Rosmarin: beste Sorten zur Begrünung eines Hangs

Rosmarin: beste Sorten zur Begrünung eines Hangs

Auswahl an Bodendecker-Sorten

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 1. Februar 2026  durch Marion 5 min.

Eine der typischsten Pflanzen des Mittelmeerraums ist Rosmarin. Der aromatische Strauch ist aus der Küche nicht wegzudenken: Er verfeinert zahlreiche Gerichte und wird auch in der Phytotherapie eingesetzt.

Sein immergrünes Laub und sein teils kriechender Wuchs machen ihn zudem ideal zur Begrünung schwieriger Gartenbereiche wie Böschungen. Seiner Herkunft verdankt er seine große Genügsamkeit. Er gedeiht auf armen, steinigen oder sandigen Böden, selbst wenn diese im Sommer sehr trocken und kalkhaltig sind.

Entdecken Sie hier unsere Auswahl der besten Bodendecker-Rosmarin-Sorten, die eine Böschung im Garten verschönern.

Alles über den Anbau von Rosmarin erfahren Sie in unserem ausführlichen Ratgeber: Rosmarin: Pflanzung, Wirkung, Ernte

Schwierigkeit

Kriechender Rosmarin – 'Prostratus'

Dieser kriechende Rosmarin wird höchstens 30 cm hoch, kann sich aber über mehr als 1,25 m ausbreiten. Seine flach niederliegende, horizontale Wuchsform eignet sich daher ideal, um bestimmte Gartenbereiche einfach zu begrünen. Ob über einer Mauer oder im Steingarten – er macht sich hervorragend und ist natürlich auch ideal, um einen Hang zu begrünen, selbst wenn dieser im Sommer sehr trocken ist und starken Winden ausgesetzt bleibt. Dabei setzt er sich problemlos gegen „Unkraut“ durch.

Die Blüte mit zahlreichen kleinen, hübsch lavendelblauen Blüten erfreut bestäubende Insekten. Sie haben die typische Form der Blüten aus der Familie der Lippenblütler: eine zweilippige Blütenkrone mit zwei Lippen. Die Blüte beginnt im Frühjahr, kann in den milden Regionen des Südens aber im Spätsommer und Herbst remontierend sein.

Das immergrüne, ganzjährig attraktive Laub verströmt beim Zerreiben kampferartige und harzige Aromen.

Trotz seiner mediterranen Herkunft ist dieser Rosmarin bei gut durchlässigem Boden bis -12 °C recht winterhart, solange sich im Winter keine Staunässe bildet. Er regeneriert sich mit der Zeit selbst, indem er durch Absenker neue Wurzeln bildet: Junge Triebe bewurzeln sich, sobald sie Bodenkontakt haben.

Busch mit kriechendem Rosmarin

Rosmarin 'Corsican Blue'

‚Corsican Blue‘ ist eine halb kriechende Rosmarinsorte und erreicht gut 50 cm Höhe bei 1,20 m Wuchsbreite. Die leicht überhängende Wuchsform wirkt sehr anmutig und eignet sich hervorragend als Bodendecker für einen Hang, selbst an sehr sonnigen und trockenen Standorten. Sie bildet eine Kuppel, die ab dem Spätwinter (in milden Regionen) oder im zeitigen Frühjahr (nördlich der Loire) zu einer echten blauen Blütenkaskade wird.

Das Laub behält das typische Aussehen und den charakteristischen Duft des Rosmarins.

Dieser kräftige, blühende Strauch bringt Farbe und Licht in den Garten und lockt zugleich wertvolle bestäubende Insekten an.

Er ist etwas weniger winterhart als manche seiner Artgenossen, übersteht aber bei leichtem Boden dennoch Fröste bis -10 °C.

blaue Rosmarinblüten

Kriechender Rosmarin 'Whitewater Silver'

Eine weitere Bodendecker-Lösung für trockene, sonnige Standorte: Rosmarin ‘Whitewater Silver’ ist eine Sorte mit kriechender Wuchsform, die sich auf fast 1 m Breite ausbreitet. Sie zeichnet sich durch ihr besonders leuchtendes Laub aus. Es zeigt das typische Dunkelgrün, offenbart auf der Unterseite jedoch einen silbrigen oder wollig weißen Schimmer, der im Sonnenlicht glänzt.

Die Blüte im Spätwinter oder Frühjahr zeigt zahlreiche kleine hellblaue, violett nuancierte Blüten.

Diese Sorte eignet sich besonders gut, um einen Hang zu beleben, da sie Sonne benötigt und sich gern auf trockenem, nährstoffarmem, magerem Boden entwickelt. Sie verträgt Fröste bis -10 °C, solange der Boden im Winter nicht zu feucht und nass ist.

Wie alle Rosmarin-Sorten ist auch diese aromatisch und heilkräftig und lässt sich vielseitig verwenden.

hellblaue Rosmarinblüten

Bodendecker-Rosmarin – Rosmarinus officinalis 'Pointe du Raz'

‚Pointe du Raz‘ ist eine äußerst pflegeleichte, kriechende Rosmarin-Sorte, die keine besondere Pflege benötigt und ideal für trockene, pflegefreie Gärten ist. Ihr kriechender Wuchs breitet sich bis zu 1,50 Meter aus und erreicht 10 bis 50 cm Höhe, wodurch sie problemlos einen Böschungsbereich begrünt. Trockenheit, Nährstoffarmut, Kalk und große Steine: Nichts davon schreckt sie, und sie wächst unter solchen Bedingungen problemlos. Dank ihrer großen Anspruchslosigkeit eignet sie sich natürlich auch hervorragend für sonnige Steingärten und Mauerkronen, von denen sie elegant herabhängt und deren steinige Wirkung mildert.

Als immergrüne Pflanze bleibt sie zu jeder Jahreszeit dekorativ. Bei Berührung verströmt sie den unverwechselbaren, kräftigen Duft, den man auch aus der Herstellung von Kräutersträußen kennt.

Im Frühjahr erfreut uns ‚Pointe du Raz‘ mit Trauben kleiner, lilablauer Blüten, die dunkelblau geadert sind. Je nach Region kann diese Blüte im Sommer remontieren. Sie erfreut Gärtner ebenso wie Insekten.

Obwohl sie relativ milde und nicht zu feuchte Winter bevorzugt, verträgt dieser Rosmarin dennoch Frost bis -10 °C und kann daher in vielen Regionen im Freiland kultiviert werden.

kriechender Rosmarin

Kriechender Rosmarin – Rosmarinus officinalis ‘Capri’

Rosmarin ‚Capri‘: kompakt (20 × 40 cm), ideal für Topf, Steingarten und Böschung. Blaue Blüten, aromatisches Laub. Trockenheitsfest, bis -10 °C schützen.

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Rosmarinus 'Point du Raz'