7 exotische Kräuter, leicht zu kultivieren
Aromakräuter und Gewürze pflanzen: exotische Küche
Inhaltsverzeichnis
Kräuter gehören in jede Küche. Basilikum, Minze, Thymian, Schnittlauch und exotische Kräuter bringen neue Aromen in Garten und Topf.
Ingwer (Gewöhnlicher Ingwer) für jedes Gericht
Ingwer ist sicherlich das bekannteste exotische Gewürz. Diese Rhizompflanze aus Asien wird wegen ihres einzigartigen Geschmacks und ihrer heilenden Eigenschaften verwendet.
Aus den unterirdischen Rhizomen wachsen lange Stängel mit lanzettlichen Blättern (in Form einer Speerspitze), die etwa 1 m hoch werden. Die Blüte lässt sich unter unseren klimatischen Bedingungen leider nur schwer erzielen, doch das mindert die zahlreichen Vorzüge des Ingwers keineswegs.
Sein Geschmack ist scharf, zitronig und bisweilen kampferartig.
Sein Plus: Um Winterbeschwerden vorzubeugen und den Körper zu stärken, können Sie Ingwer einem Sud aus Zitrone, Honig und Zimt hinzufügen (außerdem schmeckt er köstlich!).

Wie wird Ingwer kultiviert?
Der Anbau von Ingwer ist einfach, auch für Anfänger. Diese tropische Pflanze braucht Wärme (25 °C) und Feuchtigkeit, weshalb sie meist im Topf kultiviert wird. Verwenden Sie ein ausreichend großes und tiefes Gefäß, etwa einen Balkonkasten, damit sich die Rhizome gut entwickeln können.
In Regionen Südfrankreichs mit heißen Sommern kann Ingwer ab Mai im Freiland kultiviert werden, in einem leichten, gut drainierten Boden (luftig und ohne Staunässe). Er gedeiht an einem sonnigen bis halbschattigen Standort.
Die wichtigste Anforderung ist, das Substrat während der Wachstumsperiode stets feucht zu halten. Zu Beginn der Pflanzung sollten Sie jedoch übermäßiges Gießen vermeiden, da das Rhizom sonst vor dem Austrieb faulen kann.
Wie wird Ingwer geerntet und gelagert?
Die Ingwer-Rhizome werden im Herbst geerntet, sobald Stängel und Blätter gelb werden und vertrocknen, also 6 bis 9 Monate nach der Pflanzung.
Die Rhizome lassen sich mehrere Monate trocken lagern, doch ihr Geschmack wird kräftiger und schärfer.
Verwendung in der Küche und Vorteile von Ingwer
Ingwer schmeckt frisch am besten, einfach geschält.
Er ist aus der asiatischen und indischen Küche nicht wegzudenken. Gerieben verfeinert er Fruchtsäfte und Salate; fein geschnitten passt er zu Schmorgerichten, Brühen und Saucen; in süßen Speisen verleiht er Kuchen eine überraschende Note.
Ingwer gilt zwar als Aphrodisiakum, ihm werden auch positive Wirkungen auf die Verdauung sowie tonisierende und anregende Eigenschaften zugeschrieben.
→ Mehr erfahren Sie in den Anleitungen von Angélique: Ingwer zu Hause anbauen und von Pascale: Ingwer für seine gesundheitlichen Vorteile kultivieren.
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7 asiatische Gemüse für den Anbau im GemüsegartenLemongras (Cymbopogon citratus): unverzichtbar in der asiatischen Küche
Lemongras (ÖlgewinnungLemongras (Ölgewinnung ist ein mehrjähriges Gras aus tropischen Regionen. Dieses exotische Würzkraut ist auch unter den Namen Gabun-Lemongras, Westindisches Zitronengras, Java-Zitronengras oder Lemongrass bekannt.
Die Pflanze bildet einen kleinen Horst aus linearen Blättern und erreicht in tropischen Regionen eine Höhe von 1 m (im Topf nur 70 bis 80 cm).
Wie der Name bereits sagt, besitzt sie ein zitroniges, säuerliches Aroma.
Ihr besonderer Vorteil: Sie kann als Insektenschutzmittel eingesetzt werden.

