10 Bäume, die sich leicht säen lassen

10 Bäume, die sich leicht säen lassen

Unsere Tipps für eine erfolgreiche Aussaat von Bäumen im Garten

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 21. September 2025  durch Pascale 5 min.

Einen Baum säen: einfach und kostenlos. Entdecken Sie 10 Bäume, die sich leicht aus Samen ziehen lassen – für Sie und künftige Generationen.

Herbst Schwierigkeit

Tipps für den Anfang

  • Wählen Sie einen Baum, der zur Gartengröße passt, und bedenken Sie sein Wachstum. Schade, wenn Sie ihn später fällen müssen, weil seine Verzweigung die Sonne nimmt oder zum Nachbarn reicht.
  • Sehen Sie sich um und achten Sie auf Bäume, die von selbst wachsen. Sie sind an Klima und Boden angepasst.
  • Überlegen Sie, wozu Sie den Baum säen möchten: Soll er Schatten spenden, vor Wind und Blicken schützen, Nahrung liefern oder einfach dekorativ wirken?
  • Berücksichtigen Sie verborgene Leitungen wie Rohre, eine Klärgrube, Stromkabel oder einen Pool. Wurzeln können diese Elemente beschädigen.

Wann und wie Bäume säen?

Da die Natur gut vorsorgt, keimen Baumsamen nur bei optimalen Klimabedingungen. Deshalb begeben sie sich im Herbst, sobald sie zu Boden fallen, freiwillig in Dormanz. So überstehen sie den Winter unbeschadet, geschützt von ihrer Samenschale. Während dieser Dormanz wird die Hülle, die Kern und Samen schützt, abgenutzt und weicher; ihre Undurchlässigkeit nimmt ab. Im Frühling haben sie ihre physiologische Reife erreicht und können keimen.

Stratifikation zur Förderung der Keimung

Beim Aussäen von Baumsamen kann man diese besonderen Bedingungen der Dormanz nachbilden, um die Keimchancen zu verbessern. Das nennt man Stratifikation. Doch worum handelt es sich genau? Dabei wird der Samen durch feuchte Kälte getäuscht, damit er langsam aus der Dormanz erwacht. So weichen Samenschale oder Kern auf und ermöglichen die Keimung.

Eichel

Die Stratifikation täuscht den Samen und ermöglicht ihm, in die Dormanz einzutreten

In unserem Ratgeber zur Stratifikation erfahren Sie alles über diese Technik.

10 Bäume, die sich leicht aussäen lassen

Die Eiche, majestätischer Baum

Die Eiche (Quercus) gehört zu den Bäumen, die in allen Regionen Frankreichs wachsen. Majestätisch und langlebig gilt sie als Symbol der Weisheit. Mit mehr als 400 Arten ist die Eiche in unseren Wäldern weit verbreitet, in unseren Gärten dagegen etwas weniger. Dank ihrer dichten Krone spendet sie dennoch schönen Schatten, auch wenn ihr Wachstum eher langsam ist.

Eiche

→ Die Aussaat: Eicheln keimen mit oder ohne Stratifikation. Sammeln Sie in der zweiten Oktoberhälfte die größten Eicheln, entfernen Sie die Fruchtbecher und legen Sie sie 24 Stunden in lauwarmes Wasser. Nicht keimfähige Eicheln schwimmen oben. Anschließend stratifizieren Sie die Eicheln oder pflanzen sie in einen Topf, 1 cm tief in ein Substrat, das bei 20 °C gehalten wird. Im Frühjahr können Sie die Eichenkeimlinge pikieren.

Der Ahorn, bemerkenswerte Herbstfarben

Der Ahorn (Acer) umfasst zahlreiche Arten mit bemerkenswerten Herbstfarben. Er bevorzugt meist frische Böden und Sonne und ist bis -20 °C winterhart. Als Solitär, Hecke oder sogar im Topf setzt er dekorative Akzente im Garten.

→ Die Aussaat: Sammeln Sie im Herbst die zweiteiligen Flügelfrüchte und wenden Sie zur Aussaat im Frühjahr eine Kaltstratifikation an.

