5 montane Sträucher zur Begrünung eines Hangs
Auswahl sehr winterharter bodenbedeckender Sträucher für schwierige Standortbedingungen an Böschungen
Inhaltsverzeichnis
5 winterharte Bergsträucher für Hänge: kompakt, bodendeckend, genügsam und ideal für schwierige Lagen am Haus – bei Frost, Schnee und Trockenheit.
Winter- oder Schnee-Heide (Erica carnea)
Die Winterheide oder Schnee-Heide (Erica carnea) ist ein kleiner, flach und ausgebreitet wachsender Strauch, der mitten im Winter sehr schnell Blütenteppiche bildet. Nicht selten durchstoßen die glockenförmigen Blüten dieser Heide sogar die Schneedecke. Die Blüte in Weiß, Rosa oder Purpurrot beginnt meist im Dezember und dauert bis März oder April. Die Blüten sind besonders auffällig, da sie über einem dichten Laub aus kleinen, feinen, nadelförmigen und eher dunkelgrünen Blättern erscheinen.
Diese aus den Alpen stammende Staude eignet sich hervorragend zur Begrünung eines Hangs. Sie ist zunächst äußerst frosthart (je nach Sorte zwischen -20 und -30 °C) und robust gegenüber Wind. Außerdem bildet sie einen ausgezeichneten Bodendecker, der nicht höher als 30 cm wird und eine Breite von 40 bis 50 cm erreicht. Ihr Wuchs ist niedrig, teppichbildend und vor allem immergrün, wodurch sie das ganze Jahr über attraktiv bleibt. Einige Sorten bieten sogar ein jahreszeitlich wechselndes Laub. So färben sich die Blätter von Erica carnea ‘Foxhollow’ zwischen Frühling und Sommer von Bronzegrün zu Goldgrün, bevor sie im Winter orange bis rot werden.

Winterheide oder Schnee-Heide (Erica carnea)
Die Winterheide ist vor allem ein pflegeleichter Strauch, der in allen Bodenarten wächst, auch in leicht kalkhaltigem oder leicht saurem Boden. Wichtig ist vor allem eine sehr gute Drainage, wie sie an einem Hang gegeben ist. Zu feuchte Böden verträgt sie nicht. Sie gedeiht sowohl an sonnigen als auch an halbschattigen Standorten. Eine gewisse Trockenheit übersteht sie, sofern sie in frischen Boden gepflanzt wird.
An einem Hang empfiehlt es sich, Winterheiden in Gruppen zu pflanzen und Sorten in verschiedenen Farben zu kombinieren. Sie harmonieren auch sehr gut mit kriechenden Nadelgehölzen wie Zwerg-Wacholdern.
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6 immergrüne Sträucher für den BerggartenZwerg- und kriechender Wacholder (Juniperus)
Wacholder (Juniperus) sind immergrüne, besonders winterharte Nadelgehölze und damit bestens für Kälte, Frost und Schnee geeignet. Die meisten Arten vertragen deutlich mehr als -20 °C. Außerdem sind sie resistent gegen große Hitze, ja sogar gegen Hitzewellen und Trockenheit. Kurz gesagt: Sie finden leicht ihren Platz an einem Hang. Voraussetzung ist die Wahl niedrig wachsender, kriechender und breit ausgebreiteter Arten. Mit seinen stark am Boden ausgebreiteten, kräftigen und langen Haupttrieben sowie kurzen Seitentrieben eignet sich der Kriech-Wacholder (Juniperus horizontalis) besonders gut für Hänge. Er ist ein hervorragender Bodendecker mit weichem Laub, der sich auf 2 bis 2,50 m Breite ausbreiten kann und selten höher als 30 bis 40 cm wird. Diese Wacholder-Art bietet je nach Sorte unterschiedlich gefärbtes Laub: ‘Blue Chip’ hat graublaues Laub, das sich im Winter violett färbt, ‘Golden Carpet’ ist hellgrün mit goldenen Triebspitzen, und ‘Limeglow’ wechselt im Sommer von Zitronengrün zu Goldgelb, bevor es sich im Winter purpurbronze färbt.
Ein weiterer Wacholder eignet sich besonders gut für Hänge: der Schuppen-Wacholder (Juniperus squamata). Er ist an seinen wechselständig angeordneten, gebogenen und sehr dicht stehenden Nadeln zu erkennen, die in Dreierquirlen wachsen. Diese Nadeln sind relativ breit, steif und spitz. Der Strauch wird 1 bis 2 m breit und 30 bis 50 cm hoch. Je nach Sorte verändert sich die Laubfarbe: ‘Blue Star’ trägt silberblaue Nadeln, ebenso ‘Blue Carpet’ und ‘Blue Spider’. Das Laub von ‘Holger’ ist dagegen eher hellgelb und blaugrün, während ‘Dream Joy’ gelbe junge Triebe und stahlblaue bis blaugrüne ältere Zweige trägt.

