10 unbekannte essbare Beeren

10 unbekannte essbare Beeren

Unsere Auswahl besonderer Sträucher und Obstbäume

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 7. Januar 2026  durch Alexandra 7 min.

10 unbekannte essbare Beeren von Hundsrose, Schlehe, Weißdorn & Holunder: gesund, dekorativ und lecker. Entdecken Sie auch unsere exotischen Obstgehölze.

Frühling, Sommer Schwierigkeit

Hagebutten

Hagebutten sind die Früchte der Hunds-Rose (Rosa canina). Sie enthalten Brennhaare und werden deshalb auch „Arschkratzer“ genannt. Zum Verzehr müssen sie geöffnet und von den Haaren befreit werden, was die Zubereitung aufwendig macht. Genau genommen handelt es sich um Scheinfrüchte, die durch die Verdickung des Blütenbodens entstehen. Sie sind fleischig, eiförmig, leuchtend rot und glänzend und werden 1,5 bis 2,5 cm lang. Sie reifen im Herbst, im Oktober und November. Am besten erntet man sie nach den ersten Frösten, wenn sie teigig sind. Sie sind sehr reich an Vitamin C sowie an Mineralstoffen, Spurenelementen und Antioxidantien. Roh schmecken sie sauer und adstringierend. Deshalb werden sie meist gekocht verzehrt, etwa als Konfitüre, Fruchtmark, Aufguss oder Abkochung.

Entdecken Sie unsere Anleitungen „Hagebutten selbst trocknen“ und „Hagebuttenkonfitüre zubereiten“

Unbekannte essbare Beeren: Hagebutten

Braunellen

Es sind die Früchte der Schlehe (Prunus spinosa), auch Schwarzdorn genannt. Dieser dornige Strauch wächst in Frankreich wild an Waldrändern, in Wäldern, Hecken und auf Brachland. Im zeitigen Frühjahr erscheinen weiße Blüten, im Herbst dunkelblaue, hellblau bereifte Drupen. Sie sind 1 bis 1,5 cm groß und bei Vögeln sehr beliebt. Wegen ihres herben, säuerlichen Geschmacks wartet man mit der Ernte bis zum ersten Frost, dann schmecken sie süßer. Schlehen werden für Likör, Marmelade, Kompott und Kuchen verwendet.

Unbekannte essbare Beeren: Schlehen

Hagebutten

Weißdornbeeren sind die Früchte des Weißdorns (Eingriffliger Weißdorn und Zweigriffliger Weißdorn). Wie bei der Heckenrose entstehen sie durch die Verdickung des Blütenbodens. Sie sind rund, fleischig und ähneln kleinen Äpfeln mit leuchtend roter Farbe. Roh schmecken Weißdornbeeren etwas fade und mehlig, doch als Marmelade oder Gelee sind sie sehr beliebt, zum Beispiel gemischt mit anderen Früchten wie Himbeeren. Die Ernte beginnt im September und dauert bis zum ersten Frost. Weißdornbeeren haben medizinische Eigenschaften: Sie wirken blutdrucksenkend, verdauungsfördernd und helfen gegen Bluthochdruck.

Mehr über den Anbau von Weißdorn erfahren Sie in unserem ausführlichen Ratgeber: „Weißdorn, Crataegus: Pflanzung, Rückschnitt, Pflege“

Unbekannte essbare Beeren: Weißdornbeeren, Früchte des Weißdorns

Holunderbeeren

Der Schwarze Holunder, Sambucus nigra, wird sowohl für seine duftenden, essbaren Blüten (für Sirup und Beignets) als auch für seine Beeren geschätzt, die im August und September geerntet werden. Dann trägt er große Trauben runder Beeren von 6 bis 8 mm Größe, die sich von Rot zu glänzendem Schwarzviolett färben und an leuchtend roten Blütenstielchen sitzen. Roh sind sie unverdaulich und müssen vor dem Verzehr gekocht werden. Sie eignen sich für Sirup, Gelees und Marmeladen, als Zutat in Kuchen und Gebäck oder zur Herstellung von Holunderwein. Sie sind besonders reich an Antioxidantien sowie an Vitamin A, B und C und Eisen.

Entdecken Sie unsere Anleitung: „Wie kocht man Holundermarmelade?“

Unbekannte essbare Beeren: Holunderbeeren

Der Westliche Erdbeerbaum

Westlicher Erdbeerbaum (Arbutus unedo), auch Erdbeerbaum genannt, ist ein mediterraner Strauch, der für sein immergrünes Laub, seine weißen oder rosafarbenen Glockenblüten und seine sehr dekorativen Früchte geschätzt wird. Sie sind rundlich, messen 2 bis 3 cm im Durchmesser und haben eine raue Oberfläche mit kleinen Höckern. Zunächst gelb, färben sich die Früchte zur Reife orangerot. Sie werden im Spätsommer bis Frühherbst geerntet und schmecken süß und leicht säuerlich. Roh können sie in Maßen verzehrt werden, da sie schwer verdaulich sind und in großen Mengen Erbrechen und Koliken auslösen können. Auch gekocht sind sie genießbar. Man kann daraus Konfitüre, Gelee, Kompott oder Likör herstellen. Erdbeerbaumfrüchte sind reich an Vitamin C und Polyphenolen. Außerdem wirken sie gegen Durchfall, adstringierend und harntreibend.

