Alten Rosenstrauch entfernen?
Geschwächte Rose ausgraben: Tipps
Inhaltsverzeichnis
Unter guten Bedingungen können Rosen mindestens 15 Jahre leben, doch sie werden mit der Zeit schwach. So entfernen Sie alte Rosen ohne Chemie aus dem Beet.
Alten Rosenstrauch entfernen: Wann?
Die beste Zeit, einen alten Rosenstrauch im Garten zu entfernen, ist Herbst und Winter. Zwischen November und Februar ist der Boden besonders feucht, was das Herausziehen der Wurzeln erleichtert. Bei gefrorenem Boden ist dies natürlich nicht möglich.

Wurzeln eines alten Rosenstrauchs (©Virginie Douce)
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Tragen Sie spezielle Handschuhe, wenn Sie Ihre Rose anfassen (zum Beispiel Gestrüpphandschuhe für Rosen und dornige Pflanzen mit Stulpen). Je nach Größe der zu entfernenden Rose benötigen Sie weitere Schutzkleidung. Wenn Sie eine Kletterrose oder Rambler-Rose ausgraben möchten, tragen Sie geeignete Kleidung, die Arme und Beine bedeckt, sowie eine Schutzbrille. Denken Sie daran, dass Sie sich bei der Gartenarbeit mit Tetanus infizieren können.
Zum Ausgraben der Wurzeln sind verschiedene Werkzeuge hilfreich: Setzholz, Schaufel, Unkrautmesser, Spaten oder Grabegabel, Gartenschere, Astschere oder Axt.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber: Tetanus: Gärtner, verpassen Sie die Auffrischungsimpfung nicht!
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Alte Rose entfernen
Einen Rosenstrauch von Hand auszugraben, erfordert viel Kraft und Aufmerksamkeit, besonders bei scharfem Werkzeug. Die kräftigen, robusten Wurzeln wachsen tief in den Boden, teils bis zu 1 m. Deshalb kann das Ausgraben langwierig und mühsam sein. Gehen Sie so vor:
- Am Vortag sollte der Boden feucht sein. Gießen Sie bei Bedarf reichlich.
- Am Tag selbst können Sie die Triebe Ihres alten Rosenstrauchs zurückschneiden, damit die Zweige nicht stören. Schneiden Sie die Triebe 20–30 Zentimeter über dem Boden zurück.
- Entfernen Sie die Mulchschicht.
- Lockern Sie mit einem Spaten oder einer Grabegabel die Bodenoberfläche (15 cm tief) in einem etwa 50 Zentimeter großen Kreis rund um die Pflanze.
- Schaufeln Sie die oberste Erdschicht weg.
- Graben Sie anschließend Stück für Stück weiter. Arbeiten Sie mit dem Setzholz oder Unkrautstecher entlang der Wurzeln, um das Wurzelsystem nach und nach möglichst tief freizulegen.
- Idealerweise entfernen Sie alle Wurzeln aus dem Boden. Können Sie die Wurzeln nicht vollständig freilegen, schneiden Sie sie so weit wie möglich vom Wurzelballen entfernt ab. Verwenden Sie dazu eine Gartenschere oder Astschere, bei sehr dicken Wurzeln auch eine Axt.

Schneiden Sie zunächst den Rosenstrauch zurück. Bearbeiten Sie dann die Bodenoberfläche mit dem Spaten. Anschließend legen Sie die längsten Wurzeln nach und nach mit einem Setzholz oder Unkrautstecher frei
Entfernen Sie die Erde nach und nach. Es bringt nichts, am Rosenstrauch zu ziehen – das macht Sie nur unnötig müde. Sobald der Rosenstrauch ausgegraben ist, füllen Sie das Loch wieder auf und ergänzen regelmäßig Erde, bis der Boden vollkommen eben ist.
Schneiden Sie das Pflanzenmaterial, insbesondere die Haupttriebe, in kleine Stücke und geben Sie es in einen großen Behälter (Eimer, Mülltonne oder Pflanzcontainer). So lässt es sich leichter abtransportieren. Anschließend können Sie alles an einer anderen Stelle im Garten ablegen, an der kein Rosenstrauch wächst, oder zur Deponie bringen.
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Rosen schneidenKann man stattdessen eine andere Rose pflanzen?
Eine Rose an einem Standort zu pflanzen, an dem zuvor eine andere Rose stand, ist riskant. Denn die Wurzel der Rose gibt im Boden für neue Rosenpflanzen schädliche Stoffe ab. Diese Phytotoxine wirken wie ein Gift und hemmen das Wachstum anderer Pflanzen – auch das einer anderen Rose. Außerdem können sich Pilzkrankheiten an den im Boden verbliebenen Wurzelresten entwickeln und möglicherweise die neuen Rosen befallen. Schließlich ist der Boden nach vielen Jahren ausgelaugt und nährstoffarm. Einige Fachleute halten diesen Standort 5 bis 8 Jahre lang für ungeeignet. Hier finden Sie die verschiedenen Möglichkeiten und unsere Tipps für beste Erfolgschancen:
- Erste Möglichkeit: den Standort mehrere Jahre unter Quarantäne stellen. Füllen Sie das Pflanzloch der alten Rose wieder auf und warten Sie mindestens 5 Jahre, bevor Sie dort erneut eine Rose pflanzen. Setzen Sie neue und junge Rosen vorerst an einen anderen Platz im Garten.
- Zweite Möglichkeit: Sie möchten trotzdem eine Rose an diesem Standort pflanzen. In diesem Fall tauschen Sie den Boden bis mindestens 50 Zentimeter tief und auf 60 Zentimeter Durchmesser rund um das Pflanzloch der alten Rose aus. Lockern Sie den Boden bei Bedarf mit einer Spitzhacke, um die Arbeit zu erleichtern. Verwenden Sie zum Bodenaustausch gute, rückstandsfreie Gartenerde von einer anderen Stelle im Garten oder hochwertige Blumenerde. Reichern Sie den neuen Boden vor dem Pflanzen der neuen Rose mit einem organischen Bodenverbesserer an (gut verrotteter Kompost, Hornmehl). Auch die Zugabe von Mykorrhiza kann hilfreich sein.

Um an diesem Standort eine junge Rose zu pflanzen, muss der Boden unbedingt ausgetauscht werden
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- Bodendecker-Rose,
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