Fächertanne im Topf kultivieren?

Fächertanne im Topf kultivieren?

Gärtnern auf Terrasse, Balkon oder im Kleingarten

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 27. Januar 2026  durch Marion 5 min.

Der Fächertanne, auch „Fächerblattbaum“ genannt, ist ein majestätischer Baum, der an seinem außergewöhnlichen, fächerförmigen Laub erkennbar ist, das sich im Herbst goldgelb färbt. Der langlebige Baum ist für seine große Widerstandsfähigkeit bekannt.

Während die größten Exemplare 40 Meter Höhe erreichen, gibt es auch Zwergsorten. Diese eignen sich sehr gut für die Kultur im Topf und verschönern Terrassen, Balkone, Innenhöfe und kleine Gärten. Auch für die Bonsaikunst werden sie verwendet.

Entdecken Sie hier unsere Tipps für einen erfolgreichen Ginkgo-Anbau im Topf – von der Pflanzung bis zur Pflege.

Hören Sie auch unseren Podcast:

cultutre ginkgo nain bonsai pot

Schwierigkeit

Welche Ginkgo-biloba-Sorten für den Topf?

Für die Kultur im Topf müssen Sie unbedingt kleinwüchsige Fächertannen wählen. Da der Platz begrenzt ist, können sich nur die kleinsten Sorten problemlos entwickeln. Außerdem wächst dieser Baum in den ersten Jahren eher langsam, was für die Kultur im Kübel von Vorteil ist.

Wir empfehlen Kultivare, die maximal 2,50 Meter hoch werden.

Zu den kleinsten Fächertannen zählt zunächst ‘Chris Dwarf’, ein Zwergkultivar, der nur 60 cm hoch und 80 cm breit wird. Sein dichtes Laub ist kleiner und stärker gewellt als das der Wildart.

Kaum größer wird die Sorte ‘Troll’. Sie erreicht in alle Richtungen kaum 1 Meter und hat eine kompakte, kugelige Wuchsform.

Eine weitere Zwerg-Fächertanne ist der Kultivar ‘Baldi’. Er wächst eher breit und wird etwa 1,50 Meter breit und hoch.

Mit seiner hängenden, säulenförmigen Wuchsform (aufrecht) wird ‘Mutant Weeper’ bei 2 Metern Höhe und nur 60 cm Breite garantiert zum Blickfang. Sein Laub bildet eine aufrechte, etwas zerzaust wirkende Masse, die mit der Zeit breiter wird. Eine echte Kuriosität!

Wenn Sie etwas mehr Platz haben, wählen Sie ‘Mariken’ oder ‘Globus’. Beide werden in alle Richtungen nicht größer als 2,50 Meter.

Kompakte Fächertanne

Fächertanne ‚Chris Dwarf‘, ‚Troll‘ und ‚Mariken‘

Wann Fächertanne im Topf pflanzen?

Fächertanne im Topf: Frühjahrspflanzung, je nach Region Februar–April, nach dem Frost. Milde Regionen: auch im Herbst.

Ginkgo biloba im Topf pflanzen

Das Gefäß

Wählen Sie ein Gefäß, das etwa das doppelte Volumen des Wurzelballens hat. Der Topf oder Kübel muss unbedingt über Abzugslöcher verfügen. Der Fächerblattbaum verträgt nämlich überhaupt keine Staunässe.

Bei den Materialien sorgt Terrakotta dank seiner Porosität für eine bessere Belüftung des Substrats. Allerdings verdunstet das Wasser schneller, sodass regelmäßiger gegossen werden muss. Kunststoffgefäße sind preiswert und halten die Feuchtigkeit besser, gelten aber als weniger ästhetisch. Sie haben die Wahl.

Das Substrat

Der Fächerblattbaum wächst in gewöhnlichem Boden, auch in kalkhaltigem oder steinigem. Allerdings benötigt er ein gut drainiertes Substrat, in dem sich kein Wasser staut.

Verwenden Sie zum Pflanzen eine spezielle Blumenerde für Balkonkästen und Töpfe oder mischen Sie selbst:

  • 2/3 hochwertige Pflanzerde oder Gartenerde, sofern sie nicht zu schwer oder lehmig ist;
  • 1/3 Flusssand oder Drainagematerial (Blähton, Perlite, Kiesel …);
  • 1 bis 2 Handvoll reifer Hauskompost oder gut verrotteter Mist.

