlichen Erscheinungsbild ist sie ideal für naturnahe Gärten, passt aber auch in einen Trockengarten, Kiesgarten oder mediterranen Garten. Sie wächst schnell und besitzt eine ausgezeichnete Winterhärte. Sobald sie gut eingewachsen ist, verträgt sie Trockenheit und wird nur selten krank. Sie benötigt kaum Pflege. Wenn einige verblühte Blüten stehen bleiben, kann sie sich außerdem spontan aussäen! Die pflegeleichte, robuste Knautie mit ihrer luftigen und lang anhaltenden Blüte ist daher eine Blume, die im Garten nicht fehlen sollte!

Beschreibung und Botanik

Steckbrief

  • Gebräuchlicher Name Knautie, Grindkraut
  • Blüte ab dem Frühling oder Frühsommer bis September–Oktober
  • Höhe variabel, häufig jedoch zwischen 60 und 80 cm
  • Exposition volle Sonne
  • Art des Bodens drainierend, reichhaltig, eher kalkhaltig
  • Winterhärte zwischen –15 und –20 °C

Die Knautien umfassen zwischen 50 und 60 Arten krautiger, überwiegend mehrjähriger Pflanzen, obwohl es auch einjährige Arten gibt. Man findet sie in den gemäßigten Regionen Europas, auf dem Balkan und im Kaukasus bis nach Sibirien und Nordafrika … In den Gärten sind Knautia arvensis und Knautia macedonica am weitesten verbreitet. Letztere stammt vom Balkan, genauer gesagt aus Mazedonien. In der französischen Natur findet man 9 verschiedene Arten, darunter insbesondere Knautia arvensis. Sie wächst vor allem auf Feldern und Wiesen sowie an Böschungen und Wegrändern. Sie kommt bis in Höhenlagen von 1.900 m vor. Da es sich um Pflanzen gemäßigter Regionen handelt, sind Knautien ausgesprochen winterhart.

Die Knautie wurde zu Ehren von Christoph Knaut (1638–1694), einem deutschen Arzt und Botaniker, benannt. Der Artname arvensis bedeutet „von den Feldern“ (vom lateinischen arvum: Feld) und verweist auf ihren Lebensraum. Der Artname macedonica bedeutet „aus Mazedonien“.

Diese Pflanze wird gewöhnlich Knautie oder Grindkraut genannt, wobei sich der zweite Name eher auf die nahe verwandte Gattung Scabiosa bezieht, mit der sie häufig verwechselt wird. So findet man Knautia macedonica gelegentlich auch unter dem wissenschaftlichen Namen Scabiosa rumelica (Synonym). Knautia arvensis wird auf Französisch häufig Scabieuse des champs genannt, manchmal aber auch Fleur des Veuves oder Oreille-d’âne.

Botanische Illustration der Acker-Witwenblume

Knautia arvensis: botanische Illustration

Die Knautie gehört zur Familie der Geißblattgewächse (mehr als 800 Arten). Früher wurde sie der Familie der Kardengewächse zugeordnet, diese wurde jedoch verworfen und in die Familie der Geißblattgewächse eingegliedert. Zu dieser Familie gehört das Geißblatt, außerdem umfasst sie einige weitere Zierpflanzen wie Abelia, Centranthus, Dipsacus (Karde), Weigelia oder Baldrian … Und natürlich Scabiosa, das echte Grindkraut. Die Knautie ähnelt ihm sehr, was häufig zu Verwechslungen führt. Auch ihre Blüten ähneln stark denen von Cephalaria sowie von Succisa (Succisa pratensis), zwei weiteren Pflanzen aus derselben Familie!

Knautien sind schnell wachsende Pflanzen. Sie werden häufig 60 bis 80 cm hoch, aber Knautia arvensis kann dennoch eine Höhe von bis zu 1,50 m erreichen! Es gibt auch kompakte Sorten, die sich besser für Beeteinfassungen, die Pflanzung im Topf oder strukturiertere Beete eignen. So wird ‘Thunder and Lightning’ nicht höher als 50 cm. Knautien haben eine recht ausgebreitete Wuchsform und bilden breite Horste aus sehr feinen, schlanken Stängeln. Diese sind sehr biegsam und etwas verzweigt. Es handelt sich nicht um dichte Pflanzen, im Gegenteil: Sie sind sehr „transparent“ und lassen den Blick hindurch!

