Zimmerkakteen: leicht zu kultivierende Arten

Zimmerkakteen: leicht zu kultivierende Arten

Unsere Top 10 der einfachsten Zimmerkakteen – mit zusätzlichen Pflegetipps!

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 18. Juni 2025  durch Pascale 7 min.

Kakteen stechen, sind aber dekorativ, robust und pflegeleicht. Entdecken Sie 10 besonders widerstandsfähige Kakteen für wenig Pflege und viel Freude.

Schwierigkeit

Kaktus-Pflege: Grundregeln

Zwar sind Kakteen robuste Pflanzen, die viele Pflegefehler verzeihen. Doch zwischen einem kümmerlichen, gerade so überlebenden Kaktus und einer kräftig wachsenden Pflanze, die Sie sogar mit einer schönen Blüte erfreut, liegt ein großer Unterschied. Ein wenig Pflege ist daher nötig, damit Kakteen gesund bleiben. Aber keine Sorge: Sie müssen dafür nicht stundenlang arbeiten …

  • Viel Licht: Für einen Kaktus ist Licht lebenswichtig. Stellen Sie ihn deshalb an ein helles Fenster, etwa nach Süden oder Westen. Auch ein Wintergarten ist ideal, da er buchstäblich von Licht durchflutet wird. Diese Zimmerpflanzen vertragen sogar direkte Sonne, außer vielleicht im Hochsommer. Haben Sie einen Garten, Balkon oder eine Terrasse, können die Kakteen dort den Sommer verbringen
  • Ein lockeres, luftiges und gut durchlässiges Substrat: Verwenden Sie idealerweise spezielle Kakteenerde oder mischen Sie je ein Drittel Sand, Blumenerde und Perlite oder Lava. Natürlich müssen Kakteen in Töpfe mit Abzugslöchern gepflanzt werden, vorzugsweise in Kunststofftöpfe statt in Tontöpfe, damit sich keine Feuchtigkeit staut
  • Mäßiges Gießen. Gießen Sie Kakteen nur, wenn das Substrat trocken ist, ungefähr von März bis Oktober. Im Winter wird das Gießen nahezu eingestellt. Lassen Sie niemals Restwasser im Untersetzer oder Übertopf stehen
  • Etwas Kühle im Winter. Von Oktober bis März schätzen Kakteen eine kühle Ruhephase an einem hellen Standort bei 5 bis 10 °C, etwa in einem unbeheizten Wintergarten. So bringen Sie sie im Frühjahr am besten zum Blühen
  • Leichte Düngung mit einem speziellen Kakteendünger.

Rebutia: blühfreudige Kakteen

Rebutia sp. bezeichnet eine Art kugeliger Zwergkakteen aus Südamerika, die sich durch ein schnelles Wachstum auszeichnen. Sie sind wegen ihrer einfachen Kultur sehr beliebt und bilden kleine Polster mit kugeligen Trieben, die mit spiralförmig angeordneten Rippen bedeckt sind. Ihre feinen, seidig wirkenden Stacheln stehen in Büscheln. Diese Kakteen bilden zahlreiche Wurzelschösslinge.

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Rebutia senilis

Warum lieben wir sie? Sie sind trockenheitsverträglich, bevorzugen jedoch kühlere Temperaturen als andere Kakteen. Deshalb stehen sie im Sommer gern an einem geschützten Platz im Freien. Sie blühen leicht in Rot, Gelb oder Orange.

Unser zusätzlicher Tipp: Dieser Kaktus mag im Sommer ein feuchtes Substrat und gelegentliches Besprühen mit Wasser.

Warzenkaktus (Mammillaria): vielfältige Formen

Dies ist die größte Gattung der Kaktusfamilie mit über 400 Arten, die größtenteils aus Mittelamerika stammen. Warzenkakteen (Mammillaria sp.) unterscheiden sich von anderen Kakteen dadurch, dass sie keine Rippen besitzen. Stattdessen tragen sie spiralförmig angeordnete Erhebungen oder Knollen, an deren Ende sich jeweils ein Lorbeer-Seidelbast mit Büscheln zentraler und radialer Stacheln befindet. Oft sind sie mit seidigen weißen Haaren bedeckt.

