7 giftige Sträucher

7 giftige Sträucher

Gefahren vermeiden: Das müssen Sie wissen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 20. November 2025  durch Servane 4 min.

Im Garten geben Sträucher Struktur, doch manche schönen, häufigen Arten sind giftig. 7 nachweislich giftige Sträucher – für Ihre Sicherheit und die Ihres Umfelds.

Schwierigkeit

Der Oleander

Auch wenn der Oleander unweigerlich an die Vegetation des Mittelmeerraums erinnert, kann er sich in vielen Regionen akklimatisieren. Besonders häufig findet man ihn auf sonnigen Terrassen.

Der Oleander wird wegen seines immergrünen Laubs und seiner Blüte sehr geschätzt. Diese ist zwar oft rosa, kann je nach Sorte jedoch ganz unterschiedliche Farben annehmen. Die äußerst dekorative Pflanze darf nicht mit dem Echten Lorbeerstrauch verwechselt werden, der zu einer anderen botanischen Familie gehört.

Tatsächlich sind alle Teile des Oleanders äußerst giftig. Blätter und Zweige wirken stark auf das Herz, und die tödliche Dosis ist sehr gering. Glücklicherweise essen Kinder wegen des sehr bitteren Geschmacks nur selten versehentlich größere Mengen davon. Bei einer Aufnahme wird zur Beobachtung ein Krankenhausaufenthalt empfohlen.

Giftigkeit des Oleanders

Nerium oleander

Der Goldregen

Die Goldregen, wegen ihrer üppigen gelben, an Blauregen erinnernden Traubenblüte auch „Goldregen“ genannt, gehören zur Gattung Laburnum. Sie sind kleine Bäume mit geringen Ansprüchen, da sie jeden Boden vertragen, sofern der Standort sonnig und gut durchlässig ist.

Als Mitglied der Familie der Fabaceae trägt der Goldregen zur Bindung von Luftstickstoff bei. Als kleiner Pionierbaum ist er zudem sehr bienenfreundlich. Nach der Blüte bilden sich lange, schotenförmige Früchte. Sie enthalten Samen, die Bohnen sehr ähnlich sehen und mit denen Kinder gerne spielen.

Diese Früchte sind sehr giftig und können in Ausnahmefällen zum Tod führen. In der Regel verhindert das durch die Aufnahme der Samen ausgelöste Erbrechen eine zu schwere Vergiftung.

Giftigkeit des Goldregens

Goldregen-Schoten und rechts die gelben Blüten von Laburnum watererii ‚Vossii‘

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Die Eibe

Dieser Baum wird in kleinen Stadtgärten oft wie ein Strauch behandelt: die Eibe, oder Taxus baccata. In freier Natur kann sie 10 bis 15 m hoch werden, doch häufig findet man sie in Hecken oder als Formschnitt.

Die Eibe wird wegen ihres immergrünen, dunkelgrünen Nadelkleids geschätzt. Weibliche Pflanzen tragen kleine rote Früchte.

Alle Pflanzenteile sind sehr giftig, mit Ausnahme des roten Samenmantels, der den Samen umgibt. Aber Vorsicht: Der Samen selbst ist beim Kauen giftig. Treffen Sie daher Vorsichtsmaßnahmen, denn nach der Aufnahme treten die Symptome rasch auf und können sehr schwerwiegend sein – von Magen-Darm-Beschwerden bis hin zu neurologischen Störungen und sogar zum Tod.

Giftigkeit der Eibe

Taxus baccata

Gewöhnlicher Seidelbast oder Heideröschen

Gewöhnlicher Seidelbast (Daphne mezereum) blüht ab Februar duftend. Rote Beeren sind dekorativ, aber hochgiftig. Nur mit Handschuhen anfassen.

Der Kirschlorbeer

Kirschlorbeer, auch Lorbeerkirsche genannt, wird häufig, etwa für Hecken, dank seines immergrünen Laubs, das vor neugierigen Blicken und Wind schützt. Es gibt zahlreiche Sorten.

Auch dieser Kirschlorbeer gehört nicht zur Familie des Echten Lorbeerstrauchs, Laurus nobilis, dessen Blätter essbar sind. Der Kirschlorbeer ist dagegen sehr giftig, insbesondere Blätter und Beeren, vor allem die grünen vor ihrer Reife.

Vergiftungen treten nach dem Verzehr der Früchte auf. Bereits 5 bis 6 Beeren können vor allem bei Kindern schwere Symptome auslösen. Anfangs können Unwohlsein und Erbrechen auftreten. Bei schweren Vergiftungen sind Koma und Tod möglich.

Giftigkeit Kirschlorbeer, giftiger Kirschlorbeer

Blätter und Früchte von Prunus laurocerasus

Die Alpenrose

Rhododendren gehören wie Azaleen zur selben botanischen Gattung. Sie sind sehr dekorative Moorbeetpflanzen mit prächtiger Frühjahrsblüte, deren Farben je nach Sorte variieren. Außerdem behalten sie ihr Laub den ganzen Winter und gedeihen im Schatten. Deshalb findet man sie in vielen Gärten.

Oft wird jedoch vergessen, dass alle Pflanzenteile giftig sind, einschließlich des Nektars und somit auch des daraus gewonnenen Honigs.

Vergiftungen entstehen meist durch den Verzehr von Honig oder durch versehentliches Verschlucken bei Kindern. Die Symptome treten 30 Minuten bis 2 Stunden nach der Aufnahme auf und können Herzrhythmusstörungen und Krämpfe verursachen. Die Pflanze wirkt außerdem reizend.

Rhododendron giftig, Azalee giftig, giftige Azalee

Rhododendronblüten

Schneeball

Zur Gattung Viburnum gehören in Frankreich drei recht häufige Arten:

  • Der Gewöhnliche Schneeball, Viburnum opulus, dessen Sorte „Schneeball“ ihren Namen den prachtvollen weißen Blütenständen im Frühjahr verdankt.
  • Der Wollige Schneeball, Viburnum lantana, wird wegen seines dichten, allerdings sommergrünen Laubs sehr häufig in Parks gepflanzt. Die Blüten verströmen im Frühjahr einen angenehmen Duft.
  • Der Lorbeerschneeball, Viburnum tinus, wird vor allem wegen seines immergrünen Laubs gepflanzt.

Giftig sind bei diesen Arten die Rinde und Früchte, insbesondere vermutlich die grünen. Gekocht könnten die Früchte essbar sein, sind jedoch wenig schmackhaft.

Allerdings ist die Giftigkeit im Vergleich zu den zuvor vorgestellten Sträuchern relativ gering. Der Verzehr der Früchte kann zu Darmbeschwerden und möglicherweise zu einer Übererregbarkeit des Herzens führen.

Giftigkeit des Schneeballs, giftiger Lorbeerschneeball, giftiger Gewöhnlicher Schneeball, giftiger Wolliger Schneeball

Schwarze Früchte von Viburnum tinus, rote Beeren von Viburnum opulus (Foto: S. Rae) und Beeren in wechselnden Farben von Viburnum lantana

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Sträucher und ihre Giftigkeit