Die Rotbuche ist in unseren Regionen ein gut bekannter Baum. Aber wussten Sie, dass Sie ihre Blätter auch für die Zubereitung eines Tees verwenden können? Dieses Heißgetränk aus Rotbuchenblättern wird für seinen milden, leicht bitteren Geschmack geschätzt und kann auch kalt getrunken werden. In unserer Anleitung erfahren Sie, wie Sie Rotbuchenblätter für einen selbst gemachten Tee sammeln, trocknen und zubereiten.

Rotbuchenblätter als Teeaufguss
Rotbuche (Fagus sylvatica)

Welche Rotbuchen-Sorte sollten Sie wählen ?

Es gibt mehrere Rotbuchen-Sorten. Für die Zubereitung von Tee eignet sich jedoch vor allem die Rotbuche (Fagus sylvatica). Dieser Baum ist in unseren europäischen Wäldern heimisch. Sie können ihn als Solitär im Garten oder als Hecke pflanzen. Sein Laub ist grün oder beim  Fagus sylvatica 'Riversii' purpurrot. Es bleibt im Herbst lange am Baum, nachdem es getrocknet ist. Bevorzugen Sie gesunde Bäume, die ohne chemische Pflanzenschutzmittel und fern von jeder Schadstoffquelle wachsen. Wenn Sie Rotbuchenblätter im Handel kaufen, greifen Sie am besten zu Bio-Produkten.

Beachten Sie: Verwechseln Sie die Rotbuche nicht mit der Hainbuche. Rotbuchenblätter sind behaart, während Hainbuchenblätter unbehaart und gezähnt sind.

Rotbuchenblätter erkennen
Links sehen Sie an ihren Haaren erkennbare Rotbuchenblätter, rechts gezähnte Hainbuchenblätter.

Wann und wie sammeln Sie Rotbuchenblätter?

Die jungen Blätter können Sie im Frühjahr für Salate sammeln. Für Tee lassen sich Rotbuchenblätter vom Frühjahr bis Ende August ernten, solange das Laub noch grün ist.

Wie bei vielen Pflanzen sammeln Sie die Blätter am besten an einem sonnigen Vormittag. Zu dieser Tageszeit sind die Inhaltsstoffe in den Blättern besonders konzentriert. Ernten Sie ausschließlich grüne, gesunde und schädlingsfreie Blätter.

Wie trocknen und lagern Sie Rotbuchenblätter?

Sie können frische Rotbuchenblätter für Ihren selbst gemachten Tee verwenden. Allerdings sind sie nur kurze Zeit haltbar und verderben recht schnell. Wenn Sie die Blätter das ganze Jahr über nutzen möchten, trocknen Sie sie am besten.

Rotbuchenblätter trocknen

1- Spülen Sie die gesammelten Blätter unter einem dünnen Wasserstrahl ab, um Staub und Verunreinigungen zu entfernen.

2- Legen Sie die Blätter anschließend mit ausreichend Abstand nebeneinander auf ein sauberes Tuch oder Küchenpapier, damit die Feuchtigkeit abtropfen kann.

3- Sobald das Wasser verdunstet ist, verteilen Sie die Blätter wieder mit ausreichend Abstand auf einem Trockengitter, in einem Trockennetz oder auf einem trockenen, sauberen Tuch. Stellen Sie alles in einen warmen, gut belüfteten und vor Sonne geschützten Raum. Sie können den Vorgang auch mit einem Luftentfeuchter oder einem Backofen bei sehr niedriger Temperatur beschleunigen.

5- Nach einigen Tagen sind die Blätter trocken, wenn sie unter Ihren Fingern knistern. Bewahren Sie sie dann in einem luftdichten Gefäß oder einem kleinen Kraftpapierbeutel auf. Schützen Sie sie vor Licht und Feuchtigkeit.

Getrocknete Rotbuchenblätter sind etwa ein Jahr haltbar.

Getrocknete Rotbuchenblätter aufbewahren
Ein Vorratsglas eignet sich hervorragend für getrocknete Kräuter und Blätter.

Rezept für Tee aus Rotbuchenblättern

1- Geben Sie 250 ml Wasser, also etwa eine Tasse, in einen Topf.

2- Fügen Sie anschließend die Menge von zwei Teelöffeln getrockneten Rotbuchenblättern hinzu.

3- Erhitzen Sie den Topf bei niedriger Temperatur. Sobald das Wasser zu sieden beginnt, nehmen Sie den Topf vom Herd.

4- Decken Sie den Topf ab und lassen Sie den Tee 10 Minuten ziehen.

5- Gießen Sie den Tee durch ein Sieb oder ein feinmaschiges Küchensieb, um die Blätter zu entfernen.

6- Anschließend können Sie den Tee in eine Tasse gießen und heiß oder kalt genießen.

Teeaufguss

Beachten Sie: Für geschmackliche Abwechslung können Sie auch Mischungen zubereiten. Kombinieren Sie die Rotbuchenblätter mit Melisse Zitronenmelisse, Thymian – besonders im Winter zusammen mit einem Teelöffel Honig und etwas Zitronensaft bei Halsschmerzen – oder mit Zitronenstrauch

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