Krankheiten und Schädlinge des Safrankrokus

Krankheiten und Schädlinge des Safrankrokus

Erkennen und vorbeugen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 20. Januar 2026  durch Leïla 6 min.

Der Crocus sativus kann von Krankheiten, Parasiten und Schädlingen befallen werden. Sie gefährden Ernten. Symptome erkennen und Pflanzen schützen.

Schwierigkeit

Pilzkrankheiten beim Safrankrokus

Die beiden Hauptkrankheiten, die Safran befallen können, sind die Fusariose und die sehr ansteckende violette Wurzelfäule. Wir haben einige weitere, weniger häufige Krankheiten zusammengestellt.

Fusariose

Die Fusariose, verursacht durch den Pilz Fusarium oxysporum, ist eine Krankheit, die Safrankulturen befällt. Dieser Pilz dringt in die Knollen (Zwiebeln) ein und infiziert das Wurzelsystem, wodurch die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen beeinträchtigt wird. Dieser bodenbürtige Pilz kommt häufig im Boden vor, wird unter günstigen Bedingungen wie übermäßiger Feuchtigkeit, unzureichender Drainage oder langjähriger Monokultur jedoch besonders aggressiv. Die Fusariose kann nicht nur den Ertrag deutlich mindern, sondern unbehandelt auch zum Absterben der Pflanzen führen.

Fusarium oxysporum ist ein äußerst widerstandsfähiger Pilz, der in Form ruhender Sporen viele Jahre im Boden überleben kann. Er wird hauptsächlich durch den Boden, verunreinigte Werkzeuge oder infizierte Zwiebeln übertragen. Wenn er mit den Safranknollen in Kontakt kommt, breitet er sich im Gefäßgewebe aus und verstopft die Leitungsbahnen der Pflanze. Diese Verstopfung verursacht sichtbare Symptome wie Welke und eine Gelbfärbung der Blätter. Der Pilz kann sich auch über Bewässerungswasser ausbreiten, was seine Eindämmung nach dem Befall eines Beets zusätzlich erschwert.

Die ersten Symptome der Fusariose bleiben oft unbemerkt, da sie zunächst an den unterirdischen Wurzeln und Knollen auftreten. Nach und nach zeigen sich sichtbare Anzeichen im oberirdischen Pflanzenteil: eine zunehmende Gelbfärbung der Blätter, Nekrosen an den Zwiebeln sowie eine allgemeine Welke der Pflanze und ein verzögertes Wachstum.

Die Entwicklung der Fusariose wird durch schlecht drainierte Böden und übermäßige Feuchtigkeit begünstigt.

Zur Vorbeugung dieser Krankheit empfiehlt sich ein Fruchtwechsel (Safran mehrere Jahre nicht am selben Standort pflanzen), eine gute Drainage des Bodens sowie die Desinfektion der Gartengeräte.

Fusariose an Erdbeerpflanze

Von Fusariose befallene Erdbeerblätter

Violette Wurzelfäule

Die violette Wurzelfäule, verursacht durch den Pilz Rhizoctonia crocorum, ist eine weitere bedeutende Safrankrankheit, die schleichend die Knollen befällt (Zwiebeln). Sie zeigt sich durch eine dunkelviolette Fäule, die nach und nach die Zwiebel durchdringt und zu weit fortgeschrittener Zersetzung führt.

Sichtbare Symptome sind welke Blätter, ein verlangsamtes Wachstum und violette Flecken auf den Knollen. Die violette Wurzelfäule entwickelt sich vor allem in zu feuchten, schlecht drainierten Böden.

Auch hier beruht die Vorbeugung auf der Verwendung gesunder Zwiebeln, einer guten Bodendrainage sowie dem Fruchtwechsel. Eine sorgfältige Kontrolle der Knollen vor dem Pflanzen ist entscheidend, um das Einschleppen des Pilzes in das Beet zu verhindern.

 

Sind trotz aller Vorbeugungsmaßnahmen Zwiebeln von Fusariose oder violetter Wurzelfäule befallen, müssen sie vernichtet werden.

Grauschimmel

Grauschimmel, verursacht durch den Pilz Botrytis cinerea, befällt vor allem die oberirdischen Teile des Safrans, insbesondere Blätter und Blüten. Die Krankheit tritt meist bei zu feuchten Bedingungen auf, vor allem durch übermäßiges Gießen oder eine schlechte Luftzirkulation um die Pflanzen.

