6 Sträucher mit Spätsommerblüte

6 Sträucher mit Spätsommerblüte

Unsere Auswahl blühender Sträucher von Mitte August bis Ende September

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 28. September 2025  durch Marion 8 min.

Hunderte Sorten sommerblühender Sträucher gibt es. Manche blühen schon zu Sommerbeginn, andere später und bis zum Saisonende – als Vorboten des Herbstes.

Hier finden Sie 6 Sträucher, die etwa von Mitte August bis Ende September blühen und den Ausklang des Sommers verschönern.

Ihre unterschiedlichen Blüten (farbig, weiß, in Trauben oder Dolden) passen zu jedem Geschmack und Gartenstil.

Schwierigkeit

Vitex agnus-castus 'Latifolia': Blauviolette Ähren

Der Vitex agnus-castus ‘Latifolia’ gehört zur Familie der Vitex, Mönchspfeffer oder Keuschbäume. Er stammt aus den nährstoffarmen Böden und Dünen des Mittelmeerraums.

Seine Blütezeit liegt im August und September: Dann schmückt er sich mit prächtigen, etwa 15 cm langen Blütenrispen in Violettblau. Die Blüten verströmen einen Duft mit pfeffrigen und balsamischen Noten und sind bei Insekten sehr beliebt.

Die grünen, sommergrünen und stark eingeschnittenen Blätter verströmen beim Zerreiben ebenfalls einen pfeffrig-aromatischen Duft, der ihm seinen Beinamen Keuschbaum eingebracht hat. Auch die essbaren, beerenartigen Früchte schmecken scharf und ihre wohltuenden Eigenschaften sollen bereits seit der Antike bekannt sein.

Der Strauch wächst rundlich, kompakt und buschig. Er erreicht eine Höhe von 2,50 m und eine Breite von 2 m.

Kultur und Verwendung im Garten

Die Kultur des Mönchspfeffers ist auch für Gartenanfänger einfach: Der Strauch benötigt nach dem Anwachsen keine Bewässerung, ist nicht krankheitsanfällig und behält durch einen optionalen jährlichen Rückschnitt einfach seine harmonische Wuchsform.

Der Mönchspfeffer liebt sonnige Standorte und gedeiht in jedem gut durchlässigen Boden, auch in nährstoffarmem, kalkhaltigem oder sandigem Boden. Er verträgt lediglich keine Staunässe sowie kalte, austrocknende Winde.

‘Latifolia’ ist eine wüchsigere und winterhärtere Sorte als der klassische Vitex agnus-castus. Seine Winterhärte reicht bis -15 °C: Damit kann er in Südfrankreich sowie an der Westküste im Freiland kultiviert werden. In anderen Regionen empfiehlt sich ein vor kalten Winden geschützter Standort an einer sonnigen Mauer. Auch die Kultur im Topf ist bestens geeignet, da sich die Pflanze so vor winterlichem Frost schützen lässt.

Der sehr dekorative Mönchspfeffer eignet sich ideal für eine naturnahe, ländliche Hecke, ein Beet oder als Solitär. Dank seiner Widerstandsfähigkeit gegen Seewind und Trockenheit ist er die perfekte Wahl für Küstengärten.

Im großen Kübel kultiviert, verschönert er eine Terrasse oder einen kleinen Stadtgarten.

Vitex-Blüte im Spätsommer

Vitex agnus-castus ‚Latifolia‘

Herrlicher Losstrauch: duftende rosa Blüte

Der Losbaum oder Japanische Losbaum ist ein sommergrüner Strauch aus den tropischen Regionen Afrikas und Südasiens. Bei uns werden nur zwei Arten kultiviert: Clerodendrum bungei (Herrlicher Losstrauch) und Clerodendrum trichotomum (Japanischer Losbaum), die aus Ostasien stammen.

