Schermaus bekämpfen
Diesen Schädling loswerden: alle Lösungen
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Frische Erdhaufen im Rasen? Verantwortlich ist die Wühlmaus, ein kleiner, aber gefräßiger Pflanzenschädling. Tipps gegen den Befall.
Was genau ist eine Schermaus?
Wie ein Großteil der Bevölkerung neigen auch Sie dazu, Mäuse, Waldmäuse, Spitzmäuse und natürlich unsere Schermäuse, denen dieser Artikel gewidmet ist, in einen Topf zu werfen.
Obwohl es sich bei allen um Nagetiere handelt, unterscheiden sich diese kleinen Tiere deutlich voneinander. Zunächst sei daran erinnert, dass die Spitzmaus als insektenfressendes Tier eine hervorragende Verbündete des Gärtners ist. Sie nimmt täglich alle schädlichen Tiere auf den Speiseplan, die Ihren Gemüsegarten bevölkern, darunter Asseln, Raupen und Spinnen. Gemüse verschmäht sie dagegen völlig. Bei der Schermaus (Arvicola terrestris) ist das nicht der Fall!
Kehren wir also zu diesem kleinen Nagetier mit seinem gedrungenen, rundlichen Körper zurück. Es wird 12 bis 20 cm lang, hinzu kommen 6 cm Schwanz. Mit seinem rotbraunen Fell auf dem Rücken, dem helleren Braun am Bauch, den kleinen, kugelrunden schwarzen Augen, der runden Schnauze und den niedlichen Ohren ist es ein überaus ansprechendes Nagetier aus der Familie der Cricetidae. Zumindest, wenn man von seinen mit vier Fingern vorne und fünf Zehen hinten ausgestatteten Pfoten sowie seinen scharfen Schneidezähnen absieht!
Mit einem Gewicht von kaum mehr als 300 g kommt sie vor allem in höheren und mittleren Gebirgslagen vor, etwa im Zentralmassiv, in den Alpen, im Jura und in den Vogesen. Sie kann problemlos bis in Höhen von 2.000 m leben.
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Schermaus lebt in Familien und vermehrt sich rasant: 5–6 Würfe von März bis Oktober. Ihr verzweigtes Gangsystem reicht 50 m tief in den Boden.
Welche Schäden verursachen Schermäuse?
Schermäuse können große Schäden verursachen, sowohl bei Landwirten als auch bei Gärtnern und Obstbauern. Sie treten in mehreren Formen auf:
- Erdhügel, die Ihren Boden in ein Schlachtfeld verwandeln. Beim Auswerfen der Erde legen Schermäuse Erdhügel an, die denen von Maulwürfen ähneln, aber aus feinerer Erde bestehen. Zwar könnten Sie sich über den gut durchlüfteten Boden freuen, doch das bezweifle ich. Schermaushügel unterscheiden sich von Maulwurfshügeln durch den Eingang des Gangs: Beim Schermaus ist er schräg, beim Maulwurf senkrecht.

- Die Schermaus ernährt sich vegetarisch und bevorzugt vor allem den Hals und die Wurzeln von Gemüse im Nutzgarten, etwa Möhre, Rübe, Kartoffel, Rote Bete und Lauch. Auch Salat, Grüner Mangold, Zucchini und Schnittsellerie stehen auf ihrem Speiseplan. Kurz gesagt: Nur wenige Gemüse entgehen ihrem ausgeprägten Appetit. Es versteht sich von selbst, dass diese Gemüse sehr schnell welken!
- Die Schermaus knabbert auch gern an den Wurzeln von Obstbäumen, besonders an denen von Kultur-Apfel und Birnbaum. Beschädigte Wurzeln führen zwangsläufig zum Absterben des Baums. Wenn man es bemerkt, ist es oft zu spät.
- Zwiebeln können ebenfalls auf dem täglichen Speiseplan der Schermaus stehen
- Das Gangsystem kann außerdem die Ufer eines Teichs oder Flusses schwächen.
- Die Schermaus kann Krankheiten wie Tollwut, Tularämie oder Listeriose auf Menschen und Tiere übertragen.
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Schermäuse vertreiben
Mehrere Methoden helfen, Schermäuse aus Gemüse- und Ziergarten fernzuhalten. Fallen, die unter grausamen Bedingungen nur ein oder zwei Tiere töten, lassen wir gleich außen vor.
Besser sind besonders schonende Methoden:
- Den Gemüsegarten mit abschreckenden Pflanzen umgeben, etwa mit Silbrigem Beifuß, Balsamkraut, Wein-Raute, Wolfsmilch, Freilandgloxinie, Knoblauch und Kaiserkrone. Sie verströmen Gerüche, die Nagetiere meiden.

Silbriger Beifuß, Balsamkraut, Wein-Raute, Wolfsmilch, Freilandgloxinie und Kaiserkrone
- Einige zerknüllte Blätter vom Schwarzen Holunder in die Gänge geben oder besser eine Jauche aus Schwarzem Holunder ansetzen: Dazu 200 g Blätter drei Tage in einem Liter Wasser einweichen
- Eiserne Baustäbe tief in den Boden stecken und oben umgedrehte Wasserflaschen befestigen. Im Wind bewegen sie sich und übertragen Schwingungen in den Boden, auf die Schermäuse empfindlich reagieren
- Rizinusschrot im Gemüsegarten ausbringen, sofern Kinder und Haustiere keinen Zugang haben, da es giftig ist. Außerdem ist Rizinusschrot ein hervorragender Dünger. Sie können es auch in den Gängen vergraben.
- Zwiebeln in Maschendraht oder einen Zwiebelkorb setzen
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