Welche Apfelsorten sind die besten?

Welche Apfelsorten sind die besten?

Leckere Sorten zum Naschen oder Kochen!

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 13. August 2025  durch Alexandra 9 min.

Golden, Gala, Fuji, Granny oder Goldparmäne … Es gibt zahlreiche Apfelsorten und ebenso viele Apfelbaumtypen, sodass es nicht leicht ist, den Überblick zu behalten! Sie alle haben unterschiedliche Eigenschaften: Manche sind sehr mild und süß, andere eher säuerlich, manche besonders knackig, während andere ein weicheres Fruchtfleisch haben … Daraus ergeben sich verschiedene Verwendungsmöglichkeiten: Die eine Sorte eignet sich besser für Tartes, eine andere ist ideal für Apfelmus, eine dritte schmeckt am besten frisch. Je nach ihren Eigenschaften eignen sie sich für Salate, Säfte, zum Backen, für süß-herzhafte Rezepte sowie zu Fleisch und Gemüse … Für Apfeltartes wählt man beispielsweise Sorten mit festem Fruchtfleisch, die beim Backen besser ihre Form behalten. Für Apfelmus sind dagegen weichere Äpfel besser geeignet, die beim Kochen schön zerfallen.

In diesem Überblick stellen wir Ihnen nicht unsere Top 7, sondern unsere Top 12 der besten Apfelsorten vor, damit Sie diejenige finden, die Ihren Wünschen am besten entspricht!

? Sorte ? Ideale Verwendung ? Schalenfarbe ? Geschmack ? Aroma / Textur
Goldparmäne Tarte, Apfelmus, roh Gelb-rot/orange Ausgewogen: süß und säuerlich Sehr aromatisch, etwas winterhart, feine Textur
Belle de Boskoop Tarte, Apfelmus, zum Kochen  Rot-grün/bronze Säuerlich, leicht süß Sehr aromatisch, fest, wird beim Kochen weich
Delbard Jubilé Tarte, roh ? Leuchtend rot Süß und leicht säuerlich Sehr aromatisch, saftig, knackig
Rambour d’Hiver Tarte, Apfelmus, zum Kochen Grün-rot Süß mit etwas Säure Fest, behält beim Kochen gut die Form, feiner Geschmack
Reinette grise du Canada Tarte, Apfelmus, langsames Garen  Graubraun Süß, sehr aromatisch Festes Fruchtfleisch, sehr aromatisch, winterhart
Elstar Tarte, Apfelmus, roh  Gelb-rot Süß mit einem Hauch Säure Saftig, mild, leichtes Honigaroma
Transparente de Croncels Apfelmus, schnelles Garen Hellgelb bis weiß Sehr säuerlich Mehliges, schmelzendes Fruchtfleisch, sehr frühe Reifung
Golden Delicious Tarte, Apfelmus, roh, Saft Goldgelb Süß, sehr mild Weiches Fruchtfleisch, wenig Säure, milder Geschmack
Fuji Roh, Saft  Rosarot/gelb Sehr süß, wenig Säure Sehr knackig, saftig, blumiges Aroma
Ariane Roh, Tarte, Apfelmus ? Leuchtend rot Süß mit ausgewogener Säure Krankheitsresistent, knackig, aromatisch
Granny Smith Roh, Salat, Gebäck ? Leuchtend grün Sehr säuerlich, wenig süß Knackig, saftig, erfrischend

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Schwierigkeit

Goldparmäne: köstliche Apfelsorte, leicht zu kultivieren

Goldparmäne ist eine alte Sorte, die um 1770 entstand. Dieser früh reifende Kultur-Apfel wird Anfang September geerntet. Sehr winterhart und frostfest, eignet er sich für die meisten Regionen, auch für kühle Lagen. Wenig anfällig für Schorf, ist er ertragreich und leicht zu kultivieren, auch für Anfänger.

