Felsenbirne auswählen
Viele Vorzüge dieses charmanten Strauchs
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Felsenbirne: winterhart, dekorativ und lecker. Weiße Sternblüten, buntes Herbstlaub und süße Beeren – auch für kleine Gärten und Terrassen.
Für einen kleinen Garten
Die Felsenbirne ist eine gute Wahl für kleine Gärten – auch wenn Sie nur einen Baum pflanzen können. Sie bietet zu jeder Jahreszeit viele Vorzüge. Ihr Wachstum ist eher langsam, ihre kompakte, elegante Wuchsform braucht wenig Platz. Die meisten Arten und Sorten werden im Alter 3 bis 6 m hoch und 2 bis 3 m breit. Eine Ausnahme bildet die Kanadische Felsenbirne, die weiterwachsen und schließlich bis zu 10 m hoch und 12 m breit werden kann.
Es gibt auch säulenförmig wachsende Felsenbirnen mit sehr schmaler Wuchsform – ideal für kleine Gärten. Ein Beispiel ist Amelanchier alnifolia ‚Smoky‘, die kleinste Sorte: Sie wird 2,75 m hoch und 2,25 m breit. Amelanchier canadensis ‚Rainbow Pillar‘ erreicht 4 m Höhe bei nur 1,5 m Breite, ebenso Amelanchier alnifolia ‚Obelisk‚, die sogar 5 m hoch werden kann, aber ebenfalls nicht breiter als 1,5 m wird.
Die kleinsten Felsenbirnen und säulenförmige Sorten lassen sich auch im Topf kultivieren, um Terrasse oder Balkon zu verschönern.

Säulenförmige Felsenbirnen: ‚Obelisk‘ und ‚Rainbow Pillar‘
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Felsenbirne: pflanzen, Rückschnitt, kultivierenFür eine Hecke
Die zuvor genannten säulenförmigen Sorten eignen sich für freie, naturnahe oder fruchttragende Hecken, ebenso wie die Ährige Felsenbirne. Für eine Obsthecke kombinieren Sie sie etwa mit Beerensträuchern wie Johannisbeere, Schwarze Johannisbeere, Himbeere und Schwarzem Holunder. In einer naturnahen Hecke passen Zierquitte, Zierapfel, Weißdorn, Prunus, Pfeifenstrauch, Exochorda und immergrüne Sträucher wie Duftblüte.

Die Ährige Felsenbirne eignet sich gut für Hecken
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Für die frühe Blüte
Die Felsenbirne zählt zu den ersten Sträuchern, die im Frühling blühen. Noch vor dem Blattaustrieb erscheinen zahlreiche Blüten an den kahlen Zweigen. In zarten weißen Sterntrauben öffnen sie sich ab April, verblühen jedoch rasch. Die reinweißen Blüten mit fünf Blütenblättern und gelben Staubblättern haben einen Durchmesser von 2 cm. Sie stehen in üppigen, 3 bis 15 cm langen, hängenden Trauben an mehr oder weniger gebogenen Zweigen. Sie sind bienenfreundlich, manche Sorten verströmen einen zarten Vanilleduft. Die blühenden Zweige, geschnitten, sobald sich die Blütenknospen gerade zu öffnen beginnen, ergeben haltbare, hübsche Vasensträuße. Die Amelanchier spicata blüht etwas anders: Ihre weißen Blüten stehen in aufrechten Ähren. Amelanchier grandiflora bildet die größten Blüten, die in der Knospe manchmal rosa getönt sind.

Die reinweißen Blüten der Felsenbirne
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Eine außergewöhnliche Obsthecke pflanzen!Für die Fruchtqualität
Zu Beginn des Sommers übernehmen die Früchte der Felsenbirne die Hauptrolle. In Kanada und Osteuropa werden Felsenbirnen gegessen, bei uns sind sie wenig bekannt – zu Unrecht! Die hübschen kleinen, runden Früchte sind etwa so groß wie eine dicke Erbse (rund 1 cm Durchmesser, manchmal größer), schmecken süß und erinnern je nach Sorte an Himbeeren oder Trauben. Bei der Kanadischen Felsenbirne und bei Amelanchier lamarckii werden sie als fein säuerlich beschrieben, mit Noten von Apfel, Heidelbeere und Kirsche. Die Früchte ertragreicher Sorten mit großen Früchten aus der Art Amelanchier alnifolia zeichnen sich durch andere Geschmacksnoten aus. ‚Thiessen‘ trägt beispielsweise fein säuerliche Früchte, während die Früchte von ‚Smoky‘ milder schmecken.
Diese kleinen, süßen, fleischigen Beeren sind zunächst rot und färben sich bei Reife dunkelviolett oder blauschwarz. Ihr helleres, saftiges Fruchtfleisch enthält zahlreiche kleine Samen. Geerntet werden sie im Sommer, sobald sie tiefschwarz sind und bevor sie abfallen, meist von Juli bis August über einen Zeitraum von etwa 20 Tagen. Die Felsenbirne ist ein hervorragender Vogelnährbaum: Die Beeren sind bei Vögeln sehr beliebt. Ernten Sie daher nach Eintritt der Reife zügig, damit Sie selbst noch etwas abbekommen.
Die Beeren schmecken roh oder gekocht, als Marmelade oder Tarte sowie als Kompott oder Sauce zu Fleisch, ähnlich wie Cranberrys. Auch getrocknet sind sie köstlich und sie lassen sich einfrieren. Sie sind sehr nährstoffreich und enthalten viel Vitamin A und C, Antioxidantien und Beta-Karotin sowie Mineralstoffe wie Mangan, Magnesium und Eisen, außerdem Kalzium und Kalium.

Früchte der Felsenbirne: Amelanchier laevis ‚Ballerina‘, Amelanchier lamarckii, ‚Amelanchier alnifolia Smoky‘ und ‚Saskatoon Berry‘
Für die schöne Herbstfärbung
Das sommergrüne Laub der Felsenbirne ist ein weiterer ihrer Vorzüge. Die ovalen bis schmalen, fein gezähnten Blätter werden 2 bis 8 cm lang und sind bei einigen Arten im Frühjahr auf der Unterseite mit einem weißen Flaum bedeckt. Dieses prächtige Laub zeigt sich vom Frühjahr bis zum Herbst: Beim Austrieb ist es zunächst bronzerosa, später gelbgrün oder mittelgrün. Im Herbst, sobald die ersten Fröste einsetzen, färben sich die Blätter zimtorange, kupferrot oder intensiv purpurfarben.
Bei Amelanchier canadensis ‚October Flame‘ leuchtet das Herbstlaub beispielsweise in einem hellen, kräftigen Orange-Rot. Amelanchier alnifolia ‚Obelisk‘ zeigt sich im Herbst in goldgelber Farbe.

Die prächtigen Herbstfarben der Felsenbirne
Einfacher Anbau
Felsenbirne: winterhart, für frischen, gut drainierten Boden und Sonne, nicht prall. Saure bis leicht kalkhaltige Böden; die Kanadische Felsenbirne auch kalk- und steinige Böden.
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