Immergrüne Nadelgehölze: beste Sorten
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Koniferen: immergrün und vielseitig – für Hecken, Bäume und Bodendecker. Grüne Koniferen nach Verwendung und Standort.
Welche immergrünen Nadelgehölze gibt es?
Bei dieser großen Familie fällt die Übersicht nicht leicht. Koniferen sind meist immergrüne Bäume und Sträucher. Es gibt sie in vielen Formen, Größen und für unterschiedlichste Zwecke. Von der majestätischen Gewöhnlichen Fichte bis zum kleinen Kugelstrauch passen Koniferen in große und kleine Gärten. Hier finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Koniferenarten für den Garten.
Kiefern (Pinus)
Die Kiefer gehört zu den bekanntesten Koniferen. Erkennbar ist sie an ihren langen, in Bündeln stehenden Nadeln und den typischen Zapfen. Kiefern mögen gut durchlässige Böden und vertragen trockenes Klima. Damit sind sie winterhart und pflegeleicht.
Tannen (Abies)
Die oft mit der Fichte verwechselte Tanne hat flache, weiche Nadeln und einen geraden Stamm. Anders als bei der Fichte wachsen ihre Zapfen aufrecht. Tannen bevorzugen kühles Klima und humusreiche Böden.
Fichten (Picea)
Auf den ersten Blick ähnelt die Fichte der Tanne, doch ihre Nadeln sind spitzer und ihre Zapfen hängen nach unten. Fichten mögen kühles Klima und vertragen Trockenheit schlecht. Sie eignen sich gut als Windschutzhecke.
Zedern (Cedrus)
Majestätisch und imposant eignen sich Zedern perfekt, um einem großen Garten Charakter zu verleihen. Ihre etagenförmigen Zweige und ihr dichtes Laub spenden wohltuenden Schatten. Die Zeder wächst langsam, wird aber sehr alt!
Zypressen (Cupressus)
Man kennt sie vor allem als dichte Hecken und Säulenbäume in mediterranen Landschaften. Zypressen werden wegen ihres schnellen Wachstums und dichten Laubs geschätzt, das sich perfekt als Sichtschutz im Garten eignet.
Lebensbäume (Thuja)
Der Lebensbaum ist ein weiterer Heckenklassiker. Die winterharte Konifere hat dichtes, immergrünes Laub und lässt sich leicht schneiden. Deshalb ist sie als Sichtschutzhecke beliebt. Kritisiert werden jedoch ihre Gleichförmigkeit und ihr starkes Wachstum.
Eiben (Taxus)
Die Eibe wächst langsam, ist aber äußerst langlebig. Sie lässt sich leicht schneiden und beeindruckt durch ihre Lebensdauer. Anders als viele andere Koniferen verträgt sie Schatten sehr gut.
Wacholder (Juniperus)
Diese Konifere zeigt viele Wuchsformen: kriechend, buschig oder aufrecht. Der Wacholder ist winterhart und anspruchslos. Er wächst sogar auf nährstoffarmen Böden.
Mammutbäume (Sequoiadendron)
Mammutbäume sind wahre Giganten! Diese sagenumwobenen Bäume gehören zu den größten der Welt. In Europa werden sie als Zierbäume in Parks und großen Gärten gepflanzt. Ihre dicke Rinde schützt sie vor Feuer.
Sicheltannen (Cryptomeria)
Diese aus Japan stammende Konifere wird wegen ihrer dekorativen Eigenschaften geschätzt. Das Laub der Sicheltanne färbt sich im Winter bronze- oder purpurfarben. Damit hebt sie sich von anderen Koniferen mit rein grünem Laub ab.
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Viele Arten und Sorten können als Solitär prächtige, große oder eher bescheidene Bäume bilden. Hier seien nur vier interessante Exemplare genannt.
Als eine der wenigen sommergrünen Koniferen bildet diese Urweltmammutbaumart einen majestätischen Baum mit regelmäßig kegelförmiger Wuchsform. Unter guten Bedingungen erreicht er 40 m Höhe und 10 m Breite bei sehr schnellem Wachstum. Sein farnartiges Laub fühlt sich weich an, ist im Frühling hellgrün und zeigt im Herbst prächtige Gold- und Rosakupfertöne. Pflanzen Sie ihn an einen sonnigen Standort in frischen bis feuchten, vorzugsweise kalkarmen Boden.