Clerodendrum bungei blüht im Spätsommer von August bis September/Oktober und verströmt dabei einen angenehmen Blütenduft. Seine Blütenstände in Form von Trugdolden vereinen winzige, sternförmige Röhrenblüten:

  • der klassische Herrliche Losstrauch schmückt sich mit zarten, kräftig rosafarbenen Blüten;
  • ‚Pink Diamond‘ trägt dagegen große, dunkelrosa Blütenbälle, die durch panaschiertes grün-cremefarbenes Laub betont werden.

Die sehr bienenfreundlichen Blüten locken Schmetterlinge und andere Bestäuber an, bevor sie sich in hübsche, dunkelblaue runde Früchte verwandeln.

Kultur und Verwendung im Garten

Pflanzen Sie den Losbaum in tiefgründigen, nährstoffreichen, feuchten, aber gut drainierten Boden. Der Strauch verträgt keine Extreme: weder staunasse Böden im Winter noch zu trockene Böden im Sommer.

Wählen Sie einen sonnigen Standort, in warmen, trockenen Regionen Südfrankreichs auch Halbschatten. Bevorzugen Sie einen vor starkem Wind geschützten Platz.

Der Strauch ist bis -10 °C winterhart und kann aus dem Wurzelstock neu austreiben, wenn seine oberirdischen Teile durch Frost geschädigt wurden. In Regionen mit langen Wintern ermöglichen seine geringen Maße (unter 2 m Höhe und 1 m Breite) die Kultur im Topf, um ihn während der kalten Jahreszeit zu schützen.

Abgesehen von einem Rückschnitt im Spätwinter, der die Blüte an den neuen Jahrestrieben sicherstellt, benötigt er keine besondere Pflege.

Der Losbaum fügt sich sehr gut in den Hintergrund naturnaher Beete oder in frei wachsende Hecken ein, zusammen mit anderen Sträuchern.

Japanischer Losbaum Blüte im Spätsommer

Clerodendrum bungei ‚Pink Diamond‘ und Clerodendrum bungei

Eucryphie intermedia 'Rostrevor', exotische weiße Blüte

Die Eucryphia intermedia ‚Rostrevor‚ ist ein großer, aus Südamerika stammender Strauch, der aus der Kreuzung zweier Wildarten hervorgegangen ist.

Im Spätsommer, von August bis September, schmückt er sich mit einer Fülle wunderschöner Blüten mit vier Blütenblättern und einem Durchmesser von 2 bis 5 cm. Sie leuchten in reinem Weiß, das durch ein Zentrum aus Staubblättern mit rosaroten Antheren (dem Endteil) betont wird.

Die duftenden Blüten verströmen süße Honig- und Lindendüfte, die bei Gärtnern ebenso beliebt sind wie bei bestäubenden Insekten.

Sein glänzendes, dunkelgrünes, immergrünes Laub macht ihn auch außerhalb der Blütezeit dekorativ.

Seine säulenförmige Wuchsform und seine säulenförmige Silhouette (dicht am Haupttrieb anliegende und zur Pflanzenspitze gerichtete Zweige) bringen Höhe in den Garten und verleihen ihm zugleich einen ausgesprochen exotischen Akzent.

Kultur und Verwendung im Garten

Die Kultur von Eucryphia intermedia ‚Rostrevor‘ erfordert etwas Pflege, damit der Strauch sich gut entwickelt: einen nährstoffreichen, sauren Boden (geben Sie bei Bedarf Moorbeeterde hinzu), der stets feucht, aber ausreichend durchlässig bleibt, damit überschüssiges Wasser gut abfließen kann. Ein sonniger Standort für die Krone und ein kühler Fuß sorgen für eine besonders üppige Blüte.

Er bevorzugt geschützte, schattige oder halbschattige Standorte, fürchtet jedoch kalte, austrocknende Winde.

Aufgrund seiner Herkunft ist ein mildes, niederschlagsreiches Klima ideal. Der bis etwa -10 °C winterharte Strauch kann in den mildesten Regionen des Südens im Freiland kultiviert werden. Er verträgt jedoch keine Trockenheit und muss im Sommer regelmäßig gegossen werden.

In anderen Regionen sollte der Strauch an einem geschützten Standort gepflanzt und im Winter geschützt oder im Topf kultiviert werden.

