Steingarten: 12 passende Stauden
Bewährte Auswahl für einen tollen Kiesgarten!
Inhaltsverzeichnis
Trockengärten liegen im Trend! Kiesgärten sind pflegeleicht, wassersparend und dekorativ. Entdecken Sie passende, blühende Stauden.
Schmucklilie (Liebesblume)
Schmucklilien begeistern mit dekorativem Wuchs, Windfestigkeit, langer Blütezeit und großen Dolden aus zahlreichen Trompetenblüten im Sommer sowie hoher Trockenheitsverträglichkeit. Winterhart von -5 °C bis -15 °C (sommergrüne Arten sind widerstandsfähiger), eignen sie sich für viele Gärten und vertragen meist auch kalkhaltigen Boden. Das breite, grüne, bandförmige Laub bildet einen attraktiven Horst; manche Sorten schmücken sich sogar mit cremeweiß panaschierten Blättern, etwa Agapanthus ‚Golden Drop‘. Mit 30 cm bis fast 1,50 m Höhe reicht die Farbpalette von tiefem Nachtblau (Schmucklilie ‚Black Magic‘) bis zu reinem Weiß (‚White Heaven‚), ergänzt durch Violett- und Fliedertöne. Auch zweifarbige Sorten (‚Fireworks‘) und rosafarbene Varianten (‚Strawberry Ice‘) sind außergewöhnlich.
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Berufkraut (Erigeron)
Auch Mauer-Gänseblümchen genannt, sind Berufkräuter (Erigeron) sehr leicht zu kultivierende Stauden mit einer außergewöhnlich langen Blütezeit, oft von Mai bis Herbst. Sie wachsen buschig und ausladend: Manche werden nur 15 cm groß, andere bilden Polster von 75 cm. Das zarte Laub ist mehr oder weniger graugrün. Obwohl diese Stauden bis -10 °C bis -15 °C winterhart sind, können sie unter -5 °C sommergrün werden. Die Blüten erscheinen einzeln oder in Gruppen und variieren von Reinweiß (Erigeron karvinskianus, wohl der beliebteste) über Lavendelblau (‚Azur Beauty‘) und Rosa (‚Rosa Jewel‘) bis Violett (‚Dunkelste Aller‘). Die gelbe Mitte der kleinen, einfachen bis gefüllten Blüten bildet stets einen schönen Kontrast. Als bienenfreundliche Stauden können sich Berufkräuter aussäen, ohne lästig zu werden. Ihre Genügsamkeit und die Fähigkeit, sogar auf Mauern und in kleinsten Ritzen zu wachsen, machen sie ideal für Kiespflanzungen. Zudem gedeihen sie in jedem gut drainierten Boden.
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Prachtkerze
Dank seines schnellen Wachstums sorgt die Prachtkerze rasch für attraktive Effekte im Beet. Diese beliebte Staude ist eine Blühmeisterin, die über 6 Monate lang vom Frühjahr bis zum Herbst blüht – bereits im ersten Jahr. Sie bildet einen buschigen Horst mit langen, zierlichen, dicht mit kleinen Blättern besetzten Stängeln und zahlreichen Schmetterlingsblüten, die den ganzen Sommer über nacheinander erscheinen. Das Farbspektrum reicht von reinem Weiß bei der weißen Gaura lindheimeri bis zu Sorten mit kirschrot geäderten Blüten wie Gaura ‚Cherry Brandy‘ oder purpurrosa bei Kultivaren wie ‚Baby Butterfly Dark Pink‘. Auch das Laub bringt Farbe in den Garten, etwa bei ‚Siskiyou Pink‘ mit purpurfarbenem Laub oder ‚Corrie’s Gold‘ mit goldgelber Panaschierung. Das tiefe Wurzelsystem der Prachtkerzen hilft ihnen, Trockenheit problemlos zu überstehen, und sie gedeihen in jedem Boden, auch in magerem, steinigem und kalkhaltigem. Trocknet das Laub im Winter ein, besteht kein Grund zur Sorge. Die Pflanze geht im Winter in Dormanz, verträgt aber problemlos Temperaturen bis etwa -20 °C.
