7 Bäume mit ungewöhnlichem Laub

7 Bäume mit ungewöhnlichem Laub

für mehr Originalität im Garten!

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 23. November 2025  durch Christine 7 min.

Manche Bäume überraschen mit ungewöhnlichem Blatt. Ihre Blätter beeindrucken durch XXL-Format, kuriose Formen, Farbe oder Duft. Entdecken Sie sieben besondere Bäume.

Schwierigkeit

Blauglockenbaum oder Chinesischer Blauglockenbaum

Ursprünglich aus China stammend, ist der Blauglockenbaum ein sommergrüner Baum mit majestätischer Wuchsform. Er wird vor allem für seine aufrechten Rispen mit violetten, duftenden Blüten geschätzt und spendet im Sommer zudem wertvollen Schatten im Garten. Nach der Frühjahrsblüte bildet er große Blätter mit einem Durchmesser von bis zu 40–50 cm! Sie sind herzförmig und auf der Unterseite seidig behaart und ähneln stark den Blättern des Trompetenbaums, mit dem er häufig verwechselt wird. Aus den Blüten entwickeln sich ovale Kapselfrüchte mit Samen. Diese Früchte bleiben den ganzen Winter über am Baum sichtbar.

Der schnellwachsende Paulownia tomentosa erreicht bei Reife eine Höhe von etwa zwölf Metern. Ungeschnitten sollte er großen Gärten vorbehalten bleiben und einen sonnigen bis halbschattigen Standort erhalten. Sie können ihn auch als Rebe ziehen. Dann wächst er strauchförmig und bildet noch größere Blätter. Seine Blüte fällt in diesem Fall jedoch aus.

Blauglockenbaum mit auffälligem Laub, Baum mit XXL-Blättern, Baum mit riesigen Blättern

Paulownia tomentosa

Kuchenbaum oder Katsurabaum

Der Kuchenbaum ist für sein farbenprächtiges Laub bekannt, aber auch für den zarten Karamellduft, den er im Herbst beim Laubfall vor dem Winter verströmt. Er wird auch „Kuchenbaum“ oder „Lebkuchenbaum“ genannt. Vom Frühjahr bis zum Herbst bietet uns Cercidiphyllum japonicum ein farbenprächtiges Schauspiel. Zunächst rosa-rötlich, färben sich die Blätter, die denen des Judasbaums ähneln, im Sommer allmählich grün und nehmen später warme Farbtöne in Gelb, Orange, Rosa und Rot an.

Um seine schönen Farben zu intensivieren, sollte dieser sommergrüne Baum in leicht saurem Boden kultiviert werden. Während die Art meist 12 bis 15 m hoch wird und eine schlanke, kegelförmige, doch recht breite Wuchsform besitzt, gibt es heute auch kleinere Kultivare (4 bis 6 m hoch), etwa Cercidiphyllum japonicum ‚Rotfuchs‘ mit noch intensiverer Färbung oder Cercidiphyllum japonicum ‚Pendulum‘ mit hängender Wuchsform. Ob in Sonne oder Halbschatten, kultivieren Sie diesen prächtigen und sehr winterharten Baum in tiefgründigem, humusreichem und stets leicht feuchtem Boden.

Kuchenbaumblatt, Blatt mit Karamellduft, duftendes Baumblatt, aromatisches Baumblatt

