Die Erbse gehört zu den beliebtesten und am einfachsten anzubauenden Gemüsesorten im Nutzgarten. Sie ist reich an Nährstoffen, Ballaststoffen und pflanzlichem Eiweiß und findet daher ganz selbstverständlich ihren Platz im Frühjahrsgarten. Wenn Sie Erbsen anbauen und Erbsen säen, können Sie während der gesamten Erbsensaison frisches, schmackhaftes Gemüse genießen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Erbsen säen, wann Sie Erbsen ins Freiland säen und welche Maßnahmen für eine erfolgreiche Aussaat wichtig sind. Von der Auswahl des Saatguts über die Pflege von Rankerbsen und Zwergerbsen bis zur Erbsenernte erklären wir Ihnen jeden Schritt. Ganz gleich, ob Sie gerade erst anfangen oder bereits Erfahrung mit dem Anbau von Erbsen haben: Hier finden Sie nützliche Tipps für kräftige Erbsentriebe und eine reiche Ernte!

Welche Erbsen sollten Sie säen?

ErbsentypEigenschaftenAussaat / Ernte
ZwergerbseMaximale Höhe 50–60 cm, keine Rankhilfe erforderlich. Ideal für kleine Flächen.Aussaat: Feb.–Apr. / Ernte: Mai–Juli
RankerbseWächst bis zu 2 m hoch. Benötigt eine Rankhilfe. Liefert über einen langen Zeitraum reichlich Ertrag.Aussaat: Feb.–Apr. / Ernte: Juni–Aug.
Erbse zum AuslösenNur die Samen werden gegessen. Die Schoten sind hart. Sehr süß und schmackhaft.Aussaat: Feb.–Apr. / Ernte: Mai–Juli
Zuckererbse oder Knackerbse*Die gesamte Schote samt Samen wird gegessen. Früh ernten. Sehr zart und knackig.Aussaat: Feb.–Apr. / Ernte: Mai–Juni (früh)

*Es gibt auch Knackerbsen, die aus der Kreuzung einer herkömmlichen Erbse mit einer Zuckererbse hervorgegangen sind. Ihre Schoten sind dicker und die Erbsen größer als bei der Zuckererbse.

Erbse
Die Zwergerbsen links werden nicht höher als 50 cm, während Rankerbsen Rankhilfen benötigen

Wo sollten Sie Erbsen säen?

Erbsen bevorzugen ein kühles und feuchtes Klima. Sie wachsen in der Sonne oder im Halbschatten. Für ihr Wachstum benötigen sie Licht, können durch hohe Temperaturen und direkte Sonneneinstrahlung jedoch geschädigt werden. Wählen Sie im Norden vorzugsweise einen sonnigen Standort, im Süden dagegen eher Halbschatten.

Erbsen wachsen am besten in einem gut durchlässigen, humusreichen und leicht sauren Boden mit einem pH-Wert zwischen 6 und 7. Säen Sie Erbsen nicht in verdichtetem oder feuchtem Boden, da dies zu Fäulnis und Schimmel führen kann.

Mein Tipp: Sie können Erbsen direkt ins Freiland oder in Töpfe und Kübel auf einem Balkon oder einer Terrasse säen.

Achtung! Erbsen vertragen sich gut mit Rübe, Rettich, Möhre und Kartoffel. In der Nähe von Zwiebelgewächsen wie Zwiebel, Schalotte oder Knoblauch sollten Sie sie jedoch nicht säen.

Wann sollten Sie Erbsen ins Freiland säen?

Erbsen lassen sich in vielen verschiedenen Klimazonen anbauen. Der Aussaatzeitpunkt hängt jedoch von der Anbauregion und den örtlichen Wetterbedingungen ab. Im Allgemeinen säen Sie Erbsen im Frühjahr zwischen Februar und April, sobald sich der Boden ausreichend erwärmt hat und keine Spätfröste mehr drohen. Für eine frühe Ernte können Sie Erbsen mit runden, glatten Samen im Oktober und November sowie ab Februar säen. Erbsen mit runzligen Samen lassen sich von Februar bis Ende Mai aussäen. Bedenken Sie jedoch, dass Erbsen große Hitze nicht vertragen. Säen Sie deshalb nicht zu spät. Bei einer durchschnittlichen Bodentemperatur von 10 °C keimen die Samen innerhalb von 10 bis 15 Tagen.

