6 immergrüne Sträucher für den Berggarten

6 immergrüne Sträucher für den Berggarten

Für einen ganzjährig grünen Garten, auch im Gebirge

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 15. März 2026  durch Alexandra 5 min.

Berggärten sind besonderen klimatischen und geologischen Bedingungen ausgesetzt. Das montane Klima ist durch lange, kalte Winter, relativ kühle Sommer und häufige Niederschläge geprägt. Die Böden sind oft nährstoffarm, steinig und flachgründig. Daher müssen die Pflanzen besonders robust und widerstandsfähig sein. Entdecken Sie unsere Auswahl von 6 immergrünen Sträuchern, die sich für eine Pflanzung im Gebirge eignen. Ob als Hecke, als isolierte Pflanzung oder im Hintergrund eines Staudenbeets: Dank ihres immergrünen Laubs bleiben sie das ganze Jahr über dekorativ.

Noch mehr Auswahl finden Sie in unserem gesamten Sortiment an Sträuchern für montanes Klima

Schwierigkeit

Der Berglorbeer Kalmia latifolia

Auch Berglorbeer genannt, ist Kalmia latifolia ein wunderschöner, aus Nordamerika stammender Strauch, der im Frühling (Mai–Juni) Büschel kleiner, weit geöffneter, schalenförmiger Blüten trägt. Je nach Sorte erscheinen sie in verschiedenen Rosatönen: von Rosé über Purpurrosa bis fast Rot. Die besonders zarten Blüten wirken wie aus Porzellan und sind mit äußerst feinen Mustern verziert. Auch die Blütenknospen sind sehr dekorativ und erinnern an kleine Baisers. Kalmia wächst langsam und erreicht bei Reife eine Höhe von 2 bis 3 m. Die glänzend grünen, dicken Blätter ähneln Lorbeerblättern. Kalmia latifolia ist eine Moorbeetpflanze und gedeiht im Halbschatten in saurem Boden, geschützt vor starkem Wind. Sie lässt sich auch in einem großen Topf oder Kübel kultivieren. Der vollkommen winterharte Strauch verträgt Temperaturen von etwa -25 bis -30 °C. Im Garten können Sie ihn mit Alpenrosen, Prachtglocken und Englischer Heide kombinieren.

Entdecken Sie unser ausführliches Pflanzenporträt: „Kalmia latifolia: pflanzen, kultivieren und pflegen“

Immergrüne Sträucher für den Berggarten: Kalmia

Kalmia latifolia ‚Peppermint‘

Die Alpenrose

Einige Rhododendren sind besonders gut an das montane Klima angepasst und vertragen Temperaturen bis etwa -30 °C. Rhododendron ferrugineum etwa ist ein in den Bergen auf der subalpinen Stufe (zwischen 1.400 und 2.400 m Höhe) natürlich vorkommender Strauch. Er wird 30 cm bis 1,20 m hoch. Seine Blätter sind dunkelgrün und auf der Unterseite rostfarben. Im Frühjahr öffnet er zahlreiche wunderschöne, kräftig rosafarbene Blüten. Entdecken Sie auch den Rhododendron tsariense, einen aus dem Himalaya stammenden Strauch mit dunkelgrünen Blättern, deren Unterseite überraschend filzig und reh- bis rostfarben ist. Er bildet einen etwa 1,30 m hohen und ebenso breiten Strauch und erfreut im April mit rosäulich weißen Blüten. Im Garten können Sie diese Rhododendren mit Wacholder, Preiselbeere und Berglorbeer kombinieren. Denken Sie auch an Kopfige Schlüsselblumen wie Primula japonica ‚Alba‘.

Immergrüne Sträucher für den Berggarten: Rhododendron

Rhododendron ferrugineum (Foto: Daniel Ballmer)

Der Wacholder

Der Gemeine Wacholder oder Juniperus communis ist ein sehr winterharter Nadelbaum, der Temperaturen bis -30 °C verträgt. Er wächst natürlicherweise bis in Höhenlagen von 1.800–2.000 m. Er trägt dunkelgrüne Nadeln von 1–3 cm Länge. Seine Blüte ist unscheinbar, wird aber von kugeligen Früchten gefolgt, die zunächst grün sind und bei Reife blauschwarz und bereift werden. Der Gemeine Wacholder ist in zahlreichen Sorten erhältlich, die sich durch ihre Wuchsform unterscheiden: bodendeckend (wie die Sorte ‚Green Carpet‘) oder kegelförmig (zum Beispiel ‚Sentinel‘), aber auch durch ihre Farbe: grün, bläulich oder goldgelb. Sie können sich auch für den Schuppen-Wacholder, Juniperus squamata, entscheiden, der ebenfalls robust genug für die Kultur in einem Berggarten ist. Er trägt eine hübsche blau-graue Belaubung und wächst flach.

Wacholder hat den Vorteil, sich an alle Bodenarten anzupassen, auch an steinige und flachgründige Böden, und Trockenheit problemlos zu vertragen. Er lässt sich als Wolkenbaum oder Niwaki schneiden und verleiht dem Garten eine japanisch anmutende Atmosphäre. Er harmoniert wunderbar mit anderen kleinen Nadelgehölzen wie der Berg-Kiefer, Pinus mugo, und dem Thuja occidentalis ‚Danica Aurea‘, die von Natur aus eine kleine Kugel mit goldgelber Belaubung bildet.

