7 Ideen für Federgras-Kombinationen
Ideen und Tipps für Federgras im Garten
Inhaltsverzeichnis
Federgras für moderne und naturnahe Gärten: Stipa-Arten wie Engelhaar sind pflegeleicht. Tipps zu Standort, Rückschnitt und schönen Kombinationen.
Im Steingarten oder Trockengarten
Die Gattung der Stipa gedeiht auf trockenem, nährstoffarmem und kalkhaltigem Boden. Stipa tenuifolia, auch Engelshaar genannt, wird daher häufig in Steingärten verwendet. Stipa capillata hat mit ihren schmalen Blättern einen aufrechten Wuchs und wirkt etwas moderner, der durch die langen, hellen Ähren im Sommer aufgelockert wird. Kombiniert man eine der beiden Arten mit einigen Blaukissen-Schwingeln ‘Elijah Blue’ und kontrastierenden Kugel- oder Polsterformen, entsteht ein schöner Effekt im modernen Beet: Pittosporum tenuifolium ‘Silver Ball’, Hebe pinguifolia oder Hebe rakaiensis, Santolina chamaecyparissus, Euphorbia pythiusa usw. Ein schlichtes Trio aus Stipa, kriechendem Rosmarin ‘Pointe du Raz’ und Blaukissen-Schwingel in größeren Gruppen ist ebenfalls optisch attraktiv und sehr wirkungsvoll. Noch minimalistischer wirkt ein Duo aus Stipa tenuifolia und Salvia nemorosa oder Schmucklilie: Es bietet einen schönen Kontrast in Farben und Formen.

Hebe rakaiensis, Pittosporum tenuifolium ‚Silver Ball‘, Stipa capillata (© Gwenaëlle David), Euphorbia pythuisa und Santolina chamaecyparissus
In einem weniger strukturierten Steingarten können Sie einige Spornblumen pflanzen, die trockenen Boden lieben und eine lange Blütezeit in den Steingarten bringen, die dort oft fehlt. Auch Schmucklilien oder Schopf-Lavendel ‚Stoechas‘ passen gut dazu. Für eine niedrigere Schicht eignen sich einige Armeria maritima und Fetthenne mit kriechendem Wuchs. Zwei oder drei gepflanzte Exemplare von Stipa gigantea können eine große Fläche im Steingarten problemlos füllen und ihr Volumen und Leichtigkeit verleihen.

Stipa tenuifolia, Verbena bonariensis, Sedum pachyclados, Centranthus ruber, Lavandula ‚Stoechas‘
Lesen Sie auch
Stipa, Federgras: Pflanzung, Rückschnitt, PflegeIm Beet
Mit ihrem lockeren, seidigen Wuchs und dem bei jedem Windhauch wogenden Laub bringen Federgräser viel Poesie und Leichtigkeit ins Beet. Besonders schön wirken sie mit niedrigen Gräsern wie Melica ciliata, die sich ganz natürlich in das Bild einfügen.
Die Auswahl ist groß: Stipa capillata passt sehr gut in ein modernes Beet und lässt sich mit rosa oder weißen Gaura kombinieren. Vielseitig einsetzbar ist auch Stipa tenuissima. Höhere Arten wie Stipa gigantea eignen sich zur Auflockerung großer Beete. Dort können sie mit Miscanthus sinensis ‚Adagio‘, Miscanthus nepalensis oder Pennisetum kombiniert werden.
Im englischen oder ländlichen Garten begleiten Sie Federgräser mit einer Vielzahl locker wachsender, aufrechter Stauden, die viel Anmut verleihen: Duftnessel, Flammenblume, Argentinisches Eisenkraut ‘Lollipop’, Prachtkerze, Stachys byzantina … Die Blüte von Fackellilie, Salvia nemorosa und einigen Aloe betont mit ihrem aufrechten Wuchs die lockere Wuchsform der Federgräser.

Stipa tenuissima, Verbena bonariensis, Gaura lindheimeri, Miscanthus nepalensis und Tritoma ‚Orange Vanilla Popsicle‘
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Im Steingarten
Im sonnigen Steingarten kommen Glanz und Leichtigkeit der Federgräser besonders zur Geltung! Er ist einer der besten Standorte für diese seidigen Gräser, die hier vom besonders durchlässigen Boden der erhöhten Lage profitieren. Das bekannte Stipa tenuifolia (heute unter dem Namen Nassella tenuissima bekannt) und Stipa barbata wirken im Steingarten prächtig. Ihre mittlere Höhe bildet sehr lockere, elegant überhängende Horste, die sich mit kriechenden oder niedrigen Pflanzen kombinieren lassen. Für einen mediterranen Steingarten im Stil einer „Restanque“ pflanzen Sie einige Exemplare von Stipa tenuifolia oder Stipa pulcherrima. Ergänzen Sie sie mit dem blaugrünen Laub der kriechenden Euphorbia myrsinites, mit Silbrigem Beifuß, dem samtigen Laub und der gelben Gold-und-Silber-Chrysantheme Ajania pacifica sowie einigen Kapmargeriten. Schmücken Sie die Mauerkrone mit einem Teppich aus Hauswurz und einer Fädigen Palmlilie ‘Ivory Tower’, die über das Arrangement hinausragt.