Die Esche, stattlicher Waldbaum

Die Gemeine Esche (Fraxinus excelsior) ist in unseren Wäldern sehr verbreitet. Robust und sehr winterhart wächst sie schnell und entwickelt eine majestätische Wuchsform. Wegen ihrer kräftigen Wurzeln empfiehlt sie sich für sehr große Gärten.

→ Die Aussaat: Die Achänen müssen ab Dezember stratifiziert werden. Pflanzen Sie sie im Frühjahr mit der Spitze nach unten 1 cm tief in Blumenerde.

Die Hainbuche, häufig in Parks gepflanzt

Mit der Hainbuche (Carpinus betulus) wirkt der Wald- und Parkbaum dank glänzender Blätter und schöner Herbstfarben eindrucksvoll. Pflegeleicht, winterhart und anspruchslos findet sie überall ihren Platz, sofern der Boden nährstoffreich ist.

Hainbuche Carpinus betulus

→ Die Aussaat: Wenden Sie eine Kaltstratifikation an, um die Jungpflanzen im Frühjahr zu pikieren.

Die Birke mit eleganter Wuchsform

Die Birke (Betula) erkennt man an ihrer weißen Rinde und dem zarten Laub. Sie ist äußerst winterhart, anpassungsfähig und wächst schnell. Wegen ihrer ausläuferbildenden Wurzeln muss sie mit Abstand zu Leitungen gepflanzt werden.

Die Aussaat: Sammeln Sie die Kätzchen und wenden Sie im Winter eine Stratifikation an.

Der Mandelbaum für mediterrane Regionen

Der Mandelbaum (Prunus dulcis) bezaubert mit seiner den Frühling ankündigenden Blüte, ist jedoch frostempfindlich. Daher wird er nur im Mittelmeerraum an einem sonnigen Standort in normalem bis armem, aber tiefem Boden kultiviert. Trockenheitsverträglich bildet er im Mai oder Juni Mandeln, die erst im September oder Oktober geerntet werden.

Prunus dulcis Mandelbaum

→ Die Aussaat: Die Aussaat erfolgt nach einer Stratifikation im Winter. Die sehr harte Schale lässt sich durch leichtes Anrauen aufweichen.

Der Pflaumenbaum, süße Aussichten

Der Pflaumenbaum (Prunus domestica) ist in unseren Gärten weit verbreitet. Dieser Obstbaum mit seinen zahlreichen Sorten ist anspruchslos, bleibt klein und ist besonders winterhart. Da er sich in freier Natur leicht vermehrt, gelingt auch die Aussaat problemlos.

→ Die Aussaat: Sie können Ende des Sommers einen Kern direkt ins Freiland säen; eine Stratifikation erhöht jedoch die Erfolgschancen.

Der Aprikosenbaum für milde Regionen

Da seine hübsche Blüte frostempfindlich ist, bevorzugt der Aprikosenbaum (Prunus armeniaca) milde Klimate. Er kann jedoch überall wachsen, da er sowohl trockenheits- als auch kälteverträglich ist. Er liebt gut durchlässige Böden und Sonne.

→ Die Aussaat: sehr einfach durch Stratifikation.

Der Apfelbaum, unverzichtbarer Obstbaum

Der Apfelbaum (Malus pumila) umfasst nicht weniger als 20.000 Sorten. Er ist an gemäßigte Klimate bestens angepasst, wächst überall und zeigt eine hübsche weiße oder rosafarbene Frühlingsblüte. Damit eignet er sich auch für kleine Gärten.

→ Die Aussaat: durch Stratifikation der Kerne im Herbst.

Die Eibe, markanter Nadelbaum

Die Europäische Eibe (Taxus baccata) lässt sich leicht als Hecke oder Formschnittgehölz schneiden und ist äußerst elegant. Sie passt sich allen Standorten an und ist sehr widerstandsfähig. Allerdings wächst sie langsam.

Eibe Taxus baccata

→ Die Aussaat: Säen Sie die Beeren im Oktober in eine Anzuchtschale mit Blumenerde und Sand. Stellen Sie sie an einen halbschattigen Platz. Die Keimung kann nach ein bis zwei Monaten erfolgen.

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