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Wolfsmilch (Euphorbia)
Wolfsmilch ist je nach Art sommergrün bis immergrün und in ihrer Größe sehr variabel. Manche Arten sind echte Bodendecker (Euphorbia myrsinites bildet einen etwa zehn Zentimeter hohen Teppich), während andere deutlich üppiger wachsen, wie die Palisaden-Wolfsmilch, die über 1 m hoch werden kann. Alle bilden sehr außergewöhnliche Blütenstände aus winzigen Blüten, die von schalenförmigen Hochblättern eingerahmt werden. Sie sitzen an den Triebspitzen und blühen vom Frühjahr bis zum Spätsommer in meist säuerlichen Gelb- und Chartreusegrüntönen oder bei Euphorbia ‚Black Bird‘ in Purpur. Neben überwiegend grünem Laub gibt es auch Sorten mit buntem oder panaschiertem Laub, etwa Euphorbia ‚Ascot Rainbow‘ (eine Mischung aus Grün, Gelb und Rosa) oder Euphorbia ‚Tasmanian Tiger‘ (bläulichgrün und cremefarben berandet). Das Laub variiert ebenfalls je nach Art: Es ist manchmal klein und fein wie bei einem Nadelgehölz (Zypressen-Wolfsmilch), meist jedoch Oval und länglich. Während viele dieser Stauden ordentliche Horste bilden, breiten sich andere über Ausläufer aus, deren Ausbreitung Sie im Auge behalten sollten. Anpassungsfähig und pflegeleicht, gedeihen sie meist in jedem Boden, auch in kalkhaltigem, und viele sind gut winterhart.
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Gräser (Schwingel, Federgras, Federborstengras)
- Zu den besten Gräsern für trockene, nährstoffarme und steinige Böden gehören die Schwingel. Diese sehr genügsamen, immergrünen Stauden, die mindestens bis -15 °C winterhart sind, bilden Polster aus feinen Blättern, deren regelmäßige, ausladende Wuchsform das ganze Jahr über für eine schöne Struktur sorgt. Alle entwickeln vom Frühjahr bis zum Sommer leichte Ährchen in Gold-, Silber- oder Violetttönen. Zu den beliebtesten zählt Festuca glauca ‚Elijah Blue‘, eine 30 cm hohe und breite Sorte mit stahlblauem Laub. Festuca gautieiri ist ähnlich groß und zeigt zunächst ein leuchtendes Grün, bevor das Laub im Herbst goldene Töne annimmt. Festuca mairei wird bis zu 70 cm hoch und bringt schöne Vertikalität ins Beet. Die pflegeleichten und krankheitsunempfindlichen Schwingel gedeihen in jedem Boden und versamen sich, ohne lästig zu werden.
- Auch Federgras ist eine perfekte Wahl. Das immergrüne Laub besticht durch seine Feinheit, etwa beim beliebten Stipa tenuifolia (poetisch auch Engelshaar genannt), andere Arten durch die Eleganz ihrer hoch getragenen, großen Ähren (bis zu 2 m bei Stipa gigantea). Arten wie Stipa barbata oder Stipa pulcherrima verdienen eine größere Verbreitung: Ihre seidigen, luftigen Ähren sind einzigartig. Manche bilden sogar orangefarbene Fontänen, wie das wunderschöne Stipa arundinacea. Sie sind durchschnittlich bis -12 °C winterhart, in verschiedenen Größen erhältlich und gedeihen in jedem gut drainierten Boden.
- Eine weitere unverzichtbare Referenz ist das Lampenputzergras. Einige Sorten sind für milde Regionen reserviert oder werden eher einjährig kultiviert (Pennisetum x. advena ‚Rubrum‘ mit purpurfarbenem Laub und rosafarbenen Ähren, Pennisetum villosum …), andere sind dagegen winterhärter (Pennisetum alopecuroides, Pennisetum orientale …). Diese Ziergräser wachsen aufrecht und bilden mehr oder weniger ausladende Fontänen; besonders kräftige Sorten erreichen fast 1,80 m. Die elegante Silhouette wird durch die Schönheit ihrer flauschigen Ähren betont, die im Sommer in Creme, Beige, Silber, Bronze, Rosa oder Purpur erscheinen (Pennisetum ‚Black Beauty‘). Bei manchen Sorten nimmt das Laub im Herbst warme Farbtöne an (Gelb, Gold, Orange, Purpur) und bleibt auch nach dem Vertrocknen im Winter die ganze kalte Jahreszeit über dekorativ, besonders wenn es von Frost überzogen ist. Bis auf wenige Ausnahmen bilden Lampenputzergräser ordentliche Horste und wuchern nicht. Sie gedeihen in jedem durchlässigen, auch kalkhaltigen Boden.