Pinus insignis (radiata) oder Monterey-Kiefer
Eine elegante kalifornische Kiefer mit kegelförmiger Wuchsform. Diese schöne Konifere wächst mittelstark und schnell, erreicht 10 bis 15 m Höhe und trägt ganzjährig attraktives, glänzend grünes Laub aus geraden, leicht gedrehten Nadeln. Sie ist salzluftverträglich und zählt zu den besten Kiefern für die Atlantikküste.
Diese deutlich kleinere Konifere ist eine Strauchform der Mädchen-Kiefer. Sie wächst langsam und bleibt kompakt. Im Alter zeigt sie eine kegelförmige, unregelmäßige Wuchsform und wird in alle Richtungen 2 m groß. Als Solitär überzeugt sie mit ihrem leicht bizarren Wuchs, hübschen, hängenden und immergrünen Zapfen sowie ihrem schönen, graublau schimmernden Laub. Anspruchslos und genügsam bevorzugt sie Sonne und durchlässige Böden.
Chamaecyparis nootkatensis ‚Pendula‘
Zum Schluss sei mit der hängenden Nootka-Scheinzypresse eine sehr romantische Sorte mit Trauerform genannt: eine große, äußerst grazile Konifere mit aufrecht-kegelförmiger Wuchsform und herabhängenden Zweigen, von denen Vorhänge in schönem Dunkelgrün herabhängen. Diese winterharte Konifere erreicht etwa 20 m Höhe und 8 m Breite. Sie wird einzeln oder in kleinen Gruppen gepflanzt.

Pinus radiata
Immergrüne Koniferen für Hecken
Oft als Hecke genutzt, verdienen Koniferen ihren Platz im ganzen Garten. Sie sorgen für dauerhaften, immergrünen Sichtschutz bei geringem Pflegeaufwand. Wählen Sie dafür säulenförmige Pflanzen. Unter den grünlaubigen ist Thuja occidentalis ‚King of Brabant‘ mit seinem recht hellen, mittelgrünen Laub eine sichere Wahl. Juniperus scopulorum ‚Skyrocket‘ mit besonders schmalem, blaugrünem, grauem Laub ist in kleinen Gärten sehr nützlich.
Für Hecken im milden Atlantik- oder Mittelmeerklima ist Casuarina equisetifolia ein extrem schnell wachsender Schachtelhalmblättriger Kasuar, der widerstandsfähige, salz- und windtolerante Hecken bildet. Sein feines Laub erinnert an Schachtelhalme.

Casuarina equisetifolia
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Hier kommen kriechende Nadelgehölze zum Einsatz, die den Boden auf besonders auffällige Weise bedecken.
Unter zahlreichen Waagerechten Wacholdern finden Sie sicher Ihren Favoriten; erwähnenswert ist auch der Zwerglebensbaum oder Microbiota decussata, der in England von der RHS mit dem Award of Garden Merit ausgezeichnet wurde. Ausgebreitet und niederliegend, wird er nur 40 cm hoch, breitet sich mit der Zeit aber auf 2,50 m aus. Er ist äußerst robust und gedeiht auch unter schwierigsten Bedingungen. Seine Zweige tragen an den Enden herabhängende, gelbgrüne Schuppen, die sich im Winter bronzefarben färben.
Die ebenfalls von der RHS ausgezeichnete Pinus mugo ‚Mops‘, eine kleine Berg-Kiefer, bildet mit der Zeit eine sehr dichte, ausgebreitete Masse mit wolliger, leicht unregelmäßiger Struktur. Die dichten, aufsteigenden Zweige sind mit relativ kurzen Nadeln in intensivem Grün bedeckt. Äußerst anspruchslos, begnügt sie sich mit gewöhnlichem Boden und einem sonnigen Standort.
