Spargel als Zimmerpflanze kultivieren?

Spargel als Zimmerpflanze kultivieren?

Als Zimmerpflanze oder im Freien

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 20. Januar 2026  durch Pascale 7 min.

Meist als Zimmerpflanzen kultiviert, zeichnen sich Spargel durch ihr sehr feines, leichtes und luftiges Laub aus, das gewisse Ähnlichkeiten mit dem der Farne aufweist. Dennoch hat Spargel nichts mit Farnen gemeinsam, da er zur Familie der Spargelgewächse gehört, die mit den Liliengewächsen verwandt sind. Sein gefiedertes Laub erinnert dagegen auch an den Gemüsespargel. Und da liegen wir richtig: Der lateinische Name des Spargels lautet Asparagus officinalis.

Doch zurück zu unserem Spargel – oder besser gesagt zu unseren Spargel-Arten, denn diese krautige Staude mit knollenförmiger Wurzel und zartem Laub umfasst verschiedene Arten. Einige werden vor allem als Zimmerpflanzen kultiviert, andere können in Regionen mit mildem Klima in Beete oder Rabatten gepflanzt werden. Alle verbringen den Sommer jedoch gerne draußen im Garten oder auf Balkon und Terrasse.

Erfahren Sie, wie Sie Spargel im Topf oder sogar im Garten pflanzen, kultivieren und pflegen.

 

Schwierigkeit

Verschiedene Spargel-Arten

Spargel gehört zur Familie der Spargelgewächse und umfasst krautige Pflanzen mit rhizomatösen oder zu Knollen verdickten Wurzeln. Das sehr feine, gefiederte Laub ist ausgesprochen ungewöhnlich. Die Blätter haben tatsächlich die Form von Schuppen angenommen. Daher übernehmen die in fadenförmige Phyllokladien gegliederten Stängel die Chlorophyllfunktion. Diese Stängel sind stark verzweigt und manchmal mit Dornen besetzt. Dieses „Laub“ besticht durch seine luftige, zarte Erscheinung und seine intensive grüne Farbe. Je nach Art ist die Wuchsform des Spargels buschig, dicht, aufrecht oder überhängend.

Denn Spargel ist vielfältig. Neben dem Gemüse-Spargel (Asparagus officinalis), der dem Nutzgarten vorbehalten bleibt, ist der bekannteste Zierspargel sicherlich der sogenannte Floristen-Spargel. Gemeint ist Asparagus plumosus syn. setaceus, manchmal auch Bouquet-Spargel genannt. Diese Pflanze besitzt schlanke, stark verzweigte Stängel und auf schuppige Hochblätter reduzierte Blätter. Die Enden der Verzweigungen sind sehr fein und fast nadelförmig, wodurch ein insgesamt federartiges Erscheinungsbild entsteht (daher der Name plumosus). Diese aus Südafrika stammende Art mit zunächst aufrechter, später ausladender Wuchsform wird kaum höher als 50 cm.

Asparagus-Arten

Drei Spargelarten: plumosus, densiflorus und falcatus

Ein weiterer verbreiteter Zierspargel ist Asparagus densiflorus syn. sprengeri oder Sprengers Zierspargel. Diese Pflanze zeichnet sich durch überhängende Verzweigungen aus, in deren Blattachseln neue Verzweigungen entstehen, die sehr feinen, flachen und linearen Blättern in glänzendem Grün gleichen. Die Sorte Asparagus densiflorus ‘Meyerie’ (oder ‘Myersii’), auch Fuchsschwanz-Spargel genannt, bildet besonders dichte, kegelförmige Triebe. Sie wird in milden Regionen im Freien kultiviert. Ihre Winterhärte liegt bei etwa -4 °C.

Erwähnenswert ist auch Asparagus falcatus, der wegen seiner gebogenen langen Blätter volkstümlich Sichel-Spargel genannt wird. Diese Art besitzt aufrechte Stängel und wird bis zu 1 m hoch. Auch Asparagus umbellatus, eine von den Kanaren stammende Art mit scharfen Stacheln und steifen Phyllokladien, ist erwähnenswert.

Spargel kann im Sommer sehr unscheinbar blühen. Aus den winzigen weißen Blüten entwickeln sich kleine Beeren, die sich von Grün nach Rot verfärben. Diese Beeren sind giftig.

Blüten und Beeren des Spargels

Blüten und Beeren von Asparagus densiflorus

Spargel pflanzen

Der Spargel ist eine sehr robuste Pflanze, die sich im Haus, im Topf oder sogar im Freien kultivieren lässt. Allerdings verträgt er nur wenig Kälte: bis zu -7 °C bei Asparagus densiflorus, etwa -4 °C bei den anderen Arten. Wegen ihrer Frostempfindlichkeit können Spargel auch Balkone und Terrassen in Töpfen mit einjährigen Blühpflanzen schmücken. Ihr gefiedertes Laub sorgt dort für Aufsehen.

Die pflegeleichten, anspruchslosen Spargel kommen mit guter Gartenerde oder sandiger, durchlässiger Blumenerde aus. In humusreichem Substrat aus Lauberde und Sand wachsen sie jedoch besser. Blumenerde für Grünpflanzen, mit Perlite oder Vermiculit zur Auflockerung, reicht ebenfalls völlig aus. Wichtig ist vor allem, dass die Mischung durchlässig und locker bleibt.

asparagus en pot entretien

Spargel im Topf bevorzugt ein humusreiches, leichtes Substrat

Wählen Sie außerdem einen kleinen Terrakottatopf, denn Spargel mögen es, wenn ihre Wurzeln wenig Platz haben. Da sie jedoch schnell wachsen, müssen sie regelmäßig, etwa alle 2 Jahre, umgetopft werden. Weil Spargel ein sehr gut durchlässiges Substrat benötigen, ist eine dicke Schicht Blähton am Topfboden unerlässlich.