Die schönen Farben von Cercidiphyllum japonicum

Gewöhnliche Scheinakazie 'Twisty Baby' / Robinia

Die Gewöhnliche Scheinakazie ‘Twisty Baby’ eignet sich ideal für kleine Gärten und ist eine Sorte mit ungewöhnlicher Wuchsform. Ihr Stamm trägt feine, gedrehte Zweige von rotbrauner Farbe. Diese sind mit hängenden Blättern in Mittelgrün bekleidet, die auf der Unterseite gräulich sind und sich um sich selbst rollen. Das gekräuselte Laub verleiht diesem kleinen Baum ein überraschendes Aussehen. Die ungewöhnliche Wuchsform kann manchmal den Eindruck erwecken, der Baum werde von saugenden Insekten befallen, die durch das Saugen von Pflanzensaft das Verdrehen der Blätter verursachen. Doch keine Sorge: Dieses Phänomen ist bei Robinia pseudoacacia ‚Twisty Baby‘ völlig normal, und der Baum ist kerngesund. Im Herbst nimmt dieser sommergrüne Baum anschließend eine schöne gelbe Färbung an. Im Winter bleibt er dank seiner stark spiraligen Verzweigung sehr dekorativ. Im Mai fällt die Frühjahrsblüte eher spärlich aus und zeigt sich erst bei älteren Exemplaren. Die wenigen hängenden Trauben weißer Blüten duften jedoch angenehm und sind bienenfreundlich. Anschließend bilden sich einige flache Schoten, die den Winter über am Baum bleiben.

Auch „krummstämmige Zwergakazie“ genannt, wächst diese klein bleibende Robinie (etwa 4 m hoch und 3 m breit) schnell. Mit zunehmendem Alter hängen ihre Zweige leicht über. Robinia pseudoacacia ‚Twisty Baby ® Lace Lady‘ lässt sich problemlos an einem sonnigen, windgeschützten Standort in gut durchlässigem Boden kultivieren. Sie können sie beispielsweise als Solitär in einem Garten im japanischen Stil in Szene setzen.

Zwerg-Gewöhnliche Scheinakazie, Robinie mit gekräuseltem Laub, ungewöhnliche Robinie

Robinia pseudoacacia ‘Twisty Baby’ (Foto links: Thomas Wolff – Flickr)

Der Amerikanische Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera)

Sommergrüner Baum: Der Amerikanische Tulpenbaum besitzt einzigartig geformte, für den Liriodendron typische Blätter. Die symmetrischen, vierlappigen Blätter erinnern an einen Katzenkopf! Im Frühling und Sommer hellgrün, leuchten sie im Herbst prachtvoll gelb-orange. Der Liriodendron tulipifera fällt auch durch seine sommerliche Blüte auf. Seine leicht duftenden Blüten erinnern an die Blüten der Tulpe, daher der Name dieses Baums. Die gelben Blütenstände mit orangefarbener Mitte und aufrechten Staubblättern erscheinen erst an mindestens zehnjährigen Bäumen.

Dieser bis zu 20 m hohe Baum ist ausgewachsen ideal als Solitär in einem großen Garten oder Park. Pflanzen Sie ihn in nährstoffreichen, leicht feuchten, sauren oder neutralen Boden.

Blatt des Amerikanischen Tulpenbaums, ungewöhnliches Baumblatt, Blatt in Katzenkopfform

Blüten und Blätter des Liriodendron tulipifera

Chinesischer Surenbaum ‘Flamingo’ oder Toona sinensis ‘Flamingo’

Toona sinensis ‘Flamingo’ ist ein Baum mit schmalem, säulenförmigem Wuchs und auffälligem rosafarbenem Blattaustrieb im Frühjahr! Seine langen, gefiederten Blätter mit granatroten Blattstielen wechseln im Jahresverlauf die Farbe. Zunächst sind die jungen Triebe im Frühjahr garnelenrosa. Dann werden die Blätter im Sommer cremeweiß und leuchtend grün, bevor sie sich im Herbst kupfergelb färben. Das sommergrüne Laub ähnelt stark dem des Götterbaums. Im Winter völlig kahl, zeigt der Baum eine graue, rissige Rinde mit harzigem, an Zedern erinnerndem Duft. Die Blüte im Mai und Juni ist dagegen eher unscheinbar.

