Koriander: Anbau, Ernte, Vorteile

Koriander: Anbau, Ernte, Vorteile

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 19. Februar 2026  durch Virginie T. 10 min.

Koriander kurz erklärt

  • Koriander ist ein einjähriges Würzkraut und eine geschätzte Heilpflanze
  • Sein fein gefiedertes, zitronig schmeckendes Laub erinnert an Petersilie
  • In der Küche würzen frische Blätter und getrocknete Samen viele Rezepte und Tees
  • Einfach anzubauen, lässt er sich im Topf oder Freiland säen und pflanzen
  • Im Gemüsegarten unverzichtbar, passt er auch in Zierbeete und Rabatten
Schwierigkeit

Wort unserer Expertin

Koriander ist eine stark aromatische Pflanze, die sowohl wegen ihrer kulinarischen Qualitäten als auch ihrer Heilwirkung kultiviert wird. Sie ist seit der Antike bekannt und bietet zahlreiche Vorteile.

Die eng mit der Petersilie verwandte Würzpflanze wird in der Küche sehr geschätzt – für ihr fein gefiedertes Laub und ihre getrockneten Samen mit kräftigem Zitronenaroma, die zahlreichen Gerichten und sogar Kräutertees eine besondere Note verleihen!

Koriander findet ganz selbstverständlich seinen Platz im Gemüsegarten, im Kräutergarten oder im Topf auf dem Balkon und passt auch in naturnahe und wilde Gärten.

Die leicht zu kultivierende Pflanze benötigt nur Sonne und regelmäßige Wassergaben. Koriander wird im Frühjahr direkt ins Freiland oder in Töpfe gesät und den ganzen Sommer über geerntet!

Welche Eigenschaften hat Koriander? Wo und wann wird er gesät oder gepflanzt? Wann und wie wird er geerntet? Hier finden Sie alle unsere Tipps zu dieser zugleich dekorativen und nützlichen Gewürzpflanze!

Beschreibung und Botanik

Steckbrief

  • Lateinischer Name Coriandrum
  • Familie Doldenblütler
  • Gebräuchlicher Name Koriander, Arabische Petersilie, Chinesische Petersilie
  • Blüte Juni bis September
  • Höhe 0,60 bis 1 m
  • Exposition Sonne, Halbschatten
  • Art des Bodens Nährstoffreich und durchlässig
  • Winterhärte Nicht winterhart

Der Koriander, auch „Chinesische Petersilie“ oder „Arabische Petersilie“ genannt, ist ein würzendes, heilkräftiges und aromatisches Kraut aus der Familie der Doldenblütler (früher Umbelliferen), zu der auch Kerbel und Dill gehören. Diese kleine, aus Asien, Südeuropa oder dem Nahen Osten stammende einjährige Pflanze hat sich in vielen Regionen Frankreichs eingebürgert.

Obwohl die Gattung zwei Arten umfasst, wird nur eine kultiviert: Coriandrum sativum. Es gibt jedoch mehrere Sorten, etwa Koriander ‚Calypso‘ oder Coriandrum sativum ‚Marino‘, die besonders schossfest sind.

Der Koriander bildet aus einer Pfahlwurzel einen schönen, buschigen, stark verzweigten, aufrechten und ausladenden Horst, der 0,50 bis 0,80 m hoch und etwa 25 cm breit werden kann.

Die zierlichen, verzweigten Stängel tragen aromatisches Laub, dessen Blätter zur Spitze hin kleiner werden. Die flachen Blätter werden im oberen Bereich immer spärlicher. Die unteren sind gestielt, breit und wie die von Garten-Petersilie oder Kerbel geteilt, während die oberen ebenso zart und laciniert sind wie die Blätter von Fenchel oder Dill. Dieses sommergrüne, äußerst feine Laub zeigt schöne Grüntöne. Sein würziger Duft erinnert an eine Mischung aus Stangensellerie mit einer Note von Anis, Zitrone oder Orange. Die Blätter werden in der Küche zum Würzen verschiedenster Gerichte verwendet.

Die Blüte erscheint je nach Aussaatzeit zwischen Mai und September. An den Triebspitzen bilden die Blüten Dolden aus kleinen weißen oder leicht rosafarbenen Blüten. Diese Blüte verströmt einen ganz besonderen, oft als unangenehm beschriebenen Geruch.

Die leichten Dolden locken den ganzen Sommer über Bienen und andere nützliche Insekten in den Garten.

