Bergbäume: 6 Arten für den Garten!
Winterharte und robuste Bäume
Inhaltsverzeichnis
Gebirgsgärten: lange, kalte Winter, mehr Sonne und Wind, karger, steiniger Boden. 6 passende Bäume – Nadel- und Laubbäume – mit Pflanzideen!
Die Rotbuche, Fagus sylvatica
Die Rotbuche (Fagus sylvatica) ist ein großer, sommergrüner, sehr winterharter Baum, der auch kalte Klimate verträgt. Sie wird besonders wegen ihrer glatten, grauen Rinde und ihres dichten Laubs geschätzt, das im Jahresverlauf seine Farbe ändert: von zartem Grün im Frühling bis zu Kupfergelb im Herbst. Die Blätter sind marzeszent: Nach dem Absterben bleiben sie am Baum und fallen erst im Frühjahr ab, wenn die neuen Blätter erscheinen. Die Rotbuche wächst langsam, wird aber sehr alt (meist 150 bis 300 Jahre). Sie gedeiht gut in leicht sauren, lockeren, frischen und gut drainierten Böden. In den Bergen wächst sie bis auf 1.500 m Höhe. Im Alter kann die Rotbuche sehr groß werden (bis zu 20 m hoch), daher pflanzt man sie am besten einzeln in einem großen Park oder Garten. Sie verträgt jedoch den Rückschnitt sehr gut und kann als Hecke kultiviert werden. Außerdem gibt es Sorten mit mäßigem Wuchs, etwa Fagus sylvatica ‚Mercedes‘, die sich problemlos für kleine Gärten eignen! Die Rotbuche harmoniert perfekt mit der Birke und schafft einen reizvollen Kontrast aus Texturen und Farben. Auch mit der Rostblättrigen Alpenrose (Rhododendron ferrugineum) lässt sie sich für einen blühenden Unterholzbereich kombinieren. Sie können sie außerdem zusammen mit einem Cornus alba ‚Ivory Halo‘ pflanzen und zu ihren Füßen Busch-Windröschen und Atlantische Hasenglöckchen setzen. Wenn Sie einen großen Garten besitzen, können Sie sie schließlich einzeln pflanzen.
Weitere Informationen finden Sie in unserem ausführlichen Steckbrief: „Rotbuche, Fagus: pflanzen, schneiden und pflegen“

Die elegante Silhouette einer Rotbuche, Fagus sylvatica
Lesen Sie auch
6 immergrüne Sträucher für den BerggartenEuropäische Lärche, Larix decidua
Die Europäische Lärche (Larix decidua) ist ein sehr schöner Nadelbaum, der sommergrün ist: Im Herbst verliert er seine Nadeln! Seine Nadeln sitzen in Rosetten an den Zweigen, sind im Frühjahr zunächst hellgrün, färben sich im Sommer blaugrün und im Herbst goldgelb, bevor sie abfallen. Ausgewachsen erreicht sie eine Höhe von 30 bis 40 m. Sie ist sehr winterhart (bis – 40 °C) und wächst in den Alpen in Höhenlagen von 1.200 bis 2.400 m. Sie bildet eine relativ lockere, pyramidenförmige Silhouette und trägt waagerechte, leicht überhängende Zweige. Sie liebt sonnige Standorte und frische, gut drainierte, auch kalkhaltige Böden. Sie entwickelt ein tiefreichendes Wurzelsystem, das ihr einen sicheren Halt im Boden gibt und sie widerstandsfähig gegen Wind macht. Sie harmoniert hervorragend mit anderen Nadelbäumen wie der Tanne (Abies) für einen naturnahen Garten oder mit winterharten Sträuchern wie dem Kriech-Wacholder (Juniperus horizontalis) für vielfältige Formen und Strukturen. Daneben können Sie die Berg-Kiefer Pinus mugo ‚Mughus‘. pflanzen.
Entdecken Sie unseren ausführlichen Steckbrief zur Europäischen Lärche und ihrer Kultur.

Die Europäische Lärche (Larix decidua) trägt weiche Nadeln, die in Büscheln angeordnet sind
Die Birke
Die Birke ist ein schöner, winterharter Baum, der sich für kalte Klimazonen eignet und wegen seiner Zierrinde, seiner schlanken Wuchsform und seines leichten Laubs sehr geschätzt wird. Sie wächst schnell und bildet einen Baum mit geschmeidiger, anmutiger Wuchsform, der bis zu 20 m hoch werden kann. Trotz ihres sommergrünen Laubs ist sie auch im Winter dank ihrer hellen Rinde dekorativ. Die Birke gedeiht in Sonne oder Halbschatten und bevorzugt frische, gut drainierte, nicht zu kalkhaltige Böden. Entdecken Sie insbesondere die Weiße Himalaya-Birke, die sich durch ihre wunderschöne, reinweiße Rinde auszeichnet. Sie stammt aus dem Himalaya, wo sie bis in 4.500 m Höhe wächst. Sie findet problemlos ihren Platz in dekorativen, modernen Gärten und bildet schöne Kontraste zu Pflanzen mit dunklem Laub, etwa zur Fagus sylvatica ‚Atropurpurea‘ oder zum Sambucus nigra ‚Black Lace‘. Entdecken Sie auch die Moor-Birke (Betula pubescens), die im Gebirge bis auf 2.000 m Höhe wächst, oder die Hänge-Birke (Betula verrucosa, auch Betula pendula genannt). Sie können sie zusammen mit Hainbuche, Vogelbeere (Sorbus aucuparia), Zwergmispel und Alpen-Johannisbeere (Ribes alpinum) pflanzen – für einen naturnahen, ländlichen Garten.
Weitere Informationen finden Sie in unserem ausführlichen Birken-Ratgeber.

