7 Mediterrane Bäume
Auswahl wärme- und trockenheitsverträglicher Bäume
Inhaltsverzeichnis
Mediterrane Flora: vielfältig, trockenheits- und hitzefest. 7 Bäume für Gärten in kalten Regionen: Winterhärte, drainierender Boden.
Ölbaum – Olea europaea
Ölbaum: Der mediterrane Klassiker liebt Sonne, Trockenheit und durchlässigen Boden. Er wird bis 10 m hoch, ist winterhart bis -12 °C und langsamwüchsig.
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Ölbaum, Olea europaea: Pflanzung, RückschnittJudasbaum – Cercis siliquastrum
Der Gewöhnliche Judasbaum – Cercis siliquastrum – gehört zu den schönsten blühenden mediterranen Bäumen und überzieht sich im März und April mit leuchtend rosafarbenen Blüten. Er stammt aus den Regionen rund um das Mittelmeer und das Schwarze Meer. Seine zahlreichen Blüten erscheinen vor dem Laubaustrieb und locken bestäubende Insekten an. Er zählt zu den wenigen Bäumen, die kauliflor blühen: Seine schmetterlingsblütigen Blüten erscheinen in dichten Büscheln direkt am Stamm.
Ausgewachsen erreicht der Judasbaum, auch Kuchenbaum genannt, etwa 10 m Höhe und eine Breite von rund 4 m; seine bescheidenen Maße machen ihn auch für kleine Gärten geeignet. Die sommergrünen, herzförmigen Blätter sind schön hellgrün und färben sich im Herbst goldgelb.
Er verträgt alle Bodenarten, auch trockene und nährstoffarme Böden, bevorzugt jedoch gut durchlässigen Boden. Nach dem Anwachsen widersteht er Trockenheit sehr gut. In den ersten Jahren sollte er bei Trockenheit dennoch regelmäßig gegossen werden, damit sich sein Wurzelsystem entwickeln kann. Er liebt volle Sonne oder Halbschatten.
→ Als Jungpflanze ist der Judasbaum frostempfindlich, verträgt nach dem Anwachsen jedoch Temperaturen bis etwa -10 °C. Junge Triebe können bei starkem Frost im zeitigen Frühjahr Schaden nehmen. In den ersten Jahren kann ein Schutz mit Wintervlies bei starkem Kälteeinbruch sinnvoll sein.

Stein-Eiche - Quercus ilex
Die winterharte Stein-Eiche (Quercus ilex) liebt Sonne und Trockenheit. Pflegeleicht, immergrün und langlebig, trotzt sie bis -15 °C.
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Judasbaum, Cercis: pflanzen, schneiden und pflegenKork-Eiche – Quercus suber
Traditionell im südlichen Europa, seiner Heimat, kultiviert, gilt die Kork-Eiche – Quercus suber – als genügsam und wächst auch auf ärmsten Böden. Sie ist ein mediterraner, immergrüner Waldbaum, bekannt für ihre dicke, schwammige Rinde: den Kork. Neben der Verringerung des Wasserverlusts ist diese bis zu 25 cm dicke Rinde eine natürliche Anpassung an Waldbrände, denn Kork isoliert hervorragend. Bei Bränden erreicht das Feuer das Splintholz, den lebenden Teil unter der Rinde, nicht. So können neue Zweige rasch nachwachsen.
Dieser äußerst genügsame Baum besticht durch seine malerische Erscheinung: Seine Wuchsform ist gedrungen, mit einem eher kurzen, sehr breiten Stamm und wenigen, weit ausladenden Hauptästen, die eine lockere, breite Krone tragen. In den ersten Jahren wächst er langsam und erreicht ausgewachsen im Durchschnitt 11 bis 12 m in alle Richtungen. Die immergrünen Blätter der Kork-Eiche sind ledrig und am Rand mit dornigen Zähnen besetzt. Sie sind dunkelgrün und auf der Unterseite heller.
Die sehr genügsame Kork-Eiche liebt Sonne und verträgt Trockenheit. Sie meidet schwere, verdichtete, kalkhaltige Böden und benötigt daher sauren Boden.
→ Die Kork-Eiche fürchtet starke Fröste, kann aber kurze Frostperioden bis etwa -15 °C überstehen. Ihre Blätter beginnen sich zu bräunen, sobald die Temperatur unter -5 °C sinkt. Da sie unempfindlich gegen salzhaltige Gischt ist, kann sie an der Küste gepflanzt werden.