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Kaktus Mammillaria

Warum lieben wir sie?: Die Blüten erscheinen kranzförmig an der Triebspitze, gefolgt von kleinen länglichen Früchten

Unser Bestseller: Mammillaria perbella ist sehr pflegeleicht, blüht problemlos intensiv rot und benötigt nur wenig Wasser.

 

Parodien mit dichtem Dornennetz

Aus den Hochlagen östlich der Andenkordillere stammend, vertragen diese Kakteen mehr Wasser als andere. Sie sind kugelig oder säulenförmig, mit spiralförmig angeordneten Rippen, und wachsen einzeln oder in Gruppen. Die Dornen sind relativ dicht und dünn.

Warum lieben wir sie? Die Gattung Parodia (ehemals Notocactus) bildet farbenprächtige, große Blüten, die sich an der Spitze der Triebe bündeln.

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Parodia leninghaussi

Unser Bestseller: Parodia leninghausii fällt durch seine gelben Stacheln auf, die einen goldenen Schimmer bilden, sowie durch seine zitronengelbe Blüte (bei älteren Exemplaren). Er kann eine Höhe von 80 cm erreichen.

Feigenkaktus (Opuntia microdasys): Micky-Maus-Ohren

Der Feigenkaktus bildet in seinem natürlichen Lebensraum in Mexiko dichte, 40 bis 60 cm hohe Büsche. Im Topf ist seine Wuchsform kompakter. Es handelt sich um einen Kaktus ohne Rippen, der jedoch samtig wirkende, ovale und abgeflachte Stängelglieder entwickelt, die mit Areolen besetzt sind, aus denen winzige, an der Spitze gebogene und spitze Borsten wachsen.

pflegeleichter Kaktus

Opuntia microdasys

Warum wir ihn lieben: Dieser Kaktus wächst schnell und kann ein bis zwei neue Triebglieder pro Jahr bilden. Da sich seine reizenden Borsten jedoch leicht in der Haut verankern, sollte er abseits von Wegen aufgestellt werden.

Unser Bestseller: Opuntia microdasys ‘Undulata’ ist eine erstaunliche Art mit gewellten, an ein Korallenriff erinnernden Triebgliedern. Sie sind gelblich grün und mit gelben bis rehbraunen Glochiden (Borsten) bedeckt.

Bischofsmütze (Astrophytum myriostigma), dornenloser Kaktus

Dieser Kaktus in Form einer Bischofsmütze ist eine dornenlose Art mit kleinen, wolligen Areolen, die ihn vor der mexikanischen Sonne schützen. Im Sommer folgen gelbe Blüten an der Spitze aufeinander. Der zunächst kugelige Bischofsmützenkaktus (Astrophytum myriostigma) kann mit der Zeit säulenförmig wachsen.

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Astrophytum myriostigma

Warum wir ihn mögen Da seine Wurzeln leicht faulen, braucht er nur wenig Wasser. Er liebt direkte Sonne. Kurz gesagt: Er ist äußerst pflegeleicht!

Unser Extra-Tipp: Auch seinen Verwandten Astrophytum ornatum mit weniger, dafür größeren wolligen Areolen und langen, spitz zulaufenden, oft goldgelben Stacheln lieben wir.

Warzenkaktus der Schwiegermutter (Echinocactus grusonii), weiterhin beliebt

Echinocactus grusonii ist ein ursprünglich aus Mexiko stammender Kaktus, der heute in großem Umfang kultiviert wird. Als Jungpflanze bildet dieser kugelige Kaktus Höcker aus, aus denen Stacheln sprießen. Später wachsen die Stacheln zu Rippen zusammen, die mit langen, goldgelben Stacheln besetzt sind.