Die Symptome zeigen sich zunächst durch braune und schwarze Flecken auf Blättern und Blüten, gefolgt von einer raschen Welke. In fortgeschrittenen Fällen kann ein grauer Schimmel die befallenen Pflanzenteile überziehen.

Zur Vorbeugung ist eine gute Steuerung der Bewässerung wichtig, damit die Zwiebeln nicht zu nass stehen. Der Einsatz natürlicher Fungizide wie Schachtelhalmextrakte oder Kupfer kann helfen, das Risiko zu senken.

Rost

Rost ist eine Pilzkrankheit, die von mehreren Pilzarten verursacht wird und hauptsächlich die Blätter des Safrans befällt. Sie zeigt sich durch kleine orangefarbene bis rötliche Pusteln auf den Blättern, die schließlich nekrotisch werden. Dadurch wird die Pflanze geschwächt und die Photosynthese verringert. Dies führt zu einem geringeren Wachstum und einer schwächeren Blüte.

Rost breitet sich meist bei feuchtem Wetter aus, aber auch bei zu dichtem Pflanzenbestand.

Um sein Auftreten zu begrenzen, sollte auf eine gute Luftzirkulation geachtet werden. Fungizide auf Kupferbasis können zur Bekämpfung eingesetzt werden. Für die Vorbeugung bleiben jedoch gute Anbaupraktiken wie Fruchtwechsel und das Entfernen infizierter Pflanzen entscheidend. 

Rostflecken auf einem Blatt

Rostsymptome auf einem Rosenblatt

Nagetiere und Parasiten des Safrankrokus

Nager und Maulwürfe

Nager wie Kaninchen, Wühlmäuse und Feldmäuse sowie Maulwürfe stellen eine Gefahr für Safranknollen dar. Diese Tiere graben auf der Suche nach Nahrung im Boden und können die Knollen erheblich beschädigen oder sogar einen großen Teil der Ernte innerhalb einer Saison vernichten.

Ausgegrabene, angenagte oder verschobene Knollen sind deutliche Anzeichen für Nageraktivität. Die Pflanzen können auch plötzlich welk oder abgestorben wirken, wenn die Knollen von Nagern oder Maulwürfen gefressen oder verschoben wurden.

Nager vermehren sich schnell und können auf Safranfeldern erhebliche Schäden verursachen, vor allem im Herbst und Winter, wenn das Nahrungsangebot knapper wird. Maulwürfe ernähren sich zwar nicht direkt von den Knollen, stören den Boden jedoch durch ihre Grabgänge und setzen die Knollen dadurch den Angriffen von Nagern aus.

Zum Schutz der Knollen können Sie Drahtgitter oder Pflanzkörbe verwenden, um Nagern den Zugang zu verwehren. Natürliche Abwehrmittel, etwa stark duftende Pflanzen, können am Rand der Kulturen gepflanzt werden, um diese Schädlinge fernzuhalten.

Lesen Sie unsere Tipps, um diese Nager fernzuhalten: in unserem Artikel über Feldmäuse und in dem über die Bekämpfung der Schermaus.

Wühlmaus

Kleine Wühlmaus

Vögel

Vögel, die von jungen Trieben und frisch gepflanzten Knollen angelockt werden, können auf Safranfeldern erhebliche Schäden verursachen. Sie fressen besonders gern junge Pflanzen, die aus dem Boden sprießen, können aber auch graben, um an die Knollen zu gelangen.

Safranpflanzen können von den Schnäbeln der Vögel herausgerissen oder beschädigt werden. Die Knollen wiederum können ausgegraben und an der Bodenoberfläche verteilt werden. Anzeichen für Vögel sind Krallenspuren oder Federn rund um beschädigte Pflanzen.

Vögel, insbesondere Rabenvögel wie Krähen und Elstern, können einzeln oder in Gruppen auftreten, und die Schäden können innerhalb kurzer Zeit beträchtlich sein. Besonders aktiv sind sie zu Beginn der Wachstumsphase, wenn die frisch gepflanzten Knollen zu keimen beginnen.

Die gängigste Methode zur Abwehr von Vögeln besteht darin, Schutznetze über den Pflanzungen anzubringen. Auch Geräte zur Vertreibung, etwa glänzende Gegenstände oder reflektierende Bänder, können eingesetzt werden. Weitere Methoden sind das Aufstellen von Attrappen natürlicher Feinde, etwa Greifvogel-Drachen, oder akustische Geräte.

