Wie oft den Garten im Sommer gießen?
Praktische Tipps für einen gesunden Garten im Sommer
Inhaltsverzeichnis
Garten und Gemüsebeet im Sommer gießen: Wann, wie und wie oft? Die richtige Menge hängt von Wetter, Boden und Pflanzen ab. Lieber weniger als zu viel!
Richtig gießen: Gartenboden kennen und vorbereiten
Im Garten gibt es wohl keinen Bereich ohne feste Regeln – das Gießen gehört definitiv dazu. Denn die Wassermenge im Ziergarten hängt von zahlreichen Kriterien ab, weshalb genaue Vorgaben schwierig oder sogar unmöglich sind.
Kriterien für die richtige Gießhäufigkeit
Das wichtigste Kriterium für die Gießhäufigkeit ist der Boden, insbesondere seine Textur. Ein Boden kann sandig, lehmig oder schluffig sein – und der Unterschied ist erheblich! Sandboden hat keine Struktur und zerfällt leicht. Er ist arm an organischer Substanz und daher wenig fruchtbar. Vor allem aber speichert er weder Wasser noch Nährstoffe. Lehmboden ist dagegen sehr kompakt und klebt bei hoher Feuchtigkeit. Das bedeutet, dass er Wasser problemlos speichert – anders als Sandboden. Schluffboden lässt sich leicht bearbeiten und ist eher locker. Außerdem ist er sehr wasserdurchlässig. Kurz gesagt: In Sandboden und Lehmboden gießt man nicht gleich! In Sandboden muss logischerweise häufiger gegossen werden, da das Wasser nicht lange bleibt. Um Ihren Boden besser kennenzulernen, empfehle ich Ihnen Oliviers Artikel: Bodenart bestimmen: lehmig, sandig oder schluffig
Das zweite Kriterium für das Gießen im Garten ist schlicht die Art der dort kultivierten Pflanzen. Manche benötigen sehr viel Wasser und müssen regelmäßig gegossen werden, sobald die Erde an der Oberfläche trocken ist. Andere haben einen geringen Wasserbedarf, während wieder andere (Sukkulenten, mediterrane Pflanzen …) große Hitze und Trockenheit problemlos vertragen.
Bevor Sie gießen, sollten Sie außerdem einen Blick auf den Wetterbericht werfen. Es wäre schade zu gießen, obwohl ein Gewitter angekündigt ist …

Die Bodenart zu kennen, ist entscheidend, um die Gießhäufigkeit anzupassen
Wie wichtig die Bodenvorbereitung ist
Auch die Art der Bodenvorbereitung und -pflege ist entscheidend, um die Gießhäufigkeit einzuschätzen. Denn ein Boden, der durch Kompost oder Mist mit organischer Substanz angereichert ist, wird besser belüftet und strukturiert. Das Gießen ist dann zwangsläufig effektiver, da das Wasser tiefer eindringt. Ebenso benötigt ein regelmäßig gehackter und von Unkraut befreiter Boden weniger Wasser. Schließlich hat Mulchen einen enormen Einfluss auf die Gießhäufigkeit. Ein unbedeckter Boden erwärmt sich sehr schnell und die Wasserverdunstung ist maximal, während ein gemulchter Boden die Feuchtigkeit bewahrt und die Verdunstung begrenzt.
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Logischerweise lässt sich diese Frage nicht pauschal beantworten! Kurz gesagt gilt jedoch: Es ist besser, seltener und reichlich zu gießen als täglich und nur in kleinen Mengen. Warum? Ganz einfach: Eine Pflanze, die täglich Wasser erhält, wird „faul“, da sie ihr Wurzelsystem nur oberflächlich ausbildet. Schließlich kann sie sicher sein, jeden Tag ausreichend Wasser zu bekommen. Dafür reagiert sie deutlich empfindlicher auf Hitze und Trockenheit, denn ihre Wurzeln sind wenig entwickelt und befinden sich nahe der Oberfläche, wo der Boden am heißesten ist. Das gilt besonders, wenn der Gärtner in den wohlverdienten Urlaub fährt.
Reichliches und großzügiges Gießen in größeren Abständen ist effektiver. Die Wassermenge dringt tiefer in den Boden ein. Das Wurzelsystem muss das verfügbare Wasser dort suchen. So entwickelt es sich und breitet sich tiefer aus, wodurch es widerstandsfähiger gegen Hitzeperioden wird. Den Boden einfach nur anzufeuchten, ist für die Wurzeln und die Pflanze daher keineswegs von Vorteil: An heißen Sommertagen sollten Sie wirklich einmal pro Woche reichlich gießen, bei einer Hitzewelle zweimal pro Woche. Genau darin liegt übrigens der größte Nachteil von Tropfbewässerungen oder Perlschläuchen, die Pflanzen völlig abhängig machen. Zudem verdunstet Wasser in der oberen Bodenschicht schneller. Ollas können dagegen eine interessante Lösung sein, da sie das Wasser in tieferen Bodenschichten abgeben.

Einmal pro Woche reichlich gießen ist besser als täglich nur wenig zu gießen.
Lesen Sie auch die Beiträge von Marion: Ollas oder Oyas: ein effizientes und sparsames Bewässerungssystem und Eine Olla für die Gartenbewässerung selbst bauen.
Diese Regel gilt weitgehend für Lehmböden, etwas weniger für sandige Böden. Dort versickert das Wasser schnell in den Untergrund.
Auch der Wasserbedarf variiert von Pflanze zu Pflanze. Eine Topfpflanze, eine blühende Staude oder eine einjährige Pflanze, eine frisch verpflanzte Pflanze oder eine Pflanze mit sehr großen Blättern benötigt mehr Wasser. Sie sollten dann deutlich häufiger als einmal pro Woche gießen. Kletterpflanzen, Sträucher und Bäume sind widerstandsfähiger gegen Wassermangel.
Selbstverständlich sollten Sie auf jedes Anzeichen von Wassermangel achten. Welke Blätter bedeuten jedoch nicht unbedingt, dass eine Pflanze durstig ist. Pflanzen mit üppigem Laub neigen beispielsweise einfach zum Herabhängen, da dort mehr Wasser verdunstet.
Garten richtig gießen?
Einmal pro Woche reichlich mit der Gießkanne gießen: So dosieren Sie das Wasser gezielt. Im Sommer abends gießen, um Verdunstung und Pilzkrankheiten zu vermeiden.
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Im Gemüsegarten wird etwas häufiger gegossen. Einige Gemüse (Zucchini, Auberginen, Kürbis, Melone …) benötigen viel Wasser, da sie viel Energie in die Fruchtbildung stecken. Blattgemüse verliert durch Evapotranspiration viel Wasser und muss daher regelmäßig gegossen werden. Bohnen (Bohnen) sollten dagegen reichlich, aber selten gegossen werden. Zwiebelgewächse haben hingegen eher geringen Wasserbedarf.
Mehr dazu erfahren Sie in meinem Artikel: Gemüsegarten gießen: unsere Tipps.
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