Eucryphia intermedia ‚Rostrevor‘ kann im Alter über 6 m hoch und 2 m breit werden, doch sein langsames Wachstum macht ihn auch für kleine Stadtgärten geeignet, sofern er vor Wind und praller Sonne geschützt steht.

Der Strauch kommt als Solitär oder in einer freiwachsenden Hecke bestens zur Geltung, ebenso vor einer Mauer oder im Hintergrund eines Blütenbeets. Sein Fuß kann sogar mit Bodendeckern bepflanzt werden.

Eucryphia-Strauch mit Blüte im Spätsommer

Eucryphia intermedia ‚Rostrevor‘ (Foto W. Cutler)

Chinesische Kräuselmyrte: farbenfrohe Rüschenblüten

Chinesische Kräuselmyrten (Lagerstroemia) oder Chinesische Sommerflieder sind hybride Sträucher, die aus einer Kreuzung von Sorten aus China und Südostasien hervorgegangen sind.

Die üppige Blüte zeigt 10 bis 20 cm lange Rispen. Die dicht gedrängten Blüten tragen Blütenblätter mit zerknitterter, gekräuselter Oberfläche, die dem Strauch seine poetischen Beinamen „Kreppblütenbaum“ oder „Musselinblüten“ verleihen. In ihrer Mitte sitzen Staubblätter in leuchtenden Gelbtönen.

Zu den Sorten, die im Spätsommer blühen, gehören:

Der Zierwert der Chinesischen Kräuselmyrte beschränkt sich jedoch nicht auf ihre schöne Blüte. Im Herbst zeigt ihr dekoratives, sommergrünes Laub leuchtende warme Farbtöne, bevor es abfällt. Dann rückt der Stamm mit seiner sich abschuppenden Rinde in den Mittelpunkt. Dabei entstehen zart gefärbte marmorierte Flecken, die den Garten am Saisonende zum Leuchten bringen.

Ihre buschige Silhouette und leicht gewundenen Zweige wachsen mehrstämmig aus dem Wurzelstock und lassen sich gut zurückschneiden.

Kultur und Verwendung im Garten

Für die Kultur der Chinesischen Kräuselmyrte wählen Sie einen nährstoffreichen, feuchten Boden, der im Winter keine Staunässe hält. Sie gedeiht an einem sonnigen, warmen Standort besonders gut und blüht dort üppig, geschützt vor vorherrschenden Winden.

Am wohlsten fühlt sie sich in den warmen, feuchten Regionen im Südwesten. Doch der Strauch kann in den meisten unserer Regionen kultiviert werden. Er ist bis -15 °C winterhart, sollte in jungen Jahren jedoch vor Frost geschützt werden.

Die Chinesische Kräuselmyrte lässt sich im Garten leicht kombinieren und passt zu jedem Stil und jeder Gestaltungsidee: exotische Atmosphäre, romantisches Beet in zarten Farbtönen oder farbenfrohe Variante … Als Solitär kommt sie ebenso gut zur Geltung wie in einer freiwachsenden Hecke.

Die kleinsten Sorten finden auch in kleinen Gärten problemlos Platz und können im Topf kultiviert werden.

Chinesische Kräuselmyrte, sommerblühender Strauch, Chinesischer Sommerflieder

Lagerstroemia indica ‚Violet d’été‘

Aralie: wilder, luftiger Griffel

Die Aralia elata ist ein aus Asien stammender Strauch, der auch als „Japanischer Angelikabaum“ oder „Chinesischer Angelikabaum“ bekannt ist. Die Namen beziehen sich auf ihre Herkunft und ihr an die gleichnamige Pflanze erinnerndes Laub.

Die Blüte erscheint im Spätsommer von August bis September. Große, 30 bis 60 cm lange Rispen tragen Hunderte kleiner Blüten. Diese zarte Blüte erstrahlt in schönem Cremeweiß und verströmt einen dezenten Duft.

