Mehrjährige Pflanzen sind blühende Pflanzen, die Jahr für Jahr wiederkommen. Sie sorgen für eine lang anhaltende Blüte und eine dauerhafte Struktur in Ihren Beeten. Außerdem bieten sie zahlreiche Vorteile, darunter eine bessere Widerstandsfähigkeit gegenüber wechselnden Wetterbedingungen und eine üppige Blüte. Befolgen Sie diesen Ratgeber, damit das Pflanzen Ihrer Stauden im Garten gelingt.
Warum sollten Sie Stauden pflanzen?
Stauden sind krautige Pflanzen, die mehrere Jahre leben. Im Winter bewahren sie ihre Wurzeln in der Dormanz und treiben in jeder Saison erneut aus. Man unterteilt sie meist in verschiedene Kategorien, etwa Bodendecker (Immergrün, Günsel …), blühende Stauden (Sonnenhut, Rittersporn …), Schattenstauden (Funkie, Farne …) oder mehrjährige Gräser (Federgras, Chinaschilf …). Stauden sind im Garten besonders wertvoll, weil sie Folgendes bieten:
- eine lang anhaltende Blüte: Stauden kommen jedes Jahr wieder und verringern dadurch den Bedarf an einer jährlichen Neubepflanzung.
- ästhetische Vielfalt: Sie bieten eine große Auswahl an Formen, Farben und Strukturen, die Ihre Beete bereichern.
- eine bessere Widerstandsfähigkeit: Gut eingewachsene Stauden vertragen wechselnde Wetterbedingungen besser. Außerdem benötigen sie weniger Pflege als ein- oder zweijährige Blumen.

Wann sollten Sie Stauden im Garten pflanzen?
- Stauden im Anzuchttopf oder Container: Pflanzen Sie empfindlichere Stauden im Frühjahr (März bis Mitte Mai). Winterharte Stauden können Sie im Herbst (Mitte August bis Ende Oktober) pflanzen. Diese Zeiträume fördern das Einwurzeln, da die Temperaturen moderat und die Feuchtigkeit ausreichend sind.
- Stauden mit nackten Wurzeln: Auch sie pflanzen Sie am besten im Herbst oder zu Beginn des Frühjahrs, wenn die Pflanze ruht. So kann sie schnell anwachsen.
Wo sollten Sie Stauden pflanzen?
Der Standort hängt selbstverständlich von der Pflanzenart ab, die Sie pflanzen möchten.
- Standort: Einige Stauden bevorzugen volle Sonne, andere Halbschatten oder Schatten. Informieren Sie sich über die besonderen Ansprüche der jeweiligen Art. Diese Angaben finden Sie auf dem Etikett, in den Pflanzenbeschreibungen im Internet oder in Gartenbüchern.
- Bodenart: Ein gut durchlässiger Boden wird meist empfohlen. Je nach Art kann der Boden sauer, neutral oder kalkhaltig sein.
- Bodenfeuchtigkeit: Einige Stauden vertragen trockene Böden, während andere gleichmäßige Feuchtigkeit benötigen.
Ollis Tipp: Damit ein harmonisches Beet entsteht, strukturieren Sie den Raum, indem Sie die höchsten Stauden nach hinten und die niedrigsten nach vorne setzen. So erhalten Sie eine ausgewogene und ansprechende Gestaltung. Wenn Sie unterschiedliche Blütezeiten kombinieren und bienenfreundliche Pflanzen integrieren, bleibt Ihr Garten das ganze Jahr über attraktiv. Gleichzeitig fördern Sie die Biodiversität und locken Bienen und Schmetterlinge an. Ingrid erklärt Ihnen in ihrem Ratgeber „Wie legt man ein schönes Staudenbeet an?“ weitere Einzelheiten.

Das benötigte Material zum Pflanzen einer Staude ins Freiland
- Ein Spaten oder eine Grabegabel oder eine Pflanzkelle: zum Ausheben des Pflanzlochs.
- Eine Gartenkralle: zum Auflockern der Erde rund um die Pflanze.
- Gartenhandschuhe: zum Schutz Ihrer Hände beim Umgang mit den Pflanzen.
- Eine Gießkanne
- Kompost oder ein Bodenverbesserer: zur Anreicherung der Erde, falls nötig.
Die praktischen Schritte zum Pflanzen einer Staude im Garten
- Boden vorbereiten: Lockern Sie die Erde bis zu einer Tiefe auf, die der Länge der Wurzeln entspricht. Arbeiten Sie bei Bedarf Kompost oder einen Bodenverbesserer ein.
- Pflanzloch ausheben: Heben Sie ein Pflanzloch aus, das ebenso tief wie der Wurzelballen und zwei- bis dreimal so breit ist. So können sich die Wurzeln gut ausbreiten.
- Pflanze vorbereiten: Stellen Sie die Anzuchttöpfe vor dem Pflanzen einige Minuten in einen Eimer mit Wasser, damit Sie die Wurzeln gründlich befeuchten. Nehmen Sie die Pflanze anschließend aus dem Topf und lockern Sie die Wurzeln vorsichtig. Das gilt besonders, wenn sie einen dichten Wurzelfilz gebildet haben.

- Pflanze einsetzen: Setzen Sie die Pflanze in das Pflanzloch. Achten Sie darauf, dass die Oberseite des Wurzelballens auf Höhe der Bodenoberfläche liegt. Der Stängelansatz sollte leicht über dem Bodenniveau bleiben, damit er nicht fault.
- Pflanzloch auffüllen: Füllen Sie das Pflanzloch mit der ausgehobenen Erde auf. Drücken Sie die Erde rund um die Wurzeln leicht an, damit keine Hohlräume entstehen.
- Gießen: Gießen Sie reichlich, damit die Wurzeln guten Kontakt mit dem Boden bekommen.
Achtung: Wenn Sie Stauden mit nackten Wurzeln pflanzen, denken Sie daran, die Wurzeln zu pralinieren. Tauchen Sie sie in eine Mischung aus lehmiger Erde, Kuhmist oder getrocknetem Mist und Wasser. Das fördert das Anwachsen.

Nach dem Pflanzen: Pflege und Wartung der Stauden
- Gießen: Halten Sie den Boden in den ersten Wochen feucht, damit die Pflanze gut einwurzelt.
- Mulchen: Bringen Sie eine Mulchschicht rund um die Pflanze aus. So bleibt die Feuchtigkeit im Boden und Unkraut wird unterdrückt. Bei kälteempfindlichen Arten bedecken Sie den Wurzelbereich mit organischem Mulch wie Laub, Stroh oder Holzspänen.
- Düngen: Bringen Sie zu Beginn des Frühjahrs einen geeigneten Dünger aus, um das Wachstum zu unterstützen.
- Rückschnitt: Entfernen Sie verwelkte Blüten, um eine erneute Blüte anzuregen. Schneiden Sie trockene Pflanzenteile am Ende der Saison zurück.
- Kontrolle: Untersuchen Sie die Pflanzen regelmäßig auf mögliche Schädlinge oder Krankheiten und greifen Sie bei Bedarf ein.

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