Pflanzung im Freiland: Geben Sie Ihrem Spargel einen gut durchlässigen, humusreichen und eher frischen Boden, der gegebenenfalls leicht sauer sein darf.

Wo pflanzen?

Spargel liebt Helligkeit, aber keine direkte Sonne. Deshalb sollte er im Haus an einem hellen, vor direkter Sonne geschützten Platz mit diffusem Licht stehen. Im Winter schätzt Spargel die Helligkeit eines Wintergartens, zumal ihm übermäßige Wärme nicht gut bekommt. Wenn Sie keinen Wintergarten haben, stellen Sie Ihren Spargel in einen hellen Raum mit unter 20 °C. Ideal sind 15 °C. Temperaturen bis 5 °C verträgt er. Ein im Winter ungeheizter Wintergarten oder ein Kalthaus ist daher der ideale Standort für Spargel. Zu trockene Luft und Temperaturen über 25 °C verträgt er hingegen nur schlecht.

Im Sommer steht Spargel gern draußen – im Garten, auf dem Balkon oder auf der Terrasse, im Schatten oder Halbschatten, mit etwas Morgensonne. Er sollte außerdem vor Zugluft geschützt stehen.

Im Freiland wird Spargel stets im Halbschatten gepflanzt.

Spargel Pflege

Die außergewöhnliche Belaubung von Asparagus densiflorus ‚Meyeri‘

Asparagus pflegen?

Relativ robust und anspruchslos, benötigt der Asparagus wenig Pflege, sofern seine Ansprüche an Substrat und Licht erfüllt werden. Einige Maßnahmen sind dennoch wichtig.

Gießen

Asparagus schätzen großzügiges Gießen, bei großer Sommerhitze zwei- bis dreimal pro Woche. Im Winter genügt alle 10 Tage eine Wassergabe. Der Wurzelballen darf nie vollständig austrocknen und sollte zwischen zwei Wassergaben leicht feucht bleiben. Staunässe im Untersetzer oder Übertopf ist jedoch zu vermeiden.

Herrscht im Raum, in dem Ihr Asparagus steht, trockene Luft, empfiehlt es sich, das Laub mit kalkarmem Wasser zu besprühen, idealerweise mit Regenwasser. Sie können den Topf auch auf ein mit Wasser getränktes Bett aus Tonkugeln stellen.

Ein vorübergehender Wassermangel ist jedoch nicht fatal. Das Laub kann sich gelb färben und abfallen, gewinnt mit regelmäßigem Gießen aber wieder an Schönheit.

Im Freiland wird der Asparagus ebenfalls regelmäßig gegossen, damit der Boden frisch bleibt.

Düngen

Im Topf ist das Substrat schnell ausgelaugt. Deshalb kann während der Wachstumszeit von April bis Oktober einmal monatlich Flüssigdünger für Grünpflanzen gegeben werden.

Schutz vor Kälte

Im Winter geht der Asparagus wie alle Grünpflanzen in Dormanz. Deshalb sollte er in einem hellen, kühlen Raum stehen, idealerweise bei 5 bis 15 °C. Ein Wintergarten oder ein Kalthaus eignet sich gut für den Asparagus.

Im Freiland muss ein Asparagus mit einer dicken Mulchschicht, zum Beispiel aus Laub, vor Kälte geschützt werden. So übersteht er einige kurze, leichte Fröste.

Asparagus-Kultur

Der Asparagus verbringt den Sommer gern draußen im Halbschatten

Rückschnitt

Asparagus verlieren oft einige Blätter und Stacheln. Dadurch bleiben lange, kahle und wenig attraktive Stängel zurück. Um diesem Blattverlust entgegenzuwirken, fördert ein Rückschnitt der ältesten Stängel den Austrieb junger Triebe. Außerdem bleibt die Wuchsform dadurch kompakt.

Umtopfen

Der Asparagus wächst relativ schnell. Oft werden seine knollenartigen Wurzeln sichtbar, die ihm ermöglichen, Feuchtigkeit zu speichern. Dann ist es Zeit zum Umtopfen. Dabei müssen die sehr kräftigen und ausbreitungsfreudigen Wurzeln immer eingekürzt werden.

Die Teilung des Wurzelstocks und das Umtopfen erfolgen im Frühjahr. Nehmen Sie den Wurzelballen aus dem Topf und teilen Sie die Wurzeln mit einer Gartenschere in zwei oder drei Stücke. Diese werden in neue Töpfe gepflanzt.

Im Allgemeinen wird alle 2 Jahre umgetopft.

→ Lesen Sie auch: Asparagus als Zimmerpflanze: Pflege zu jeder Jahreszeit

Häufige Probleme beim Spargelanbau

Relativ robust, kann Spargel gelegentlich von Parasiten oder Krankheiten befallen werden. Bei zu trockener Luft können Blattläuse und Schildläuse das Laub befallen. Regelmäßiges Besprühen des Laubs beugt einem Befall vor. Sind Schildläuse und Blattläuse bereits vorhanden, müssen Sie schnell handeln. Wir erklären alles: Blattläuse an Zimmerpflanzen bekämpfen und Schildläuse: Erkennung und Bekämpfung.

Bei einem Befall durch Spinnmilben erweist sich gründliches Besprühen des Laubs mit Regenwasser als sehr wirksam. Mehr dazu: Spinnmilben: Erkennung und Bekämpfung.

Vergilbt das Laub und fällt ab, kann dies an Wassermangel oder zu wenig Licht liegen. Zu viel Wasser lässt dagegen die Rhizome faulen.

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Feder-Spargel