Gemüse-Pickles selber machen
Welche Zutaten und Methoden? Unsere besten Tipps!
Inhaltsverzeichnis
Sauer und bunt: Gemüse-Pickles bringen Farbe auf den Aperitif-Tisch. Eingelegte Möhren, Radieschen und Rüben verlängern die Haltbarkeit. Rezepttipps.
Gemüse-Pickles: Woher stammen sie?
Karotten-Pickles sind gerade erst bei Ihren geselligen Aperitifs angekommen, und Sie glauben, es handle sich um einen neuen Trend? Dabei ist diese Art der Gemüsekonservierung uralt …
Indien: Ursprung der ersten Gemüse-Pickles
In Indien begann man, Gemüse-Pickles zuzubereiten – in einer äußerst scharfen Variante. Die sogenannten „Achards“ werden dort seit Jahrzehnten verwendet, um typische Gerichte des Landes zu verfeinern, die stets auf Curry basieren.
Ganz konkret entdeckten die Inder, dass sich Obst und Gemüse mithilfe von Essig länger haltbar machen lassen. Später fügten sie weitere Gewürze wie Kreuzkümmel hinzu, um die „Pickles“ noch schärfer zu machen!
Das Rezept gelangte bald in die Hände der Engländer, die es leicht abwandelten, um es an den Geschmack der Europäer anzupassen. So entstanden die Pickles, wie wir sie heute kennen: Aus Karotten, Tomaten, Zwiebeln und Gemüse aller Art verleihen sie Gerichten eine knackige Note und sorgen für ein abwechslungsreiches Mundgefühl.
Pickles – auch in Sterneküche-Rezepten
Karotten- oder Brokkoli-Pickles verleihen einem Sandwich Biss, ohne dass man unbedingt die legendären Einlegegurken verwenden muss – eine gute Möglichkeit, den Speiseplan abwechslungsreicher zu gestalten. Auf Aperitif-Tafeln setzten sie sich schnell durch, nicht zuletzt, weil sie mit den meisten Ernährungsformen vereinbar sind (vegetarisch, vegan usw.).

Pickles sind jedoch keineswegs nur ein Mittel, mit dem die breite Bevölkerung mehr Gemüse und Vitamine in ihre tägliche Ernährung integrieren kann. Entgegen allen Erwartungen verwendeten Sterneköche das knackige Gemüse in zahlreichen ihrer Rezepte. Viele schätzen es, mit Texturen und Farben zu spielen – kein Wunder, dass Pickles in der Gastronomie einen festen Platz haben!
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Welche Zutaten brauchen Sie für gelungene Möhren-Pickles? Welche Techniken gibt es? Wie lassen sie sich aromatisieren? Das Rezept ist einfach und die Pickles sind lange haltbar – bereiten Sie ruhig größere Mengen zu.
Gute Zutaten wählen: Gemüse, Wasser, Salz und Essig
Verwenden Sie möglichst hochwertiges Bio-Gemüse, idealerweise aus dem eigenen Garten, für Ihre selbst gemachten Pickles. So erhalten Sie den vollen Geschmack eines guten Produkts, dessen Herstellung Sie selbst kontrolliert haben – ohne unerwünschte und möglicherweise gesundheitsschädliche Chemikalien.
Beim Salz sollten Sie ausschließlich grobes Salz ohne Zusätze verwenden, damit später kein unangenehmer Geschmack entsteht. Bevorzugen Sie auch hier möglichst naturbelassene Produkte. Weißweinessig ist völlig ausreichend, Sie können ihn aber auch durch Apfel-, Reis- oder Balsamicoessig ersetzen. Probieren Sie ruhig mehrere Sorten aus, um Ihren Favoriten zu finden. Leitungswasser eignet sich, wenn es nicht zu viel Chlor enthält. Andernfalls kochen Sie es ab und lassen es in einer verschlossenen Karaffe abkühlen, bevor Sie Mineralwasser kaufen und zusätzlichen Verpackungsmüll verursachen!

Einfaches und schnelles Rezept für selbst gemachte Pickles
Für selbst gemachte Gemüse-Pickles 300 ml Wasser, 200 ml Essig, 2 Esslöffel grobes Salz und 100 g Zucker in einen Topf geben und aufkochen. Inzwischen das Gemüse je nach gewünschter Form in Scheiben oder Stücke schneiden.
Das gesamte Gemüse ins Glas geben und mit der noch kochend heißen Marinade bedecken. Das Glas luftdicht verschließen und bei Raumtemperatur fermentieren lassen. Mit dieser Methode hält sich das Gemüse etwa drei Wochen. Wenn Sie Ihre Pickles noch länger genießen möchten, wählen Sie die Milchsäuregärung.
Pickles mit Milchsäuregärung ein Jahr haltbar machen
Wenn Sie ein Rezept für Milchsäuregärung befolgen und die Gläser luftdicht verschließen, können Sie Ihre Gemüse-Pickles ein Jahr lang aufbewahren. Dafür müssen Sie unbedingt Gläser mit einem geeigneten Gummiring verwenden. Wie beim Grundrezept kochen Sie dieselbe Marinade auf und schneiden das Gemüse. Sobald die Gläser gefüllt sind, verschließen Sie sie und lassen sie 5 Tage bei Raumtemperatur fermentieren.
Die Mischung wird leicht milchig – ein Zeichen dafür, dass die Milchsäuregärung eingesetzt hat. Nach etwa zwei Wochen findet eine zweite Gärung statt und die Mischung nimmt wieder ihr ursprüngliches Aussehen an. Lassen Sie die Pickles etwa 5 bis 6 Wochen durchziehen, bevor sie verzehrfertig sind. Anschließend können Sie sie ein Jahr lang aufbewahren. Nach dem Öffnen gehört das Glas jedoch in den Kühlschrank und sollte innerhalb weniger Tage aufgebraucht werden.
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