Oleander kombinieren: 8 schöne Ideen
Sonnige Atmosphäre im Garten oder auf der Terrasse
Inhaltsverzeichnis
Oleander kombinieren: 8 Ideen für Garten, Pool, exotisches Beet und Terrasse. Passende Stauden, Sträucher und Pflege-Tipps.
In einem mediterranen Garten
Als Inbegriff südlicher Gartenwelten ist der Oleander eine prachtvolle Pflanze für mediterran inspirierte und alle südlichen Gärten.
Für eine Atmosphäre wie an der Côte d’Azur setzen Sie auf Pflanzen, die sich dort wohlfühlen und Trockenperioden problemlos überstehen. Dazu gehören viele immergrüne, oft silbrig-graue Pflanzen und Sträucher: Lavendel für die blaue Farbwirkung und die runde Form nach dem Rückschnitt, Rosmarin, ein schöner Ölbaum (Olea europea) als charaktervoller Baum, eine Palme für das Gefühl von Ferne, etwa Phoenix canariensis, die wenige Jahre nach der Pflanzung geradezu üppig wirkt, sowie eine Gruppe Zypressen, die aus mediterranen Gärten nicht wegzudenken sind. Umgeben Sie diese schönen Pflanzen mit Gewächsen mit aschgrauem Laub wie Heiligenkraut oder Helichrysum italicum.
Fast hört man die Zikaden …

Phoenix canariensis, Oleander, Rosmarin, Zypressen, Lavendel angustifolia ‚Munstead‘, Ölbaum und Italienische Strohblume
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Oleander im Topf kultivieren?Rund um den Pool
In einem Topf außerhalb der Reichweite von Kindern (alle Pflanzenteile sind giftig) oder leicht erhöht gepflanzt, lassen sich ein oder mehrere Oleander mit dekorativen, pflegeleichten Pflanzen rund um den Pool kombinieren. Sie blühen lange und setzen dem Poolblau kräftige oder zarte Farbakzente. Ihr immergrünes Laub spart zusätzlichen Pflegeaufwand.
Kombinieren Sie zum Beispiel um einen Oleander ‚Emilie‘ oder den kleineren ‚Caro‘ einige Schmucklilien, Neuseelandflachs, Keulenlilien und stattliche Ziergräser wie Muhlenbergia capillaris, die mit ihren luftigen Blütenständen Leichtigkeit in die Gestaltung bringen.

Oleander (hier die Wildart), Mulhenbergia capilaris (© Forest and Kim Starr), Neuseelandflachs und Agapanthus ‚Brilliant Blue‘
Für eine neutralere Farbgestaltung wählen Sie weiße Blüten. Sie wirken rund um jeden Poolbereich sehr elegant, besonders bei modernen Häusern wie im folgenden Beispiel.

In der Mitte ein weißer Oleander mit einfachen Blüten, umgeben von weißen Schmucklilien, Cistus monspeliensis und einer Cordyline australis
In einer Hecke
Oleander bilden in Regionen mit mildem Klima wunderschöne immergrüne Hecken. Für diesen Zweck pflanzt man sie in Gärten im Süden Frankreichs oder an der Atlantikküste, gut vor Wind geschützt.
Eine Hecke kann sortenrein angelegt werden, also ausschließlich aus derselben Strauchart bestehen, etwa mit zwei oder drei Oleandersorten in Weiß, Rosa und Rot. Man kann sie aber auch mit einer Kletterpflanze wie der Bougainvillee kombinieren, die ihr mediterranes Flair verleiht. Dieses Duo ist klassisch, aber von strahlender Schönheit, denn die Hecke blüht in diesen klimatisch begünstigten Regionen viele Monate lang.
Man kann auch eine abwechslungsreichere Blütenhecke anlegen, in der verschiedene, bis zu 2 m hohe Sträucher abwechselnd gepflanzt werden – bei guten Bedingungen sogar höhere: die Grevillee und die Schönmalve oder in besonders begünstigten Regionen das Lantana camara, das im Süden strauchförmig wächst und immergrün bleibt. Seine zweifarbigen Blüten harmonieren gut mit dem Oleander. Nördlich der Loire ersetzt eine Klebsame oder eine Elaeagnus ebbingei das Wandelröschen und sorgt für immergrünes, sehr dekoratives Laub.

Pittosporum tobira ‚Variegatum‘, rosa- und rotblühender Oleander, Lantana camara, Grevillea juniperina und Elaeagnus ebbingei
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Oleanderhecke anlegen?In einem exotischen Garten
Auch wenn er aufgrund seiner Herkunft eher an den Mittelmeerraum denken lässt, kann der Oleander durchaus in einem exotischen Garten oder einem exotischen Gartenbereich gepflanzt werden und eine Verbindung zu einem sehr sonnigen Bereich schaffen.
Für diese Gestaltung wählen Sie Sorten mit roten oder pinkfarbenen Blüten, die zur warmen Farbpalette des exotischen Gartens passen. Ergänzen Sie einige extravagante Blätter, etwa die einer Banane (‚Basjoo‘, wenig frostempfindlich, oder die prächtige Schneebanane Ensete ventricosum ‚Maurelii‘ in frostfreien Regionen), einer Fatsie ‚Green Fingers‘ aus Taiwan mit tief gelappten Blättern oder den schmaleren Blättern des Klebsame illicioides. Bei den Blüten passt das kräftige Rot eines Oleanders zu scharlachroten Blüten, etwa denen eines Sumpf-Roseneibischs, von Essbarem Blumenrohr indica oder edulis, von Montbretien ‚Lucifer‘ oder vielleicht eines Lampenputzerstrauchs mit seinen lustigen Pinselblüten.