Wie wird Lemongras (Ölgewinnung angebaut?
In unseren gemäßigten Regionen wird Lemongras im Topf kultiviert. Diese exotische Pflanze benötigt während ihres Wachstums (Frühling und Sommer) viel Wärme und Wasser. Sie kann diese Zeit problemlos in voller Sonne verbringen, sofern sie reichlich gegossen wird.
Im Winter sinkt ihr Wasserbedarf dagegen deutlich. Da sie wenig winterhart ist, verträgt sie keine Temperaturen unter 10 °C und muss an einen geschützten, hellen Ort gebracht werden.
Erfahren Sie alles Wissenswerte über den Anbau von Lemongras im Topf.
Wie wird Lemongras (Ölgewinnung geerntet und aufbewahrt?
Die Blätter werden je nach Bedarf vom Frühling bis zum Herbst geerntet. Schneiden Sie sie direkt über den Wurzeln an der Basis ab, die eine weiße Zwiebel bildet. Im Winter sollte auf die Ernte verzichtet werden, da sie die Pflanze während ihrer Dormanz schwächen könnte.
Blätter und Zwiebeln werden vor allem frisch verwendet und halten sich im Kühlschrank einige Tage, wenn sie in Küchenpapier oder ein feuchtes Tuch gewickelt werden. Durch Trocknen lassen sich die Blätter länger aufbewahren, allerdings verändert sich ihr Geschmack deutlich.
Verwendung von Lemongras (Ölgewinnung in der Küche
Lemongras (Ölgewinnung wird häufig in der thailändischen Küche und allgemein in asiatischen Rezepten verwendet.
Seine erfrischenden und anregenden Eigenschaften kommen in Aufgüssen und Rezepten für aromatisierten Rum zur Geltung. In der Küche sind fein geschnittene Blätter und Zwiebeln unverzichtbare Zutaten für Zitronengras-Hähnchen, Brühen, gebratene Garnelen oder Curry. Sie harmonieren perfekt mit Kokosmilch, Ingwer, Knoblauch und Chili und verleihen Gerichten eine würzige, aromatische Note.
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Kurkuma (Gelbwurzel): Farbe und Aroma in der Küche
Curcuma longa (auch Safranwurz oder Indischer Safran genannt) ist ein exotisches Gewürz aus Asien. Wie beim Ingwer bilden seine Wurzeln Rhizome, aus denen das berühmte orangefarbene Kurkumapulver gewonnen wird.
Die Pflanze ähnelt einer kleinen Banane und kann bis zu 1 m hoch werden. Sie blüht auch in unseren gemäßigten Regionen im Sommer und bildet einen hübschen Blütenstand mit cremefarbenen Ähren und violetten sowie gelben Nuancen.
Ihr aromatischer Geschmack ist schwer zu beschreiben: eine pfeffrige, holzige, geradezu moschusartige Mischung.
Ihr besonderer Vorteil: Zusammen mit dem Piperin des Pfeffers kann das Curcumin (einer der wichtigsten Wirkstoffe der Kurkuma) seine Wirkung und positiven Eigenschaften verzehnfachen.

Wie lässt sich Kurkuma anbauen?
Kurkuma ist eine Monsunpflanze und an zwei unterschiedliche Klimaphasen gewöhnt: eine Trockenzeit, in der die Pflanze ruht, und eine Regenzeit während ihres Wachstums.
Das Rhizom wird im Frühjahr an einem sonnigen Standort in nährstoffreichem, gut durchlässigem Boden gepflanzt, der bis zum Ende des Sommers feucht gehalten wird.
Wird sie in den milden Regionen Süddeutschlands im Freiland gepflanzt, müssen ihre Rhizome vor Staunässe und winterlichem Frost geschützt werden. Sie werden dann ausgegraben und geschützt in trockenem Sand gelagert.
In anderen Regionen empfiehlt sich der Anbau im Topf. Wählen Sie ein ausreichend großes Gefäß, damit sich die Rhizome gut entwickeln können. Kurkuma freut sich über regelmäßiges Besprühen des Laubs.
Wie erntet und lagert man Kurkuma?
Die Rhizome werden im Spätsommer oder Frühherbst geerntet, sobald das Laub gelb wird und einzuziehen beginnt. Sie lassen sich mehrere Monate trocken lagern, geschützt vor Luft und Licht.
Verwendung in der Küche und positive Eigenschaften von Kurkuma
Der kleine Nachteil von frischer Kurkuma? Ihre leuchtend gelbe oder orange Farbe färbt alles, was sie berührt (ihre Pigmente werden übrigens auch zum Färben verwendet). Eine Schürze schützt Ihre Kleidung beim Kochen am besten!
Geraspelt oder in Stücke geschnitten, verfeinert und färbt Kurkuma zahlreiche Gerichte: Currys, Reisgerichte, Saucen und Gemüse. Sie ist aus indischen Gerichten und exotischen Gewürzmischungen nicht wegzudenken, etwa aus Tandoori, Colombo oder Ras el-Hanout.
Auch junge Blätter und Blüten sind essbar.
Für selbst gemachtes Kurkumagewürz blanchieren Sie die Rhizome, schälen sie und lassen sie anschließend in der Sonne trocknen, bevor Sie sie zu Pulver mahlen.
Kurkuma werden zahlreiche medizinische Eigenschaften zugeschrieben: antioxidativ, entzündungshemmend und antiseptisch.
→ Erfahren Sie mehr über Kurkuma in unserem ausführlichen Pflanzenportrait; mit Gwenaëlle in Kurkuma ernten und in der Küche verwenden und erfahren Sie in unserem Blog mehr über ihre Herkunft: Woher kommt Kurkuma?
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7 Superfoods für den Anbau im eigenen GartenTulbaghie: exotische Schnittlauch-Alternative
Die Tulbaghia violacea oder Violette Kaplilie stammt aus Südafrika. Ihr Duft erinnert an Knoblauch, daher auch der Name Südafrikanischer Knoblauch.
Diese kleine Zwiebelpflanze mit sommergrünem Laub (in mildem Klima halbimmergrün) bildet einen 45 cm hohen und 30 cm breiten Blatthorst.
Ihr Geschmack ähnelt dem von Knoblauch oder Schnittlauch.
Ihr besonderer Vorteil: Diese exotische Pflanze blüht den ganzen Sommer über bis in den Oktober hinein. Dabei schmückt sie sich mit hübschen malvenfarbenen Blüten, die wie Dolden angeordnet sind und zahlreiche Bestäuber anlocken.

