Krankheiten und Schädlinge der Goldmargerite
Gesundheit der Goldmargerite natürlich erhalten
Inhaltsverzeichnis
Die Goldmargerite oder Kamm-Goldmargerite (Euryops pectinatus auf Latein ist eine robuste Pflanze, die in der Regel kaum von Krankheiten und Parasiten betroffen ist. Dennoch können gelegentlich Schädlinge wie Blattläuse oder Schildläuse auftreten. Blattläuse ernähren sich vom Pflanzensaft, schwächen die Goldmargeriten und können potenziell gefährliche Viren übertragen. Schildläuse schädigen die Pflanzen ebenfalls, indem sie mit ihren langen Mundwerkzeugen Pflanzensaft entnehmen. Außerdem kann zu viel Wasser im Boden das Auftreten von Pilzkrankheiten wie Wurzelfäule begünstigen.
Um diesen Problemen vorzubeugen, sollten Sie Ihre Goldmargeriten regelmäßig kontrollieren, um Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen für ihre optimale Gesundheit zu ergreifen.

Euryops pectinatus
Nichtparasitäre Probleme der Goldmargerite
Auch ohne Krankheiten oder Parasiten kann Euryops pectinatus unter verschiedenen umweltbedingten physiologischen Störungen leiden. Zu den häufigsten zählen Chlorose (Vergilbung der Blätter) und Welke.
Vergilbung der Blätter (Chlorose)
Symptome
- Gelb werdende Blätter, während die Blattadern teilweise grün bleiben.
- Allgemeiner Vitalitätsverlust der Pflanze.
- Verlangsamtes Wachstum und geringere Blüte.

Mögliche Ursachen
-
Eisenmangel (Eisenchlorose)
- Zu kalkhaltiger oder verdichteter Boden verhindert die Aufnahme von Eisen.
- Übermäßiges Gießen laugt Nährstoffe aus dem Boden aus.
- Ein zu hoher pH-Wert des Bodens blockiert die Eisenaufnahme.
-
Magnesiummangel (Magnesiumchlorose)
- Ungleichgewicht zwischen Calcium, Kalium und Magnesium im Boden.
- Fehlende organische Düngung oder Erschöpfung des Substrats im Topf.
Lösungen
- Eis
chelat : Das wasserlösliche Produkt behebt Eisenchlorose rasch. Im Gießwasser verdünnen und im Wurzelbereich ausbringen. - Drainage verbessern: Kompost einarbeiten, um zu schweren Boden aufzulockern.
- pH-Wert des Bodens anpassen: Bei zu kalkhaltigem Boden saure organische Substanz (Laubkompost, Kiefernrinde) zugeben.
- Ausgewogener Dünger: Einen magnesiumhaltigen Dünger verwenden (z. B. Magnesiumsulfat oder Brennnesseljauche).
Welke bei Euryops
Symptome
- Weiche, teils herabhängende Blätter und Stängel.
- Allgemeiner Spannkraftverlust bis hin zum vollständigen Austrocknen.
Mögliche Ursachen
-
Wasserstress (zu viel oder zu wenig Wasser)
- Wassermangel bei Hitze führt zu welken und trockenen Blättern.
- Übermäßiges Gießen führt zu Wurzelasphyxie sowie schwarzen oder weichen Wurzeln.
-
Kälteeinbruch oder Frost
- Euryops reagiert empfindlich auf Temperaturen um 0 °C.
- Plötzliche Kälte kann die Zellen der Blätter schädigen, sodass sie weich werden und herabhängen.
Lösungen
- Richtig gießen:
- Mäßig gießen und den Boden zwischen den Wassergaben leicht abtrocknen lassen.
- Im Topf auf eine gute Drainage achten (Abzugslöcher, Blähton am Topfboden).
- Winterschutz:
- Bei angekündigtem Frost Euryops mit Wintervlies schützen oder ins Gewächshaus bzw. in den Wintergarten stellen.
- Im Topf die Pflanze vor kalter Zugluft geschützt aufstellen und den Topf erhöhen, damit er keinen direkten Kontakt zu gefrorenem Boden hat.
- Temperaturschocks vermeiden:
- Im Winter nicht mit zu kaltem Wasser gießen.