Die Pinie – Pinus pinea
Zur Gestaltung großer mediterraner Gärten ist die Pinie – Pinus pinea – die ideale Wahl. Mit ausreichend Platz erreicht dieser prächtige, im Mittelmeerraum heimische Nadelbaum eine Höhe von etwa 20 m und eine Breite von rund 10 m. Unter optimalen Bedingungen – gut durchlässigem, eher nährstoffarmem, kalkhaltigem Boden in voller Sonne – breitet sich der anspruchslose Baum allmählich aus und bildet nach etwa zehn Jahren einen dichten, immergrünen Schirm.
Die immergrünen Blätter sind weiche, wenig stachelige Nadeln von schönem Hellgrün. Die Blüte erfolgt im Frühjahr; männliche und weibliche Zapfen sitzen am selben Baum. Nach der Bestäubung entwickeln sich die weiblichen Zapfen zu großen Kiefernzapfen, deren Schuppen sich nach drei Jahren öffnen und essbare Pinienkerne freigeben. Dieser majestätische Nadelbaum verträgt Meeresluft und Trockenheit sehr gut.
→ Die Pinie ist recht winterhart und windfest. Junge Bäume können jedoch unter starkem Frost leiden, während ältere Exemplare Temperaturen bis -12 °C vertragen. Sie kann daher im Süden und fast bis zur Loire gepflanzt werden.

Der Mandelbaum – Prunus dulcis
Der Mandelbaum – Prunus dulcis wird für seine herrliche Frühlingsblüte und schmackhaften Früchte geschätzt und ist ein stolzer Vertreter der mediterranen Flora. Er stammt vom Kaukasus-Mandelbaum – Prunus fenzliana –, einem in Armenien, der Türkei und im Iran beheimateten Strauch ab. Seit mehreren Jahrtausenden wird er im Mittelmeerraum und in vielen trockenen Regionen kultiviert. Dank seines schnellen Wachstums in den ersten Jahren bildet der Mandelbaum einen kleinen, 8 bis 10 m hohen und 6 bis 8 m breiten Baum mit zunächst schlanker, im Alter zunehmend runder Wuchsform. Sein sommergrünes Laub besteht aus glänzenden, mittelgrünen Blättern mit graugrüner Unterseite.
Die Blüten des Mandelbaums erscheinen vor dem Laub, zwischen dem Ende des Winters (Januar–Februar) und dem Beginn des Frühlings (März). Er gehört damit zu den ersten blühenden Bäumen und kündigt die baldige Rückkehr des Frühlings an. Je nach Individuum sind die Blüten weiß mit rosafarbenem Hauch oder kräftig rosa. Sie sind sehr nektarreich und bieten Bienen und anderen bestäubenden Insekten bei ihren ersten Ausflügen im Frühling wertvolle Nahrung. Während der Wild-Mandelbaum bittere Mandeln hervorbringt, wurden durch zahlreiche Züchtungen Sorten mit süßen Mandeln entwickelt.
Besonders widerstandsfähig und anspruchslos, eignet sich der Mandelbaum auch für schwierige Anbaubedingungen. Er liebt warme Klimate, verträgt Trockenheit und meidet feuchte Böden.
→ Der bis –25 °C winterharte Mandelbaum kann in vielen Regionen Frankreichs gepflanzt werden. Am besten fruchtet er jedoch im Süden, da seine frühe Blüte durch Spätfröste gefährdet ist. Einige spätblühende Sorten können auch nördlich der Loire gepflanzt werden, sofern sie an einem vollsonnigen, vor allem aber vor kalten Winden geschützten Standort wachsen.

Der Feigenbaum – Ficus carica
Typischer Obstbaum des Mittelmeerraums: Der Feigenbaum – Ficus carica – steht für Sonne und Wärme. Aus einem kräftigen, ausläuferbildenden Wurzelsystem entwickelt er sich zu einem kleinen, wüchsigen Baum mit verzweigten Ästen, rundlicher, ausgebreiteter Wuchsform und oft knorrigem Stamm. Ausgewachsen wird er selten höher und breiter als 3 bis 5 m. Der sehr dekorative Feigenbaum schenkt köstliche, süße Feigen in violett oder grün sowie eine üppige Belaubung aus großen, rauen, frischgrünen Blättern, die sich im Herbst gelb färben. Unter den Feigensorten unterscheidet man einmal tragende Sorten mit nur einer Ernte im Herbst und zweimal tragende Sorten, die zweimal jährlich Früchte tragen.
Die zahlreichen Feigensorten gedeihen in jedem Boden, auch in armen, steinigen und trockenen, sogar in felsigen Böden. Sie bevorzugen jedoch tiefgründige, lockere und eher kalkhaltige Böden.
→ Der Feigenbaum ist recht winterhart und treibt bis -12/-15 °C aus dem Wurzelstock wieder aus. Er sollte an einem vor starken Winden geschützten Standort stehen, besonders in kälteren Regionen. Für eine gute Fruchtbildung braucht er einen sonnigen, warmen Standort, vor allem im Sommer während der Fruchtreife.

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