Der gelb-rot gestreifte Apfel ist mittelgroß. Sein Fruchtfleisch ist knackig, saftig und fest, mit einer ausgewogenen Süße und Säure sowie einem feinen, nussähnlichen Aroma.

In der Küche eignet er sich hervorragend zum Backen: Er behält seine Form und ist perfekt für Tarte Tatin oder Bratäpfel. Auch roh ist er ein Genuss, um seine Frische voll auszukosten.

Der teilweise selbstfruchtbare Kultur-Apfel ist zudem ein sehr guter Befruchter. Für einen guten Fruchtansatz empfiehlt sich die Kombination mit Sorten wie Idared, Golden Delicious, Melrose oder Cox Orange. Er wird in durchlässigen Boden an einem sonnigen bis halbschattigen Standort gepflanzt.

Früchte des Kultur-Apfels Goldparmäne

Belle de Boskoop: Spätapfel für Mus und Kuchen

La Belle de Boskoop ist eine alte, spät reifende Sorte, die zwischen Ende Oktober und November geerntet wird. Sie trägt große, runde Früchte mit rauher Schale, gelbgrün bis rot gefärbt und teils unregelmäßig geformt. Dieser Kultur-Apfel ist kräftig, winterhart und widerstandsfähig, insbesondere gegen Schorf und Rindenkrebs. Er bildet einen ausgebreiteten, gut durchlüfteten Baum, was Krankheiten vorbeugt.

Die Äpfel sind saftig, mit körnigem, zartem Fruchtfleisch sowie einer Mischung aus Säure und Süße. Beim Kochen werden sie weich und entwickeln ein kräftiges, aromatisches Aroma.

Der Apfel eignet sich vollreif ideal für Kompott, aber auch sehr gut für Tarte Tatin.

Dieser Kultur-Apfel bevorzugt frische bis feuchte Böden und verträgt keine trockenen Standorte. Er ist nicht selbstfruchtbar: Für einen guten Fruchtansatz kombinieren Sie ihn mit Goldparmäne, Golden oder Starking Delicious.

Früchte des Kultur-Apfels Belle de Boskoop

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Delbard Jubilé: ein besonders aromatischer Apfel für Genießer!

Delbard Jubilé ist eine 1964 gezüchtete, relativ neue Sorte, auch bekannt als ‚Delgollune‘. Die Ernte erfolgt Ende Oktober, die Früchte sind unter guten Bedingungen bis März lagerfähig. Dieser kräftige Kultur-Apfel trägt schöne zweifarbige, rot-gelbe Äpfel mit hervorragendem Geschmack.

Das Fruchtfleisch ist zart schmelzend, süß und aromatisch, mit feinen Honig- und Haselnussnoten. Ein ausgezeichneter Tafelapfel zum Rohessen, der sich dank seiner guten Kochfestigkeit auch hervorragend für süße und herzhafte Rezepte eignet.

Der Kultur-Apfel ist ertragreich und recht krankheitsfest. Er eignet sich gut für die Erziehung als Palmette. Als Befruchter werden Goldparmäne, Royal Gala, Delbarestivale und Régali empfohlen.

Früchte des Apfelbaums Delbard Jubilé

Rambour d'Hiver: Alte Apfelsorte, ideal für Saft!

Rambour d’Hiver ist eine alte, winterharte Sorte, die sich besonders für kalte Regionen eignet. Die Ernte erfolgt im Oktober, die Früchte halten sich an einem kühlen Ort bis Januar.

Sie trägt große, unregelmäßig geformte Äpfel mit gelber, rot gestreifter Schale, die manchmal fast vollständig rot ist.

Das Fruchtfleisch ist süß und leicht säuerlich, aber wenig aromatisch. Daher schmeckt der Apfel gekocht besser als roh. Ideal für Kompott, Gebäck und sogar Apfelsaft.

