Monilia-Krankheit bei Obstbäumen

Monilia-Krankheit bei Obstbäumen

Krankheit vorbeugen und behandeln

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 7. August 2025  durch Eva 3 min.

Moniliose ist eine Pilzkrankheit, die Früchte faulen lässt. Sie kann fast alle Teile eines Baums befallen – von jungen Trieben über Blüten bis zu Zweigen.

Die häufige Krankheit befällt die meisten Obstbäume unserer Regionen sowie manche Ziersträucher. Vorbeugende Maßnahmen im Winter und beim Knospenaufbruch im Frühjahr helfen.

Schwierigkeit

Monilia-anfällige Pflanzen

Moniliose befällt Kern- und Steinobst sowie Zierapfel, Zierpflaume, Zierkirsche und Zierquitte.

Moniliose erkennen?

Im Winter ist der Pilz (Monilia fructigena oder Molinia laxa) an Rindenkrebs an den Zweigen zu erkennen: Einige Triebe sind vertrocknet, größere Zweige weisen längliche, rissige Läsionen auf. Vertrocknete Fruchtmumien hängen noch an den Zweigen.

Monilia

Gesunder Apfel / Fruchtmumie

Im Laufe der Saison befällt ein zweiter Pilz, Sclerotinia fructigena oder laxa, die Früchte. Er ist an konzentrischen Ringen aus weißem Flaum und einer braunen Fäulnis des Fruchtfleischs zu erkennen. Die Frucht wird schließlich schwarz, trocknet aus und bleibt den ganzen Winter über wie eine Mumie am Baum hängen!

Achtung: Auch wenn die Früchte bei der Ernte gesund erscheinen, kann die Braunfäule in den folgenden Monaten auftreten und Ihren gesamten Vorrat vernichten.

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Wie verbreitet sich Monilia?

  • Im Januar bildet der Pilz auf Rindenkrebs und mumifizierten Früchten am Baum kleine graue Sporenpolster.
  • Durch Wind oder Insekten verbreitet, infizieren die Sporen im März und April die Blüten, besonders in feuchten Frühlingen, sowie junge belaubte Triebe, die zwei Wochen nach der Blüte welken. Junge Früchte werden im Mai ebenfalls infiziert.
  • Auf Zweigen, deren Blüten verwelkt sind oder die mumifizierte Früchte tragen, entwickelt sich ein Rindenkrebs, der die überwinternden Pilzformen beherbergt und so den Lebenszyklus dieses Parasiten sichert.

Die Schäden können an Bäumen, die an Kurztrieben oder Fruchtruten fruchten, erheblich sein, etwa an Kirschbaum, Mandelbaum und Pflaumenbaum, da der Pilz deren rasches Vertrocknen verursacht. Diese Erkrankung tritt oft zusammen mit Monilia-Fruchtfäule und Blattlausbefall auf, was Ernte und Baumgesundheit stark beeinträchtigt.

Monilia bekämpfen und behandeln

Hier einige Tipps zur Bekämpfung der Monilia:

  • Nutzen Sie den Winterschnitt, um Rindenkrebs sowie verletzte oder welke Zweige zu entfernen. Entfernen Sie Zweige mit mumifizierten Früchten. Desinfizieren Sie die Gartenschere möglichst häufig mit Alkohol oder weißem Essig (50 ml/l).
  • Entfernen Sie sorgfältig alle noch an den Zweigen hängenden sowie zu Boden gefallenen mumifizierten Früchte. Geben Sie diese Abfälle nicht auf den Kompost. Verbrennen Sie sie möglichst oder bedecken Sie sie mit einer dicken Mulchschicht, die ihre Zersetzung beschleunigt.
monilia

Entfernen Sie alle befallenen Früchte!

  • Führen Sie beim Austrieb eine kupferhaltige Fungizidbehandlung (Bordeauxbrühe, Kupferoxychlorid) an der gesamten Verzweigung durch. Brennnesseljauche eignet sich ebenfalls vorbeugend zur Behandlung des Laubs von Obstbäumen: 15 g getrocknete Brennnessel (75 g frische Brennnessel) pro Liter Wasser, im Abstand von 1 bis 2 Wochen. Bei Zierbäumen empfiehlt es sich, vorbeugend und heilend Schachtelhalmstängel auf dem Boden auszubringen und mit dem Mulch zu mischen: 90 g Schachtelhalm pro kg Mulch. Dazu müssen Sie einen Standort mit Schachtelhalm finden (feuchte Gräben auf saurem Boden).
  • Beim Abfallen der Blütenblätter wiederholen Sie die Fungizidbehandlung.
  • Kontrollieren Sie anschließend die sich bildenden Früchte auf Fäulnis, denn bereits eine einfache Berührung kann gesunde Früchte anstecken.

Entfernen Sie außerdem alle eingelagerten Früchte mit braunen Flecken, damit nicht der gesamte Vorrat angesteckt wird.

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Die Moniliose oder Fruchtfäule