Lachsfarbener Oleander, Canna indica, Hibiscus moscheutos, Ensete ventricosum ‚Maurelii‘ und Fatsia polycarpa ‚Green Fingers‘
In großem Topf auf der Terrasse
In vielen Regionen ist der Anbau von Oleander im Freiland nicht möglich. Doch dieser prächtige Strauch kann auf Terrassen in (fast) allen Regionen stehen, sofern Sie ihn für die kalte Jahreszeit richtig überwintern.
In einem ausreichend großen Gefäß (mindestens 50 cm breit und 70 cm tief) wirkt ein Oleander in einem Orangeriekübel oder einem XXL-Terrakottagefäß majestätisch und kann bei guter Pflege prächtig gedeihen.
Für unser Beispiel wählen wir eine bezaubernde lachsfarbene Sorte wie ‚Angiolo Pucci‘, die kompakt bleibt und sich ideal für die Topfkultur eignet, oder ‚Souvenir de Michel‘. Dazu kombinieren wir kräftigere lachs- bis orangefarbene Blüten, die ebenfalls im Topf gedeihen: Katzenschwanzpflanze oder Belamcanda chinensis, eine sehr zarte lachsfarbene Strauch-Salbei-Sorte ‚Papajan‘ oder ‚Ribambelle‘ sowie eine Strelitzie (Strelitzia) in frostfreien Regionen. Einige Töpfe nehmen außerdem Stauden und einjährige Pflanzen mit fast samtig violetten Blüten auf: Agapanthus ‚Royal Velvet‘ sowie Gewöhnliche Sonnenblumen, die abends wie der Oleander die Luft mit Duft erfüllen. Etwas Grün bringen Sukkulenten wie Dickblatt oder ein Aeonium ins Arrangement. Sie werden bei den ersten Frösten ins Wohnzimmer oder in den Wintergarten geräumt. Für dekoratives Laub sorgt das eines Zwerg-Klebsamens.

Oleander ‚Angiolo Pucci‘, Belamcanda chinensis, Gewöhnliche Sonnenblume, Crassula ovata und Liebesblume ‚Royal Velvet‘
An der Küste
An der Atlantikküste lieben Oleander sehr sonnige Standorte, die sie für eine üppige Blüte brauchen. In angemessenem Abstand zur Küste fürchten sie auch keine Gischt. In einem geschützten Garten können sie sehr alt werden. Sie sind pflegeleichte Sträucher, die sich für Zweitwohnsitze und Küstengärten zwischen Cotentin und dem Baskenland eignen. In diesen vor starkem Frost geschützten Küstenregionen steht eine große Sortenvielfalt zur Wahl, die sich mit anderen Pflanzen kombinieren lässt, die durch ihre Wuchsform und Blüte beeindrucken.
Hier setzen wir auf eine gelb-blaue Gestaltung mit dem gelb und gefüllt blühenden Oleander, Nerium ‚Luteum Plenum‘. Er harmoniert perfekt mit der späten Blüte einer Eucryphie, einem schönen Strauch aus Tasmanien mit weißen und gelben Blüten, der saure Erde braucht, sowie mit einer wegen ihres auffälligen bläulichen Laubs gewählten Palme, der Brahea armata, einer hübschen Kletterpflanze, dem Solanum jasminoides oder dem blau blühenden Solanum crispum ‚Glasnevin‘ mit gelber Blütenmitte sowie zu Saisonbeginn mit dem Madeira-Natternkopf mit aufrechten blauvioletten Ähren und graugrünem, behaartem Laub.

Nerium oleander ‚Luteum Plenum‘ (Foto Wikimedia Commons), Echium fastuosum, Solanum crispum blau, Brahea armata und Eucryphia
In einem monochromen Rosagarten
Oleander zeigt sich in rosa Gärten endlich von seiner sanften Seite, in denen diese Farbe zur Geltung kommen soll, ohne kitschig zu wirken. Die Persönlichkeit eines großen Strauchs wie Oleander erlaubt die Kombination mit anderen charmanten Pflanzen, stets an einem sonnigen Standort, damit er sich mit Blüten bedeckt.
Für die Umrahmung eignen sich robuste Pflanzen mit einer Blütezeit von Frühjahr bis Herbst: eine Persische Rose ‚Alissar‘ und zweifarbige Bartfäden wie ‚Strawberry and Cream‘ sowie eine weitere, ganz weiße Sorte mit purpur nuancierten Stängeln als Kontrast zum umgebenden Rosa. Im Spätsommer gesellen sich ein rosafarbener Keuschbaum (Vitex agnus-castus ‚Galactic Pink‘) und eine rosa Trompetenrebe, Podranea ricasoliana, in milden Regionen hinzu. Anderswo kann sie durch eine rosa Waldrebe wie Clematis ‚Super Cute‘ ersetzt werden. Hibiscus syriacus ergänzt das Bild mit einer langen Sommerblüte, während sich auch im Frühjahr weiß blühende, farbenfrohe Sträucher dazugesellen: Pimpernuss oder Prunus pissardii, dessen Laub sich im Sommer purpur färbt.
N.B.: Wählen Sie in Regionen an der Grenze zur Winterhärte dieser Pflanze eine bekannte, kälteverträgliche Sorte wie ‚Atlas‘ oder ‚Villa Romaine‘. Ansonsten bietet der Markt heute eine große Auswahl an Sorten.

Oleander, Vitex ‚Galactic Pink‘ in zartem Rosa, Persische Rose ‚Allisar‘, Bartfaden ‚Husker Red‘, rosa Trompetenrebe (Pandoree), im Frühjahr blühende Pimpernuss und Penstemon ‚Strawberry and Cream‘
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