Knautien haben den Vorteil, lange und ununterbrochen zu blühen, vom Frühling oder Frühsommer bis zu den ersten Frösten! Häufig blühen sie mindestens vier Monate lang. Die Blüte von Knautia arvensis beginnt im Mai, die von Knautia macedonica etwas später, ab Juli–August. Ihre Blütezeit reicht bis September–Oktober.

Was man für eine Blume hält, ist in Wirklichkeit eine Gruppe kleiner Blüten, die dicht auf einem Blütenboden angeordnet sind. Diese Blütengruppe wird Blütenkörbchen genannt, wie bei Gänseblümchen oder Kuhblumen! Bei den Knautien ist es rund und gewölbt, kuppelförmig, und misst 2 bis 4 cm im Durchmesser. Die Blütenkörbchen sind von Hochblättern umgeben, die eine Hülle bilden.

Die Blütenkrone ist röhrenförmig und öffnet sich in vier Lappen, die vier miteinander verwachsenen Blütenblättern entsprechen … Dadurch lassen sich Knautien von Grindkräutern unterscheiden, deren Blüten fünf Lappen besitzen! Die außen am Rand sitzenden Blüten haben deutlich stärker entwickelte Lappen und wirken strahlenförmig. Die Lappen sind unregelmäßig geformt und nicht alle gleich groß! Die Staubblätter sind gut sichtbar, ragen wie kleine Fäden aus der Röhre der Blütenkrone heraus und verleihen der Blume ein etwas seidigeres Aussehen. Bei der Knautie ‘Mars Midget’ sind die Staubblätter ausgesprochen dekorativ: Ihre weiße Färbung hebt sich deutlich von dem viel dunkleren, purpurfarbenen Blütenkörbchen ab! .

Die Blütenstängel sind lang und recht biegsam; an ihrem Ende tragen sie die runden Blütenkörbchen. Daher eignen sich Knautien gut für die Gestaltung von Sträußen! In der Vase halten die Blüten eine Woche bis 10 Tage.

Die Blüten können einen zarten violett-mauvefarbenen Ton haben, wie bei Knautia arvensisSie können aber auch dunkel purpurfarben sein, in einem intensiven und ungewöhnlichen Farbton, wie bei Knautia macedonica, die ideal ist, um Tiefe und Kontrast in die Beete zu bringen! Die Sorte ‘Melton Pastels’ bringt Blüten in verschiedenen Farbtönen hervor, von Roséweiß bis Zartrot, manchmal auch mit violetten Blüten. An derselben Pflanze zeigen die Blüten eine schöne Harmonie rosafarbener, stets eher pastelliger Farbtöne.

Je nach Art und Sorte zeigen die Blüten der Knautie eine wunderschöne Palette von sehr hellem, fast weißem Violett-Mauve bis zu Dunkelrot, über rosafarbene und purpurfarbene Töne hinweg … Die Nuancen sind recht subtil!

 

Die Blüte der Knautien

Die Blüten der Knautien! Knautia arvensis (Foto Björn S.), Knautia macedonica (Foto Epibase) und Knautia ‚Thunder and Lightning‘

 

Die Knautie ist eine sehr gute Bienenweide, ihre Blüten werden von Bienen geschätzt.

Die Blätter sind länglich, länglich-eiförmig bis lanzettlich und flaumig behaart. Sie sehen häufig unterschiedlich aus, je nachdem, ob es sich um grundständige Blätter in einer Rosette oder um Stängelblätter (also Blätter am Stängel) handelt. Im Allgemeinen sind die an der Basis der Pflanze sitzenden Blätter eher ganzrandig und einfach, während die an den Stängeln wachsenden Blätter dazu neigen, in recht feine Segmente geteilt zu sein. Das Laub ist dann hübsch eingeschnitten und besitzt einen größeren Endlappen als die übrigen. An derselben Knautienpflanze können die Blätter somit unterschiedliche Formen annehmen!

Die Blätter der Knautien sind gegenständig und paarweise an den Stängeln angeordnet. Insgesamt sind nur wenige Blätter an den Stängeln vorhanden, was der Pflanze viel Transparenz und Leichtigkeit verleiht!