Stipa barbata, Kapmargerite, Euphorbia myrsinites (© Leonora Enking), Ajania pacifica (© Forest and Kim Starr), Yucca filamentosa
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Ziergräser: Federgras oder Stipa tenuifolia – was tun damit?Am Wegrand
Dank ihrer geringen Größe eignen sich einige Federgräser hervorragend als Wegbegrenzung: Mit ihren seidigen Halmen betonen sie die Kurven des Weges und verleihen geraden Wegen oder Treppen Natürlichkeit, Charme und Leichtigkeit. Sie behalten das ganze Jahr, auch im Winter, ihre Form – ein wichtiger Vorteil für eine dauerhafte Bepflanzung. Wählen Sie niedrige Sorten (50 bis 70 cm), etwa Stipa tenuifolia, die sehr luftig bleibt, oder das rötliche Stipa arundinacea mit seinem runderen, farbenfrohen Horst. Entlang des Weges wirken sie wunderschön. Dazwischen können Sie gleich hohe Skabiosen setzen, etwa die schwarze Scabiosa ‚Chile Black‘ als Kontrast zu Stipa tenuifolia oder die weiße Scabiosa caucasica ‚Alba‘ zu Stipa arundinacea.

Stipa tenuissima, Scabiosa atropurpurea, Stipa arundinacea
Im Naturgarten
In einem naturnahen oder sehr ländlichen Garten bevorzugen Sie höhere Federgräser, die sich besonders gut in eine üppige, wilde Atmosphäre einfügen. Stipa brachytricha (gelegentlich noch als Stipa Achnatherum oder Diamantgras bezeichnet) und Stipa calamagrostis eignen sich hervorragend für besonders schöne Pflanzbilder. Mit einer Höhe von etwa 1 m bei Reife bilden sie bei der ersten Art breite, seidig graurosa Federbüschel, bei der zweiten weiße, später bronzefarbene Blütenstände. Die Wuchsform ist bei Stipa brahytricha aufrechter (außerdem nimmt sie im Herbst schöne Farbtöne an), bei Stipa calamagrostis dagegen ausladender. Sie können sie mit genügsamen Pflanzen im natürlichen Stil kombinieren und so ein beruhigendes gelb-blaues Bild mit Eryngium, Argentinischem Eisenkraut, einigen Riesenastern wie der Hybrid-Aster ‚Pink Star‘ und Schafgarben gestalten. Persönlich finde ich, dass sich Stipa gigantea zwar für eine solche Wiesenatmosphäre eignen könnte, da sie nicht wuchert (keine Ausläufer bildet), aber einzeln oder im Beet interessanter wirkt und dort besonders gut zur Geltung kommt.

Argentinisches Eisenkraut, Mannstreu, Stipa calamagrostis (© Andrey Zharkikh) Schafgarbe millefolium, Aster ‚Pink Star‘
Im Topf
Stipa eignet sich insgesamt gut für die Pflanzung in Kübeln oder Töpfen, sofern ein durchlässiges Substrat für eine gute Winter-Nässeverträglichkeit und ein vollsonniger Standort gewährleistet sind. Im Abendlicht auf einer nach Westen ausgerichteten Terrasse sind sie besonders schön. Wählen Sie niedrige bis mittelhohe Stipa mit standfesten Horsten und setzen Sie mehrere Pflanzen in ein Gefäß, damit die sehr leichte Wirkung der Stipa voller ausfällt. Stipa pennata, Stipa tenuifolia und Stipa barbata lassen sich mit zarten Blütenständen wie Karwinskis Berufkraut oder Großblütigem Schleierkraut kombinieren. In Steintrögen entsteht so eine besonders harmonische Atmosphäre, die diese Pflanzen wirkungsvoll zur Geltung bringt. Für mehr Kontrast kombinieren Sie sie mit Seggen (‚Comans Bronze‘) und Steppen-Salbei ‘Blauhügel’. Eine ganz andere, rein grasbetonte Wirkung entsteht mit Blau-Schwingel und Uncinia rubra in Grün, Blau und Purpur.

Stipa tenuifolia, Uncinia ‚Belinda’s Find‘, Festuca glauca
An der Küste
Wind und Gischt zum Trotz sind Federgräser ideal für Küstengärten. Die im Sommer erscheinenden blonden Ährchen des Engelshaars sind besonders fein und tanzen magisch im Wind. Betonen Sie ihre beeindruckenden Wellen mit strukturgebenden Stauden und Sträuchern, die sich an der Küste wohlfühlen, etwa Echium candicans (Natternkopf), Agave oder Phormium, Euphorbia mellifera, Grevillee, Protee, aber auch Atriplex halimus, Zistrose, Westringia und ausgewählte Stauden: Prachtkerze, Salbei, Euphorbia characias, Convolvulus cneorum …

Agave americana ‚Variegata‘, Protee, Stipa tenuifolia, Echium candicans, Grevillea rosmarinifolia
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