  • Aralia elata ‘Golden Umbrella’ trägt grünes, panaschiertes Laub mit gelben Rändern, das wunderbar mit den hellen Blütendolden kontrastiert;
  • der große ‘Silver Umbrella’ (fast 6 m hoch) besitzt grünes, panaschiertes Laub mit weißen Rändern, das seine anmutigen Blütendolden umrahmt.

Die bei bestäubenden Insekten beliebten Blüten machen dekorativen Früchten Platz, die wiederum von Vögeln geschätzt werden.

Ihre elegante Silhouette mit großen, tief eingeschnittenen Blättern an langen, schlanken Zweigen verleiht ihr eine üppige, exotische Ausstrahlung. Die breit ausladende Wuchsform erinnert zudem an einen großen Sonnenschirm.

Kultur und Verwendung im Garten

Kultivieren Sie Aralia elata in nährstoffreichem, leichtem, frischem bis feuchtem Boden. In den warmen, trockenen Regionen Südfrankreichs bevorzugen sie sonnige bis halbschattige Standorte, da sie pralle Sonne meiden. Geschützte Bereiche abseits vorherrschender Winde erhalten die Schönheit ihres Laubes.

Ihre Blüte und ihr leuchtendes, sommergrünes Laub bringen Licht in schattige Gartenbereiche. Ihre stattliche Größe und ihr durch Wurzelschösslinge (neue Wurzeltriebe) rasches Wachstum machen sie zu perfekten Kandidaten, um neue Bereiche schnell zu begrünen.

Sie benötigen nur wenig Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich. Die kräftigen, bis -15 °C winterharten Sträucher sind zudem kaum krankheitsanfällig.

Angelikabäume verleihen dem Garten eine echte Dschungelatmosphäre. Als Solitär oder in Kombination mit anderen Bäumen entfalten sie ihre ganze Schönheit.

Aralia elata, Angelikabaum, Blüte im Spätsommer

Blüten und Blätter von Aralia elata ‚Silver Umbrella‘ (Foto links: Clemson Extension; Foto rechts: Denolf)

Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch: Farbwechsel

Heptacodium miconioides, auch Heptacodium jasminoides genannt, ist ein eleganter, aus China stammender Strauch, der trotz seiner vielen Vorzüge noch selten in unseren Gärten zu finden ist.

Ab Spätsommer, ab August, schmückt er sich mit zarten, sternförmigen Blüten mit 5 Kelchblättern, die an den Zweigspitzen in Rispen gebündelt sind. Auf die weiße Blüte folgen rosafarbene, später rote Kelche.

Die duftenden Sternblüten verströmen einen an Jasminblüten erinnernden Duft und erfreuen bestäubende Insekten.

Das sommergrüne, glänzend grüne Laub färbt sich im Herbst gelb-rot, bevor es abfällt und eine dekorative Zierrinde mit beigen und rosafarbenen Mustern freilegt, die sich im Alter in orangefarbenen Streifen ablöst.

Seine stattliche Größe (unter unseren Klimabedingungen bis zu 5 m in alle Richtungen) lässt ihn fast wie einen kleinen Baum wirken. Seine offene, ausladende, buschige Wuchsform bringt viel Volumen in den Garten.

Kultur und Verwendung im Garten

Heptacodium miconioides bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte. Anspruchslos und pflegeleicht, gedeiht er in jedem Boden, auch in trockenem und leicht kalkhaltigem.

Er benötigt nur wenig Pflege, außer bei besonders trockenem und heißem Sommer zusätzliches Gießen und eventuell einen Pflegeschnitt im zeitigen Frühjahr, um die dekorative Rinde besser zur Geltung zu bringen.

Der sehr winterharte, gegen Seewind, Luftverschmutzung und Krankheiten resistente Strauch passt in viele Gärten. Pflanzen Sie ihn sowohl in eine freie Hecke mit anderen Sträuchern ähnlicher Arten (Geißblatt, Abelie …) als auch in ein Beet mit Stauden oder isoliert, um seine dekorativen Vorzüge voll zur Geltung zu bringen.

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