Obwohl die Knautie meistens grüne Blätter hat, gibt es eine durch ihr panaschiertes Laub überraschende Sorte: Knautia macedonica ‘Thunder and lightning’ trägt grüne, cremeweiß berandete Blätter! Sie bringt viel Helligkeit in die Beete und eignet sich ideal, um mit Kontrasten zu spielen!

 

Das Laub der Knautien

Ein geteiltes Blatt von Knautia arvensis / Das panaschierte Laub von Knautia macedonica ‚Thunder and Lightning‘

 

Knautien besitzen eine Pfahlwurzel, die tief in den Boden eindringt und sie sicher verankert. Dadurch können sie Wasser aus tieferen Bodenschichten aufnehmen und sind recht trockenheitsresistent. Allerdings erschwert dies das Umpflanzen.

Wenn die Blüten verblüht sind, bildet die Knautie Achänen (trockene Früchte, die sich bei der Reife nicht öffnen). Sie sind vom Kelch umgeben und tragen an ihrem Ende feine Zähne. Die Fruchtstände (Samenstände) sind recht dekorativ! Häufig sät sich die Knautie im Garten selbst aus … Dennoch wird sie nicht invasiv! Sie können die aus diesen Selbstaussaaten entstandenen Keimlinge entnehmen und neu einpflanzen.

 

Die Früchte und Samen der Knautien

Die Fruchtstände (Samenstände) der Knautien! Knautia arvensis (Foto Matt Lavin) und Knautia macedonica ‚Melton Pastels‘

 

Die wichtigsten Knautien-Sorten

Die beliebtesten Sorten
Unsere Lieblingssorten
Weitere Sorten zum Entdecken
Mazedonische Witwenblume - Knautia macedonica

Mazedonische Witwenblume - Knautia macedonica

Die Mazedonische Witwenblume ist sehr beliebt und bietet rosarote, leicht purpurfarbene Blütenkörbchen ... Ein recht intensiver und tiefer Farbton, ideal, um in Beeten Kontraste zu setzen!
  • Blütezeit Juli für Oktober
  • Höhe bei Reife 70 cm
Acker-Witwenblume - Knautia arvensis

Acker-Witwenblume - Knautia arvensis

Diese Knautie begeistert mit ihrer recht zarten und hellen, violett-malvenfarbenen Blüte. Es handelt sich um eine Art, die in Frankreich wild vorkommt. Sie ist perfekt für naturnahe Gärten!
  • Blütezeit Juli für Oktober
  • Höhe bei Reife 80 cm

 

Witwenblume Thunder and Lightning - Knautia macedonica

Witwenblume Thunder and Lightning - Knautia macedonica

Diese Knautie ist mit ihrem panaschierten Laub, das grün und cremeweiß berandet ist, sehr außergewöhnlich. Ihre Blüten sind von einem recht intensiven Purpurrot. Eine sehr farbenfrohe Sorte!
  • Blütezeit August für Oktober
  • Höhe bei Reife 45 cm
Witwenblume Mars Midget - Knautia macedonia

Witwenblume Mars Midget - Knautia macedonia

Diese Sorte blüht purpurrot und leicht rosafarben. Ihre Wuchsform ist kompakter als die der anderen Sorten, wodurch sie sich besser für die Pflanzung in einem Kübel oder als Randbepflanzung eignet.
  • Blütezeit August für Oktober
  • Höhe bei Reife 70 cm

 

Langblättrige Witwenblume - Knautia longifolia

Langblättrige Witwenblume - Knautia longifolia

Diese Knautie bietet zart malvenfarbene, leicht rosafarbene Blütenkörbchen sowie längliche, recht schmale, ganzrandige Blätter.
  • Blütezeit Juli für Oktober
  • Höhe bei Reife 60 cm
Witwenblume Melton Pastels (Samen) - Knautia macedonica

Witwenblume Melton Pastels (Samen) - Knautia macedonica

Diese Sorte trägt an einer einzigen Jungpflanze Blüten in einer wunderschönen Palette von Pastelltönen, von Roséweiß bis Zartrot und in violetten Farbtönen.
  • Blütezeit Juli für November
  • Höhe bei Reife 70 cm

 

DéEntdecken Sie andere Knautia - Skabiose

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Pflanzung

Wo pflanzen?