Der Kultur-Apfel ist krankheitsresistent, aber nicht selbstfruchtbar. Eine in der Nähe gepflanzte Goldparmäne sorgt für eine gute Bestäubung.

Äpfel der Sorte Rambour d’Hiver

Graue Kanadarenette: alte Sorte, ideal für Bratäpfel!

Die Graue Kanada-Renette ist eine alte Sorte englischen Ursprungs, auch unter dem Namen Golden Russet bekannt.

Sie trägt abgeflachte, unregelmäßig geformte Früchte mit rauer, bronzegelber bis zimtfarbener Schale. Dieser kräftige, gut durchlüftete Kultur-Apfel ist wenig anfällig für Schorf und passt sich den meisten Regionen an.

Das Fruchtfleisch ist aromatisch und fest, mit einem ausgewogenen Verhältnis von Süße und Säure. Es eignet sich sehr gut zum Kochen und Backen und macht diesen Apfel zu einer hervorragenden Sorte für den Backofen. Auch für Kompott ist er geeignet oder kann roh genossen werden.

Selbstfruchtbar, trägt diese Sorte noch besser, wenn sie mit Apfelsorten wie Idared, Goldparmäne oder Golden Delicious kombiniert wird.

Äpfel der Sorte Graue Kanada-Renette

Elstar: süß-säuerlicher Apfel zum Knabbern!

Der Kultur-Apfel ‚Elstar‘ ist eine jüngere, sehr ertragreiche Sorte aus einer Kreuzung von Golden Delicious und Ingrid Marie. Er ist frühreif und kann ab Anfang September geerntet werden; die Äpfel sind bis März lagerfähig. Er eignet sich gut für Nordfrankreich und mittlere Höhenlagen.

Die Früchte sind recht groß, gelb und rot gestreift, mit knackigem, saftigem und sehr aromatischem Fruchtfleisch. Ihr süß-säuerlicher Geschmack macht sie zu einem erfrischenden Tafelapfel, der sich ideal zum Rohessen oder für Obstsalat eignet.

Auch beim Kochen behalten sie ihre Form sehr gut und eignen sich daher für Tartes, Kompott, Pfannengerichte oder Bratäpfel.

Dieser Kultur-Apfel ist frosthart, aber anfällig für Krankheiten und Alternanz. Er benötigt Befruchtersorten wie Golden Delicious, Gala, Granny Smith, Goldparmäne oder Melrose.

Früchte des Kultur-Apfels 'Elstar'

Transparente de Croncels: Alte Apfelsorte für Kompott!

Transparente de Croncels ist eine sehr frühe Sorte, deren Ernte bereits Ende August beginnt. Dieser Kultur-Apfel ist kräftig, frost- und krankheitsfest sowie leicht zu kultivieren.

Er trägt große, mattgelbe Äpfel, die manchmal rot gefärbt und grau gepunktet sind.

Das Fruchtfleisch ist zart, saftig und körnig, mit einem süßen, feinen und leicht säuerlichen Geschmack. Bei zu später Ernte kann es mehlig werden. Die Äpfel eignen sich ideal für Kompott, da sie beim Kochen schmelzend weich werden, schmecken aber auch roh, in Spalten geschnitten.

Die Sorte ist nicht selbstfruchtbar: Goldparmäne und Cox Orange werden als Befruchtersorten empfohlen.

Äpfel der Sorte Transparente de Croncels

Golden Delicious: vielseitiger Apfel für alle!

Golden Delicious ist die meistangebaute Apfelsorte Frankreichs, geschätzt für ihre Vielseitigkeit und einfache Kultur. Die Ernte beginnt im September, und die Äpfel lassen sich den ganzen Winter bis ins Frühjahr lagern.

Sie trägt große, goldgelbe Früchte, die bisweilen grün oder orange überhaucht sind.

Ihr Fruchtfleisch ist süß, aromatisch und leicht säuerlich. Roh ist der Apfel erfrischend; gekocht bleibt er fest und eignet sich daher bestens für Tartes, Crumbles oder Bratäpfel.