Im Spätsommer verwandeln sie sich in kleine gerippte Samen, ovale bis kugelige Doppelachänen. Zunächst grün, färben sie sich bei Reife hellbraun. Frisch und noch grün verströmen sie beim Zerdrücken denselben Duft wie die Blätter. Daher leitet sich auch der Name der Pflanze ab: „koris“ bedeutet im Griechischen „Wanze“ und spielt auf ihren besonderen Duft an. Die Samen enthalten ein sehr aromatisches Öl und ätherisches Öl und werden getrocknet in der Küche sehr geschätzt – ganz oder gemahlen zum Würzen von Speisen.

Koriander

Der Koriander: Laub, Blüte und Samen

Der nicht winterharte Koriander wird in unseren Gärten als einjähriges aromatisches Kraut kultiviert. Er sät sich jedoch spontan wieder aus. Die pflegeleichte Pflanze wächst in Sonne oder Halbschatten, windgeschützt und in einem ausreichend nährstoffreichen, frischen Boden. Im Gemüsegarten wird sie zusammen mit anderen aromatischen Kräutern kultiviert, findet aber auch im Topf oder Balkonkasten auf Balkon und Terrasse sowie in einem naturnahen Garten in Beeten oder am Beetrand ihren Platz. Sie passt problemlos in einen kleinen Küchengarten!

Seit der Antike sind Korianderblätter und -samen typisch für die orientalische, asiatische und indische Küche. Koriander besitzt außerdem zahlreiche heilende Eigenschaften, insbesondere wirkt er blähungstreibend, beruhigend und verdauungsfördernd.

Wichtige Koriander-Arten und -Sorten

Unsere Koriandersamen
Unser Koriander zum Pflanzen
Koriander Bio

Koriander Bio

Diese Samen stammen aus biologischem Anbau. Die einjährige Pflanze ist leicht zu kultivieren, im Freiland oder im Topf
  • Höhe bei Reife 50 cm
Koriander mit feinen Samen

Koriander mit feinen Samen

Eine schossfeste Sorte. Ihre aromatischen Blätter und getrockneten Samen verfeinern die Küche. Leicht zu kultivieren, im Topf oder Freiland
  • Höhe bei Reife 40 cm
Koriander Marino Bio

Koriander Marino Bio

Eine sehr schossfeste Sorte. Dieser Kultivar bildet besonders dichtes Laub.
  • Höhe bei Reife 50 cm
Koriander Bio - Ferme de Sainte Marthe

Koriander Bio - Ferme de Sainte Marthe

Sie bildet eine schöne, bis zu 50 cm hohe Pflanze. Schön und nützlich!
  • Höhe bei Reife 50 cm

Koriander Eagle

Hitzetolerante Sorte mit spätem Schossen. Sie stammt aus biologischem Anbau.
  • Blütezeit August für November
  • Höhe bei Reife 50 cm

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Pflanzung und Aussaat

Wo Koriander pflanzen und säen?

Der frostempfindliche Koriander verschwindet bei Frost und wird in unseren Gärten als einjährige Pflanze kultiviert, wo er sich bei passenden Bedingungen selbst aussät. Er lässt sich problemlos im Freiland oder im Topf anbauen.

Pflanzen Sie ihn in der Sonne oder in den wärmsten Regionen im Halbschatten. Er entwickelt sich schnell in einem humusreichen, leichten, gut durchlässigen und frischen, leicht kalkhaltigen Boden, kommt aber auch mit den meisten Böden zurecht. Wählen Sie einen vor Zugluft geschützten Standort. Da Koriander höher als breit wächst, braucht er ausreichend Platz, um sich zu entfalten, ohne seine Nachbarpflanzen zu beschatten.

Koriander ist eine gute Begleitpflanze im Gemüsegarten und in Kräuterbeeten, wo er bestimmte Insekten anzieht oder fernhält. Mit seiner buschigen Wuchsform und den frischen Farben passt er ebenso gut in naturnahe Gärten, in ein krautiges Beet oder einen etwas wild wirkenden Mixed Border.

Wann und wie Koriander säen?

Koriander wird am besten direkt ins Freiland oder in einen Topf gesät, da er das Umpflanzen schlecht verträgt. Der Boden muss ausreichend erwärmt sein, denn zur Keimung ist eine Temperatur von über 15 °C erforderlich. Wir empfehlen daher, ihn im Frühjahr nach den Frösten ab April bis Mai je nach Region zu säen, damit Sie zwei Monate später ernten können. Für eine frühe Ernte ist die Aussaat ab März unter Schutz möglich. Tipp: Säen Sie zeitlich versetzt bis September aus – so verlängern Sie die Erntezeit!

