Feijoa sellowiana, Brasilianische Guave: pflanzen, kultivieren und Früchte ernten

Feijoa sellowiana, Brasilianische Guave: pflanzen, kultivieren und Früchte ernten

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 10. August 2025  durch Alexandra 13 min.

Brasilianische Guave kurz erklärt

  • Die Brasilianische Guave blüht im Frühjahr ungewöhnlich weiß und rot!
  • Ein dichter, rundlich und etwas ausgebreitet wachsender Strauch
  • Schönes, immergrünes, dunkelgrünes Laub mit silbriger Unterseite.
  • Essbare Früchte, Ernte im Herbst
  • Relativ winterhart bis -10 °C
Schwierigkeit

Das Wort unserer Expertin

Die Brasilianische Guave oder Feijoa, botanisch Acca sellowiana, ist ein kleiner exotischer Obstbaum mit immergrünem, dunkelgrünem Laub, das auf der Unterseite silbrig schimmert, und einer ungewöhnlichen weißen Blüte mit zahlreichen roten Staubblättern. Außerdem sind die Blütenblätter essbar und können beispielsweise einen Salat verfeinern! Besonders beliebt sind jedoch die Früchte der Feijoa, deren Geschmack zwischen Ananas, Guave und Erdbeere liegt. Es handelt sich um einen breit und buschig wachsenden, gut verzweigten Strauch mit einer sehr schönen Rinde.

Im Garten gedeiht die Feijoa am besten in voller Sonne und geschützt vor kalten Winden. Sie ist recht winterhart und verträgt Temperaturen bis –10 °C, benötigt für die Fruchtbildung jedoch Wärme. Daher fruchtet sie in Regionen mit mildem Klima deutlich besser. Im Allgemeinen sollten mehrere Feijoas gepflanzt werden, um eine Fremdbestäubung zu ermöglichen. Im Handel sind jedoch selbstfruchtbare Sorten erhältlich, die auch als Einzelpflanze Früchte tragen. Die Feijoa ist recht widerstandsfähig und wenig anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Auch einen Rückschnitt verträgt sie sehr gut. Der Strauch ist pflegeleicht, sollte während der Fruchtbildung jedoch regelmäßig gegossen werden.

Beschreibung und Botanik

Steckbrief

  • Gebräuchlicher Name Feijoa, Brasilianische Guave
  • Blüte im Frühjahr (Mai–Juni)
  • Höhe bis 6 m
  • Exposition volle Sonne
  • Art des Bodens normal, leicht, drainierend, fruchtbar
  • Winterhärte –10 °C

Die Feijoa ist ein großer, immergrüner Strauch mit dekorativem Laub und einer außergewöhnlichen Blüte, auf die essbare Früchte folgen. Ihr wissenschaftlicher Name lautet Acca sellowiana, im Deutschen wird sie meist Brasilianische Guave genannt, da sie aus Südamerika stammt und zur selben Familie wie die Echte Guave gehört. In freier Natur kommt sie im Süden Brasiliens, in Uruguay, Paraguay, Kolumbien und im Norden Argentiniens vor.

Obwohl es drei Arten gibt – Acca sellowiana, Acca lanuginosa und Acca macrostema –, wird vor allem die erste kultiviert, die früher Feijoa sellowiana hieß. Es gibt etwa zwanzig durch Hybridisierung entstandene Gartenformen. Die Feijoa wird in Florida, Kalifornien, Neuseeland und Australien wegen ihrer Früchte angebaut. Diese werden meist in der Nähe verkauft und nicht exportiert, da sie sich nach der Ernte nur schlecht halten und schnell verderben. Das Fruchtfleisch der Feijoa wird aufgrund seiner peelenden Eigenschaften auch in einigen Naturkosmetika verwendet.

Entgegen den Erwartungen an einen exotischen Strauch ist die Feijoa gut winterhart und verträgt Temperaturen bis –10 °C. Dadurch lässt sie sich in unseren Klimaten problemlos kultivieren. Bei noch niedrigeren Temperaturen bis –15 °C kann die Feijoa ihre Blätter verlieren und keine Früchte mehr bilden, der Strauch selbst dürfte jedoch keinen Schaden nehmen.