Der Apfelbaum wächst kräftig, benötigt für einen guten Fruchtansatz jedoch eine winterliche Kälteperiode. Er ist daher für kalte Regionen geeignet. Die Sorte ist nicht selbstfruchtbar. Geeignete Befruchtersorten sind Granny Smith, Goldparmäne, Starking Delicious, Idared, Melrose und Cox Orange.

Goldgelbe Äpfel der Sorte Golden Delicious

Fuji: sehr süße Äpfel zum Naschen!

Fuji ist eine sehr beliebte asiatische Sorte, die 1939 in Fujisaki, Japan, gezüchtet wurde. Sie ist spät reif und wird ab Mitte Oktober geerntet. Die Früchte sind bei kühler Lagerung bis zu 8 Monate haltbar. Dieser Kultur-Apfel trägt schnell Erträge.

Die Äpfel sind rund und rot auf gelbem Grund mit glänzender Schale. Ihr Fruchtfleisch ist saftig, mild und süß, mit einem leichten Honigaroma und wenig Säure.

Fuji wird vor allem roh gegessen, eignet sich aber auch zum Backen, etwa für Kuchen.

Um die geschmackliche Qualität zu erhalten, sollten Sie die Früchte ausdünnen: Das begrenzt ihren Zuckerverlust und verringert das Risiko der Alternanz. Fuji ist nicht selbstfruchtbar. Für einen guten Fruchtansatz pflanzen Sie Sorten wie Golden Delicious, Granny Smith oder Gala in der Nähe.

Die tiefroten Äpfel der Sorte Fuji

Ariane: Knackapfel, säuerlich, leicht zu kultivieren

Der Kultur-Apfel Ariane ist eine neuere Sorte, die 1979 vom INRA gezüchtet wurde – im Jahr des ersten Flugs der gleichnamigen Rakete. Die Erntezeit liegt zwischen Ende September und Oktober, die Früchte sind hervorragend lagerfähig und halten sich bis zu 7 Monate.

Er trägt kleine, rote Äpfel, teils gelb überhaucht. Das Fruchtfleisch ist knackig, süß und säuerlich und prickelt leicht im Mund. Beim Kochen bleibt es fest, sodass sich die Äpfel sowohl roh als auch zum Backen verwenden lassen.

Dieser Kultur-Apfel ist kräftig wachsend, winterhart und anspruchslos sowie sehr krankheitsresistent, insbesondere gegen Schorf. Er ist sehr ertragreich, benötigt nur wenige Behandlungen und lässt sich problemlos im Garten anbauen. Zur Bestäubung werden die Sorten Golden Delicious, Goldparmäne und Royal Gala empfohlen.

Rote Äpfel der Sorte Ariane

Granny Smith: säuerlicher, knackiger Apfel für die Küche

Granny Smith ist eine späte und sehr verbreitete Sorte, die Anfang November geerntet wird. Sie trägt runde Äpfel mit leuchtend grüner, glänzender Schale, die bei später Ernte gelblich-rosa werden können und dann aromatischer schmecken.

Das Fruchtfleisch ist fest, sehr saftig und säuerlich sowie zuckerarm – ein erfrischender Apfel. Er eignet sich ideal zum Kochen und Backen, etwa für Crumbles, Tarte Tatin oder Salate, da er beim Garen seine Form behält und an der Luft nur langsam braun wird.

Im Garten ist er nicht selbstfruchtbar und benötigt Sorten wie Golden Delicious, Jonathan, Idared oder Melrose zur Befruchtung. Dieser Apfelbaum braucht im Herbst Wärme und ist daher für kalte Regionen nicht geeignet. Zudem ist er anfällig für Krankheiten wie Mehltau, Schorf und Mehlige Apfelblattlaus.

Grüne Äpfel der Sorte Granny Smith

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