Ideal ist ein Standort für die Knautie in voller Sonne, obwohl sie während der heißesten Stunden des Nachmittags etwas Schatten verträgt. Wenn Sie im Süden Frankreichs leben, können Sie sie auch in den Halbschatten pflanzen … Nördlich der Loire sollte sie jedoch besser in voller Sonne stehen! Die Blüte fällt üppiger aus, wenn die Pflanze mindestens 6 bis 8 Stunden direktes Sonnenlicht erhält.

Es ist wichtig, dass das Substrat gut drainierend ist. Die Knautie mag keine Böden, in denen sich Wasser staut: Wenn Ihr Boden schwer oder lehmig ist, müssen Sie die Drainage verbessern! Sie kann auch in steinigen, kiesigen Böden gepflanzt werden …

Knautien schätzen außerdem humusreiche Substrate. Bei der Pflanzung können Sie etwas Kompost einarbeiten. Sie bevorzugen leicht kalkhaltige Böden.

Die Knautie verträgt keine Wurzelkonkurrenz. Achten Sie auf einen ausreichenden Pflanzabstand und vermeiden Sie es, sie zu dicht neben andere Pflanzen zu setzen, die sie überwuchern könnten.

Sie kann in Sommerbeete, an den Beetrand oder bei kompakteren Sorten sogar in einen Topf gepflanzt werden. Sie fügt sich gut in mediterrane Gärten und Trockengärten ein und findet auch in einem Steingarten ihren Platz. Da es sich außerdem um eine robuste und pflegeleichte Pflanze handelt, können Sie sie in einem eher wilden und naturnahen Bereich des Gartens pflanzen, in dem Sie nur selten eingreifen.

 

Wann pflanzen?

Die Knautie kann im Frühjahr gepflanzt werden, etwa im April, oder im Herbst, im September und Oktober. Vermeiden Sie Arbeiten während starker Frostperioden.

 

Wie pflanzen?

Am besten pflanzen Sie die Knautie nicht einzeln, sondern in Gruppen von mindestens 5 Jungpflanzen. In einem naturnah gestalteten Garten oder auf einer Blumenwiese können Sie sie ruhig in größeren Mengen pflanzen. Wir empfehlen, zwischen den Jungpflanzen einen Abstand von mindestens 40 cm einzuhalten.

  1. Stellen Sie zunächst den Wurzelballen in eine mit Wasser gefüllte Schüssel.
  2. Während er sich mit Wasser vollsaugt, heben Sie ein Pflanzloch aus, das zwei- bis dreimal so groß wie der Wurzelballen ist. Geben Sie bei Bedarf etwas Kies hinzu, um die Drainage zu verbessern.
  3. Nehmen Sie den Wurzelballen aus dem Topf und setzen Sie ihn in das Pflanzloch. Der Hals der Pflanze sollte auf Höhe des Bodens liegen oder leicht erhöht sein, damit sich dort kein Wasser staut.
  4. Füllen Sie das Pflanzloch rundherum mit Erde auf und drücken Sie sie leicht an.
  5. Gießen Sie reichlich.

Wir empfehlen, eine Mulchschicht auszubringen, damit der Boden frisch bleibt und das Wachstum von Unkräutern verlangsamt wird.

Sie können sie auch in einen großen Topf oder Kübel pflanzen, auf dessen Boden Sie zuvor eine Schicht Kies oder Tonscherben gegeben haben, damit eine gute Drainage gewährleistet ist.

Entdecken Sie auch unsere Video-Tipps zum Pflanzen von Stauden:

Pflege

Als gute Pflanze für naturnahe und ländliche Gärten ist die Knautie eine robuste Blume, die nicht viel Aufmerksamkeit benötigt! Sie kann in einem Gartenbereich stehen, in dem nur selten gearbeitet wird.

Im Pflanzjahr sollten Sie weiterhin gießen, damit sich die Knautie etabliert und ihr Wurzelsystem entwickelt. Danach ermöglicht ihr ihre Pfahlwurzel, Trockenheit gut zu überstehen. Staunässe sollte dagegen vermieden werden.

Wir empfehlen Ihnen, die Blüten abzuschneiden, sobald sie verblüht sind – sowohl aus ästhetischen Gründen als auch, um die Pflanze zur Bildung neuer Blüten anzuregen. Sie können jedoch einige Blüten stehen lassen, damit sich die Knautie spontan aussäen kann! Ebenso ist es kein Problem, alle verblühten Blüten stehen zu lassen, denn auch die Fruchtstände sind dekorativ!

