Garbe im Topf kultivieren: Tipps
Monatelange Blütenpracht auf Balkon oder Terrasse
Inhaltsverzeichnis
Die Schafgarbe im Trend! Für naturnahe Gärten und ohne Bewässerung: hitzetolerant, auch im Topf auf Terrasse oder Balkon. 5 Tipps!
Welche Garben eignen sich für den Topf?
Einige Garben wie Achillea filipendulina sind sehr hohe Stauden, die man dem Ziergarten vorbehält.
Für eine blühende Topfbepflanzung wählen Sie mittelgroße (30 bis 60 cm) oder niedrige Arten, wenn Sie nur einen kleinen Balkon oder eine Fensterbank haben. Für einen Topf sucht man meist eine Garbe mit leuchtenden Farben aus. Doch auch hellere Sorten sind bezaubernd und verbinden die verschiedenen Blüten harmonisch miteinander. Die Pflanzung im Topf wirkt dem unschönen Nachteil dieser hübschen Staude entgegen, die sich oft viel weiter ausbreitet als gewünscht. Da sie schnell wächst, entsteht rasch ein attraktiver Anblick!
Zu den schönen klein- bis mittelgroßen Garben gehören:
- Achillea millefolium ‚New Vintage Violet‘ mit leuchtenden Blüten zwischen Magenta und Violett (35 cm hoch).
- Die Taygetea-Garbe (auch Ägyptische Garbe genannt) mit ihren wunderschönen zart zitronengelben Blüten und silbrig graugrünem Laub eignet sich dank ihrer geringen Größe ideal für Stadtbalkone (50 cm hoch).
- Die Schafgarbe ‚Cerise Queen‘ ist höher (60 cm), bildet schöne Horste und zeigt ein verführerisches, kräftiges Rosa mit cremeweißem Blütenzentrum über dunkelgrünem Laub. Sie passt sehr schön zu Zwergrosen in helleren Rosatönen.
- Die Garbe ‚Bouton d’Argent‘ (Achillea ptarmica) mit kleinen, cremeweißen gefüllten Blüten (60 cm hoch) lockt Bienen und Schmetterlinge an. Diese bezaubernde weiß blühende Garbe unterscheidet sich von Arten mit flachen Blütenschirmen. Ihre Blüten erscheinen als reinweiße Pompons, je nach Kultivar einfach oder gefüllt. Alle bleiben mittelgroß und bilden einen 50 bis 60 cm hohen Horst.
- ‚Salmon Beauty‘ verströmt mit ihren lachsrosafarbenen Blütenschirmen ebenfalls den Zauber wilder Wiesen – auf der Terrasse! Sie bildet einen rundum 60 cm großen Horst.
Alle diese Garben eignen sich für Terrasse oder Balkon.
Die niedrigsten Garben
Für eine Fensterbank wählen Sie unter den kleinsten Sorten am besten die weiß blühende Achillea ptarmica ‚La Perle‘ mit Pompons, die an weiße Nelken erinnern, oder die gelbe Garbe ‚Little Moonshine‘ mit leuchtend gelben Blüten über graugrünem Laub (25 cm hoch).

Achillea millefolium ‚Cerise Queen‘, Achillea ptarmica und Achillea ‚Little Moonshine‘
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Für diese ausladende Pflanze: großer Topf (mind. 30 cm Durchmesser, 40 cm tief), Drainagelöcher und Ton statt Plastik. Kein Untersetzer!
Garbe im Topf: der richtige Standort?
Der Standort ist für diese wärmeliebende Staude entscheidend. Als genügsame Pflanze gedeiht die Garbe im Topf problemlos auf einem süd- oder westseitigen Balkon oder einer Terrasse. Sie braucht mindestens sechs Sonnenstunden täglich. In voller Sonne fühlt sie sich auch im Topf wohl. Im Süden ist jedoch ein West- oder sogar Oststandort besser, da sie dort Halbschatten bevorzugt.
Bei einer Hitzewelle stellen Sie den Topf in den Halbschatten, damit das Substrat nicht zu schnell austrocknet. Topfpflanzen reagieren empfindlicher auf Hitze.