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Echinocactus grusonii

Warum wir ihn lieben: Er verträgt Trockenheit sehr gut und liebt volle Sonne. Nach 20 Jahren kann er eine Höhe von 60 cm und einen Durchmesser von 90 cm erreichen.

Unser Bestseller: Echinocactus grusonii var. brevispinus ist eine Sorte des Schwiegermuttersessels mit kürzeren und feineren Dornen, die manchmal fast vollständig fehlen.

Peruanischer Säulenkaktus (Cereus peruvianus) mit schnellem Wachstum

Der Peru-Kaktus (Cereus peruvianus) ist ein dunkelgrüner Säulenkaktus mit wenigen, von 5 bis 9 dicken, abgerundeten Rippen geprägten Trieben, die braune Areolen tragen. Aus jeder Areole ragen 8 bis 9 gelbe oder rötlich-braune Stacheln. Dieser Kaktus wächst relativ schnell.

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Cereus peruvianus

Warum lieben wir ihn? Unter sehr guten Kulturbedingungen blüht dieser Kaktus im Sommer. Die weißen, duftenden Trichterblumen öffnen sich nachts. Die äußeren Blütenblätter sind an den Spitzen manchmal grünbraun oder rot gefärbt.

Das gewisse Extra: Nach mehreren Jahren kann er 1 m Höhe erreichen. Im Hochsommer liebt er einen vollsonnigen Platz im Freien.

Wolliger Säulenkaktus (Espostoa lanata), weißer Flaum

Espostoa lanata ist ein Säulenkaktus mit wolliger Optik dank seiner langen weißen Haare. Diese weiße Behaarung macht ihn besonders dekorativ. Im Topf kann er eine Höhe von 2 m erreichen. Er kann blühen, doch die Blüten bleiben zwischen den Haaren praktisch unsichtbar. In Innenräumen ist die Blüte jedoch sehr selten.

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Espostoa lanata

Warum wir ihn mögen: Dieser Kaktus wächst schnell. Im Sommer steht er gern draußen in der Sonne. Bei gutem Schutz vor Witterung kann er bis -12 °C im Freien bleiben.

Das gewisse Extra: Auch sein Verwandter Espostoa churinensis gefällt uns. Er zeichnet sich durch noch stärker behaarte, bereits an der Basis verzweigte Zweige aus.

Der Ferokaktus: rundum rund

Ursprünglich aus dem Südwesten der USA und dem Nordosten Mexikos, wächst die Gattung Ferocactus in ihrer Heimat fassförmig und über 1 m hoch. Als Zimmerpflanze bleibt sie deutlich kleiner. Dieser kugelige Kaktus wird bei voller Reife fast kugelrund und entwickelt mit dem Alter immer ausgeprägtere Rippen. Je nach Art und Sorte sind seine Stacheln sehr spitz und unterschiedlich geformt oder gemustert.

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Ferocactus

Warum wir ihn mögen? Dieser Kaktus ist leicht zu kultivieren und liebt große Hitze. In einem Wintergarten, der tagsüber warm und nachts kühl ist, blüht er meist gut.

Unser Bestseller: Ferocactus glaucescens ‘Inermis’ behält seine kugelige Form und ist dornenlos.

Melonenkaktus (Melocactus bahiensis) mit rosa Scheitel

Melocactus bahiensis ist ein kugelförmiger Kaktus mit stacheligen Rippen, der eine „Mütze“ entwickelt: einen Schopf aus steifen Borsten und rötlichen Haaren, aus dem rosafarbene Blüten sprießen, gefolgt von roten Früchten. Dieses Cephalium verwandelt sich schließlich in eine Säule. Das dauert allerdings einige Jahre …

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Melocactus bahiensis

Warum lieben wir ihn? Vor allem wegen seiner außergewöhnlichen Erscheinung: Es sieht aus, als trüge er eine kuschelige Wintermütze.

Das gewisse Extra: Dieser Kaktus liebt Sonne und Wärme. Im Winter braucht er einen hellen Standort mit mindestens 10 °C.

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