Es ist immer empfehlenswert, eine Mulchschicht auszubringen, um das Wachstum von Unkräutern zu begrenzen und den Boden länger feucht zu halten.

Sie können von Zeit zu Zeit einen leichten Rückschnitt an den nach außen wachsenden Stängeln vornehmen oder wenn Knautien wirklich sehr groß werden. Um eine harmonische Wuchsform zu bewahren, können Sie außerdem unauffällige Stützen anbringen, um die höheren Sorten zu halten.

Zögern Sie auch nicht, die Blüten für Sträuße zu schneiden!

Die Knautie wird nur selten von Krankheiten oder Schädlingen befallen! Manchmal wird sie von Blattläusen angegriffen. Diese kleinen Insekten siedeln sich auf der Pflanze an und stechen in das Gewebe, um Pflanzensaft aufzunehmen. Die Pflanze wird geschwächt, ihre Blätter können verformt werden, und manchmal bildet sich Rußtau. Wenn Sie einen Befall feststellen, können Sie die Pflanze durch Sprühen mit Schmierseife behandeln.

Vermehrung

Für die Vermehrung von Knautien empfehlen wir eher die Aussaat, die recht einfach durchzuführen ist. Sie können auch über Stecklinge vermehrt werden.

Aussaat

Sie können die Samen von Ihren Knautienpflanzen ernten (dazu müssen Sie einige verblühte Blüten an der Pflanze belassen haben) oder sie direkt kaufen. Sie können der Knautie auch erlauben, sich spontan auszusäen, ohne einzugreifen … Anschließend graben Sie die Jungpflanzen aus und verpflanzen sie!

Die beste Zeit für die Aussaat von Knautien ist der Frühlingsbeginn, im März oder April. Wir empfehlen, die Samen vor der Aussaat einer Kältebehandlung zu unterziehen. Geben Sie sie dazu gemischt mit Vermiculit oder feuchtem Sand in einen Plastikbeutel und legen Sie diesen für mindestens drei Wochen in den Kühlschrank.

  1. Bereiten Sie eine Saatschale oder einen Topf vor. Füllen Sie spezielle Blumenerde für die Aussaat hinein und drücken Sie sie vorsichtig an.
  2. Verteilen Sie die Samen auf der Oberfläche.
  3. Bedecken Sie sie ganz leicht mit einer Schicht gesiebter Blumenerde.
  4. Gießen Sie mit einem feinen Sprühstrahl.
  5. Stellen Sie den Topf an einen hellen, geschützten Standort. Die Temperatur sollte zwischen 20 und 24 °C liegen.

Die Samen brauchen in der Regel zwei bis drei Wochen zum Keimen.

Sie können die Samen auch im Herbst direkt an Ort und Stelle aussäen.

Stecklingsvermehrung

Die Knautie kann im Frühjahr (April bis Mai) auch durch Stecklinge von grundständigen Stängeln vermehrt werden. Im Gegensatz zur Aussaat hat diese Technik den Vorteil, sortengleiche Jungpflanzen zu garantieren (was interessant ist, wenn Sie ‘Thunder and lightning’ oder ‘Mars Midget’ kultivieren, bei botanischen Arten hingegen etwas weniger).

  1. Bereiten Sie einen Topf mit Blumenerde vor.
  2. Schneiden Sie ein Stängelstück an der Basis der Jungpflanze ab, das einige Blätter trägt. Schneiden Sie sauber direkt unterhalb eines Knotens (der Ansatzstelle der Blätter am Stängel). Befinden sich Blätter am unteren Teil des Stängels, entfernen Sie diese, sodass nur einige Blätter am oberen Teil verbleiben.
  3. Sie können die Basis des Stängels in Bewurzelungshormon tauchen.
  4. Stecken Sie den Steckling anschließend in das Substrat.
  5. Drücken Sie die Blumenerde rundherum gut an.
  6. Stülpen Sie eine Folie oder eine Plastikflasche über den Topf, damit die Luftfeuchtigkeit hoch bleibt. Lüften Sie von Zeit zu Zeit, um die Entwicklung von Pilzen oder Krankheiten zu verhindern.

Halten Sie das Substrat frisch, aber nicht zu feucht, indem Sie regelmäßig gießen.

→ Erfahren Sie mehr über die Vermehrung von Knautien in unserem Ratgeber!

