Welche Kräuter drinnen anbauen?
Anbau, Tipps und Tricks
Inhaltsverzeichnis
Aromatische Pflanzen in der Küche: Dill und Fenchel passen zu Fisch, Basilikum zu Tomaten, Schnittlauch zu Omeletts, Koriander zu Suppen, Estragon zu Huhn, Dost zu Pasta und Melisse zu Obstsalat.
Mehrjährige, zweijährige oder einjährige Pflanzen gedeihen in jedem gut drainierten Gartenboden. Für den Anbau im Haus gilt es einiges zu beachten: Unsere Tipps für erfolgreiche Pflanzungen und Ernte das ganze Jahr.
Welche Kräuter im Topf anbauen?
Küchenkräuter gehören hauptsächlich zu drei botanischen Familien:
- Die Lauchgewächse: Diese Familie besteht aus mehrjährigen krautigen, meist zwiebelbildenden Pflanzen und umfasst Knoblauch, Zwiebel, Schnittlauch, Schalotte …
- Die Doldenblütler: Diese Familie besteht überwiegend aus einjährigen, duftenden Kräutern und umfasst Kerbel, Fenchel, Petersilie …
- Die Lippenblütler: Diese Familie besteht aus krautigen Pflanzen, die ätherische Öle produzieren, und umfasst Basilikum, Salbei, Rosmarin, Minze, Thymian …
Auch wenn sich nicht alle Küchenkräuter im Haus kultivieren lassen, verträgt der Großteil der zum Kochen verwendeten Kräuter den Anbau im Innenbereich. Doch Vorsicht: Zwar trotzen sie den Jahreszeiten, dennoch müssen ihre Eigenschaften und Bedürfnisse berücksichtigt werden, um eine optimale Ernte zu gewährleisten.

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Welche Voraussetzungen brauchen Kräuter?
Im Haus müssen Sie nicht auf die „richtige“ Jahreszeit warten: Sie können jederzeit pflanzen!
Topf oder Balkonkasten müssen groß genug sein, damit die Pflanzen gut belüftet werden und zwischen den einzelnen Pflanzen einige Zentimeter Abstand bleiben: Die meisten Kräuter gedeihen gut in einem etwa 20 cm tiefen Gefäß. Beachten Sie, dass Rosmarin als Strauch in einem Topf mit mindestens 30 cm Durchmesser besser wächst.
Die Wahl und Häufigkeit der Düngung hängen von der Pflanze ab: Thymian und Lorbeer brauchen nur wenig Dünger, blühende Kräuter dagegen mehr Kali. Für Petersilie und Basilikum empfiehlt sich daher bei jedem zweiten Gießen ein Dünger mit Phosphor, Stickstoff und Kali. Bei Lippenblütlern genügt schließlich eine einmalige Düngung beim Umtopfen.
Was sind die wichtigsten Schritte beim Anbau?
Geben Sie in Topf oder Balkonkasten zunächst eine 3–5 cm hohe Schicht Blähton oder Kies , dazu universelle Blumenerde, gemischt mit Gartenerde (im Verhältnis zwei zu eins), und etwas Dünger. Formen Sie dann eine kleine Mulde für den Samen. Bedecken Sie ihn und besprühen Sie alles mit etwas Wasser, um die Erde zu befeuchten. Nach demselben Prinzip können Sie selbst aussäen oder Jungpflanzen eintopfen.
Tipp des Gärtners: Wenn Ihr Topf kein Abzugsloch hat, geben Sie vor der Blumenerde eine Schicht Kies hinein. So verhindern Sie Staunässe und halten die Feuchtigkeit an den Wurzeln der Kräuter.

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Wie Sie ihren Bedarf an Sonne und Wasser decken?
Topfkräuter brauchen wenig Pflege. Ein geeigneter Platz mit ausreichend Licht und richtigem Gießrhythmus genügt.
Wie viel Licht und Wärme brauchen sie?
Schnittlauch, Koriander, Rosmarin und Thymian lieben Sonne (4 bis 5 Stunden täglich). Basilikum und Minze sollten dagegen nicht direkt in der Sonne stehen, aber an einem hellen Platz. Petersilie und Estragon brauchen mehr Schatten (weniger als 3 Stunden Sonne täglich).
Tipp vom Gärtner: Neben Sonne und Helligkeit sollten Sie Kräuter nicht neben eine starke Wärmequelle stellen, etwa eine Heizung.
Wie oft sollte man gießen?
Wie im Freiland brauchen die meisten Kräuter dauerhaft feuchte Erde: Gießen Sie im Sommer einmal täglich, im Winter alle 2 bis 3 Tage.
Tipp vom Gärtner: Anders als andere Kräuter müssen Thymian und Rosmarin zwischen den Wassergaben vollständig abtrocknen. Entfernen Sie den Untersetzer, damit ihre Wurzeln nicht im Wasser stehen. Idealerweise erhöhen Sie den Topf mit kleinen Holzklötzen, damit das Wasser besser abläuft.
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Wie pflegt man Küchenkräuter im Topf?
Durch tägliche, geduldige Beobachtung Ihrer Küchenkräuter im Topf erkennen Sie wichtige Anzeichen und können rechtzeitig gegensteuern:
- Bei zu viel Wasser faulen sie;
- Bei Wassermangel vertrocknen sie;
- Bei zu viel Sonne vergilben die Blätter oder bekommen Flecken;
- Wenn die Triebe länger werden und die Blätter schrumpfen, suchen sie Licht.
Wann und wie ernten?
Traditionell wird rund um die Blüte geerntet: Küchenkräuter können nach Bedarf Blatt für Blatt gepflückt werden. Am besten ernten Sie von nicht zu jungen Pflanzen und von oberen Blättern, damit sie dicht und kräftig wachsen. Bei Thymian und Schnittlauch schneiden Sie die Stängel ab, jedoch nicht zu nah an der Pflanzenbasis. Idealerweise schneiden Sie mit der Schere ein Drittel der Triebe ab, damit der Neuaustrieb nicht beeinträchtigt wird.

Welche Kräuter lassen sich im selben Topf oder am gleichen Standort kombinieren?
Die Kultur von Kräutern im Haus ist einfach, erfordert aber passende Bedingungen. Kombinieren Sie:
- Bei mäßigem Licht und häufigem Gießen: Estragon, Petersilie, Sauerampfer, Schnittlauch und Koriander.
- Bei viel Licht und gelegentlichem Gießen: Echter Lorbeer, Thymian und Rosmarin können zusammenstehen.
Tipp: Die Minze ist wuchernd und braucht einen eigenen Topf. Gleiches gilt für Basilikum, das viel Wärme, Licht und Wasser benötigt.
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