Wie pflanzt man die Tulbaghia violacea?
Der Südafrikanische Knoblauch ist der winterhärteste der genannten exotischen Gewürze. Er kann im Frühjahr im Freiland gepflanzt werden, wenn die Winter nicht zu feucht sind und die Temperaturen nicht unter -10 °C sinken.
Andernfalls ist die Kultur im Topf bestens geeignet.
Die Tulbaghia violacea bevorzugt einen feuchten, leichten und durchlässigen Boden sowie einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Zwar verträgt die Pflanze Trockenperioden, doch sie entwickelt sich besser, wenn das Substrat im Sommer feucht bleibt. Besonders wohl fühlt sie sich in Atlantikregionen und in Küstengärten, die der Gischt ausgesetzt sind.
Wie erntet und konserviert man die Tulbaghia violacea?
Sie wird nach Bedarf durch Abschneiden der Stängel geerntet und hält sich in feuchtem Küchenpapier im Kühlschrank einige Tage.
Wie verwendet man die Tulbaghia violacea in der Küche?
Diese exotische Gewürzpflanze wird in der Küche wie Schnittlauch verwendet. Ihr würzig-frisches Knoblaucharoma verfeinert zahlreiche Gerichte: Salate, Omeletts, Tartes, Suppen …
Für den besten Geschmack die Blätter erst kurz vor dem Servieren roh hinzufügen.
Auch ihre Blüten sind essbar und verleihen Ihren Gerichten eine raffinierte Note.
⇒ Unsere ausführliche Anleitung zur Kaplilie.
Aztekisches Süßkraut (Lippia dulcis): natürlich süßen
Das Süßkraut Lippia dulcis oder Aztekische Zuckerpflanze ist eine kleine Staude aus Süd- und Mittelamerika.
Diese kleine Pflanze mit ausgebreiteter, teils kriechender Wuchsform wird kaum 15 bis 20 cm hoch. Sie ist sehr dekorativ in einer Blumenampel oder als Bodendecker und schmückt sich im Sommer mit kleinen weißen Blüten.
Ihr Geschmack ist süß, mit einer kampferartigen und minzigen Note.
Ihr besonderer Vorteil: Die Blätter dieser aromatischen und Heilpflanze haben eine natürliche Süßkraft, ähnlich wie Stevie.