Entdecken Sie unser vollständiges Merkblatt: „Juniperus, Wacholder: pflanzen, schneiden und pflegen“

Immergrüne Sträucher für den Berggarten: Wacholder

Juniperus communis ‚Compressa‘ und Juniperus squamata

Lebensbaum

Die Thuja ist ein häufig für besonders dichte und blickdichte, einartige Hecken verwendetes Nadelgehölz, zumal sie den Rückschnitt sehr gut verträgt, kann aber auch als Solitär gepflanzt werden. Ihre Blätter bestehen aus kleinen, 1 bis 3 mm langen Schuppen, die sich dachziegelartig auf abgeflachten, verzweigten Zweigen überlappen. Am häufigsten kultiviert wird Thuja plicata (winterhart bis -20/-25 °C). Sie können sich aber auch für den Amerikanischen Lebensbaum, Thuja occidentalis (winterhart bis -30 °C), mit etwas kompakterer Wuchsform und glänzenderem, leuchtend grünem Laub entscheiden. Es gibt verschiedene Sorten, die beispielsweise eine rundliche Form wie Thuja occidentalis ‚Danica‘ oder eine Säulenform wie Thuja ‚Totem Smaragd‘ annehmen. Andere zeichnen sich durch goldenes (‚Rheingold‘) oder bläuliches Laub (‚Pancake Concesarini‘) aus.

Thujen gedeihen in Sonne oder Halbschatten und in jedem Boden. Sie können ein- bis zweimal jährlich geschnitten werden. Kegelförmige oder kugelige Sorten benötigen jedoch keinen Rückschnitt, wenn sie ausreichend Platz haben. Mit ihren geometrischen Formen fügen sie sich hervorragend in einen dekorativen, modernen Garten ein, kombiniert mit Gräsern wie Pennisetum alopecuroides oder Stipa capillata sowie anderen Nadelgehölzen mit klar strukturierter Wuchsform, etwa Juniperus communis ‚Green Carpet‘ oder Picea abies ‚Little Gem‘.

Entdecken Sie unser vollständiges Merkblatt zur Kultivierung der Thuja.

Immergrüne Sträucher für den Berggarten: Thuja

Thuja occidentalis ‚Brabant‘

Die Zwergmispel

Zwergmispeln sind widerstandsfähige, anspruchslose und leicht zu kultivierende Sträucher. Unter den immergrünen Sorten empfehlen wir besonders Cotoneaster franchetii oder Cotoneaster lacteus. Sie bilden dichte, rundliche Sträucher, die im ausgewachsenen Zustand 2 bis 3 m in alle Richtungen erreichen. Ihre Zweige sind bogig überhängend und tragen kleine Blätter, die auf der Oberseite matt dunkelgrün und auf der Unterseite filzig sind. Zwergmispeln tragen im Frühjahr zahlreiche kleine weiße Blüten mit fünf Blütenblättern, die besonders bienenfreundlich sind. Im Herbst folgen leuchtend rote Beeren, die dekorativ sind und von Vögeln sehr geschätzt werden.

Pflanzen Sie die Zwergmispel an einem sonnigen bis halbschattigen Standort in jeden Boden, auch in kalkhaltigen oder steinigen, sofern er gut durchlässig ist. Sie verträgt überschüssige Feuchtigkeit im Winter nicht, da diese zum Faulen ihrer Wurzeln führen kann. Mit ihrem ländlichen Charme harmoniert sie wunderbar mit Schneeball (zum Beispiel mit Viburnum dentatum ‚Blue Muffin‘ mit dekorativen blauen Beeren) sowie mit Felsenbirnen, Ebereschen und Hartriegeln.

Entdecken Sie unser Merkblatt „Zwergmispel: pflanzen, schneiden, pflegen“

Immergrüne Sträucher für den Berggarten: Zwergmispel

Cotoneaster franchetii (Foto: A. Barra) und Cotoneaster lacteus

Die Stechpalme

Die Gewöhnliche Stechpalme, Ilex aquifolium, ist ein sehr winterharter Strauch, der natürlicherweise im Unterholz bis in Höhenlagen von 1500 m wächst, in den südlichsten Regionen seines Verbreitungsgebiets sogar bis 2000 m. Ihre Blätter sind glänzend dunkelgrün und ledrig. Sie sind unterschiedlich geformt: Die unteren Blätter sind am Rand meist hübsch gezähnt und dornig, während die oberen lediglich gewellt sind. Ausgewachsen kann die Stechpalme bis zu 5 m hoch und 2 m breit werden. Sie ist diözisch, das heißt, es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Letztere tragen im Herbst hübsche leuchtend rote Beeren mit etwa 1 cm Durchmesser, die lange bis in den Winter hinein haften bleiben. Sie sind bei Vögeln beliebt. Einige Sorten zeichnen sich durch panaschiertes Laub aus, wie die Stechpalme ‚Argenteomarginata‘.

Die Stechpalme ist ein robuster, widerstandsfähiger Strauch, der sich im Halbschatten wohlfühlt. Sie bevorzugt frische, fruchtbare, eher saure und gut drainierte Böden. Im Garten findet sie leicht einen Platz in einer frei wachsenden, naturnahen Hecke oder auch als Solitär. Sie passt hervorragend zu anderen Sträuchern mit dekorativen Beeren, etwa zum Weißdorn oder zur Schneebeere.

Entdecken Sie unser vollständiges Merkblatt zur Stechpalme

Immergrüne Sträucher für den Berggarten: Stechpalme

Ilex aquifolium (Typusart) und Ilex aquifolium ‚Argenteovariegatum‘ (Foto: Starr Environmental)

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Rhododendron - immergrüne Sträucher für Bergklima