- Die Pflanze schrittweise an einen Wechsel vom Innen- zum Außenbereich gewöhnen.
Lesen Sie auch
Goldmargerite im Topf kultivieren?Krankheiten der Goldmargerite
Pilzkrankheiten
Pilzkrankheiten werden durch Pilze verursacht, die sich unter feuchten und schlecht belüfteten Bedingungen entwickeln. Sie befallen hauptsächlich das Laub und die Blüten und beeinträchtigen das Aussehen und die Gesundheit der Pflanze.
Mehltau (Blattmehltau)
Symptome:
- Auf den Blättern, vor allem auf der Oberseite, bildet sich ein weißer, mehliger Belag.
- Die Blätter können sich verformen, gelb werden und vorzeitig abfallen.
- Bei starkem Befall kann die Blüte beeinträchtigt werden.
- Mehr dazu erfahren Sie in Mehltau: Vorbeugung und Behandlung
Ursachen:
- Zu hohe Luftfeuchtigkeit, insbesondere bei häufigem nächtlichem Tau.
- Schlechte Luftzirkulation um die Pflanze (zu dichte Pflanzung, fehlender Rückschnitt).
- Milde Temperaturen sowie wechselnde Feuchtigkeit und Trockenheit begünstigen die Entwicklung des Pilzes.
Lösungen:
Natürliche Behandlungen:
- Spritzung mit Ackerschachtelhalmbrühe oder Natron (1 Teelöffel pro Liter Wasser).
- Behandlung mit Schwefelpulver oder Schwefelspray, wirksam gegen Mehltau.
- Verdünnte Magermilch (10 % in Wasser) zur Stärkung der Widerstandskraft des Laubs.
Vorbeugende Maßnahmen:
- Pflanzen mit ausreichend Abstand setzen, um die Belüftung zu verbessern.
- Nicht über das Laub gießen, sondern direkt am Fuß der Pflanze.
- Regelmäßig zurückschneiden, um befallene Blätter zu entfernen und die Pflanze auszulichten.
Botrytis (Grauschimmel)
Symptome:
- Auf Blättern und Blüten erscheinen braune Flecken.
- Auf den befallenen Pflanzenteilen bildet sich ein gräulicher Flaum.
- Blüten und junge Triebe welken und verfaulen schnell.

Ursachen:
- Zu viel Feuchtigkeit und zu nasse, beengte Kulturbedingungen.
- Verrottende Pflanzenreste begünstigen die Ausbreitung des Pilzes.
- Schlechte Luftzirkulation, besonders in Innenräumen oder im Gewächshaus.
Lösungen:
Kurative Behandlungen:
- Befallene Pflanzenteile sofort entfernen und vernichten (nicht kompostieren).
- Ein Bio-Fungizid auf Kupferbasis oder Knoblauchbrühe anwenden (wirksam gegen Pilze).
Vorbeugende Maßnahmen:
- Nicht zu viel gießen, besonders bei feuchter Witterung.
- Für eine gute Luftzirkulation um die Pflanze sorgen.
- Abgefallene Blätter regelmäßig entfernen, um die Ausbreitung des Pilzes zu verhindern.
→ Mehr dazu erfahren Sie in Botrytis – Grauschimmel: Vorbeugung und Behandlung.
Rost
Symptome:
- Auf der Unterseite der Blätter erscheinen orangefarbene oder bräunliche Flecken.
- Die Blätter werden gelb und fallen anschließend vorzeitig ab.
- Bei fortgeschrittenem Befall kann die Pflanze geschwächt werden.
Ursachen:
- Lang anhaltende Feuchtigkeit auf dem Laub.
- Zu dichte Pflanzung begünstigt Staunässe.
- Milde Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit schaffen ideale Bedingungen für den Pilz.
Lösungen:
Natürliche Behandlungen:
- Bei den ersten Symptomen mit Bordeauxbrühe spritzen.
- Ackerschachtelhalmbrühe oder Brennnesseljauche anwenden, um die Widerstandskraft der Blätter zu stärken.
Vorbeugende Maßnahmen:
- Kranke Blätter entfernen, um eine Ausbreitung zu verhindern.
- Nicht über das Laub gießen, sondern direkt am Fuß der Pflanze.