Kombination

Knautien sind ideal für naturnahe Gärten im ländlichen Stil! Sie können sie in einer wilden Wiese mit Feldblumen verteilen. Kombinieren Sie sie mit Lein, Klatsch-Mohn und Kornblume, Gräsern, Wiesensalbei (Salvia pratensis) und Disteln. Pflanzen Sie sie zusammen mit zahlreichen bienenfreundlichen Pflanzen, um die Biodiversität zu fördern! Gestalten Sie einen bienen-, hummel- und schmetterlingsfreundlichen Garten. Knautia arvensis harmoniert gut mit der Wuchsform und dem Mauve-Ton des Argentinischen Eisenkrauts, aber auch mit der dekorativen Blüte des Lanzen-Eisenkrauts (Verbena hastata)!

 

Eine Gestaltungsidee mit Knautien

Knautien sind ideal für die Gestaltung eines naturnahen Gartens! Wiesensalbei (Salvia pratensis – Foto Lubaer), Knautia macedonica, Pennisetum setaceum und Kornblume (Centaurea cyanus – Foto Tauri Pärna)

 

Die Knautie lässt sich leicht in einen Trockengarten oder mediterranen Garten integrieren, da sie warme, durchlässige, ja sogar steinige Standorte bevorzugt. Sie können sie mit den gelben Blüten von Phlomis fruticosa, mit Lavendel, Salbei, Heiligenkraut und Garbe kombinieren … Zögern Sie nicht, einen Steingarten oder ein erhöhtes Beet in voller Sonne anzulegen, in dem Sie große Steine und trockenheitsverträgliche Pflanzen einsetzen. Pflanzen Sie die Knautie dort zusammen mit Sonnenröschen, Zistrosen und Wolfsmilch.

Sie findet auch in einer farbenfrohen Mixed Border ihren Platz. Kombinieren Sie sie mit Glockenblumen (Campanula lactiflora oder persicifolia …), Igelkopf (Echinacea purpurea), Garbe und der romantischen Blüte von Rosen. Ergänzen Sie hohe Weidenröschen mit weißen Blüten und genießen Sie die langen Blütenstände von Veronicastrum!

Die Knautie kann für eine sehr dekorative Wirkung eingesetzt werden. Sie findet ihren Platz in einem modernen Garten mit klaren Formen, geraden Linien und einigen Kurven, die beispielsweise durch geschnittene Pflanzen wie Buchsbaum und Eiben entstehen. Ergänzen Sie Bambus und Schachtelhalme für die vertikale Wirkung und schaffen Sie einen Kontrast mit freien, luftigen Formen: Briza media, Stipa pennata, Argentinisches Eisenkraut, Echinops, Zierlauch … Wählen Sie vorzugsweise Knautia macedonica und setzen Sie auf schlichte, kontrastreiche Blütenfarben von Weiß bis Schwarz.

Zögern Sie nicht, mit den Farben zu spielen: Für einen besonders sanften und zarten Garten kombinieren Sie Knautia arvensis mit Malva moschata, Verbena hastata, mit Duftnessel sowie einigen alten Rosen … Genießen Sie die blauen, sternförmigen Blüten der Wilden Chicorée, Cichorium intybus. Umgekehrt können Sie Kontraste schaffen, indem Sie Knautia macedonica mit anderen sehr dunklen, tiefen Blüten (Sanguisorba ‘Tanna’, Centaurea ‘Black Sprite’ …) und weißen Blüten (Achillea ptarmica ‘Perry’s White’, Cosmos bipinnatus …) kombinieren. Die Knautie eignet sich auch ideal als Begleitpflanze für Pflanzen mit grauem oder silbrigem Laub (Stachys byzantina, Heiligenkraut …)!

Wussten Sie schon?

  • Eine Heilpflanze

Die Acker-Witwenblume, Knautia arvensis, ist eine blutreinigende, adstringierende und harntreibende Pflanze, die als Teeaufguss verwendet werden kann. Sie ist auch wirksam gegen Husten und kann zur Behandlung von Wunden und Verletzungen eingesetzt werden. Die jungen Blätter und Blüten sind essbar und können beispielsweise zum Dekorieren von Salaten verwendet werden.

Nützliche Ressourcen

 

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Knautie, Wiesen-Skabiose: Alles, was Sie wissen müssen