Entdecken Sie Oliviers Artikel in unserem Blog: „Erdbeerbaumfrucht: eine essbare Frucht zum Entdecken“

Unbekannte essbare Beeren: Erdbeerbaumfrüchte

Bocksdornbeeren

Der Gemeine Bocksdorn (Lycium barbarum) ist ein aus China stammender Strauch mit sehr biegsamer, verzweigter Wuchsform (er kann auch am Spalier gezogen werden) und leicht dornigen Zweigen. Er bildet schöne kleine lila Blüten, aus denen rote, längliche Beeren hervorgehen. Sie werden von Juli bis zu den ersten Frösten geerntet. Sie sind besonders reich an Vitamin C, Antioxidantien und Spurenelementen. In China werden ihnen außergewöhnliche Eigenschaften zugeschrieben; dort werden sie auch „Früchte des Glücks“ genannt und sollen die Lebenserwartung erhöhen. Bocksdornbeeren können frisch oder getrocknet verzehrt werden.

Unser Ratgeber: „Bocksdornbeeren anbauen, ernten und trocknen“

Unbekannte essbare Beeren: Bocksdornbeeren

Die Felsenbirne

Die Felsenbirne ist ein sommergrüner Strauch, der im Frühjahr eine üppige, sternförmige weiße Blüte hervorbringt. Auch ihr Laub zeigt im Herbst schöne rote, purpurfarbene und kupferfarbene Töne. Im Sommer bildet sie kleine, runde, sehr dekorative Beeren, die zunächst rosa und später dunkelviolett bis purpurfarben sind. Farbe, Form und Größe erinnern an Heidelbeeren, denn sie werden kaum größer als 1 cm im Durchmesser. Von Juli bis August sind sie erntereif und schmecken saftig, süß und leicht säuerlich. Felsenbirnenbeeren sind reich an Antioxidantien, Pektinen und Ballaststoffen. In Frankreich noch wenig bekannt, werden sie vor allem in Osteuropa und Kanada verzehrt. Sie schmecken roh oder gekocht, etwa in Marmeladen oder Torten.

Unser Ratgeber: „Felsenbirnen ernten und lagern“

Wenig bekannte essbare Beeren: Früchte der Felsenbirne

Heckenkirsche (Mai-Beere)

Die Rote Heckenkirsche oder Lonicera kamtschatica ist ein strauchförmiges Geißblatt, das im Frühjahr längliche, bläuliche, bereifte Beeren trägt. Sie werden im Mai und Juni geerntet, daher der Name „Maibeere“. Ihr säuerlich-süßer Geschmack erinnert an Heidelbeeren. Sie sind besonders reich an Vitamin B und C sowie Spurenelementen. Die Beeren der Roten Heckenkirsche können roh verzehrt werden, eignen sich aber auch für köstliche Gelees und Marmeladen sowie Sorbets und Säfte. Der Strauch ist sehr winterhart (bis -40 °C) und gedeiht in frischem, nährstoffreichem, kalkfreiem Boden.

→ Unsere Ratgeber: „Maibeeren ernten und lagern“ und Maibeeren: Wie wählen Sie die richtige Sorte für Ihren Garten?

Unbekannte essbare Beeren: Maibeeren, Früchte der Roten Heckenkirsche

Die Apfelbeere

Apfelbeeren sind sommergrüne, aus Nordamerika stammende Sträucher, die für ihre essbaren roten oder schwarzen Beeren und ihr im Herbst besonders dekoratives Laub geschätzt werden. Die Beeren der Apfelbeere sind rund, bis zu 1,5 cm groß und erinnern an Heidelbeeren. Sie sind reich an Vitamin B und C, Mineralstoffen und Antioxidantien. Man kann sie frisch oder für Gebäck, Marmeladen, Sirup und Gelees verwenden. Beim Kochen entwickeln sie ein angenehm herb-süßes Aroma. Obwohl Aronia melanocarpa, Aronia arbutifolia und Aronia prunifolia alle drei essbare Beeren tragen, bevorzugt man für den Verzehr Sorten mit schwarzen Beeren, da diese milder schmecken. Besonders empfehlen wir Aronia melanocarpa, Aronia prunifolia ‚Viking‘ und ‚Nero‘.

Entdecken Sie unser komplettes Merkblatt zur Kultur der Apfelbeere sowie unser Tutorial: „Wie trocknet man Apfelbeeren?“

Unbekannte essbare Beeren: Beeren der Apfelbeere

Der Sanddorn

Der Sanddorn oder Hippophae rhamnoides (nicht zu verwechseln mit dem Westlichen Erdbeerbaum) ist ein großer, dorniger Strauch mit silbrigem Laub, der in Frankreich in Bergregionen und an der Küste wild wächst. Sanddorn ist diözisch: Es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Für eine Fruchtbildung müssen Sie daher beide Geschlechter pflanzen oder eine selbstfruchtbare Sorte wählen. Weibliche Pflanzen tragen hübsche orangefarbene, sehr Vitamin-C-reiche Früchte. Sie sind eiförmig und etwas weniger als 1 cm dick. Roh schmecken sie sauer, können aber zu Konfitüre, Sirup und Saft verarbeitet werden. Sanddorn gedeiht in voller Sonne auf magerem, drainierendem, sandigem oder kalkhaltigem Boden.

Entdecken Sie unser vollständiges Merkblatt zum Anbau von Sanddorn

Wenig bekannte essbare Beeren: Sanddornfrüchte

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Viele Bäume und Sträucher tragen ungewöhnliche, wenig bekannte essbare Beeren: Brasilianische Guave, Akebie, Kagayamae-Maulbeere, Lampionblume, Mispel, Eberesche, Nashi-Birne, Jostabeere, Beerentraube, Brustbeere und Indianerbanane.

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