Kleiner Tipp: Setzen Sie diese Kinder des Windes ins Gegenlicht, um die Schönheit ihrer Blütenstände hervorzuheben!
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Afghanische Blaurauten (Perovskia)
Auch Russischer Salbei, Sibirischer Salbei oder Blauraute genannt, ist Perovskia eine hohe, strauchähnliche, verholzende Staude. Extrem winterhart (-20 °C) und trockenheitsverträglich, begeistert sie mit ihrer dekorativen Wuchsform und langen Sommerblüte. Im Frühjahr treiben lange Stängel aus dem Wurzelstock und erreichen bei Sorten wie Perovskia ‚Blue Spire‘ bis zu 1,50 m Höhe und Breite. Ihre silbrig-weißen Triebe bilden einen aufrechten, stark verzweigten, locker wachsenden Strauch, der sich in nährstoffreichem Boden etwas öffnen kann. Sorten wie Perovskia ‚Little Spire‘ oder ‚Blue Spire‘ bleiben kompakter. Das fein gefiederte, graugrüne Laub ist aromatisch und duftet minzig bis kampferartig. Unter Kälteeinwirkung verschwindet es, während die Pflanze ihre Struktur behält und monatelang dekorativ bleibt. Den ganzen Sommer über erscheinen kleine lavendelblaue Blüten, die zahlreiche Bestäuber anlocken. Perovskia wächst relativ schnell und wird sehr alt, braucht jedoch etwas Zeit, um sich voll zu entwickeln. Kalkverträglich sowie luft- und salzresistent, eignet sie sich für jeden Standort.
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Fetthenne (Sedum, Hylotelephium)
Sukkulenten wie Fetthennen oder Sedum (auch Hylotelephium) bieten vielfältige Wuchsformen und Größen. Einige sind echte, flach wachsende Bodendecker, nur wenige Zentimeter hoch, aber weit ausladend (Sedum oreganum), andere wachsen aufrecht und werden bis zu 50 cm oder höher (Sedum ‚Autumn Joy‘). Kriechende Sorten sind meist immergrün und haben sehr feines, längliches Laub, wie Sedum ‚Lemon Ball‘. Das Laub höherer Arten wie Sedum spectabile ‚Septemberglut‘ ist breiter, flach, gezähnt und sommergrün.
Auch die Farbpalette ist vielfältig: grün, silbrig, bordeauxrot, rosa, tiefpurpur (Sedum ‚Purple Emperor‘) oder panaschiert (Sedum ‚Atlantis‘). Bei manchen Sorten verändern sich die Farben im Jahresverlauf (Sedum ‚Bertram Anderson‘).
Die Blüte der Sedum ist bienenfreundlich und reicht vom späten Frühjahr bis zum Herbst. Sie erscheint in unzähligen kleinen, sternförmigen Blüten in wechselnden Farben wie Weiß, Gelb, Rosa und Rot. Auch verblüht bleiben manche Blütenstände im Winter dekorativ.
Das fleischige Laub der Fetthennen schützt vor Wassermangel, ihr Wurzelsystem eignet sich für trockene, flachgründige Böden. Pflegeleicht, anspruchslos und winterhart bis -15 °C bis -20 °C, benötigen sie einen armen, steinigen, durchlässigen, auch leicht kalkhaltigen Boden.
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Heiligenkraut (Santolina)
Heiligenkräuter sind holzige, mediterrane Stauden, die in trockenen, steinigen und sonnigen Gärten verbreitet sind. Das immergrüne Laub ist fein, zerteilt und weich. Es verströmt pfeffrige und kampferartige Duftnoten. Es kann tiefgrün (Santolina rosmarinifolia) oder silbergrau (Santolina chamaecyparissus) sein. Daneben gibt es Sorten mit leuchtenden, fast goldgelben Farbtönen wie ‚Lemon Fizz‘. Die sommerliche Blüte bildet kleine, kugelige Blütenköpfchen: goldgelb bei Santolina chamaecyparissus, weiß bei Santolina ‚Edward Bowles‘.