Juniperus horizontalis ‚Golden Carpet‚ und Juniperus squamata ‚Blue Carpet‚
Diese niedrig wachsenden, kriechenden Wacholder bevorzugen gut drainierte, normale bis magere, eventuell kalkhaltige Böden und sonnige Standorte. In den ersten beiden Jahren benötigen sie etwas Wasser. Danach kommen sie allein zurecht. Als Bodendecker an einem Hang sind sie wunderbar, sie können aber auch oberhalb einer Mauer oder niedrigen Mauer gepflanzt werden. Besonders schön wirken sie in Kombination mit Winterheide und Gräsern wie Federgras und Chinaschilf.
Berg-Kiefer (Pinus mugo)
Die Berg-Kiefer (Pinus mugo) ist eine zwergwüchsige Kiefer mit ausgebreiteter, mehr oder weniger krummer Wuchsform. Mit ihren verdrehten, meist kriechenden Zweigen und dem knorrigen Stamm wird sie oft als „Latschenkiefer“ bezeichnet. Sie ist in den europäischen Gebirgen heimisch und bis mindestens -30 °C winterhart, daher bestens an montanes Klima angepasst. Sie eignet sich ideal für Böschungen, aber auch für windige, offene oder steinige Standorte. Je nach Sorte kann sie 2 bis 2,50 m breit werden. Die meisten Berg-Kiefern haben dunkelgrüne Nadeln, einige Kultivare jedoch goldgelbes Laub, etwa ‘Mops Gold’. ‘Ophir’ bildet dagegen eine kompakte, rundum 1 m große Kugel mit leuchtend hellgrünen Nadeln, die sich im Winter goldgelb verfärben. Die Sorte ‘Varella’ zeichnet sich hingegen durch sehr lange, leicht gewellte Nadeln aus. Sie bildet eine hübsche Kugel mit sehr dichtem Nadelkleid.

Berg-Kiefer (Pinus mugo) ‘Ophir’
Die Berg-Kiefer gedeiht in allen Bodenarten, auch in armen oder leicht kalkhaltigen Böden, sofern sie gut durchlässig und nicht zu trocken sind. Sie benötigt einen sonnigen bis leicht schattigen Standort, ist jedoch etwas hitzeempfindlich.
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Berggarten gestaltenKahle Rosmarinheide (Andromeda polifolia)
Die Kahle Rosmarinheide (Andromeda polifolia) ist ein Zwergstrauch mit einer Wuchsbreite und -höhe von etwa 30 bis 40 cm. Sie ist bis -40 °C winterhart und trägt immergrünes Laub, das dem des Rosmarins ähnelt. Der ausgebreitete, rundliche Strauch besitzt dünne Zweige mit ledrigen, linearen und zugespitzten Blättern. Von April bis Juni bedeckt er sich mit glockenförmigen Blüten, die an gebogenen Blütenstielchen hängen. Je nach Sorte sind sie rosa oder weiß. Dieser wenig bekannte Strauch eignet sich ideal als Bodendecker an einem Hang mit saurem Boden.

Kahle Rosmarinheide (Andromeda polifolia)
Die Sorte ‘Blue Ice’ ist dank ihres silbrig-bläulichen Laubs und ihrer kleinen, kräftig rosafarbenen Blüten besonders bemerkenswert.
Dieser kleine Strauch benötigt einen sauren, frischen bis feuchten, leichten und gut durchlässigen Boden. Er gedeiht an sonnigen, nicht zu heißen Standorten sowie im Halbschatten. Eine Mulchschicht aus Kiefernrinde bringt die zarte Blüte besonders schön zur Geltung.
Rebhuhnbeere (Mitchella repens)
Rebhuhnbeere (Mitchella repens): Immergrüner, kriechender Strauch für schattige, gut drainierte Böschungen; winterhart, aber hitzeempfindlich.
Einige weitere Sorten...
Neben dieser Auswahl an Sträuchern und Kleinstrauch mit unterschiedlich gefärbtem Laub wären außerdem zu nennen:
- die Kriechende Zwerg-Zierweide (Salix repens) mit ihren gebogenen Zweigen, samtig-grauem Laub, Blüte mit Kätzchen und Winterhärte bis -30 °C. In neutralen bis sauren, frischen bis feuchten, tonreichen und tiefgründigen Boden pflanzen
- die Kriechende Zwergmispel (Cotoneaster adpressus) mit sommergrünem, im Frühjahr hellgrünem, im Sommer dunkelgrünem und im Herbst rotem Laub. Ihre weißen Blüten bilden leuchtend rote Früchte. Sie wächst in jedem Boden. Die Sorte ‘Little Gem’ hat kompakteres Laub und bildet keine Blüten oder Früchte
- die Schwarze Krähenbeere (Empestrum nigrum) mit immergrünem, an Heide erinnerndem Laub, kleinen rosafarbenen Blüten und schwarzen Beeren. Sie ist bis -45 °C winterhart und breitet sich auf 50 cm aus
- die Kanadische Hemlocktanne (Tsuga canadensis) ‘Nana’ ist ein kleiner Nadelbaum mit waagerechter, leicht überhängender, kriechender, dichter und stark verzweigter Wuchsform. Sie gedeiht im Schatten in frischem, durchlässigem, neutralem bis saurem Boden.

Kriechende Zwerg-Zierweide, Kriechende Zwergmispel, Schwarze Krähenbeere und Kanadische Hemlocktanne
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