Die Aussaat von Koriander gelingt nicht immer leicht. Mit der richtigen Technik und guter Pflege können Sie jedoch Ihren eigenen Koriander ernten und damit orientalische und asiatische Gerichte verfeinern.
Beachten Sie meine Tipps, damit Ihnen dieses Würzkraut gelingt!

Die Eigenschaften des Korianders

Auch wenn Koriander wegen seiner nahöstlichen und mediterranen Herkunft als arabische oder chinesische Petersilie bezeichnet wird, ist dieses Würzkraut – auf Latein Coriandrum sativum – empfindlicher als die gewöhnliche Petersilie. Nach dem Schneiden welkt es schneller. Wie Kreuzkümmel lässt sich Koriander nicht gern verpflanzen.

Dieses Kraut ist einjährig. Das bedeutet, dass es seinen vollständigen Lebenszyklus innerhalb eines Jahres durchläuft und bei Frost abstirbt. Wenn Sie es in der Küche verwenden möchten, müssen Sie es jedes Jahr erneut aussäen.
Koriander gehört zu den Kräutern, die sich selbst aussäen. Wenn Sie bereits eine größere Menge im Gemüsebeet haben, lassen Sie einen Teil davon eigene Sämlinge hervorbringen!

Hinweis: Manche Menschen mögen dieses Kraut nicht und finden, dass es einen eigenartigen Geschmack hat. Liegt das vielleicht an der griechischen Etymologie koris (Wanze), die sich auf den Geruch seiner Blätter bezieht? Ich kann das überhaupt nicht nachvollziehen – Geschmäcker sind eben verschieden.

Koriander aussäen: wann und wie

Wann sollten Sie Koriander aussäen?

Säen Sie Koriander zwischen April und Mai direkt ins Freiland, sobald sich der Boden auf mindestens 12 °C erwärmt hat. Alternativ können Sie zwischen Februar und April eine frühe Aussaat in einer Saatschale unter beheiztem Schutz oder im Haus vornehmen. Das spätere Verpflanzen ist allerdings heikel!

Manche Gärtner empfehlen außerdem eine frühe Aussaat im August oder September. So können Sie im folgenden Frühjahr früher ernten.

Koriandersamen kaufen oder selbst ernten?

Wie bei vielen Doldenblütlern können Sie die Samen am Ende des Sommers, etwa im August, selbst ernten. Warten Sie, bis die kleinen kugeligen Samen aus den Blüten braun werden. Andernfalls finden Sie Koriandersamen problemlos im Handel – oder in Ihrer bevorzugten Online-Gärtnerei!

Wo sollten Sie Koriander aussäen?

  • Der Standort: Koriander gehört zu den sonnenliebenden Kräutern. Er braucht einen sonnigen bis halbschattigen Platz, sollte aber nicht der heißen Nachmittagssonne ausgesetzt sein. Sonst schießt er schnell in die Blüte und bildet Samen. Da seine Stängel dünn und empfindlich sind, sollten Sie einen windigen Standort vermeiden. Auf dem Balkon ist eine Ausrichtung nach Westen ideal.
  • Der Boden: Ob im Gemüsebeet, im Kräuterbeet, im Topf oder im Balkonkasten – halten Sie die Erde stets frisch. Koriander bevorzugt durchlässige, humusreiche Böden. Sandige Böden eignen sich gut.
  • Begleitpflanzen: Koriander passt gut zu Gemüsepflanzen mit ähnlichen Ansprüchen an Wärme und Bodenfeuchtigkeit, etwa Tomate, grüne Bohne, Erbse, Gurke und Rote Bete. Außerdem wirkt Koriander abschreckend auf bestimmte Schädlinge und ist daher im Gemüsebeet sehr nützlich.
Wo Koriander ausgesät wird

Wie sollten Sie Koriander aussäen?

Im Freiland

  • Bereiten Sie den Boden vor, indem Sie ihn lockern. Falls Sie Kompost zur Verfügung haben, verteilen Sie etwas davon und arbeiten Sie ihn leicht mit dem Rechen ein.
  • Säen Sie direkt an Ort und Stelle in Horsten, mit einem Reihenabstand von 15 cm. Auf größeren Flächen können Sie breitwürfig säen.
  • Bedecken Sie die Samen nur dünn mit gesiebter Erde. Drücken Sie die Erde mit der Rückseite eines Rechens leicht an.
  • Gießen Sie mit einer Gießkanne mit feiner Brause. Halten Sie den Boden bis zum Auflaufen feucht, aber niemals nass. Je nach Witterung dauert die Keimung meist etwa 15 Tage.
  • Vereinzeln Sie die Sämlinge im Frühjahr auf 20 cm Abstand, sobald die Triebe 7–8 cm hoch sind.
  • Nach dem Vereinzeln mulchen Sie die Fläche, damit der Boden feucht bleibt.
Koriander im Freiland aussäen

Im Topf

Sie können Koriander auch im Topf kultivieren. Der Topf sollte ausreichend tief sein, da Koriander eine Pfahlwurzel bildet. Halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht, sonst wächst die Pflanze sparrig.

  • Geben Sie einige Blähtonkugeln auf den Boden des Topfes oder Balkonkastens.
  • Bereiten Sie eine Mischung aus gleichen Teilen Blumenerde und Sand vor.
  • Füllen Sie das Substrat bis 1 cm unter den Rand des Topfes oder Balkonkastens ein.
  • Legen Sie die Samen in Horsten oder in Reihen aus und bedecken Sie sie leicht mit Substrat.
  • Gießen Sie regelmäßig.
    → Lesen Sie auch unsere ausführlichen Tipps unter Koriander im Topf kultivieren.

Das Geheimnis für eine erfolgreiche Aussaat: Bedecken Sie die Samen nur ganz dünn.

Mein Tipp: Säen Sie in regelmäßigen Abständen alle zwei bis drei Wochen aus. So können Sie die ganze Saison über frische Blätter ernten, wenn Sie viel Koriander verbrauchen!

Koriander aussäen: die einzelnen Schritte

Ernte und Verwendung in der Küche

Alexandra gibt Ihnen in ihrem Tutorial Wie erntet, trocknet und verwendet man Koriander? viele Informationen.
Ernten Sie Koriander immer vor der Blüte, vom späten Frühjahr bis August. Für die Samen können Sie bis September oder Oktober warten. Verwenden Sie Koriander am besten frisch. Schneiden Sie die Blätter mit einer Schere fein, damit sich ihr volles Aroma entfaltet.

Ich selbst verwende Koriander sehr gern, da ich eine besondere Vorliebe für die orientalische und asiatische Küche habe. Er verfeinert marokkanische, indische und thailändische Gerichte. Ich streue ihn erst zum Schluss über den Teller oder das Gericht. Sein feines Aroma verträgt keine Hitze.
Koriander passt hervorragend zu Linsendal, indischem Curry sowie thailändischen Suppen mit Garnelen und Kokosmilch. Hacken Sie ihn über Lamm- oder Hähnchen-Tajines oder geben Sie ihn in eine marokkanische Chorba.
Auch mit Zitrone harmoniert Koriander sehr gut. Geben Sie einige Blättchen in einen Mangosalat oder auf ein Ananas-Carpaccio.

Natürlich können Sie die Samen als Gewürz verwenden, etwa in bestimmten Saucen und Currys, in Fleischmarinaden oder in den berühmten griechisch marinierten Pilzen – sehr im Stil der siebziger Jahre! Auch für Liköre werden sie verwendet, wenn auch seltener.