Für köstliche hausgemachte Suppen denkt man oft an klassisches Gemüse aus dem Gemüsegarten, etwa Möhren, Lauch-Porree und Kartoffeln. Beim Zubereiten von Gartengemüse bleiben jedoch meist Grün, Schalen oder Gemüsereste übrig, etwa der Strunk eines Brokkolis, die Schoten von Erbsen, das Grüne eines Lauchs oder welke Blätter von Salat. Diese Zutaten werden häufig fälschlicherweise als Küchenabfall betrachtet. Sie sind jedoch problemlos essbar und lassen sich sogar zu köstlichen Suppen verarbeiten, sodass Sie Lebensmittelverschwendung vermeiden. Entdecken Sie unsere Ideen und unser Rezept für abfallfreie Suppen gegen Lebensmittelverschwendung.

Welche Zutaten eignen sich für eine abfallfreie Suppe?
Wenn Sie genauer darüber nachdenken, sind fast alle Gemüsesorten vollständig essbar! Es wäre beispielsweise schade, die Schalen von Möhren in den Abfall oder auf den Kompost zu werfen, obwohl Sie das Gemüse einfach gründlich mit Wasser waschen und mit Schale zubereiten können. Das gilt auch für Kartoffeln, Rüben und Zucchini! Allein dadurch fallen keine Schalen an und Sie reduzieren gleichzeitig Ihre Abfälle.
Tipp: Man kann es nicht oft genug betonen: Bevorzugen Sie Gemüse aus ökologischem Anbau, das ohne Pflanzenschutzmittel kultiviert wurde.
Hier finden Sie eine kleine Liste von Zutaten, die Sie für eine Küche gegen Lebensmittelverschwendung verwenden können:
- Das Grün von Gemüse: Rübe, Rettich, Möhre, Rote Bete, Kohlrabi, Schnittsellerie usw.
- Die noch zarten Schoten von Erbsen, Bohnen oder Dicken Bohnen
- Die Blätter von Kopfsalat und leicht welkem Salat
- Der Strunk eines Brokkolis
- Der Stiel, die Blätter und der Strunk von Blumenkohl
- Der Stiel einer Schalotte
- Das Grüne von Lauch-Porree
- Verschiedene Gemüse- und Obstschalen: Pastinaken, Möhren, Zucchini, Kartoffeln, Spargel, Gurken usw.

Ein Rezept für eine abfallfreie Suppe, das Sie an Ihre Zutaten anpassen können
Hier finden Sie ein Beispiel für ein Rezept gegen Lebensmittelverschwendung, das ich zubereitet habe. Sie können es an die Lebensmittel anpassen, die Sie zu Hause haben. Die aufgeführten Zutaten dienen nur als Anhaltspunkt und lassen sich problemlos durch anderes Gemüse ersetzen. Seien Sie deshalb ruhig kreativ und verwenden Sie auch leicht beschädigtes oder welk gewordenes Gemüse.
Zutaten (je nach Ihren Möglichkeiten anpassbar)
- 2 Brokkolistrünke Brokkoli (ersetzbar durch Gemüsegrün, Schalen oder anderes Gemüse)
- 4 Kartoffeln mit Schale (für mehr Bindung in der Suppe)
- 1 oder 2 Zwiebeln
- 1 Knoblauchzehe
- Salz und Pfeffer (Sie können beides durch einen Gemüsebrühwürfel ersetzen)
- 1 Prise gemahlene Muskatnuss
- 2 Esslöffel Crème fraîche
- 2 Esslöffel Olivenöl
- Wasser (je nach gewünschter Konsistenz 1 bis 2 Liter)
- Optional: Sie können weiteres Saisongemüse wie Möhren oder Tomaten sowie Kräuter hinzufügen.

Zubereitung:
1 – Waschen Sie das Gemüse und die Brokkolistiele gründlich mit einer Bürste.
2 – Schneiden Sie die Zwiebel in Streifen und braten Sie sie anschließend in Olivenöl in einem Kochtopf oder Schmortopf an.

3 – Schneiden Sie das übrige Gemüse in grobe Würfel.
4 – Sobald die Zwiebel goldbraun wird, geben Sie das gewürfelte Gemüse hinzu.
5 – Braten Sie das Gemüse bei mittlerer Hitze 3 bis 4 Minuten an und rühren Sie dabei ständig mit einem Holzlöffel um.

6 – Geben Sie anschließend so viel Wasser hinzu, dass das Gemüse bedeckt ist. Würzen Sie mit Salz und Pfeffer oder geben Sie einen Gemüsebrühwürfel hinzu. Sie können auch einige Kräuter ergänzen. Ich habe hier einen Thymianzweig und eine Prise Muskatnuss verwendet, die gut zu Kartoffeln passt.
7 – Setzen Sie den Deckel auf den Topf und bringen Sie alles zum Kochen. Lassen Sie die Suppe anschließend bei niedriger Hitze 20 bis 30 Minuten köcheln.

8 – Wenn Sie wie ich eine flüssige Suppe ohne Stückchen mögen, können Sie die Suppe mit einem Stabmixer pürieren.
Hinweis: Einige Gemüsesorten bleiben auch nach dem Pürieren sehr faserig. Das gilt hier für den Brokkolistiel, aber beispielsweise auch für Erbsenschoten. Damit diese nicht unbedingt angenehmen Fasern nicht in der Suppe bleiben, filtere ich die Flüssigkeit durch ein Passiersieb, also ein Sieb mit sehr feinen Maschen.

9 – Schmecken Sie die Suppe bei Bedarf noch einmal ab. Für eine besonders cremige Konsistenz können Sie anschließend ein bis zwei Esslöffel Crème fraîche hinzufügen.
10 – Servieren Sie Ihre köstliche hausgemachte Suppe heiß.
Ingrids Tipp: Ich gebe gern etwas geriebenen Käse und einige Brotcroutons auf meine Suppe. Auch hier können Sie Lebensmittelverschwendung vermeiden, indem Sie Brotcroutons aus hart gewordenem Brot selbst zubereiten und zum Ende der Garzeit geriebene Käserinde hinzufügen. Sie können die Suppe außerdem mit einigen Kürbis- oder Sonnenblumenkernen sowie einigen kleinen Stücken gegarten Gemüses dekorieren.

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