Ebenfalls ausgezeichnet, bildet Picea mariana ‚Nana‘ zunächst eine kugelige, später eine ausgebreitete Kuppelform. Die etwas struppigen Zweige erinnern an sehr dichte kleine Flaschenbürsten und tragen kurze Nadeln in einem schönen blaugrünen Farbton. Geschätzt wird sie für ihre gedrungene Silhouette und die ungewöhnliche Struktur ihres Laubs.

Pinus mugo ‚Mops‘
Immergrüne Nadelgehölze fürs Beet
Wählen Sie für Beete originelle, auffällige Sorten von mittlerer Höhe und nicht zu großer Breite. Sie verleihen dem Beet viel Struktur und Textur.
Wählen Sie zum Beispiel eine sehr charakteristische Hängeform wie Larix kaempferi ‚Stiff Weeping‘. Diese Japanische Lärche wird kaum höher als 2 m und 1 m breit. Ihre überhängenden Zweige sind vom Frühjahr bis zum Sommer mit blaugrünen Nadeln bedeckt.
Ein weiterer charaktervoller Nadelbaum ist Pinus strobus ‚Green Twist‘, eine Zwergform der Strobe mit rundlicher Wuchsform. Die langen, weichen und gekräuselten Nadeln sind blaugrün. In der Mitte eines Beetes oder in einem kleinen Beet bringt sie mit ihren bescheidenen Maßen von 1 bis 1,20 m in alle Richtungen bei voller Reife Struktur und eine schöne bläuliche Farbe zur Geltung.
Chamaecyparis obtusa ‚Lycopodioides‚ ist eine Hinoki-Scheinzypresse mit unregelmäßiger kugeliger Wuchsform und unterschiedlich geformten Zweigen, die gelegentlich abgeflacht oder gekräuselt sind. Das sehr dichte Laub ist zunächst hellgrün, später glänzend dunkelgrün, mit flachen, nicht stechenden Nadeln. Mit der Zeit erreicht sie eine Höhe von 2 m und eine Breite von 1,5 m.

Larix kaempferi ‚Stiff Weeping‘
Kleine immergrüne Koniferen für Töpfe
Für Kübel wählen Sie aus unserer obigen Auswahl oder aus der entsprechenden Kategorie in unserem Shop. Wählen Sie Sorten, die nicht zu hoch werden, höchstens 2 bis 3 m, idealerweise keine kriechenden Sorten. Kleine kriechende Pflanzen können sich in einem großen, rechteckigen Kübel jedoch durchaus eignen. Achten Sie auch auf die Kulturbedingungen: Sie sollten zu Ihrem Klima passen. Vermeiden Sie Arten mit hohem Wasserbedarf.
Beispiele sind Cryptomeria japonica ‚Green Pearl‘ mit kugelförmigem Wuchs sowie die ebenfalls runde, aber unregelmäßigere und struppigere Chamaecyparis obtusa ‚Lycopodioides‘. Pinus nigra ‚Marie Brégeon‘ mit architektonischer Wuchsform und struppigen Nadeln stellt nur geringe Ansprüche an die Kulturbedingungen.
Grüne Nadelgehölze für Schatten oder kalkhaltigen Boden
Für den Schatten
Im Schatten wählen Sie Eiben oder bestimmte Hemlocktannen, etwa die Kanadische Hemlocktanne oder die Westliche Hemlocktanne. Sehen Sie sich auch die sehr anpassungsfähige Neuseeländische Alpen-Steineibe oder Pinus mugo ‚Green Column‘ an. In feuchtem montanem Klima eignet sich die schöne Picea jezoensis var. hondoensis.
Für kalkhaltigen Boden
In kalkhaltigem Boden, der für viele Arten nicht ideal ist, gehören Eiben ebenfalls zur Auswahl. Sehen Sie sich auch den Chinesischen Wacholder oder Juniperus chinensis ‚Stricta‘, die Schwarz-Kiefer oder Pinus nigra ‚Nana‘, den schönen Schwedischen Wacholder oder Juniperus communis ‚Suecica‘ sowie den Juniperus horizontalis ‚Jade River‘ an.
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