Die Garbe schafft ländliches Flair. Kombinieren Sie sie mit weiteren sonnenliebenden Pflanzen in Töpfen, etwa Purpur-Leinkraut im Topf, Schmuckkörbchen im Topf, Goldlack im Topf, Federborstengras im Topf oder ein Wandelröschen im Topf in warmen Farbtönen sowie Zwerg-Argentinisches Eisenkraut: Diese Stauden begleiten sie monatelang!
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Garbe auswählen?Garbe im Topf pflanzen: wann, wie, welches Substrat?
Pflanzen Sie Ihre Jungpflanze im Frühjahr zwischen März und Mai.
- Bereiten Sie Ihr Pflanzsubstrat vor. Es darf nicht zu nährstoffreich sein, da die Pflanze sonst zu stark in die Höhe wächst und umkippen kann: Mischen Sie zu gleichen Teilen hochwertige Blumenerde, groben Sand oder Perlite und gegebenenfalls Gartenerde.
- Wählen Sie einen 30 bis 50 cm breiten Topf oder einen Topf, der zwei- bis dreimal so groß wie der Wurzelballen ist.
- Wässern Sie den Wurzelballen 10 Minuten lang in einem Wasserbecken, damit er sich gut vollsaugt.
- Geben Sie eine Schicht Blähton, Tonscherben oder kleine Kiesel auf den Topfboden. So gewährleisten Sie die für die Garbe unerlässliche Drainage.
- Füllen Sie den Topf zu zwei Dritteln mit dem Substratgemisch.
- Nehmen Sie die Pflanze aus ihrem Anzuchttopf, setzen Sie sie mittig in den Topf und füllen Sie ihn mit der restlichen Blumenerde auf.
- Drücken Sie die Erde am Hals der Garbe leicht an.
- Gießen Sie reichlich.
- Geben Sie eine Schicht Mulch oder einige Blähtonkugeln darauf.
→ Lesen Sie auch unser umfassendes Dossier: Garbe: pflanzen, kultivieren und pflegen.
Achillea im Topf pflegen
Hier ist eine pflegeleichte Staude für Balkon und Terrasse, die nur wenig Pflege benötigt:
Gießen
Auch wenn man nicht behaupten kann, dass man sie völlig vergessen darf, ist sie selbst im Topf eine äußerst anspruchslose Staude. Im Freiland kommt die Garbe problemlos mit Trockenheit zurecht. Im Topf muss sie jedoch trotzdem gegossen werden.
Warten Sie bei einer Topfkultur nicht, bis Ihre Garbe Durst bekommt – sie zeigt dies durch Welke ihrer Blätter an –, sondern gießen Sie sie, sobald das Substrat beginnt auszutrocknen. Stecken Sie dazu einen Finger in die Erde. Je nachdem, ob die Pflanze im Süden oder Westen steht, variiert die Häufigkeit. Wenn Sie verreisen, übersteht die Garbe zwei bis drei Wochen ohne Bewässerung. Stellen Sie sie während dieser Zeit jedoch an einen halbschattigen Platz, entweder geschützt unter einem im Topf kultivierten Strauch oder hinter einer höheren Staude.
Rückschnitt
Noch mehr als im Garten sollten Sie verblühte Blüten abschneiden, damit Ihre Topfpflanze gepflegt aussieht – besonders bei Sorten mit weißen, zum Verbräunen neigenden Blüten. Das Abschneiden der Blüten nach der Blüte ermöglicht es der Pflanze auch im Topf, einige Wochen später, meist im September, erneut zu blühen.
Umtopfen
Topfen Sie Ihre Garbe alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr um, besonders bei Hybriden, sobald die Pflanze aus der Dormanz erwacht. So erneuern Sie das Substrat und schaffen mehr Platz für die gut entwickelten Wurzeln.
→ Lesen Sie auch: Wie teilt man eine Garbe?
Krankheiten und Schädlinge
Die Garbe ist insgesamt krankheitsresistent und kaum anfällig für Schädlinge; besondere Feinde sind nicht bekannt. Auch den Winter übersteht sie problemlos, da sie winterhart ist und selbst im Topf nicht leidet, sondern jedes Jahr zuverlässig wieder austreibt. Wenn Sie sie jedoch im Gebirge oder in einer Region mit wiederholtem und länger anhaltendem Frost kultivieren, schützen Sie sie mit einer schützenden Mulchschicht oder einem Juteschutz.

Garbe ‚Pretty Belinda‘
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