Der Chinesische Surenbaum ‘Flamingo’ wächst schnell und erreicht etwa 10 m Höhe. Obwohl er als ausgewachsener Baum kurze Frostperioden bis -10/-15 °C verträgt, sollte er besser in mildem Klima gepflanzt werden, mit eher milden Wintern und ausreichend feuchten Sommern. Dieser prächtige Baum liebt einen sonnigen, vor kalten Winden geschützten Standort in fruchtbarem, durchlässigem Boden, der nicht zu stark austrocknet.

→ Mehr erfahren Sie in unserem ausführlichen Ratgeber Toona sinensis, Chinesischer Surenbaum: pflanzen und kultivieren

Chinesischer Surenbaum Flamingo mit außergewöhnlichem Laub, Baum mit rosafarbenen Blättern, ungewöhnlicher Baum

Toona sinensis ‘Flamingo’ (Fotos: Leonara Enking – Flickr)

Irokesenlorbeer oder Fenchelholzbaum albidum

Zu den Bäumen mit ungewöhnlichem Laub zählt der Sassafrasbaum. Dieser sommergrüne, aus Nordamerika stammende Baum zeigt im Herbst seine ganze Schönheit. Er trägt ovale oder gelappte Blätter, die stark an das Laub des Feigenbaums erinnern. Zunächst grün, färbt sich der Sassafrasbaum safrangelb, dann kräftig rosa und schließlich orange-rot! Dieser große Baum bietet ein prächtiges Schauspiel in warmen Farbtönen! Sassafras albidum, auch Sassafrasbaum genannt, verströmt zudem einen würzigen Duft. Seine Rinde bekommt bereits im Alter von 2 bis 3 Jahren Risse. Mit der Zeit wird sie dicker, braun und rötlich. Seine unauffällige Blüte bringt an weiblichen Pflanzen kleine Drupen (Früchte) hervor. Sassafras albidum wächst schnell, bildet leicht Ausläufer und entwickelt eine ausgebreitete, buschige Wuchsform mit bis zu 10 m Höhe und 5 m Breite.

Der Sassafrasbaum steht am besten in saurem, eher feuchtem Boden an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Beachten Sie jedoch, dass die in seinen Wurzeln enthaltenen Stoffe das Wachstum von Pflanzen in der Nähe beeinträchtigen können.

Laub des Sassafrasbaums, ungewöhnlich gelapptes Laub

Sassafras albidum (Foto oben links: Kat Fries)

Fächerblattbaum oder Fächertanne

Bekannt für seine extreme Widerstandsfähigkeit und Langlebigkeit (er kann bis zu 1000 Jahre alt werden), ist der Ginkgo biloba auch für sein Laub berühmt. Seine zahlreichen fächerförmigen Blätter leuchten im Frühjahr und Sommer frischgrün und färben sich im Herbst prächtig goldgelb! Wenn er sein sommergrünes Laub im Vorfeld des Winters abwirft, bildet es zu seinen Füßen einen großen goldenen Teppich und verleiht der Umgebung eine poetische Note. Dieser große Baum bleibt nicht unbemerkt! Seine faszinierende Silhouette kann bis zu 30 m hoch werden und sich auf über 9 m Breite ausdehnen. Allerdings verströmen die (giftigen) Früchte, die weibliche Ginkgos im Herbst hervorbringen und Mirabellen ähneln, einen üblen Geruch! Trotzdem bleibt der Fächerblattbaum ein außergewöhnlicher Baum.

Der Ginkgo biloba eignet sich als Solitär in großen Gärten, aber auch als Hintergrundpflanze im Beet oder im Topf, wenn es sich um Zwerg- oder säulenförmige Kultivare handelt. Luftverschmutzung macht ihm nichts aus, er kann daher in der Stadt kultiviert werden. Dieser äußerst winterharte, majestätische Baum benötigt lediglich einen sonnigen Standort, einen leichten, durchlässigen, leicht feuchten, aber nicht nassen Boden, vorzugsweise kalkhaltig.

Fächerblattbaum mit außergewöhnlichen Blättern, Baum mit fächerförmigen Blättern, Baum mit gelben Blättern

Ginkgo biloba

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