Schädliche Nematoden

Nematoden sind mikroskopisch kleine, mit bloßem Auge oft unsichtbare Würmer, die Wurzeln und Knollen befallen und mitunter irreversible Schäden verursachen.

Von Nematoden befallene Pflanzen zeigen allgemeine Anzeichen des Verfalls: vergilbte Blätter, verlangsamtes Wachstum und Welke der oberirdischen Pflanzenteile. Unter der Erde können die Knollen Läsionen oder ungewöhnliche Schwellungen aufweisen. Die Wurzeln sind meist verkümmert, sodass die Pflanze Wasser und Nährstoffe nicht richtig aufnehmen kann.

Nematoden verbreiten sich hauptsächlich über den Boden und das Bewässerungswasser, können aber auch durch infizierte Knollen übertragen werden. Warme und feuchte Bedingungen begünstigen ihre Entwicklung besonders.

Bei der Bodensolarisation wird der Boden im Hochsommer mit einer durchsichtigen Plastikfolie abgedeckt, um starke Hitze zu erzeugen und die Nematoden abzutöten. Auch der Fruchtwechsel ist wichtig, um eine Anreicherung der Nematoden im Boden zu verhindern. Bestimmte Pflanzen wie Studentenblumen können Nematoden nachweislich abwehren oder ihre Populationen reduzieren, da ihre Wurzeln den chemischen Stoff Thiophen absondern, der das Wachstum der Nematoden hemmt.

Vorbeugung und gute Pflege

Vorbeugung ist entscheidend für die Gesundheit und Langlebigkeit von Safrankulturen, denn sobald sich Krankheiten und Parasiten ausbreiten, können sie nur schwer bekämpft werden.

Fruchtfolge

Die Fruchtfolge zählt zu den wirksamsten Maßnahmen, um die Ansammlung von Krankheiten und Parasiten im Boden zu verhindern. Wird Safran nicht Jahr für Jahr auf derselben Fläche angebaut, lässt sich der Druck durch pflanzenspezifische Pathogene deutlich verringern.

Wechseln Sie den Safrananbau mit Pflanzen ab, die nicht für dieselben Krankheiten oder Parasiten anfällig sind. Kulturen wie Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen) können zwischen zwei Safranzyklen angebaut werden, um die Bodenstruktur zu verbessern und Parasitenpopulationen wie Nematoden zu reduzieren.

Führen Sie in jedem Fall mindestens alle 5 Jahre eine Fruchtfolge durch.

Pflanzabstand

Die Knollen müssen mindestens 15 cm Abstand haben.

Verbesserung der Bodenstruktur und Feuchtigkeitsregulierung

Ein gut drainierter, strukturierter Boden ist entscheidend, um Safrankrankheiten vorzubeugen, insbesondere Krankheiten durch Pilze wie Fusarium und Rhizoctonia violacea. Schwere, schlecht drainierte Böden schaffen günstige Bedingungen für die Entwicklung dieser Pathogene.

Die Drainage lässt sich durch die Zugabe organischer Substanz wie Kompost oder gut verrottetem Mist verbessern. Diese Bodenverbesserer lockern den Boden, fördern den Wasserfluss und erhöhen die Nährstoffspeicherung.

Ein gut durchlüfteter Boden ermöglicht den Wurzeln eine gesunde Entwicklung und begünstigt nützliche Mikroorganismen. Umgraben oder die Verwendung einer Grabegabel lockert den Boden, ohne seine natürliche Struktur übermäßig zu stören.

Staunässe muss unbedingt vermieden werden. Eine Tropfbewässerung wird empfohlen, um den Zwiebeln genau dosierte Wassermengen zuzuführen, ohne den Boden zu durchnässen. So lässt sich Wasserstau vermeiden, der die Entwicklung von Pilzkrankheiten maßgeblich begünstigt.

Auswahl gesunder Zwiebeln

Die Wahl der Zwiebeln ist entscheidend für die Gesundheit der Safrankulturen. Infizierte Zwiebeln können Krankheiten und Parasiten direkt in das Feld einschleppen und dadurch die gesamte Ernte gefährden.

Verwenden Sie ausschließlich gesunde, krankheitsfreie Zwiebeln. Der Kauf von Knollen bei zertifizierten Anbietern stellt sicher, dass sie getestet wurden und keine Anzeichen einer Kontamination aufweisen. Vor dem Pflanzen müssen die Zwiebeln sorgfältig auf Auffälligkeiten wie Flecken, Schimmel und Fäulnis untersucht werden.

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