Die idealen Temperaturen für ein kräftiges Wachstum liegen tagsüber zwischen 18 und 23 °C und nachts zwischen 8 und 10 °C. Sie können die Erbsen unter einem Folientunnel säen und diesen entfernen, sobald die Erbsen gekeimt sind. Die Erbsenblätter vertragen Temperaturen von etwa -5 °C bis -10 °C.

Erbsen wachsen schnell. Säen Sie die Samen dennoch früh in der Saison, damit die Pflanzen genügend Zeit haben, sich vor der sommerlichen Wärme zu entwickeln. Um die Ernte über einen längeren Zeitraum zu verteilen, empfiehlt es sich grundsätzlich, alle zwei Wochen Erbsen auszusäen.

Erbsen mit runzligen Samen keimen aufgrund ihrer dickeren Samenschale häufig schlechter als Erbsen mit glatten Samen. Säen Sie die runzligen Samen deshalb etwas tiefer als die glatten Samen. So fördern Sie eine gleichmäßige und schnelle Keimung. Sie können die runzligen Erbsen außerdem einige Stunden in Wasser einweichen, bevor Sie sie pflanzen. Das verbessert die Keimung.

Frühgemüse
Rechts: Zwergerbse 'Douce Provence'

Wie säen Sie Erbsen?

Benötigte Materialien für die Erbsenaussaat

So gehen Sie bei der Erbsenaussaat vor:

  1. Bodenvorbereitung: Entfernen Sie Steine, Pflanzenreste und Unkraut. Lockern Sie den Boden mit einer Grabegabel und ebnen Sie ihn anschließend mit einem Rechen ein. Sie können Erbsen auch in einem Pflanzkasten anbauen. Wählen Sie dafür Zwergerbsen.
  2. Aussaat: Ziehen Sie 3 bis 5 cm tiefe und etwa 5 cm breite Furchen im Abstand von 30 bis 40 cm. Legen Sie die Erbsensamen im Abstand von 5 bis 8 cm in die Furchen. Drücken Sie Erbsen mit runzligen Samen etwas tiefer in den Boden. Bedecken Sie die Samen mit feiner Erde und drücken Sie den Boden leicht an.
  3. Gießen: Erbsentriebe benötigen für ihre Entwicklung ausreichend Wasser, vor allem während warmer und trockener Perioden. Gießen Sie den Boden vorsichtig, damit er feucht, aber nicht durchnässt bleibt. Vermeiden Sie einen starken Wasserstrahl, da dieser die Samen verlagern kann.

Erbsenernte

Freuen Sie sich auf die Erbsensaison! Je nach Sorte sind Erbsen etwa 60 bis 80 Tage nach dem Pflanzen erntereif. Ernten Sie die Erbsen regelmäßig, damit die Pflanzen weiterhin Schoten bilden und die Schoten nicht überreif und faserig werden.

Pflege der Erbsenaussaat

    Rankerbsen benötigen außerdem eine Rankhilfe, beispielsweise ein Rankgitter, Stäbe oder ein Netz. Für Zwergerbsen genügen ein niedriges Gitter oder einige Zweige, damit die Pflanzen aufrecht stehen. Sie können den Boden mulchen, um die Wurzeln kühl und feucht zu halten und das Wachstum von Unkraut zu verhindern. Wenn Sie diese Schritte befolgen, können Sie erfolgreich Erbsen säen und köstliches, frisches Gemüse aus Ihrem Garten genießen.

    Erbse
    Erbsen bilden recht dekorative Pflanzen