Gemüsegarten: Welches Gemüse zuerst gießen?
Welches Gemüse bei Trockenheit anbauen?
Inhaltsverzeichnis
Heiße Sommer und Dürre machen Wassersparen nötig. Doch Gemüse im Garten braucht Wasser: Gießen Sie gezielt und bevorzugen Sie besonders durstige Sorten.
Gemüse, das nicht im Freiland wächst
Aus verschiedenen Gründen bauen manche Gärtner ihr Gemüse „ohne Boden“ an, genauer gesagt in Töpfen, Pflanzkästen oder Balkonkästen, in Pflanzsäcken oder sogar in Quadratbeeten, die auf dem Boden oder auf Beinen stehen – auf einem Balkon oder einer Terrasse. In diesen Behältern sind Gemüse einem starken Stress ausgesetzt, und der Anbau auf diese Weise ist bereits an sich eine Herausforderung.
Denn in einem Behälter ist die Entwicklung des Wurzelsystems durch die verfügbare Fläche und Bodenmenge begrenzt. Im Freiland können manche Gemüse bis zu einem Meter tief nach Wasser und Nährstoffen suchen. Im Topf hat dieselbe Gemüsepflanze die ihr zur Verfügung stehende Fläche dagegen schnell vollständig durchwurzelt.

Alle ohne Boden angebauten Gemüse müssen daher vorrangig gegossen werden, bei großer Hitze sogar täglich.
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Um Gemüse vor Frösten, Starkregen und Pilzkrankheiten wie Mehltau zu schützen oder den Ertrag zu steigern, können Sie Ihr Gemüse im Gewächshaus anbauen.
Im Gewächshaus können die Temperaturen im Hochsommer trotz guter Lüftung sehr schnell ansteigen. Außerdem steht dem Gemüse dort kein Regenwasser zur Verfügung. Daher muss sorgfältig gegossen und die Luftfeuchtigkeit reguliert werden, um Krankheiten vorzubeugen.

Deshalb muss auch Gemüse im Gewächshaus bevorzugt gegossen werden. Am besten eignet sich die Gießkanne: mit Brause für die Aussaat, ohne Brause für Tomaten, Auberginen, Gurken und anderes Sommergemüse, damit die Blätter trocken bleiben. Auch eine Tropfbewässerung ist im Gewächshaus sinnvoll.
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Wasserliebendes Fruchtgemüse
Zu den Gemüsearten, die im Gemüsegarten vorrangig gegossen werden sollten, zählen Fruchtgemüse wie Tomaten, Auberginen, Gurken und Zucchini, Melonen, Paprika und Chilis sowie Wassermelonen. Dafür gibt es mehrere Gründe:
- Diese Gemüse benötigen große Wassermengen, um ihre Früchte zur Reife zu bringen (beispielsweise mehr als Blattgemüse).
- Die Früchte dieser Gemüsepflanzen sind besonders wasserreich und haben daher einen höheren Wasserbedarf als andere Gemüsearten.
- Diese Gemüsepflanzen können durch Wassermangel oder unregelmäßiges Gießen Krankheiten entwickeln. Dazu gehört vor allem die Blütenendfäule, auch Schwarzfäule genannt, die hauptsächlich Tomaten und Paprika befällt. Wasser sorgt dafür, dass das im Boden vorhandene Kalzium bis zu den Früchten gelangt. Bei unzureichender Wasserversorgung fehlt dem Fruchtgemüse Kalzium und es entwickelt sich diese Krankheit, die vor allem die ersten Früchte an den Pflanzen betrifft. Bei regelmäßigem Gießen (außerdem Mulchen und das Ausbringen organischer Substanz, die die Wasserspeicherung verbessert) verschwindet das Problem.

Von Blütenendfäule betroffene Tomaten
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Radieschen und Rüben brauchen feuchten Boden. Trockenheit macht sie scharf und hohl. Bei Hitze täglich mit der Brause gießen: Nasses Laub hält Erdflöhe fern.
Großblättriges Gemüse und Hülsenfrüchte
Zu den Blattgemüsen zählen Salat, Kohl, Mangold, Schnittsellerie … Diese Gemüse verlieren durch Evapotranspiration besonders viel Wasser. Je wärmer es ist, desto weiter öffnen sie ihre Poren, um Wasser abzugeben. Daher leiden sie sehr schnell unter Wassermangel und werden bei Trockenheit besonders anfällig. Salat schießt dann schnell in die Blüte, um sein Überleben zu sichern, während Kohl sein Wachstum einstellt und seine Blätter gelb und weich werden.

Auch im Sommer sollten diese Blattgemüse daher bevorzugt gegossen werden.
Auch Bohnen brauchen während der Schotenbildung Wasser. Ohne Wasser kümmern die Pflanzen, und die Schoten entwickeln sich nicht weiter oder werden faserig, ohne dicker zu werden. Auch Erbsen wachsen bei Wassermangel langsamer. Da sie den Garten jedoch meist in einer weniger trockenen Jahreszeit bereichern, ist das Problem geringer.
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