Botanische Illustration der Feijoa

Acca sellowiana: Botanische Illustration

Die Feijoa gehört zur Familie der Myrtengewächse, die fast 6.000 Arten umfasst. Dazu zählen Bäume und Sträucher, die oft aus Australien oder Südamerika stammen. Einige liefern ätherische Öle, die wegen ihres Dufts oder ihrer medizinischen Eigenschaften genutzt werden. Zu dieser Familie gehören beispielsweise Myrte, Eukalyptus, Gewürznelke, Lampenputzerstrauch und Myrtenheide. Auch die Echte Guave (Psidium guajava) zählt zu dieser großen Familie.

Die Feijoa wurde nach dem portugiesischen Naturforscher João da Silva Feijó (1760–1824) benannt. Der Artname sellowiana verweist auf Friedrich Sellow, einen deutschen Botaniker, der Pflanzen davon in Südamerika sammelte. Im Französischen wird sie häufig Brasilianische Guave genannt. Gelegentlich findet man sie auch unter den Namen Ananas-Guave oder Montevideo-Guave.

Es handelt sich um einen buschigen, gut verzweigten Strauch, der eine recht breite, rundliche Form annimmt. In den ersten vier oder fünf Jahren wächst er eher langsam, bis er gut eingewurzelt ist. Er erreicht maximal 6–7 m Höhe und kann über 50 Jahre alt werden. Die Feijoa besitzt eine braune Rinde, die sich in kleinen Platten ablöst und auf dem jüngeren Holz eine wunderschöne rote Färbung zeigt. Die jungen Triebe sind vollständig mit einem silbrigen Flaum bedeckt.

Die Feijoa trägt attraktives, dunkelgrün-graues Laub. Die Blätter sind einfach, ungeteilt und elliptisch geformt, mit einer deutlich ausgeprägten Mittelrippe. Sie werden meist 6–8 cm lang und sind dick sowie derb. Ihre Unterseite ist silbrig und filzig. Die Blätter stehen gegenständig, paarweise an den Trieben. Das Laub der Feijoa ist recht dicht und eignet sich daher gut als Sichtschutz sowie für eine frei wachsende Hecke. Es ist zudem immergrün und bleibt auch im Winter dekorativ.

Die Wurzeln der Feijoa liegen recht oberflächlich und bleiben nahe der Bodenoberfläche.

Die Feijoa zeigt im Frühjahr, im Mai und Juni, eine schöne Blüte. Die einzelnen Blüten werden etwa 3,5 cm breit. Meist besitzen sie vier Blütenblätter, manche jedoch drei, fünf oder sechs. Die fleischigen Blütenblätter sind auf der Rückseite weiß und innen rosarot. Ihre Ränder sind nach oben eingerollt und verdecken dadurch den rosafarbenen inneren Teil teilweise. Die Blüten besitzen meist vier Kelchblätter. In ihrer Mitte sitzen zahlreiche Büschel leuchtend roter Staubblätter, deren gelbe Spitzen, die Anthere, den Pollen tragen. Pro Blüte sind es oft 80–100 Staubblätter. Darunter befindet sich ein langer, roter Griffel, das weibliche Fortpflanzungsorgan, das den Pollen aufnimmt.

In ihrem natürlichen Lebensraum fressen manche Vögel die Blütenblätter und bestäuben dabei gleichzeitig die Blüte. Auch für den Menschen sind die Blütenblätter der Feijoa essbar. Sie schmecken mild und leicht süß, mit einem dezenten Zimtgeschmack. Man kann sie Salaten hinzufügen oder zum Dekorieren von Speisen verwenden. Wenn Sie sie ernten, sollten Sie vorsichtig vorgehen und nur die Blütenblätter abzupfen. So kann sich der Rest der Blüte noch zur Frucht entwickeln.

Die Feijoa benötigt eine Fremdbestäubung, um Früchte zu bilden. Ein einzelner Strauch kann sich daher meist nicht selbst befruchten. Für eine Ernte sollten Sie mindestens zwei Pflanzen in den Garten setzen. Es gibt jedoch einige selbstfruchtbare Sorten, etwa Acca sellowiana ‘Coolidge’.

