Der Safran, dieses kostbare und unbezahlbare Gewürz, das oft als „rotes Gold“ bezeichnet wird, ist der verborgene Schatz von Crocus sativus, einer kleinen violetten Blume, die in unseren Gärten hauptsächlich im Herbst blüht. Der Erfolg beim Anbau beschränkt sich jedoch nicht auf das Pflanzen der Zwiebeln. Anschließend müssen Sie den Safran richtig ernten, trocknen und aufbewahren, damit er seine aromatischen Eigenschaften behält und Ihre Gerichte verfeinern kann. Entdecken Sie die einzelnen Schritte zum Ernten, Trocknen und Aufbewahren von Safran.

Einige Worte über Crocus sativus: die Safranblüte

Crocus sativus, auch Echter Safran genannt, ist eine kleine violette Blume. Die aus Regionen wie Kleinasien und dem Mittelmeerraum stammende Pflanze zeichnet sich durch ihre drei leuchtend roten Stigmen aus. Nach der Ernte, dem Trocknen und der Verarbeitung zu Pulver werden sie zum kostbarsten und teuersten Gewürz der Welt: Safran.

Crocus sativus wächst aus einer Zwiebel und blüht hauptsächlich im Herbst. Die Pflanze benötigt wenig Wasser, aber einen gut durchlässigen Boden und viel Sonne.

Safranblüten
Crocus sativus

Wann wird Safran geerntet?

Safran wird gewöhnlich im Herbst zwischen Mitte September und Dezember geerntet, wenn die Blüten von Crocus sativus aufblühen. Die Blüten bleiben nur wenige Tage geöffnet. Handeln Sie deshalb schnell.

Der beste Zeitpunkt für die Ernte der Safranblüten ist der frühe Morgen, bevor die Sonne zu kräftig wird. Zu diesem Zeitpunkt sind die Blüten noch geschlossen. Das erleichtert die Ernte und schützt die kostbaren roten Stigmen. Je länger die Blüte geöffnet bleibt, desto eher kann der Safran an Qualität verlieren oder verderben.

Wie wird Safran geerntet?

Ernten Sie Safran vorsichtig, damit das kostbare Gewürz unbeschädigt bleibt. Gehen Sie dabei folgendermaßen vor:

1 – Schneiden Sie die gesamte Blüte mit einer feinen, sauberen Schere ab. Ernten Sie nur vollständig entwickelte Blüten, damit Sie die übrigen Blütenknospen nicht beschädigen.

2 – Nach der Ernte müssen Sie die roten Stigmen vom übrigen Teil der Blüte trennen. Führen Sie diesen Arbeitsschritt am besten in einem Raum Ihres Hauses durch, geschützt vor Feuchtigkeit und Wind. Jede Blüte enthält drei Stigmen. Nur dieser Teil wird als Gewürz verwendet. Entnehmen Sie die drei roten Stigmen mit einer feinen Schere oder einer Pinzette. Anschließend müssen Sie sie nur noch trocknen.

3 – Nach dem Herauslösen der Stigmen folgt als nächster Schritt das Trocknen. Dadurch werden die Aromen konzentriert und eine lange Haltbarkeit gewährleistet.

Bitte beachten Sie: Bei Crocus sativus sind nur die drei Stigmen essbar. Der übrige Teil der Pflanze ist giftig.

Safran ernten, trocknen und aufbewahren

Wie wird Safran getrocknet?

Safran lässt sich auf verschiedene Arten trocknen. Alle beruhen jedoch auf demselben Prinzip: Entziehen Sie ihm langsam die Feuchtigkeit, während die aromatischen Inhaltsstoffe erhalten bleiben.

  • Trocknen an der Luft: Breiten Sie die Stigmen auf einem Tablett oder einem Sieb aus. Stellen Sie es an einen trockenen, dunklen und gut belüfteten Ort. Setzen Sie die Stigmen nicht direkt der Sonne aus, da dies die Aromen beeinträchtigen kann. Warten Sie einige Tage, bis die Stigmen trocken sind.
  • Trocknen im Backofen: Diese Methode geht schneller, erfordert aber Aufmerksamkeit. Stellen Sie den Backofen auf eine sehr niedrige Temperatur zwischen 30 °C und 50 °C ein. Legen Sie die Stigmen auf ein mit Backpapier belegtes Blech. Lassen Sie sie 15 bis 30 Minuten trocknen. Kontrollieren Sie sie regelmäßig, damit sie nicht verbrennen. Achten Sie außerdem auf die Belüftung mancher Backöfen, da der Luftstrom die Stigmen wegblasen kann.
  • Trocknen mit einem Dörrgerät: Stellen Sie das Gerät auf eine niedrige Temperatur ein und lassen Sie die Stigmen einige Stunden trocknen.

Nach dem Trocknen müssen die Stigmen brüchig und nicht mehr biegsam sein. Wenn Sie sie noch biegen können, enthalten sie weiterhin Feuchtigkeit. Das kann ihre Haltbarkeit beeinträchtigen. Gut getrockneter Safran fühlt sich leicht knusprig an, darf aber nicht zu leicht zerbröseln.

Getrocknete Safranstigmen

Wie wird Safran nach der Ernte aufbewahrt?

Safran reagiert empfindlich auf Luft, Licht und Feuchtigkeit. Damit er seine Aromen und Eigenschaften langfristig behält, müssen Sie ihn richtig lagern.

  • Bewahren Sie den Safran in luftdichten Behältern auf. Der Behälter sollte möglichst undurchsichtig sein, damit das Licht die Aromen nicht beeinträchtigt. Geeignet sind beispielsweise ein Gefäß aus dunklem Glas sowie ein Behälter aus Porzellan oder Keramik.
  • Lagern Sie das Gefäß an einem trockenen, kühlen und vor direktem Licht geschützten Ort. Schützen Sie es außerdem vor Temperaturschwankungen. Ein Schrank in Ihrer Küche oder ein gut belüfteter Keller eignet sich dafür.
  • Wenn der Safran gut getrocknet und richtig gelagert wird, ist er zwei bis drei Jahre haltbar, ohne seine Eigenschaften zu verlieren.

Tipp: Um zu prüfen, ob Ihr Safran noch frisch ist, zerreiben Sie eine kleine Menge und riechen Sie daran. Wenn der Duft noch intensiv und aromatisch ist, spricht das für eine gute Qualität. Andernfalls kann der Safran an Intensität verloren haben. Dann ist es Zeit, Ihren Vorrat zu erneuern.

Safran aufbewahren

Safran in der Küche verwenden

Bevor Sie die Stigmen zu Ihren Gerichten geben, zerreiben Sie sie leicht und lassen Sie sie etwa 10 bis 20 Minuten in heißem Wasser, Brühe, einer Sauce, Wein oder Milch ziehen. So können sich die Aromen und die Farbe entfalten. Geben Sie den Aufguss anschließend zu Ihren Gerichten: Paella, Risotto, Suppen, Saucen oder auch Desserts wie Safrancreme.