Im Freiland

  1. Lockern Sie den Boden tiefgründig und reichern Sie ihn mit Kompost an
  2. Säen Sie in Reihen mit 30 bis 40 cm Abstand oder in 4 bis 5 Samenkörner umfassenden Horsten
  3. Bedecken Sie die Samen mit 1 cm Blumenerde oder feiner Erde
  4. Drücken Sie die Erde leicht mit der Rückseite des Rechens an
  5. Gießen Sie fein und halten Sie die Erde bis zum Auflaufen etwa 15 Tage später feucht
  6. Wenn die Jungpflanzen 4 bis 5 Blätter haben, vereinzeln Sie sie auf einen Abstand von etwa 10 bis 30 cm

Im Topf

Koriander kann auch direkt in einen Topf mit 20 bis 40 cm Durchmesser oder in einen Balkonkasten gesät werden.

  1. Geben Sie eine Schicht Blähton auf den Boden des Gefäßes
  2. Vergraben Sie in Blumenerde jeweils 2 bis 3 Samen nur 1 cm tief
  3. Vereinzeln Sie die Sämlinge, sodass 2 bis 3 Pflanzen pro Gefäß bleiben
  4. Stellen Sie das Gefäß an einen sonnigen, windgeschützten Platz
  5. Gießen Sie regelmäßig

Alle Tipps für eine erfolgreiche Aussaat finden Sie mit Gwenaëlle im Tutorial Wie sät man Koriander? Auch die Aussaat von Küchenkräutern finden Sie in unserem Blog!

Koriander

Koriander in Blüte

Wann und wie Koriander pflanzen?

Wenn Sie lieber zu unseren Mini-Jungpflanzen von Koriander greifen, geht es ganz einfach! Gepflanzt wird von April bis August, die Ernte erfolgt von Juni bis Oktober.

Im Freiland

Setzen Sie die Pflanzen mit etwa 30 cm Abstand.

  1. Lockern Sie den Boden gründlich,
  2. heben Sie ein Pflanzloch aus, das dreimal so groß wie der Wurzelballen ist,
  3. geben Sie eine Schicht Kies auf den Grund des Pflanzlochs,
  4. setzen Sie den Wurzelballen ein und füllen Sie mit Kompost angereicherter Gartenerde auf,
  5. drücken Sie die Erde gut an,
  6. gießen Sie reichlich,
  7. mulchen Sie.

Befolgen Sie unsere Tipps zum richtigen Pflanzen einer einjährigen Pflanze!

Im Topf

Planen Sie für 2 bis 3 Koriander-Pflanzen einen Topf mit mindestens 30 cm Durchmesser ein. Setzen Sie die Pflanzen mit 10 bis 20 cm Abstand in alle Richtungen.

  1. Geben Sie eine Schicht Blähton auf den Boden des Topfes mit Abzugsloch,
  2. pflanzen Sie den Wurzelballen in eine Mischung aus Gartenerde und Blumenerde,
  3. mulchen Sie den Fuß der Pflanze,
  4. gießen Sie, sobald die Erde trocken ist.

Ernte, Aufbewahrung und Verwendung von Koriander

Blatternte:

Je nach Pflanzzeit erstreckt sich die Ernte vom Frühsommer bis in den Herbst.

Frische Blätter des Korianders werden nach Bedarf vom späten Frühjahr bis zum Spätsommer geerntet. Schneiden Sie weder vergilbte noch welke Stängel mit einer Schere oder von Hand direkt über dem Boden ab.

Wann und wie erntet man die Samen?

Die Samen des Korianders werden im Spätsommer oder ganz zu Beginn des Herbstes geerntet, wenn sie kurz vor der vollständigen Reife braun geworden sind. Schneiden Sie die Stängel direkt über dem Boden ab und ernten Sie die Samen, indem Sie die Dolden über einem sauberen Tuch schütteln. Alternativ können Sie die Samen direkt gewinnen, indem Sie die Dolden zwischen den Händen zerreiben.

Aufbewahrung:

Die sehr aromatischen Blätter des Korianders werden am besten frisch verzehrt, denn dann behalten sie ihr volles Aroma und ihren Duft. Die belaubten Stängel des Korianders halten sich im Kühlschrank in feuchtem Küchenpapier oder in einem Wasserglas nur wenige Tage. Durch Trocknen oder Einfrieren sind sie jedoch mehrere Monate haltbar. Die ausgereiften und getrockneten Samen (einen Tag im Schatten an einem luftigen, trockenen Ort) halten sich länger als ein Jahr in einer Papiertüte, luftdichten Dosen oder einem Glas bei Raumtemperatur und vor Feuchtigkeit geschützt.