Blüten und Früchte der Feijoa oder Brasilianischen Guave

Die Blüte von Acca sellowiana (Foto: Christer T Johansson) und ihre Früchte (Foto: Didier Descouens)

Im Herbst bildet die Feijoa ovale, grüne Früchte mit rauer Schale, die kleinen Avocados ähneln und etwa 6–7 cm lang werden. Ihr Fruchtfleisch ist weiß oder cremeweiß und enthält Kerne. Meist werden sie im November geerntet, wenn sie reif vom Baum fallen. Ihr Geschmack ist mild und erinnert zugleich an Ananas, Banane und Erdbeere. Man kann sie frisch verzehren oder beispielsweise zu Marmelade und Kompott verarbeiten. Auch für Torten und Kuchen, Sorbets oder Obstsalat eignen sie sich.

Die wichtigsten Sorten der Brasilianischen Guave

Brasilianische Guave - Acca sellowiana

Brasilianische Guave - Acca sellowiana

Die Wildart wie in der Natur: attraktiv durch Laub, hübsche roséweiße Blüten mit roten Staubblättern und leckere Früchte. Für eine gute Ernte mindestens zwei Jungpflanzen setzen.
  • Blütezeit Juni, Juli
  • Höhe bei Reife 4 m
Brasilianische Guave Coolidge - Feijoa sellowiana

Brasilianische Guave Coolidge - Feijoa sellowiana

Diese selbstfruchtbare Sorte braucht keine weitere Jungpflanze zur Fruchtbildung. Sie trägt im Herbst ovale, grüne Früchte mit einem Aroma nach Guave und Ananas.
  • Blütezeit Juli, August
  • Höhe bei Reife 4 m
Brasilianische Guave - Feijoa sellowiana

Brasilianische Guave - Feijoa sellowiana

Mit diesen Samen ziehen Sie Brasilianische Guave aus der Aussaat. Eine günstige, aber zeitaufwendige Methode: Beobachten Sie Ihren Strauch von der Keimung an beim Wachsen.
  • Blütezeit Juli für September
  • Höhe bei Reife 2,50 m

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Brasilianische Guave pflanzen

Wo pflanzen?

Pflanzen Sie Ihre Brasilianische Guave in voller Sonne. Sie braucht Wärme und viel Licht für eine üppige Blüte und Fruchtbildung. Wählen Sie außerdem einen vor kalten Winden geschützten Standort. Ideal ist ein Platz an einer nach Süden ausgerichteten Mauer. Für die Reife der Früchte sind milde Temperaturen, gegebenenfalls ein Gewächshaus, erforderlich. Sie können die Brasilianische Guave auch in einen großen Kübel pflanzen und im Winter ins Haus holen.

Sie bevorzugt einen nährstoffreichen, fruchtbaren, lockeren und leichten Boden. Auch drainierende Substrate, die im Winter nicht zu viel Feuchtigkeit speichern, sind ideal. Sie ist ziemlich trockenheitsverträglich. Ist Ihr Boden schwer, verdichtet und lehmig, sollten Sie ihn lockern und die Drainage verbessern, zum Beispiel durch Zugabe organischer Substanz. Die Brasilianische Guave bevorzugt leicht saure oder neutrale Böden. Generell ist sie hinsichtlich der Bodenart nicht besonders anspruchsvoll und gedeiht in jeder guten Gartenerde.

Dieser Strauch eignet sich für Gärten in Meeresnähe. Er liebt milde Temperaturen und verträgt Gischt und Salz. Das oberflächennahe Wurzelsystem der Brasilianischen Guave hält den Boden zurück und begrenzt die Erosion. Das ist an leicht abschüssigen oder instabilen Standorten sowie in Meeresnähe von Vorteil.

Integrieren Sie die Brasilianische Guave ruhig in eine freiwachsende Hecke. Ihr dichtes, immergrünes Laub bildet einen wirksamen Sichtschutz.

Wann pflanzen?

Wir empfehlen, sie im Frühjahr zu pflanzen (April–Mai). In Regionen mit mildem Klima ist die Pflanzung auch im Herbst möglich.

Wie pflanzen?

