Der Ölbaum, der für die Provence charakteristisch ist, wird aufgrund der feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften seines Öls in zahlreichen kosmetischen Pflegeprodukten verwendet. Auch die Phytotherapie schätzt ihn wegen der medizinischen Eigenschaften seiner Blätter. Die Blätter des Ölbaums werden gewöhnlich als Teeaufguss wegen ihrer blutdrucksenkenden Eigenschaften verwendet.
Wenn der Tee aus Ölbaumblättern auch nicht zu den bekanntesten Kräutertees gehört, liegt das daran, dass er nur für einige wenige, besondere Anwendungsgebiete geeignet ist und immer mit einem Arzt besprochen werden sollte. Hier erfahren Sie mehr über diesen speziellen Heiltee.

Warum Ölbaumblätter als Tee zubereiten?
Ölbaumblätter enthalten zahlreiche natürliche Wirkstoffe. Dazu gehört vor allem ein Glykosid, das auch als Bitterstoffglykosid bezeichnet wird: Oleuropein. Ihm wird eine blutzuckersenkende Wirkung zugeschrieben, die für Menschen mit Diabetes interessant sein kann. Es wird bei leichten Formen von Diabetes empfohlen. Die Blätter enthalten außerdem Glykolsäure, die blutdrucksenkend wirkt. Sie soll den Blutdruck senken und wird deshalb bei Bluthochdruck empfohlen, da sie damit verbundene Beschwerden wie Ohrgeräusche und Schwindel lindern kann.
Ölbaumblätter gelten als reich an Flavonoiden und sollen harntreibende Eigenschaften besitzen. Außerdem sollen sie den Körper bei der Ausscheidung von Giftstoffen unterstützen.

Wann sollten Sie Ölbaumblätter für einen Tee sammeln?
Für den Tee aus Ölbaumblättern verwendet man getrocknete Blätter. Der beste Erntezeitpunkt ist der Sommeranfang. Sammeln Sie die Blätter idealerweise am frühen Morgen.
Schneiden Sie ganze Triebe ab und binden Sie sie zu einer Art Strauß zusammen. Hängen Sie ihn in einem dunklen Raum bei Zimmertemperatur auf. Lassen Sie die Blätter etwa zwei Wochen trocknen.
Wichtig: Vorsichtsmaßnahmen!
Bereiten Sie diesen Tee niemals ohne Rücksprache mit einer medizinischen Fachkraft zu. Regelmäßiger Konsum oder eine mehrwöchige Teekur mit Ölbaumblättern sollte keinesfalls unterschätzt werden: Der Tee ist vollständig kontraindiziert, wenn Sie an Herzproblemen oder schweren Nierenerkrankungen leiden. Außerdem kann er die Wirkung einer bereits bestehenden medikamentösen Behandlung verstärken, insbesondere von blutdruck- und blutzuckersenkenden Arzneimitteln.
Die Anwendung ist bei Personen unter 18 Jahren sowie bei Schwangeren und Stillenden nicht geeignet. Halten Sie sich an die Empfehlungen Ihres behandelnden Arztes oder eines auf Phytotherapie spezialisierten Apothekers, da Ölbaumblätter außerdem Triterpene, Verbascoside und Rutoside enthalten.
Rezept für einen Tee aus Ölbaumblättern
Genauer gesagt handelt es sich um einen Sud aus Ölbaumblättern, da die trockenen, harten Blätter eine lange Ziehzeit benötigen.
- Geben Sie 150 ml Wasser und 5 g klein geschnittene Ölbaumblätter in einen Topf. Lassen Sie die Mischung leicht aufkochen, bis sich die Flüssigkeitsmenge auf 100 ml reduziert hat. Das dauert 1 bis 2 Minuten.
- Lassen Sie den Sud 10 Minuten ziehen und decken Sie den Topf dabei mit einem kleinen Teller oder einem Deckel ab.
- Filtern Sie den Sud, gießen Sie ihn in eine Tasse und trinken Sie den Tee heiß.
Dieser Tee schmeckt bitter. Je nach Geschmack können Sie etwas Honig hinzufügen. Trinken Sie ihn auf nüchternen Magen. Meist wird eine dreiwöchige Kur empfohlen. Halten Sie sich jedoch immer an die Dosierung und Dauer, die Ihr Arzt oder Phytotherapeut verschreibt, wie bereits in diesem Artikel erwähnt.

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