Die Pflanze bildet ein dichtes, 30 bis 40 cm hohes Polster, das ebenso breit wird und sich unter guten Bedingungen bis zu 1 m ausbreiten kann. Die oft niederliegenden Triebe bewurzeln leicht und lassen die Pflanze weiterwachsen. Santolina serratifolia wächst dagegen aufrechter. Heiligenkräuter wachsen schnell, neigen jedoch zum Vergreisen, besonders in nährstoffreichem Boden. Sie sind gut winterhart (–15 °C), bienenfreundlich und kalkverträglich. Die Pflege beschränkt sich auf einen kleinen jährlichen Rückschnitt. Ihre Kultur ist sehr einfach, und die Trockenblumen halten lange in Trockengestecken.
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Quendel (Thymus)
Der aromatische Klassiker der Garrigue, der Thymian (oder Frühblühender Thymian) ist mit bis zu -15 °C winterhart und kann daher in vielen Regionen kultiviert werden. Er bildet einen hervorragenden Bodendecker und wird nur 5 cm hoch, bei 35 cm Breite. Wählen Sie zwischen Rot, Rosa und Reinweiß. Der etwas höhere (15 cm), deutlich ausgebreitete Kaskaden-Thymian bedeckt problemlos 50 cm. Kompaktere Sorten gibt es reichlich, ihre besonderen Aromen begeistern: Zitronen-Thymian, Echter Thymian, Pizza-Thymian (für italienische Gerichte!). Unverzichtbar sind der kriechende Sand-Thymian und der berühmte Echte Thymian. Das immergrüne Laub ist frischgrün oder silbergrau, etwa beim panaschierten Thymian und Gold-Thymian. Für die Aromatherapie ist der Nadelholz-Thymian eine ausgezeichnete Wahl. Trockenheit verstärkt bei jeder Sorte die Aromen. In voller Sonne zeigt sich die bienenfreundliche Blüte in Weiß bis Rosa, die vom späten Frühjahr bis zum Frühsommer die Pflanze bedeckt. Pflegeleicht (ein jährlicher Rückschnitt genügt) und krankheitsunempfindlich, ist Thymian ideal für Kiesflächen.
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Mannstreu (Eryngium)
Mannstreu, auch Blaue Kugeldistel genannt, ist eine winterharte Staude (-15 °C bis -25 °C), die für ihre dekorative Wirkung, ihr außergewöhnliches Aussehen und ihre Anspruchslosigkeit in trockenem, armem und steinigem Boden geschätzt wird. Die kleinsten Sorten werden nur etwa 30 cm hoch (Eryngium ‚Blue Hobbit‘) und finden im Vordergrund mineralischer Beete Platz, während der Hintergrund großen Sorten wie Eryngium yuccifolium (1,50 m) vorbehalten ist. Je nach Art sommergrün bis immergrün, tragen sie alle Blütenstände aus zahlreichen kleinen, bienenfreundlichen Blüten, die sich von Sommer bis Herbst öffnen. Metallisch blau (Eryngium bourgatii), silbern (Eryngium giganteum), weiß, grünlich (Eryngium agavifolium) oder sogar braun (Eryngium ebracteatum), sind sie von zugespitzten, eingeschnittenen und dornigen Hochblättern umgeben, auch wenn manche Sorten rundere Formen zeigen. Auch das Laub ist oft stachelig, wenige Zentimeter bis 1 m lang und grün, silbern oder leuchtend gelb, wodurch es die Blütenstände hervorhebt (Eryngium ‚Neptune’s Gold‘). Auch panaschierte Formen sind erhältlich, etwa Eryngium variifolium. Stark verzweigt, entwickeln Mannstreu-Arten eine aufrechte, mehr oder weniger regelmäßige Wuchsform. Da sie nicht krankheitsanfällig sind und Spritzwasser vertragen (besonders Eryngium maritimum), bereichern sie Beete viele Monate lang, denn ihre Blütenstände bleiben auch getrocknet dekorativ.
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Agave
Agaven sind sukkulente Stauden, auch Sukkulenten genannt, mit ausgeprägt exotischem Look. Ihr Wachstum ist zwar recht langsam, dafür sind sie sehr langlebig. Meist entwickeln sie dickes, fleischiges Laub – ein Zeichen für sehr gute Trockenheitsverträglichkeit! Nur mäßig winterhart, halten die empfindlichsten Arten -5 °C aus, manche Arten wie Agave havardiana überstehen in gut drainiertem Boden sogar bis zu -20 °C.