- Für eine gute Belüftung der Pflanzung sorgen, um übermäßige Feuchtigkeit zu vermeiden.
→ Lesen Sie Rost: Erkennung und Behandlung, um mehr zu erfahren.
Bakterielle Krankheiten
Auch Bakterien können den Euryops befallen, obwohl diese Krankheiten seltener auftreten als Pilzkrankheiten. Sie werden häufig durch eine Übertragung über Wasser oder Verletzungen der Pflanze verursacht.
Bakterielle Blattflecken
Symptome:
- Braune oder schwarze Flecken auf den Blättern, oft von einem gelben Hof umgeben.
- Bei starkem Befall können die Blätter nekrotisch werden und abfallen.
- Schnelle Ausbreitung bei warmem, feuchtem Wetter.
Ursachen:
- Übermäßiges Gießen begünstigt die Ausbreitung der Bakterien im Boden.
- Verletzungen am Laub erleichtern das Eindringen der Bakterien.
- Nach Regen oder dem Gießen bleibt Wasser auf den Blättern stehen.
Lösungen:
Kurative Behandlungen:
- Befallene Blätter entfernen und verbrennen (nicht kompostieren).
- Eine Kupferbehandlung (Bordeauxbrühe oder Kupfersulfat) anwenden, um die Ausbreitung zu begrenzen.
Vorbeugende Maßnahmen:
- Nicht über das Laub gießen, sondern direkt am Fuß der Pflanze.
- Pflanzen nicht berühren, wenn sie nass sind, um eine Übertragung der Bakterien zu vermeiden.
- Für einen guten Fruchtwechsel sorgen, um den Boden nicht auszulaugen und eine Anreicherung von Pathogenen zu verhindern.
Parasiten der Goldmargerite
Schadinsekten
Blattläuse
Symptome:
- Kleine grüne, schwarze oder gelbe Insekten sitzen in Gruppen an jungen Trieben und Stängeln.
- Blätter rollen sich ein, verformen sich und werden gelb.
- Klebriger Honigtau fördert die Entwicklung von Rußtau (schwarzer Schimmel).
- Allgemeine Schwächung der Pflanze und weniger Blüten.

Lösungen:
Biologische Bekämpfung:
- Natürliche Fressfeinde wie Marienkäfer oder Schwebfliegenlarven einsetzen, die sich von Blattläusen ernähren.
Natürliche Behandlung:
- Verdünnte Schmierseife (1 Esslöffel pro Liter Wasser) auf die befallenen Stellen sprühen.
- Knoblauchaufguss oder Balsamkraut-Abkochung gegen Blattläuse sprühen.
- Befallene Kolonien zu Beginn mit einem kräftigen Wasserstrahl abspülen.
→ Mehr erfahren: Blattläuse: Erkennen und bekämpfen
Rote Spinnmilben
Symptome:
- Blätter werden gelb, trocknen ein und fallen ab.
- Feine Seidengespinste unter den Blättern und zwischen den Stängeln werden sichtbar.
- Bei starkem Befall wird die Pflanze zunehmend schwächer.
Lösungen:
Natürliche Methoden:
- Regelmäßig besprühen: Rote Spinnmilben meiden Feuchtigkeit.
- Brennnesseljauche oder Schachtelhalm-Abkochung sprühen, um die Widerstandskraft der Pflanze zu stärken.
- Eine Lösung aus Schmierseife gegen die Milben sprühen.
Vorbeugung:
- Für eine gute Luftfeuchtigkeit sorgen, besonders im Sommer.
→ Mehr erfahren: Rote Spinnmilbe: Erkennen und bekämpfen
Schildläuse
Symptome:
- Kleine Insekten mit weißlichem, bräunlichem oder wachsartigem Schutzpanzer sitzen an Stängeln und Blättern.
- Blätter werden gelb und trocknen ein.
- Klebriger Honigtau fördert Rußtau (schwarzer Schimmel).
- Das Wachstum der Pflanze verlangsamt sich.
Lösungen:
Natürliche Methoden:
- Schildläuse mit einem in 70-prozentigem Alkohol getränkten Wattestäbchen abtupfen und entfernen.
- Weißöl (Raps- oder Paraffinöl) auftragen, das die Läuse erstickt.
