Immergrüne und halbimmergrüne Hortensien

Immergrüne und halbimmergrüne Hortensien

Dekorative Hortensien für Schatten – ganzjährig

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 18. Januar 2026  durch Gwenaëlle 5 min.

Hortensien blühen lang und bringen Rosa-, Blau- und Weißtöne in den Schatten. Einige sind immergrün oder halbimmergrün. Entdecken Sie Hortensien für Sonne und Schatten.

Schwierigkeit

Hydrangea seemanii

Die häufigste Art ist die aus Mexiko stammende Kletterhortensie Hydrangea seemanii. Ähnlich wie Hydrangea petiolaris ist sie immergrün, wächst aber aufrechter und hat längere Blätter. Sie begrünt unschöne Mauern oder tote Bäume, an denen sie mit Haftwurzeln klettert. Ausgewachsen wird sie 3–5 m hoch und bis zu 4 m breit. Ihr glänzendes, dunkelgrünes, lanzettliches und ledriges Laub bleibt im Winter erhalten.

Besonders auffällig sind die großen Blütenknospen, die an Päonien erinnern, bevor sie sich im Juli und August zu flachen, weißen Dolden öffnen, die aus sterilen Blüten mit vier ovalen Kelchblättern bestehen.

Verwechseln Sie diese Hortensien bei der Pflanzung nicht mit Pflanzen für Moorbeeterde. Auch immergrüne Hortensien gedeihen in neutraler, guter Gartenerde, sofern sie ausreichend frisch, besonders im Sommer, und humusreich ist. Reichern Sie den Boden beispielsweise mit Kompost oder geliebter Lauberde an!

immergrüne Hortensie

© Leonora Enking-Flickr

Kletter-Hortensie (anomala petiolaris) 'Semiola'

Auch unter dem Namen Hydrangea x Semiola R ‚Inovalaur‘ cov bekannt, ist diese Kletter-Hortensie je nach Region immergrün oder halbimmergrün. Sie entstand durch die Hybridisierung von Hydrangea anomala subsp. petiolaris und Hydrangea seemanii. Von beiden Eltern hat sie im Frühjahr junge, rote bis kupferfarbene Triebe sowie ein hübsches, leicht gezähntes Laub geerbt. Im Frühjahr ist sie spektakulär und blüht tatsächlich etwas früher als ihr großer Verwandter Hydrangea anomala petiolaris, zwischen Mai und Juni, bei kühlem Sommer manchmal bis in den Juli. Sie ist mit weißen, sterilen und fertilen Blüten bedeckt.
Wie die Seemanii-Kletter-Hortensie und die anderen Hortensien dieser Auswahl wird diese weiße Tellerhortensie im Schatten oder Halbschatten gepflanzt.
Sie erreicht 3 bis 6 m Höhe und wächst sehr kräftig. Auch sie eignet sich hervorragend, um eine unschöne, zu kaschierende Betonsteinmauer zu begrünen, wenn diese nach Norden, Nordosten oder Osten ausgerichtet ist.
Bemerkenswert ist ihre gute Frosthärte: Sie ist winterhärter als Hydrangea seemanii.

Pileostegia viburnoides

Obwohl die Pileostegie streng genommen nicht zu den Hortensien gehört, zählt sie zur großen Familie der Hortensiengewächse und ähnelt ihnen ein wenig. Sie wird auch Falscher Schneeball oder Pilostegia fausse viorne genannt. Diese große, kräftig wachsende Kletterpflanze stammt aus Indien und wurde 1908 in Europa eingeführt. Sie wird 3 bis 5 m hoch und erreicht eine geringere Breite von 3 m.

Ihr immergrünes, dunkelgrünes und glänzendes Laub unterscheidet sich von dem der Hortensien: Es ist länglicher, spitzer und deutlich dicker, teilweise sogar lederartig. Die jungen Triebe treiben rosafarben aus. Die creमेweiße, duftlose, aber bienenfreundliche Blüte erscheint in Form luftiger Rispen deutlich später als bei Kletterhortensien, zwischen August und September, teils bis Oktober. Auch sie haftet mithilfe ihrer Adventivwurzeln (Luftwurzeln) an der bereitgestellten Rankhilfe.

Pileostegia viburnoides ist bis -18 °C winterhart und findet daher in vielen Gärten ihren Platz.

Wichtig zu wissen: Sie wächst langsam und blüht erst nach einigen Jahren reichlich – haben Sie also Geduld!

Für die Pflanzung benötigt diese immergrüne Kletterpflanze einen humusreichen, neutralen bis leicht sauren Boden. Die Pflege beschränkt sich wie bei Hydrangea petiolaris auf einen Rückschnitt im Spätwinter, etwa im März.

immergrüne Kletterhortensie

Pilostegia viburnoides: Laub im Juni und Blüte im September (© Leonora Enking-Flickr)

die Hydrangea integerrima

Hydrangea serratifolia aus Chile: immergrüne Kletterpflanze mit elliptischem Laub und weißen Juni-Juli-Blüten. 6 m hoch, für neutralen Boden und Schatten.

Hortensien: halbimmergrüne Klassiker und Hybriden

Eine neue Züchtung aus Angers ist die Hortensie ‚Renaissance‘, eine Kreuzung aus Hydrangea macrophylla und Hydrangea scandens mit großen, flachen, gezackten Blüten in Rosa oder Hellblau – je nach pH-Wert des Bodens – sowie weißen Blüten. Ihr Laub ist je nach Klima halbimmergrün bis immergrün. In einem Topf kultiviert und im Winter ins Gewächshaus gestellt oder in mildem Klima behält sie ihre Blätter. Dieser kompakte Kultivar blüht sehr lange (mindestens 6 Monate von April bis Oktober) und eignet sich ideal für die Topfkultur.

Auch Hydrangea anomala petiolaris ‚Winter Surprise‘ aus dem Himalaya ist für sein kleines, dekoratives Laub bekannt. Es ist über der weißen Blüte im Juli halbimmergrün bis immergrün und färbt sich mitten im Winter von Karmesinrot bis Purpur. Die Pflanze wird im Schatten oder Halbschatten kultiviert und bleibt mit einer Wuchshöhe von bis zu 1,50 m auch ausgewachsen kompakt.

In besonders milden Wintern, wie in diesem Jahr, behalten manche Hydrangea quercifolia (Eichenblättrige Hortensie) im Herbst ihr gesamtes Laub. Oft leuchtet es dann in prächtigen Orange-, Bronze-, Purpur- oder Rosttönen, solange keine starken Fröste drohen. Regionen mit mildem Klima sind daher für diese Hortensien besonders geeignet, da sie sich dort halbimmergrün verhalten. Dies gilt beispielsweise für Hydrangea quercifola ‚Alice‘, die im Halbschatten oder in milder Sonne kultiviert wird.

→ Lesen Sie dazu unseren Artikel Hortensien mit Herbstfärbung.

Hortensie mit Blättern im Winter

Hydrangea quercifolia ‚Alice‘ (©Michele Dorsey Walfred) im Sommer und die Blüte der Hortensie ‚Renaissance‘.

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Hydrangea seemanii