Die Pflanze entwickelt immergrünes Laub, das sich zu einer mehr oder weniger ausladenden, besonders dekorativen Rosette anordnet. Die kleinsten Exemplare bleiben bei wenigen Dutzend Zentimetern (Agave stricta ‚Nana‘), andere fallen schon von Weitem durch ihre Silhouette auf, etwa die sehr beliebte Hundertjährige Agave. Die meisten Agaven haben weiß bereifte Blätter mit scharfen Spitzen, die bei Agave montana auch gefärbt sein können. Agave filifera bildet dagegen feine Fäden und ist dadurch harmlos.
Die Farben reichen von Grün bis Graublau (Agave parryi), doch auch panaschierte Sorten wie Agave americana ‚Variegata‘ oder Agave victoriae-reginae begeistern.
Unter unserem Klima blühen Agaven selten und im Schnitt erst nach mindestens 10 Jahren Kultur. Doch die langen Blütenstände (bei manchen Agaven bis zu 10 m!), die im Sommer aus dem Herzen der Rosetten emporragen und flache Blütenstände in Gelb bis Grünweiß tragen, sind unvergesslich!
Als unverzichtbare Pflanze für Trockengärten lässt sich die Agave problemlos in voller Sonne und auf magerem, durchlässigem, steinigem Boden kultivieren, auch wenn dieser kalkhaltig ist.
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→ Folgen Sie unseren Tipps zum Pflanzen, Kultivieren und Pflegen von Agaven!
Hauswurz (Sempervivum)
Weitere sukkulente Stauden, Hauswurze oder Sempervivum, sind Sukkulenten, die aufgrund ihrer guten Winterhärte (-15 bis -25 °C) überall gepflanzt werden können. Diese Pflanzen mit flach-polsterförmiger, bodendeckender Wuchsform breiten sich dank ihrer oberirdischen Triebe, die bei Bodenkontakt spontan Wurzeln bilden, natürlich aus. Das Gesamtbild der Pflanze ist besonders originell und dekorativ. Jede Rosette aus fleischigen, dicken Blättern wirkt wie eine eigene, direkt einem Märchen entsprungene Blume. Mit einer Höhe von kaum zehn Zentimetern (während der Blüte etwas mehr) tragen Hauswurze immergrüne Blätter, die dicht angeordnet und unterschiedlich lang, breit oder abgeflacht sind. Ihre Farben können unwirklich erscheinen, besonders bei Sorten wie Sempervivum ‚Silberkarneol‘ (rosarot mit grüner Basis sowie seidigen, silbrigen Haaren), Sempervivum calcareum (hellgrün mit braunen Spitzen) oder Sempervivum ‚Chick Charms Gold Nugget‘ (hellgrünes Laub, das sich mit kürzer werdenden Tagen und zunehmender Kälte allmählich leuchtend kupferorange färbt). Die Vielfalt an Farben und Nuancen dieser Gattung ermöglicht farbenprächtige Teppiche, zumal sich die Farbtöne mit Jahreszeiten und Temperaturen verändern!
Die Blüte, die im Sommer erscheint, im Durchschnitt jedoch erst nach drei Kulturjahren, ist ein weiterer Vorteil dieser pflegeleichten Staude. Sie bildet Blütenstiele, die etwa 20 Zentimeter hoch werden. Die zahlreichen sternförmigen Blüten zeigen ebenfalls meist rosa, rote oder gelbe Farben in verschiedenen Nuancen, die jede Sorte einzigartig machen. Die vielen Blütenblätter und Staubblätter bilden ein farbiges Rispiges Gipskraut, das über dem Boden zu schweben scheint.
Wie Sie sehen, kommt bei Hauswurz keine Langeweile auf. Wenn Sie sie in drainierenden Boden pflanzen (besonders im Winter) und an einen Standort mit nicht zu praller Sonne (in Regionen mit sehr heißen Sommern ist Halbschatten besser), werden sie Sie selbst in wenig Erde viele Jahre lang erfreuen und dabei nur wenig Pflege benötigen!
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Weiterführende Informationen
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