Der Pseudopanax stammt aus Neuseeland, wo die Winter relativ mild sind. Je nach Art (zum Beispiel Pseudopanax crassifolius oder Pseudopanax ferox) verträgt diese Pflanze einige Grad unter dem Gefrierpunkt. Im Allgemeinen bevorzugt sie jedoch milde Wintertemperaturen (über -5 °C). In Frankreich findet dieser Verwandte der Fatsien vor allem an der milden, feuchten Atlantikküste die Bedingungen, die er bevorzugt. Weiter im Landesinneren sind Schutzmaßnahmen erforderlich. Hier finden Sie unsere Tipps, wie Sie Ihren Pseudopanax im Winter schützen.
Alle unsere Tipps zur Kultur finden Sie in unserem Pflanzenporträt Pseudopanax: Pflanzen, Pflege und Kultur.

Den richtigen Standort wählen
- Im Freiland: Pflanzen Sie ihn geschützt vor kalten Winden, idealerweise an eine nach Süden oder Westen ausgerichtete Mauer. Diese speichert die Wärme der Sonne.
- Im Topf: Wenn Ihr Pseudopanax im Topf wächst, können Sie ihn leichter umstellen. Platzieren Sie ihn im Winter an einem geschützten Ort, zum Beispiel in einem unbeheizten Wintergarten oder einem Kalthaus, in der Nähe eines hellen Fensters.

Wurzeln und Stamm schützen
Die Wurzeln und der Pflanzenfuß reagieren besonders empfindlich auf Kälte. Mit den folgenden Maßnahmen schützen Sie sie wirksam:
- Mulchen : Bringen Sie im Herbst eine dicke Mulchschicht rund um den Pflanzenfuß aus, zum Beispiel aus Laub, Stroh oder Rinde. So bleibt die Wärme im Boden erhalten, und Frostschäden fallen geringer aus.
- Wintervlies: Wenn starke Fröste angekündigt sind, hüllen Sie die Pflanze in Wintervlies. Dieses ist in den meisten Gartencentern erhältlich. Es ist leicht, lässt Luft und Licht hindurch und schützt zugleich vor eisigen Temperaturen. Befestigen Sie das Vlies gut, damit es nicht vom Wind weggeweht wird.

Im Winter weniger gießen
Der Pseudopanax geht im Winter in eine Ruhephase über. Deshalb sollten Sie deutlich weniger gießen. Zu viel Wasser in Verbindung mit niedrigen Temperaturen kann zu Wurzelfäule führen. Gießen Sie nur sehr sparsam, damit der Boden nicht vollständig austrocknet. Das gilt besonders für Pflanzen im Topf. Im Freiland müssen Sie im Winter meist überhaupt nicht gießen.
Die Temperaturen beobachten
Wenn die Temperaturen in Ihrer Region regelmäßig unter -5 °C sinken, holen Sie Ihren Pseudopanax für den Winter besser ins Haus oder in ein Kalthaus. Empfindlichere Arten wie Pseudopanax lessonii und Pseudopanax laetus vertragen anhaltenden Frost nicht. Stellen Sie ihn in einen hellen, kühlen, aber unbeheizten Raum, idealerweise bei 5 bis 10 °C. Geeignet sind zum Beispiel ein Wintergarten oder eine Garage mit großen Fenstern.
Für Luft und Licht sorgen
Auch im Winter benötigt der Pseudopanax ausreichend Licht. Wenn Sie ihn ins Haus holen, stellen Sie ihn in die Nähe eines Fensters, an dem er natürliches Licht erhält. Dunkle Ecken sollten Sie vermeiden.
Wenn Sie Wintervlies verwenden, lüften Sie die Pflanze von Zeit zu Zeit, damit sich keine Feuchtigkeit staut. Diese könnte Krankheiten begünstigen.
Einen Pseudopanax im Topf winterfest machen
Einen Pseudopanax im Topf sollten Sie ins Haus holen, sobald die Temperaturen unter 5 °C sinken. Stellen Sie ihn an einen geschützten Ort, zum Beispiel in einen Wintergarten, ein unbeheiztes Gewächshaus, einen Hausflur oder einen anderen frostfreien Raum. Wichtig ist, dass der Standort ausreichend hell ist.
Reduzieren Sie im Winter die Wassergaben: Gießen Sie erst, wenn das Substrat an der Oberfläche trocken ist. So verhindern Sie, dass die Wurzeln faulen. Während dieser Ruhephase müssen Sie selbstverständlich nicht düngen. Wenn im Frühjahr keine Fröste mehr drohen, gewöhnen Sie ihn schrittweise wieder an den Aufenthalt im Freien. Stellen Sie ihn zunächst in den Schatten und gewöhnen Sie ihn anschließend langsam wieder an die volle Sonne.
Denken Sie außerdem daran, dass Topfpflanzen kälteempfindlicher sind, weil ihre Wurzeln weniger gut geschützt sind als im Freiland. Um den Topf zusätzlich zu isolieren, können Sie:
- Den Topf erhöht aufstellen, zum Beispiel auf Unterlagen oder eine Untertasse, damit er keinen direkten Kontakt zum kalten Boden hat.
- Den Topf mit einem isolierenden Material umwickeln, zum Beispiel mit Luftpolsterfolie oder einem dicken Stoff. So begrenzen Sie Temperaturschwankungen.
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