Für eine Fruchtbildung empfehlen wir, mindestens zwei Brasilianische Guaven zu pflanzen, da sie eine Fremdbestäubung benötigen (außer bei selbstfruchtbaren Sorten).

  1. Heben Sie zunächst ein großes Pflanzloch aus, das zwei- bis dreimal so groß wie der Wurzelballen ist.
  2. Geben Sie gut verrotteten Kompost hinzu, um den Boden anzureichern.
  3. Nehmen Sie die Brasilianische Guave aus dem Topf und lockern Sie den Wurzelballen vorsichtig, um die Wurzeln etwas zu lösen und anzuregen.
  4. Pflanzen Sie sie ein, ohne den Hals mit Erde zu bedecken.
  5. Füllen Sie die Erde rund um die Brasilianische Guave wieder auf.
  6. Gießen Sie reichlich.

Sie können außerdem einen Pfahl anbringen, um die Brasilianische Guave zu stützen und ihr zu einem geraden Wuchs zu verhelfen, besonders an windigen Standorten.

Legen Sie rund um den Stamm eine Gießmulde an, damit das Gießen und das Versickern des Wassers am Fuß der Pflanze erleichtert werden. Gießen Sie in den ersten Wochen nach der Pflanzung regelmäßig.

Sie können sie auch in einen großen Topf oder Kübel pflanzen, um sie im Winter problemlos ins Haus zu holen. Verwenden Sie ein drainierendes, ausreichend nährstoffreiches Substrat, zum Beispiel Blumenerde mit etwas gut verrottetem Kompost und grobem Sand. Stellen Sie den Topf möglichst vollsonnig und windgeschützt auf.

Die Blüte der Brasilianischen Guave

Pflege

Die Brasilianische Guave ist recht trockenheitsverträglich, doch anhaltender Wassermangel beeinträchtigt die Fruchtbildung. Wenn Sie sie wegen ihrer Früchte kultivieren, sollten Sie besonders auf eine ausreichende Bewässerung achten. Auch im Pflanzjahr sollten Sie regelmäßig gießen. Später benötigt die Brasilianische Guave bei längerer Trockenheit gelegentlich zusätzlich Wasser. Steht sie im Topf, müssen Sie deutlich häufiger gießen als bei einer Pflanzung im Freiland, da das Substrat schnell austrocknet.

Die Brasilianische Guave bevorzugt nährstoffreiche Böden. Deshalb empfehlen wir, jedes Jahr gut verrotteten Kompost auszubringen. Verteilen Sie ihn rund um die Pflanze und arbeiten Sie ihn durch leichtes Hacken oberflächlich in den Boden ein. Sie können auch eine Schicht organischen Mulch aufbringen, damit der Boden länger feucht bleibt und der Strauch vor Kälte geschützt wird. Da das Wurzelsystem der Brasilianischen Guave flach bleibt und sich nahe der Bodenoberfläche befindet, schützt eine Mulchschicht ihre Wurzeln wirksam vor Hitze, Austrocknung und winterlicher Kälte.

Wenn Sie in einer kalten Region wohnen und Ihre Brasilianische Guave im Freiland steht, empfehlen wir, sie mit Wintervlies zu umhüllen und den Wurzelbereich dick zu mulchen. Steht sie in einem Topf oder Kübel, können Sie sie im Oktober an einen geschützten Platz, in einen Wintergarten oder ein unbeheiztes Gewächshaus bringen und im Frühjahr, etwa im Mai, wieder ins Freie stellen. Die Brasilianische Guave ist relativ winterhart, doch Kälte kann die Blüte und Fruchtbildung beeinträchtigen. In kühlen Regionen fruchtet sie weniger gut, da niedrige Temperaturen die Blütenknospen schädigen und so die Entwicklung der Früchte verhindern.

Wenn Sie die Brasilianische Guave im Topf oder Kübel kultivieren, sollten Sie sie durchschnittlich alle zwei Jahre umtopfen oder einen Bodenaustausch vornehmen.

Die Brasilianische Guave wächst bekanntlich langsam, entwickelt sich jedoch in einem nährstoffreichen, frischen Boden schneller als in einem mageren, trockenen Substrat. Bringen Sie daher ruhig Kompost und Mulch aus und gießen Sie bei Bedarf.