Verwendung:

Ob frisch oder getrocknet, die Blätter des Korianders werden vielseitig in der Küche verwendet. Sie sind ein unverzichtbares Gewürz in zahlreichen traditionellen Gerichten. Fein geschnitten verströmen sie ein kräftiges, sehr frisches und würziges Aroma mit einer leichten Bitternote und verfeinern Marinaden, Fisch, Geflügel, Salate und Tajines. Durch Kochen verlieren sie an Geschmack.

Die Samen werden ganz oder gemahlen verwendet. Sie haben einen feinen Geschmack nach Hybrider Orange und werden ganz zum Würzen von Einlegegurken und Olivenöl verwendet. Sie sind unverzichtbar zum Würzen von Pilzen nach griechischer Art und Terrinen sowie für Currys, Chilis, indische Chutneys und die algerische Chorba. Außerdem sind sie Bestandteil vieler Gewürzmischungen wie Currypulver oder -paste. Gemahlen passen sie hervorragend in Lebkuchen, zu Fisch, Reis und Auberginen. Sie verfeinern auch bestimmte Liköre und den berühmten anregenden „Melissentee“.

Die Blütenknospen werden in der chinesischen, indischen und pakistanischen Küche häufig verwendet.

Auch die Wurzel kann zum Würzen von Suppen verwendet oder zerdrückt oder eingelegt wie Knoblauch verzehrt werden. Koriander wird außerdem als Aufguss mit verdauungsfördernden und beruhigenden Eigenschaften getrunken, der das Einschlafen erleichtert.

Mit seinem zitronig-pfeffrigen Duft wird Koriander auch häufig in der Parfümerie verwendet.

→ Mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber: Koriander ernten, trocknen und verwenden

Koriandersamen

Ernte von Koriandersamen

Vorteile und Eigenschaften von Koriander

Neben seinem Geschmack wirkt Koriander tonisierend, antioxidativ, antiseptisch, anregend und aphrodisierend. Er hilft bei Rheuma, Angst, Schlaflosigkeit, Krämpfen und Verdauungsbeschwerden. Blätter und Samen liefern Vitamin K; Samenöl wirkt entspannend.

Pflege und Schnitt

Koriander ist einjährig und pflegeleicht: Sonne, Wärme, keine Trockenheit. Bei Dürre gießen und mulchen, sonst schießt er vorzeitig.

Mögliche Krankheiten und Schädlinge

Koriander ist robust und eine gute Begleitpflanze: Sein Duft hält Möhrenfliegen und Kartoffelkäfer fern. Gegen Blattläuse mit 5 %iger Schmierseifenlösung spritzen.

Vermehrung

Koriander lässt sich leicht aussäen (siehe oben). Nutzen Sie gut getrocknete, selbst geerntete Samen oder unser Saatgut.

Koriander kombinieren

Der Koriander ist ein guter Partner im Gemüsebeet. Er vertreibt Kartoffelkäfer und lockt zugleich Bienen an, die bei der Befruchtung Ihrer Gemüsepflanzen helfen. Pflanzen Sie ihn zwischen Möhren und Gurken, denn auch die Fliege hält er fern. Im Gemüsebeet passt er sehr gut zu Kohl, Zwiebeln und Kartoffeln. Neben Fenchel sollten Sie ihn jedoch nicht anbauen.

Koriander kombinieren

Ein Beispiel für eine Mischkultur im Gemüsebeet: Koriander, Wirsing, Große Kapuzinerkresse, Garten-Zinnie und Dill

In einem Kräuterbeet findet er neben anderen Kräutern wie Kerbel, Petersilie und Dill seinen Platz. Auch für Minze, Melisse, Borretsch und Schnittlauch ist er ein guter Partner. Pflanzen Sie weitere essbare Blüten und Heilpflanzen dazu, die Sie nach Bedarf für Tees oder zum Verfeinern von Salaten nutzen können.

In einem naturnahen Garten schätzt er die Nähe von Garbe oder Stauden mit luftiger Blüte wie Engelwurz, Astern, Schmuckkörbchen und Sterndolden.

Nützliche Ressourcen

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  • Koriander im Topf anbauen

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Koriandersamen