Die schöne weiße Rinde der Himalaya-Birke, Betula utilis var. jacquemontii (Foto: Wendy Cutler)
Lesen Sie auch
Welche Sträucher für eine Hecke im Bergland?Grau-Erle, Alnus incana
Die Grau-Erle (Alnus incana) ist ein sommergrüner Baum, der seinen Namen seiner strahlend hellen, grauweißen Rinde verdankt. Er trägt dunkelgrüne Blätter mit grauer Unterseite, die sich im Herbst gelb färben, bevor sie abfallen. Die Grau-Erle bevorzugt einen sonnigen Standort mit frischem, eher kalkhaltigem Boden, verträgt aber auch trockenere Böden. Sie gedeiht selbst auf nährstoffarmen Böden, da sie dank der Knöllchen an ihren Wurzeln Luftstickstoff binden kann. Die Grau-Erle wächst schnell und treibt häufig aus dem Wurzelstock aus, wodurch mehrere Stämme entstehen. Sie ist gut an Kälte angepasst und wächst im Gebirge bis in 1.800 m Höhe. Zudem ist sie windfest und kann sich auch in instabilen oder geneigten Böden dauerhaft verankern. Sie erreicht eine Höhe von bis zu 20 m. Im Garten kombinieren Sie sie mit Esche, Hanf-Weide (Salix viminalis) und Holunder.
Entdecken Sie unser Pflanzenporträt: „Erle: pflanzen und kultivieren“

Das Laub der Grau-Erle, Alnus incana
Die Vogelbeere, Sorbus aucuparia
Die Vogelbeere (Sorbus aucuparia) ist ein besonders beliebter Baum mit eleganter Wuchsform, Frühjahrsblüte und leuchtend roten Beeren im Herbst. Sie trägt schöne, tief eingeschnittene Blätter mit 11 bis 17 gezähnten Fiederblättchen und zeigt im Mai und Juni cremeweiße Blüten, die in bis zu 12 cm großen Schirmrispen zusammenstehen. Ab dem Spätsommer werden sie von 1 cm großen, sehr dekorativen roten Beeren abgelöst, die bei Vögeln beliebt sind. Auch das Laub färbt sich im Herbst wunderschön gelb-orange. Die Vogelbeere erreicht eine Höhe von 10 bis 15 m. In den Bergen wächst sie bis in 1.800 m Höhe. Anspruchslos und auf jedem Boden gedeihend, bevorzugt sie dennoch frische, gut drainierte, humusreiche und eher saure Böden. Im Garten lässt sie sich mit Sträuchern mit dekorativen Beeren wie Viburnum dentatum ‚Blue Muffin‘, Franchets Zwergmispel, der Gewöhnlichen Stechpalme (Ilex aquifolium) und der Schneebeere kombinieren.
Unser ausführliches Datenblatt: „Ebereschen, Sorbus: pflanzen, schneiden und pflegen“

Die roten Beeren und das hübsch gefiederte Laub der Vogelbeere
Tanne (Abies)
Tannen (Abies) sind sehr schöne Nadelbäume mit kegelförmiger Wuchsform und immergrünem Laub. Sie sind gut an Kälte angepasst und besiedeln Gebirgswälder. Ihre Nadeln sind weich und fühlen sich angenehm an. Sie stehen beiderseits des Zweigs in zwei Reihen. Tannen können bis zu 60 Meter hoch werden. Wählen Sie zum Beispiel die Weiß-Tanne, Abies alba (auch als Weiß-Tanne der Vogesen bezeichnet) oder die Nordmanntanne, Abies nordmanniana. Tannen gedeihen in jedem gewöhnlichen, gut drainierten, tiefgründigen und frischen Boden. Sie können auch eine Fichte (zum Beispiel Picea abies) wählen, mit der Tannen häufig verwechselt werden. Fichten erkennt man unter anderem an ihren hängenden Zapfen, während Tannen aufrechte Zapfen tragen. Tannen und Fichten harmonieren gut mit anderen Nadelbäumen wie der Niedrigen Krüppelkiefer und der Europäischen Lärche. Sie passen aber auch zu Laubbäumen wie Hainbuchen und Birken.
Unser vollständiges Pflanzenportrait: „Tanne, Abies: Pflanzen, Schneiden und Pflegen“

Die Nadeln der Weiß-Tanne, Abies alba
- Abonnieren Sie
- Inhaltsverzeichnis
Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.
Kommentare