Die Brasilianische Guave wird nur selten von Krankheiten und Parasiten befallen. Gelegentlich können jedoch Schildläuse auftreten. Diese lassen sich mit in Wasser verdünnter Schmierseife bekämpfen.

→ Erfahren Sie mehr über Krankheiten und Parasiten der Brasilianischen Guave in unserem Ratgeber!

Schneiden Sie die Brasilianische Guave am besten im Spätwinter, etwa im März. Möglich ist der Rückschnitt auch im Herbst nach der Ernte. In jedem Fall verträgt dieser Strauch den Rückschnitt sehr gut. Sie können ihn mit einer natürlichen, bereits an der Basis verzweigten Wuchsform belassen, was für einen buschigen Wuchs sorgt. Alternativ lässt er sich als Hochstamm ziehen: mit einem geraden, astfreien Stamm und einer weiter oben dichter werdenden, rundlichen Krone. Entfernen Sie zuerst die untersten Zweige, um den Stamm hervorzuheben und auszulichten. Ist der untere Bereich des Strauchs frei, können Sie außerdem leichter zu Boden gefallene Früchte erreichen und ernten. Entfernen Sie auch abgestorbene, beschädigte und gebrochene Zweige sowie solche, die sich kreuzen. Da die Brasilianische Guave recht dicht und gut verzweigt wächst, empfehlen wir, einige Zweige im Inneren der Krone zu entfernen. So wird sie ausgelichtet und Licht kann besser eindringen.

Ernte und Verwendung der Brasilianischen Guave

Feijoa-Früchte werden meist ab Mitte Oktober und im November geerntet. Für die Reifung brauchen sie milde Temperaturen. Von außen ist schwer zu erkennen, ob die Frucht reif ist. Dann fällt sie vom Baum. Schütteln Sie die Zweige vorsichtig, um die Früchte aufzufangen, die sich lösen und damit verzehrfertig sind. Nach der Ernte ist die Frucht nur begrenzt haltbar.

Neben ihrem angenehmen Geschmack, der an Ananas, Guave und Erdbeere erinnert, ist die Frucht der Brasilianischen Guave besonders reich an Vitamin C. Zum Verzehr wird sie meist halbiert und das Fruchtfleisch mit einem Löffel ausgelöffelt – ähnlich wie beim Chinesischen Strahlengriffel. Die Schale ist ebenfalls essbar, schmeckt jedoch weniger gut als das Fruchtfleisch. Feijoa eignet sich für Smoothies sowie für Marmeladen, Gelees, Torten und Kompott. Die in den Früchten enthaltenen Kerne können Sie aufbewahren, um Feijoa durch Aussaat zu vermehren.

→ Mehr dazu in unserem Ratgeber: Feijoa-Früchte ernten und aufbewahren

Brasilianische Guave

Vermehrung: Aussaat

Zur Vermehrung der Brasilianischen Guave verwendet man vor allem die Aussaat oder Stecklingsvermehrung, obwohl auch Veredeln oder Abmoosen möglich sind. Die Stecklingsvermehrung erfolgt im Sommer mit Stecklingen mit Fuß von halbverholzten Trieben. Sie ist recht anspruchsvoll, weshalb wir eher zur Aussaat raten. Gelingt sie jedoch, tragen aus Stecklingen gezogene Pflanzen schneller Früchte als aus Samen gezogene.

Aussaat

Führen Sie die Aussaat im Frühjahr durch. Sie können Samen verwenden, die Sie selbst aus vollreifen Früchten gewonnen haben. Spülen Sie die Samen in diesem Fall vor der Aussaat ab, damit kein Fruchtfleisch an ihnen haften bleibt.

  1. Füllen Sie einen Topf mit einem leichten, drainierenden Substrat, zum Beispiel einer Mischung aus Blumenerde und Sand.
  2. Säen Sie die Samen aus.
  3. Bedecken Sie sie mit einer dünnen Substratschicht.
  4. Gießen Sie vorsichtig mit feinem Brausestrahl.
  5. Stellen Sie den Topf an einen hellen, geschützten Ort mit etwa 15 °C.