Aztekische Zuckerpflanze anbauen
Lippia dulcis ist leicht zu kultivieren, aber nicht winterhart (etwa -3 °C). Im Freiland wird sie ab dem Frühjahr wie eine einjährige Pflanze in nährstoffreichem, feuchtem, aber gut drainiertem Boden kultiviert.
Als Staude wird sie in einem großen Topf kultiviert, der mindestens 5 l fasst und an einem sonnigen Platz steht (in südlichen Regionen auch im Halbschatten).
Die Aztekische Zuckerpflanze braucht nur wenig Pflege: regelmäßiges Gießen während der Wachstumszeit und eine frostfreie Überwinterung im Topf an einem hellen Ort.
Wie erntet man die Aztekische Zuckerpflanze?
Die Blätter werden nach und nach durch Abschneiden der Triebe geerntet, während der Wachstumszeit von Juni bis Oktober.
Aztekische Zuckerpflanze in der Küche verwenden
Das intensive Aroma ihrer Blätter eignet sich gut für Aufgüsse oder Minztee. Sie werden aber auch frisch oder getrocknet zum Verfeinern von Salaten, Gebäck und Getränken verwendet.
In Mexiko und Mittelamerika ist sie als Heilpflanze und schleimlösendes Mittel gegen Husten bekannt.
Houttuynie (Houttuynia cordata): Pfeffer- und Zitrusnoten
Die Houttuynie ist eine Staude aus China und Japan.
Die kriechend wachsende Pflanze wird 20 bis 50 cm hoch. Im Sommer erscheinen grünlich-gelbe Blütenähren und große weiße Hochblätter.
Ihr Duft erinnert an Koriander, mit einer pfeffrigen Orangenschalen-Note – daher auch der Name Chinesischer Pfeffer.
Ihr besonderer Pluspunkt: Im Frühjahr zeigt sie ein hübsches, herzförmiges Zierlaub, dunkelgrün mit bronzefarbenen Reflexen.

Wie kultiviert man Houttuynie?
Die leicht zu kultivierende Houttuynie gedeiht in sumpfigen Böden und kann dort sogar wuchern. Eine Trockenperiode ist nötig, damit sie gut Wurzeln bildet.
Houttuynie liebt humusreiche Böden und gedeiht auch in schweren, lehmigen Böden an einem halbschattigen Standort.
Sie eignet sich auch für die Kultur im Topf in humusreicher, gut drainierter und feucht gehaltener Blumenerde, außer im Winter.
Wie erntet man Houttuynie?
Die jungen Blätter werden nach und nach geerntet und frisch verwendet.
Houttuynie in der Küche verwenden
In der asiatischen Küche sehr beliebt, wird Houttuynie für viele Gerichte verwendet. In Vietnam kommt sie in Salate, Fischgerichte und Krapfen oder ersetzt den Salat in Frühlingsrollen.
In China werden ihre knackigen, saftigen Wurzeln wie Gemüse gegessen, während man in Japan ihren Zitrusduft im Kräutertee bevorzugt.
Jambú: überraschendes exotisches Würzkraut
Der Jambú (Jambú) ist eine mehrjährige Pflanze aus Südamerika, die besonders auf den Inseln des Indischen Ozeans angebaut wird.
Diese kleine, bodendeckende Pflanze wird 15 cm hoch und 30 cm breit. Ihre essbaren, gelben Blüten in Form kleiner Pompons erscheinen von August bis Oktober.
Der scharf-pfeffrige Geschmack dieses Würzkrauts steht im Kontrast zu einem fast betäubenden Kältegefühl.
Sein besonderer Vorteil: Jambú zählt zu den exotischen Kräutern mit dem ungewöhnlichsten Geschmack. Auf Madagassisch bedeutet „Jambú“ übrigens „Kraut“ und „heiß“. Die Blüten schmecken noch intensiver und überraschen ungeübte Gaumen garantiert.

Wie kultiviert und erntet man Jambú?
Jambú ist eine tropische Pflanze, die einjährig kultiviert wird. Pflanzen Sie sie im April oder Mai in leichte Erde und halten Sie sie während des gesamten Wachstums feucht.
Da sie nicht winterhart ist, verträgt sie keinen Frost und muss im Winter geschützt an einem hellen, warmen Ort stehen.
Jambú eignet sich auch für die Kultur im Topf, sollte sich aber für eine gute Entwicklung an einem sonnigen, warmen Standort befinden.
Wie erntet und lagert man Jambú?
Die Ernte beginnt im Juni und dauert bis September. Schneiden Sie dazu die Stängel und Blütenknospen ab. Regelmäßiges Schneiden fördert den Austrieb neuer Stängel.
Frische Blätter halten sich im Kühlschrank einige Tage, am besten in feuchtem Küchenpapier.
Jambú in der Küche
Jambú hat einen kräftig würzigen, exotischen Geschmack. Seine Blätter werden auf Madagaskar frisch oder getrocknet im traditionellen Romazava verwendet, einem Eintopfgericht ähnlich dem französischen Pot-au-feu, sowie auf Réunion in Salaten und Fischgerichten.
Die Blätter verfeinern außerdem Quiches und Suppen oder können wie Spinat in Schmorgerichten mit Fleisch oder Gemüse gegart werden.
Jambú wird auch wegen seiner Heilwirkungen verwendet: Er soll verdauungsfördernd, harntreibend und antiseptisch für den Mundraum sein und ist zudem reich an Vitamin C.
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