Das Pflanzen

Etwa eine Stunde vor dem Pflanzen empfehlen wir, den Wurzelballen Ihrer Fächertanne in einen Behälter mit zimmerwarmem Wasser zu tauchen, damit er gründlich durchfeuchtet wird.

  1. Bringen Sie am Boden des Gefäßes eine etwa 3 bis 5 cm dicke Drainageschicht aus Kies, Tonscherben oder Blähton ein.
  2. Füllen Sie Substrat ein, bis etwa 1/3 der Gefäßhöhe erreicht ist.
  3. Nehmen Sie Ihren Fächerblattbaum vorsichtig aus dem Topf, ohne den Wurzelballen zu beschädigen, und setzen Sie ihn in die Mitte des neuen Gefäßes. Füllen Sie mit Substrat auf, bis der Wurzelballen gut bedeckt ist.
  4. Drücken Sie die Erde rund um den Fuß mit den Fingern gut an, um Luftlöcher zu beseitigen.
  5. Gießen Sie reichlich.
  6. Bringen Sie eine organische Mulchschicht aus (Stroh, Heu, Laub, Holzhäcksel oder Pflanzenhülsen), die die Verdunstung des Gießwassers begrenzt.

Die Pflanzschritte sind dieselben, wenn Sie Ihren Fächerblattbaum als Bonsai ziehen möchten. Dann müssen Sie jedoch die richtigen Rückschnitttechniken anwenden, um das Wurzelvolumen zu reduzieren. Passen Sie auch das Substrat an, das vollkommen drainiert sein muss.

Topf und Pflanzung eines Fächerblattbaum-Bonsais

Als Bonsai gezogen, werden Topf und Substrat angepasst

Der Standort

Die Fächertanne bevorzugt sonnige Standorte, in den warmen Regionen Südfrankreichs auch halbschattige Plätze.

Außerdem ist dieser Baum sehr schadstofftolerant und damit ideal für Stadtgärten.

Ginkgo biloba im Topf pflegen

Das Gießen

Der Fächerblattbaum bevorzugt frische Böden, die nie vollständig austrocknen. Gießen Sie daher regelmäßig, besonders weil Wasser in einem begrenzten Gefäß schneller verdunstet. Prüfen Sie mit den Fingern die obersten Zentimeter der Erde. Sind sie trocken, ist es Zeit zu gießen.

Wenn Sie einen Untersetzer unter das Gefäß gestellt haben, leeren Sie ihn nach etwa 20 Minuten.

Die Düngung

Eine Düngung ist für den Fächerblattbaum nicht unbedingt erforderlich. Eventuell können Sie zu Beginn des Frühjahrs eine Handvoll gut verrotteten Hauskompost ausbringen und ihn vorsichtig durch oberflächliches Aufkratzen in den Boden einarbeiten.

Falls Sie keinen Kompost haben, gibt es Dünger für Bäume und Sträucher, die das Wurzelwachstum und die Laubentwicklung fördern. Sie sind meist fest erhältlich (Stäbchen, Granulat …) und wirken über einen längeren Zeitraum. Arbeiten Sie sie einfach entsprechend der angegebenen Dosierung in das Substrat ein.

Der Rückschnitt

Der Fächerblattbaum ist kein Baum, der einen Rückschnitt besonders schätzt. Schneiden Sie daher nur eventuell beschädigte oder ungünstig stehende Zweige zurück, um eine harmonische Wuchsform zu erhalten. Führen Sie den Rückschnitt am Ende des Winters während der Ruhephase durch. Verwenden Sie scharfe, zuvor mit 70-prozentigem Alkohol desinfizierte Schnittwerkzeuge.

Krankheiten und Parasiten

Das ist eine der großen Vorzüge dieses Baumes: Die Fächertanne hat kaum bekannte Feinde. Sie ist weder anfällig für Krankheiten noch für Parasiten und erreicht ein beeindruckendes Alter. Sie gilt sogar als ältester Baum der Erde und stammt aus der Zeit der Dinosaurier. Einige Exemplare sollen über 3.000 Jahre alt sein.

Überwinterung

Der Fächerblattbaum ist äußerst winterhart und verträgt mehr als -25 °C. Er kann daher in allen unseren Regionen draußen überwintern. In den ersten Jahren ist es bei besonders strengen Wintern dennoch besser, ihn an einen vor kalten Winden geschützten Standort zu stellen, da die Kälteresistenz bei einer Kultur im Gefäß stets geringer ist.

Kommentare

Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.

Fächertanne im Topf