Die Samen keimen nach 3 bis 5 Wochen. Sobald die Keimlinge groß genug zum Anfassen sind, können Sie sie in einzelne Töpfe pikieren. Das Wachstum der Jungpflanzen verläuft recht langsam. Bis zu den ersten Früchten müssen Sie mindestens vier Jahre warten.

Pflanzkombination im Garten

Wir empfehlen, die Brasilianische Guave mit anderen exotischen und ungewöhnlichen Obstgehölzen zu kombinieren. So schaffen Sie einen außergewöhnlichen Obstgarten, indem Sie sie beispielsweise zusammen mit Feigenbäumen, Sanddorn, Chinesischem Strahlengriffel, Nashi-Birnen und anderen pflanzen… Nutzen Sie auch die Gelegenheit für eine Kakipflaume (Diospyros kaki), einen Baum, der neben köstlichen Früchten auch eine wunderschöne Herbstfärbung bietet! Sie können auch Gemeinen Bocksdorn (Lycium barbarum) pflanzen. Nicht zu vergessen der Westliche Erdbeerbaum, ein sehr schöner Strauch mit dekorativer Rinde und runden roten Früchten, die Erdbeeren ähneln. Denken Sie auch an Zitrusfrüchte wie Mittelmeer-Mandarine, Yuzu oder Zitronenbaum.

Eine Idee zur Kombination der Brasilianischen Guave mit anderen ungewöhnlichen Obstgehölzen

Sie können die Brasilianische Guave mit anderen ungewöhnlichen oder exotischen Obstgehölzen kombinieren. Brasilianische Guave (Foto Arn), Dreilappige Papau (Foto Agnfieszka Kwiecień), Kakipflaume (Foto Chris Light), Chinesischer Strahlengriffel (Foto Lazaregagnidze) und Feigenbaum

Für eine besonders exotische und fremdartige Atmosphäre können Sie die Brasilianische Guave problemlos mit Bananen, Palmen und Palmlilien pflanzen. Diese Pflanzen mit ihrer beeindruckenden Silhouette strukturieren den Garten und bringen Höhe. Davor können Sie etwas niedrigere Pflanzen setzen, etwa Wolfsmilch, Wandelröschen oder Goldlack. Für Leichtigkeit sorgen Gräser wie Carex comans ‘Bronze Form’ oder Imperata cylindrica ‘Red Baron’.

Inspiration für die Kombination der Brasilianischen Guave in einem mediterranen Garten

Für eine mediterrane Atmosphäre, etwa in einem Küstengarten: Oleander (Foto Challiyan), Opuntia microdasys (Foto Stan Shebs), Brasilianische Guave (Foto KENPEI), Chamaerops humilis ‚Cerifera‘ und Agave mediopicta ‚Lutea‘

Wenn Sie am Meer wohnen, nutzen Sie die Brasilianische Guave für die Gestaltung eines mediterranen Gartens. Dieser Strauch verträgt Gischt und Salz gut, und die milden Temperaturen an der Küste fördern sein Anwachsen und eine gute Fruchtproduktion. Sie können ihn mit Agaven, Feigenkakteen, Strohblumen und Heiligenkraut kombinieren. Auch als frei wachsende Hecke mit Griseline, Oleander und Ölweide lässt er sich pflanzen. Weitere Ideen für Sträucher finden Sie in unserem Ratgeber „10 perfekte Sträucher für einen Küstengarten“.

Nützliche Ressourcen

  • Entdecken Sie unser Sortiment an ausgefallenen und exotischen Obstbäumen
  • Ein Artikel von Ingrid in unserem Blog: „7 exotische und winterharte Obstbäume für den Garten“
  • Eine Website über seltene Obstgehölze mit vielen Informationen zur Brasilianischen Guave
  • Wir helfen Ihnen in unserem Kaufratgeber bei der Auswahl einer Brasilianischen Guave!

Häufig gestellte Fragen

  • Feijoa trägt keine oder kaum Früchte: Warum?

    Brasilianische Guave trägt kaum Früchte? Ursachen sind fehlende Bestäubung, Kälte, Jugend oder Stress nach dem Umpflanzen – Tipps für bessere Erträge.

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Feijoa sellowiana, Brasilianische Guave