- Eine verdünnte Lösung aus Schmierseife und Alkohol sprühen.
Vorbeugung:
- Blattunterseiten und Stängel regelmäßig kontrollieren.
- Übermäßige Stickstoffdüngung vermeiden, da sie den Befall begünstigt.
- Neue Pflanzen vor dem Einsetzen in Garten oder Gewächshaus isolieren.
→ Mehr erfahren: Schildläuse: Erkennen und bekämpfen
Nematoden (mikroskopisch kleine Würmer)
Symptome:
- Allgemeine Schwächung der Pflanze trotz ausreichender Bewässerung und Düngung.
- Verformte Wurzeln mit Knöllchen oder ungewöhnlichen Verdickungen.
- Verlangsamtes Wachstum und weniger Blüten.
Lösungen:
Bekämpfungsmaßnahmen:
- Fruchtfolge: Goldmargerite nicht mehrere Jahre hintereinander am selben Standort pflanzen.
- Bodensolarisation: Boden im Sommer mehrere Wochen mit transparenter Folie abdecken, um Nematoden durch Hitze abzutöten.
- Bodenverbesserung mit organisch reifem Kompost, um nützliche Mikroorganismen zu fördern, die die Vermehrung der Nematoden begrenzen.
Lesen Sie auch
Euryops-Stecklinge: So geht’sGoldmargerite: Vorbeugung und natürliche Pflege
Eine gute Durchlüftung ist entscheidend. Die Goldmargerite verträgt übermäßige Feuchtigkeit schlecht, da sie Pilzkrankheiten und Parasiten begünstigt. Um dies zu vermeiden, sollten Sie sie in durchlässigen Boden pflanzen und genügend Platz lassen, damit die Luft frei zwischen den Blättern zirkulieren kann. Bei Topfkultur sorgen Blähton oder Kies am Gefäßboden für einen guten Wasserabzug. Regelmäßiger Rückschnitt verhindert zudem ein Verwirren der Zweige und verbessert die Luftzirkulation, wodurch das Pilzrisiko sinkt.
Auch das Gießen spielt bei der Vorbeugung eine wichtige Rolle. Es empfiehlt sich, die Goldmargerite direkt am Fuß zu gießen, ohne die Blätter zu benetzen, um Pilzkrankheiten wie Mehltau und Rost vorzubeugen. Gießen Sie mäßig: Zu viel Wasser kann die Wurzeln zum Ersticken bringen und die Pflanze schwächen, sodass sie anfälliger für Parasiten wird. Bei Topfpflanzen darf kein Wasser im Untersetzer stehen bleiben.
Eine gute Nährstoffversorgung stärkt zudem die natürliche Widerstandskraft der Goldmargerite. Ein ausgewogener organischer Dünger oder Bodenverbesserer mit viel Kalium und Phosphor, etwa Knochenmehl, fördert eine üppige Blüte und kräftiges Wachstum. Eine organische Mulchschicht aus Kompost oder Laub (lesen Sie: verschiedene organische Mulchmaterialien) reichert den Boden nach und nach an und hält ihn mäßig feucht.
Zusätzlich zu einer guten Pflege können natürliche vorbeugende Mittel die Pflanze vor Krankheiten und Schädlingen schützen. Pflanzenjauchen wie Brennnesseljauche stärken die natürlichen Abwehrkräfte der Goldmargerite und versorgen sie mit wichtigen Nährstoffen. Schachtelhalmbrühe ist reich an Kieselsäure, stärkt die Blattstruktur und beugt Pilzbefall vor (lesen Sie: Wie bereitet man Schachtelhalmbrühe zu?). Gegen Insekten hält eine verdünnte Schmierseifenlösung Blattläuse und Wollläuse fern, bevor sie sich dauerhaft ansiedeln.
Auch die Kombination der Goldmargerite mit bestimmten Begleitpflanzen kann einen Schutz bieten. Der Duft von Lavendel oder Rosmarin vertreibt Blattläuse und manche Schädlinge auf natürliche Weise, während Ringelblume Nützlinge wie Marienkäfer anlockt, die helfen, Schädlingspopulationen zu regulieren. Pflanzen Sie diese Arten in der Nähe, schaffen Sie ein natürliches Gleichgewicht und reduzieren den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.
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